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Die Auswirkungen des derzeitigen Flugverkehrs in Österreich

Die Auswirkungen des derzeitigen Flugverkehrs in Österreich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Duller
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 853,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9707-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9707-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9707-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Duller, Andreas November 2005: Die Auswirkungen des derzeitigen Flugverkehrs in Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Liberalisierung, Low-cost Airlines, Flughafen, Luftverkehr, Billigflüge

Diplomarbeit von Andreas Duller

Zusammenfassung:

Mit der vollständigen Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa Ende der neunziger Jahre ist der Luftverkehrsmarkt deutlich in Bewegung geraten. Neben den etablierten Fluggesellschaften haben sich in Europa immer mehr Low-cost Airlines durchgesetzt. Mittlerweile tragen sie einen erheblichen Teil zum wachsenden Luftverkehrsaufkommen bei und sind bei uns nicht mehr wegzudenken. Die Low-cost Airlines haben sich neben dem herkömmlichen Linienverkehr der traditionellen Fluggesellschaften und dem Charterflugverkehr als drittes Marktsegment fest verankert.

Das Modell der Low-cost Airlines wurde erfolgreich von den USA auf den europäischen Markt übernommen. War es zuerst vor allem der britische und irische Markt, auf dem sich diese neue Art des Flugverkehrs durchsetzte, konnte in den letzten Jahren eine starke Zunahme in ganz Europa festgestellt werden. Mit der Erweiterung der Europäischen Union wurden ganz neue Märkte erschlossen und fest in das jeweilige Steckennetz der betreffenden Low-cost Airlines integriert.

Hauptgewinner dieser neuen Entwicklung sind aber nicht nur die großen internationalen Flughäfen. Vor allem die regionalen Flughäfen haben die Bedeutung und die Auswirkungen der Low-cost Airlines erkannt und bemühen sich darum, Low-cost Anbieter zu gewinnen.

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des derzeitigen Flugverkehrs in Österreich. Im ersten Teil der Arbeit wird auf die unterschiedlichen Phasen der Liberalisierung des europäischen Flugverkehr eingegangen. Im Vergleich zu den USA ist die Liberalisierung und Marktöffnung in Europa relativ spät durchgeführt worden. Die Liberalisierung erfolgte nicht in einem Paket. Die Marktöffnung hat sich über mehrere Jahre hinaus gezogen und ist sehr behutsam durchgeführt worden. Die Schwierigkeit lag auch darin, einen zum Teil sehr unterschiedlichen Markt mit den unterschiedlichsten rechtlichen Bestimmungen zu vereinheitlichen.

Das Kapitel zwei beschäftigt sich mit dem Phänomen der Low-cost Airlines, ausgehend von der Entstehung bis zur zukünftigen Entwicklung. Betrachtet werden die Erfolgsfaktoren, die verschiedenen Strategien, die wirtschaftliche Situation sowie zukünftige Wachstumsperspektiven aber auch Risken.

Das dritte Kapitel setzt sich mit einzelnen Low-cost Anbietern auseinander. Vor allem die zwei Anbieter Ryanair und HLX werden – aufgrund ihrer starken Präsenz in Österreich - einer genauen Analyse unterzogen. Im Anschluss daran kommt es zu einer Kurzbeschreibung weiterer europäischer Low-cost Airlines.

Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die Flughäfen im Allgemeinen. Wesentliche Fragestellungen sind die Entstehung bzw. Entwicklung der betreffenden Flughäfen, die aktuelle wirtschaftliche Situation, die Erreichbarkeit sowie Perspektiven für die Zukunft. Auch die Flughäfen im näheren Umfeld Österreichs (Ljubljana, Bratislava, Altenrhein) werden andiskutiert.

Im abschließenden fünften Kapitel wird gezielt auf Low-cost Airlines in Österreich eingegangen. Anhand der aktuellsten Passagierzahlen der österreichischen Flughäfen im Zeitraum von 2000 bis 2004 kann sehr detailliert auf die zunehmende Bedeutung des Low-cost Verkehrs hingewiesen werden. Neben einer statistischen Auswertung (Low-cost Airlines versus Netzwerkcarrier) kommt es auch zu einer Auflistung aller aktuell bestehenden Low-cost Verbindung in Österreich.

Inhaltsverzeichnis:

