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Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Wandels in der New Economy auf Entlohnungssysteme und Arbeitsbeziehungen

Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Wandels in der New Economy auf Entlohnungssysteme und Arbeitsbeziehungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Theresa Schlagbauer
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 468,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6488-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6488-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6488-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schlagbauer, Theresa Dezember 2002: Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Wandels in der New Economy auf Entlohnungssysteme und Arbeitsbeziehungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: neue Wirtschaft, Gehaltssysteme, Beschäftigungsformen

Diplomarbeit von Theresa Schlagbauer

Einleitung:

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen der Wirtschaft stark verändert: die Märkte wurden dynamischer und globaler, die Unternehmen mussten lernen, flexibler, unbürokratischer und innovativer zu agieren. Neue Produkte und Dienstleistungen entstanden im Rahmen der neuen Kommunikationstechnologien. Der Übergang zur Informationsgesellschaft wurde vielfach als ebenso revolutionär wie der Entritt ins Industriezeitalter beschrieben.

Auch wenn alle Unternehmen von diesen Veränderungen betroffen sind, wird der Begriff „New Economy“ (erstmals erwähnt im Jahr 1994) primär für jene Unternehmen verwendet, die die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien „herstellen, betreiben oder intensiv einsetzen“.

Die neue Unternehmensumwelt und die neuen Strukturen in der New Economy stellen geänderte Ansprüche an den Personalbereich. Das Wissen der Mitarbeiter wird zu einem der wichtigsten Produktionsfaktoren und muss dementsprechend gefördert werden. Flexibilität und Dynamik sind auch im Personalbereich bedeutende Ziele. Der Druck von außen auf das Unternehmen wächst; ebenso wächst der Druck innerhalb des Unternehmens. Die Wissensträger sollen an das Unternehmen gebunden werden, um Leistung und Wettbewerbsvorteile erzielen zu können. Gleichzeitig soll die Arbeitnehmerschaft möglichst flexibel bleiben, um rasch auf neue Anforderungen der Unternehmensumwelt reagieren zu können.

Aber auch die Einstellungen der Arbeitnehmer haben sich gewandelt: die lebenslange Bindung an ein Unternehmen ist nicht mehr die optimale Arbeitsform für alle Arbeitnehmer. Durch die Notwendigkeit der größtmöglichen Flexibilität der Unternehmen können diese ihren Mitarbeitern keine Arbeitsplatzgarantie mehr geben; im Gegenzug schwindet auch die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber ihrem Unternehmen. Häufige Unternehmenswechsel sind keine Seltenheit, wenn der Mitarbeiter glaubt, anderswo bessere finanzielle Möglichkeiten oder Karriereaussichten zu finden.

Auch wenn der gesamte Personalbereich gefordert ist, sich an diese neuen Charakteristika und Anforderungen der Arbeitswelt anzupassen, soll sich diese Arbeit auf die Entlohnung der Mitarbeiter in der New Economy konzentrieren.

Neue Strukturen in den Unternehmen, Marktanforderungen und Arten der Beschäftigung fordern teils neue, teils angepasste Formen der Entlohnung.

Es ist unbestritten, dass Geld nicht die einzige Motivation für Arbeit und Leistung ist, dennoch ist Entlohnung einer der Hauptbeweggründe, Leistung zu erbringen Diese Arbeit beschränkt sich auf die Entlohnung als Anreizfaktor für die Leistungserbringung in Organisationen, ohne anzweifeln zu wollen, dass Geld nicht der einzige und vielleicht auch nicht der wichtigste Motivator ist.

Ich beschäftige mich in meiner Arbeit mit folgender Frage:

„Welche Anforderungen stellt der gesamtwirtschaftliche Wandel und das Entstehen der New Economy an Entgeltsysteme, welche neuen Formen der Arbeitsbeziehungen entstehen und welche Formen der Entlohnung werden kreiert und angewendet?“.

Gang der Untersuchung:

Nach der Einleitung bietet das zweite Kapitel eine Übersicht zum Thema Entlohnung. Begriffliche und theoretische Grundlagen werden geklärt und die wichtigsten Formen der Entlohnung kurz erläutert.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der New Economy. Nach begrifflichen Definitionen wird ein kurzer Überblick gegeben, wann und warum die New Economy entstand und welche Charakteristika die New Economy kennzeichnen. Hier wird besonders auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und die Arbeitswelt in der New Economy eingegangen.

Im vierten Kapitel werden die beiden vorangegangenen Kapitel zusammengeführt und erläutert, welche Formen der Entlohnung in der New Economy Anwendung finden sollten und welche neuen Möglichkeiten der Entlohnung in der New Economy entstanden sind bzw. durch das Entstehen der New Economy begünstigt wurden. Am Ende des vierten Kapitels wird speziell auf atypische Beschäftigungsformen eingegangen, deren Ausbreitung durch die notwendige Flexibilität in der New Economy vorangetrieben wurde.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Grundlagen zur Entlohnung 6
2.1 Begriffliche Grundlagen 6
2.2 Theoretische Grundlagen für Entgeltsysteme 7
2.2.1 Lohngerechtigkeit 9
2.3 Faktoren der Gehaltsfindung 10
2.3.1 Interne Faktoren der Gehaltsfindung 10
2.3.2 Externe Faktoren der Gehaltsfindung 13
2.4 Formen der Entlohnung 14
2.4.1 Grundlohn bzw. Zeitlohn 16
2.4.2 Leistungsentgelt 18
2.4.3 Mitarbeiterbeteiligung/ Erfolgsbezogene Entlohnung 24
2.4.4 Soziallohn 28
3. Die New Economy 31
3.1 Begriffsdefinition 31
3.2 Die Geschichte der New Economy 34
3.3 Kennzeichen der New Economy 38
3.3.1 Neue Informations- und Kommunikationstechnologien 39
3.3.2 Gesamtwirtschaftliche Charakteristika 44
3.3.3 Industrielle Charakteristika 49
3.3.4 Regierung 50
3.3.5 Arbeitswelt 51
4. Entlohnung in der New Economy 57
4.1 Der neue psychologische Vertrag 58
4.2 Grundlohn 60
4.2.1 Funktions– oder Personenbezogene Entlohnung 60
4.2.2 Skill-based Pay 62
4.2.3 Competency-based Pay 64
4.2.4 Broadbanding 65
4.3 Leistungsentgelt 67
4.3.1 Voraussetzungen für effektives Leistungsentgelt 68
4.3.2 Merit Pay 69
4.3.3 Einmalzahlung und Bonus 71
4.3.4 Management by Objectives 71
4.4 Mitarbeiterbeteiligung / Erfolgsbezogene Entlohnung 75
4.4.1 Gainsharing 76
4.4.2 Goalsharing 77
4.4.3 Profit Sharing/Gewinnbeteiligung 79
4.4.4 Stock Plans und Stock Option Pläne 79
4.4.5 Andere Arten der Eigenkapitalbeteiligung 82
4.5 Entlohnung von Teams 83
4.5.1 Work Teams 84
4.5.2 Projektteams 84
4.5.3 Parallele Teams 85
4.5.4 Partnership Teams 86
4.6 Soziallohn 87
4.6.1 Cafeteria-Systeme 87
4.7 Atypische Beschäftigungsformen 92
4.7.1 Teilzeitarbeit 93
4.7.2 Geringfügige Beschäftigung 95
4.7.3 Befristete Beschäftigung 95
4.7.4 Job Sharing 96
4.7.5 Leihpersonal/Leasingpersonal 97
4.7.6 Selbständigkeit 97
4.7.7 Freie Dienstnehmer 98
4.7.8 Telearbeit/Heimarbeit 99
5. Zusammenfassung 102
6. Abbildungsverzeichnis 103
7. Tabellenverzeichnis 103
8. Literaturverzeichnis 104