1. Deregulierung und Liberalisierung im Flugverkehr 7
1.1 Grundlagen der Regulierung 7
1.2 Deregulierung des Luftverkehrs in den USA 9
1.3 Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa 9
1.3.1 Erstes Liberalisierungspaket 11
1.3.2 Zweites Liberalisierungspaket 11
1.3.3 Drittes Liberalisierungspaket 12
1.4 Transatlantische Liberalisierung 13
1.5 Auswirkungen der Liberalisierung in Europa 13
2. Das Prinzip von Low-Cost Airlines 15
2.1 Einleitung Low-Cost Airlines 15
2.2 Entwicklung von Low-Cost Airlines 15
2.3 Southwest Airline als Vorbild der LCA 16
2.4 Der Durchbruch von Low-cost Airlines in Europa 18
2.5 Das Produkt der Low-cost Airlines 19
2.5.1 Tarife 21
2.5.2 Vertrieb 22
2.5.3 Service 23
2.5.4. Frequenzen 23
2.5.5 Pünktlichkeit 24
2.5.6 Flugroute 24
2.5.7 Marktauswahl 26
2.5.8 Marketing 26
2.5.9 Flugzeuge 27
2.5.10 Wartung der Flugzeuge 28
2.5.11 Personal 28
2.5.12 Flughäfen 29
2.5.13 Verwaltung 30
2.6 Kostenstrukturen einer Low-cost Airline 30
2.6.1 Anschaffungskosten 31
2.6.2 Betriebskosten 31
2.6.3 Stückkosten 32
2.6.4 Non-operating-Kosten 32
2.6.5 Kostenvergleich mit herkömmlichen Fluggesellschaften 33
2.7 Passagiere der Low-cost Airlines 35
2.7.1 Geschäftsreisende 36
2.7.2 Freizeitreisende 38
2.8 Krisen in der Luftfahrt – Low-cost Airlines profitieren 40
2.9 Marktanteile der europäischen Low-cost Airlines 42
2.10 Low-cost Airlines im Wettbewerb 46
2.10.1 Start- und Landerechte (Slots) 46
2.10.2 Bodenverkehrsdienste 47
2.10.3 Vielflieger-Programme 48
2.10.4 „Predatory Pricing“ 49
2.10.5 Computerreservierungssysteme (CRS) 49
2.11 Traditionelle Fluggesellschaften versus Low-cost Airlines 49
2.11.1 Preisreduktionen 50
2.11.2 Kooperationen mit den Low-cost Airlines 50
2.11.3 Gründung eigener Low-cost Airlines 51
2.11.4 Koexistenz mit den Low-cost Airlines 51
2.12 Perspektiven der Low-cost Airlines 52
2.12.1 Herausforderungen in der Zukunft 52
2.12.2 Mittel- und langfristige Perspektiven 53
3. Low-Cost Airlines 57
3.1 Ryanair 57
3.2 Hapag-Lloyd-Express (HLX) 69
3.3 SkyEurope 72
3.4 Germanwings 74
3.5 EasyJet 75
3.6 FlyNordic 76
3.7 flyniki 76
3.8 Air Berlin 78
3.9 Helvetic 79
3.10 BMI Baby 79
3.11 Deutsche BA 79
4. Flughäfen 81
4.1 Definition Flughafen 81
4.1.1 Flugbetriebsflächen 82
4.1.2 Flughafenanlagen 83
4.1.3 Verkehrserschließung 84
4.2 Flughäfen Europas 86
4.3 Flughafen Wien Schwechat (VIE) – Vienna International Airport 87
4.3.1 Entstehung des Flughafens 88
4.3.2 Aktuelle Situation 89
4.3.3 Erreichbarkeit 93
4.3.4 Zukunftsperspektiven 94
4.4 Flughafen Salzburg – Wolfgang Amadeus Airport (SZG) 97
4.4.1 Entstehung des Flughafens 98
4.4.2 Aktuelle Situation 99
4.4.3 Erreichbarkeit 101
4.4.4 Zukunftsperspektiven 101
4.5 Flughafen Graz Thalerhof (GRZ) 102
4.5.1 Entstehung des Flughafens 103
4.5.2 Aktuelle Situation 103
4.5.3 Erreichbarkeit 104
4.5.4 Zukunftsperspektiven 105
4.6 Flughafen Blue Danube Airport Linz (LNZ) 105
4.6.1 Entstehung des Flughafens 106
4.6.2 Aktuelle Situation 106
4.6.3 Erreichbarkeit 108
4.6.4 Zukunftsperspektiven 108
4.7 Flughafen Innsbruck (INN) 108
4.7.1 Entstehung des Flughafens 109
4.7.2 Aktuelle Situation 109
4.7.3 Erreichbarkeit 111
4.7.4 Zukunftsperspektiven 111
4.8 Flughafen Alpe Adria Airport Klagenfurt (KLU) 112
4.8.1 Entstehung des Flughafens 112
4.8.2 Aktuelle Situation 113
4.8.3 Erreichbarkeit 114
4.8.4 Zukunftsperspektiven 114
4.9 Flughafen Bratislava (BTS) 115
4.10 Flughafen Ljubljana (LJU) 115
4.11 Flughafen Altenrhein (St. Gallen) (ACH) 116
5. Low-cost Airlines in Österreich 117
5.1 Low-cost Airlines - Flughafen Wien 118
5.2 Low-cost Airlines - Flughafen Salzburg 119
5.3 Low-cost Airlines - Flughafen Graz 120
5.4 Low-cost Airlines - Flughafen Linz 121
5.5 Low-cost Airlines - Flughafen Innsbruck 121
5.6 Low-cost Airlines - Flughafen Klagenfurt 121
5.7 Neue Low-cost Airline Verbindungen 122
5.8 Anhang: Auswertung Low-cost Airlines in Österreich 123
6. Fazit 127
7. Fachbegriffe 128
8. Abkürzungen 131
9. Abbildungsverzeichnis 132
10. Tabellenverzeichnis 133
11. Literaturverzeichnis 134

Automatisiert erstellter Textauszug:

Von den aktuellen Low-cost Airlines hat vor allem die Ryanair aufgrund der starken finanziellen Position und der langjährigen Erfahrung gute Chancen, sich am Markt nachhaltig zu etablieren. Ansonsten wird es aber zu Zusammenschlüssen und Auflösungen von Low-cost Airlines in Europa kommen. Eventuell kommt es in Zukunft gar zu einer Allianz der Low-cost Airlines. Vor allem in der Star Alliance gibt es Bemühungen, einen Zusammenschluss der Lowcost Tochtergesellschaften zu forcieren. Das Bündnis könnte dann gemeinsam Anschlusstickets vermarkten, Slots austauschen und sich beim Personal aushelfen.123 Verursacht durch das starke Wachstum der europäischen Low-cost Airlines und der steigenden Akzeptanz durch die Passagiere ist in den kommenden Jahren mit einer zunehmenden Bedeutung von Low-cost Airlines zu rechnen.124 [...]

Auch in Zukunft wird es Reisende geben, die einen hohen Wert auf Service und Qualität legen. Für diese Gruppe ist der Preis nicht das Entscheidende. Sie bevorzugen Gesamtpakete (Flug und Hotel) und wollen sich nicht mit den Einzelheiten unterschiedlicher Buchungsmöglichkeiten beschäftigen. Diese Personengruppe wird weiterhin mit den etablierten Fluggesellschaften reisen.121 Low-cost Airlines hingegen sind eine preiswerte Alternative für jene Personen, die individuell ihre eigenen Reisepakete gestalten. Dies sind vor allem Städtetourismus und VFR – Kunden. Zusätzlich könnte auf einigen Strecken auch noch der Geschäftsreiseverkehr ansteigen. Den Passagieren ist auch zunehmend das Konzept einer Low-cost Airline bekannt. Die Vorurteile, dass es sich bei Low-cost Anbietern um risikoreiche Fluglinien mit alten ausranschierten Flugzeugen handelt, konnte korrigiert werden. Die zunehmende Akzeptanz unter den Reisenden lässt daher in Zukunft einen Anstieg der Passagierzahlen erwarten.122 Der Marktanteil der Low-cost Airlines wird auch von den zukünftigen Streckennetzen und der Reaktion der traditionellen Fluggesellschaften abhängen. Momentan stellen die Streckennetze im vermehrten Ausmaß Verbindungen mit London dar. Aber mit dem Aufbau von Drehkreuzen in Kontinentaleuropa tritt man hier in starke Konkurrenz mit den herkömmlichen Fluggesellschaften. Vor allem die Low-cost Anbieter Ryanair und EasyJet haben bereits eine mehrjährige Erfahrung in diesem Bereich und haben ihr Streckennetz über ganz Europa ausgedehnt. [...]

Low-cost Airlines befinden sich heute nicht mehr in einer Startphase, in der sie mit den Flughäfen gute Verträge verhandeln können. Die Verträge für Slots werden meist nur für einige Jahre vergeben. Auch das Interesse von Flughafenbetreibern, Low-cost Anbietern an stark frequentierten Hauptflughäfen niedrigere Gebühren als den renommierten Fluggesellschaften zu verrechnen, könnte abnehmen.117 Mit großer Sicherheit sind Kostenerhöhungen bei den Löhnen und Gehältern zu erwarten. Durch den Aufbau der Drehkreuze in Europa sind die Anbieter auch gezwungen, die in Kontinentaleuropa höheren Gehälter zu bezahlen. Außerdem müssen sie sich mit verschiedenen Gesetzgebungen und Gewerkschaften auseinandersetzen.118 Low-cost Airlines stehen untereinander in Konkurrenz. Derzeit halten Ryanair und EasyJet zusammen knapp 85% des europäischen Low-cost Marktes. Diese beiden Anbieter haben in den vergangenen Jahren kräftige Umsätze verbucht.119 Vor allem die Konkurrenz aus den eigenen Reihen birgt eine große Gefahr für die Low-cost Airlines. Ein langsames und kontrolliertes Wachstum ist unbedingt erforderlich. Unkontrolliertes Wachstum führt nicht nur zu einer Kostenexplosion, sondern auch zu Überkapazitäten am Markt.120 2.12.2. Mittel- und langfristige Perspektiven Der zukünftige Marktanteil der Low-cost Airlines wird von folgenden drei Faktoren abhängen. • von der zukünftigen Akzeptanz der Low-cost Airlines durch den Fluggästen [...]

Arbeit zitieren:
Duller, Andreas November 2005: Die Auswirkungen des derzeitigen Flugverkehrs in Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Liberalisierung, Low-cost Airlines, Flughafen, Luftverkehr, Billigflüge

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