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auch Firmenstrukturen unterliegen in der New Economy einem Wandel. Die neuen ICT scheinen kleine Firmen zu begünstigen, die mit Kunden und Lieferanten direkt und flexibel verhandeln können. Die Bedeutung der physischen Ressourcen ist, wie schon erwähnt, zurückgegangen, was geringeres I vestitionsaufkommen bedeutet. n Um Informations - und Kommunikationsflüsse innerhalb des Unternehmens zu optimieren, werden Hierarchien abgeflacht. Durch die oben erwähnten Netzwerkexternalitäten, die eine hohe Nutzung von Netzwerken notwendig machen, sind andererseits große Unternehmen mit großem Kundenstock und hoher Bekanntheit bevorzugt. Außerdem können in den großen Unternehmen mehr Informationen selbst erzeugt werden, das heißt, sie sind weniger auf externe Informationen angewiesen, deren Qualität und Inhalt man vor dem Kauf nicht kennt und die daher ein Risiko für das Unternehmen darstellen. Gegenwärtig scheinen sowohl kleine als auch große Unternehmen in der New Economy profitieren zu können: kleine Unternehmen als spezialisierte [...]

Transportmöglichkeiten lassen sich räumliche Distanzen leichte r und in kürzerer Zeit überwinden, die Konkurrenz wird durch die neuen Informationsmöglichkeiten globaler; wirtschaftliche und politische Unionen führen zu einer faktischen Abschaffung vieler Landesgrenzen und Handelsbarrieren. Dadurch bleibt die Wirtschaft nicht auf den Binnenmarkt beschränkt, sondern wird globaler. Die Unternehmen müssen sich auf neue Märkte und Konsumenten einstellen können und flexibel in Bezug auf unterschiedliche Märkte reagieren. Die Globalisierung verstärkt auch den Wettbewerb unter Firmen, da Anbieter globaler agieren, und die Konsumenten durch die neuen Technologien, vor allem das Internet, unter mehr Anbietern auswählen können. Als weitere Konsequenz der zunehmenden Globalisierung gelten Konjunkturzyklen nicht mehr national, sondern weltweit, bzw. haben zumindest weltweite [...]

Disparitäten in der Nutzung von ICT: Verschiedene Bevölkerungsgruppen haben unterschiedliche Möglichkeiten, von den Vorteilen der ICT und somit der New Economy profitieren zu können: • Sozial: Internetnutzung ist stark vom Einkommen und dem Bildungsgrad abhängig. In reichen Ländern sind Computer und Internet zwar aufgrund der sinkenden Preise für die meisten erschwinglich, in armen Ländern hat allerdings kaum jemand dieselben Möglichkeiten. • Demografisch: Jüngere Menschen nützen die neuen Technologien derzeit bereitwilliger als ältere. Durch die kurzen Lebenszyklen der ICT ist es möglich, dass diese Unterschiede über längere Zeit bestehen bleiben. • Geschlechtsunterschiede: Bei gleicher Bildung und gleichem Alter nutzen Frauen das Internet weniger als Männer, da technische Ausbildung primär Männern zur Verfügung steht (die traditionelle Annahme ist, dass Männer technisch begabter als Frauen sind). Auch haben Frauen oft durch Haushaltsaufgaben beschäftigen. • Regional: Wegen demografischer und sozialer Faktoren, allgemeinen Ausstattungsunterschieden (Bildung, Energie, etc.) und vor allem weniger Zeit, sich mit neuen Technologien zu [...]

Arbeit zitieren:
Schlagbauer, Theresa Dezember 2002: Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Wandels in der New Economy auf Entlohnungssysteme und Arbeitsbeziehungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
neue Wirtschaft, Gehaltssysteme, Beschäftigungsformen

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