Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalpolitik deutscher Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Benjamin Timmer
- Abgabedatum: Juli 2006
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Sankt Augustin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9862-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9862-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9862-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Timmer, Benjamin Juli 2006: Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalpolitik deutscher Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ältere, Personal, Demografie, Alter, Wirtschaftssektor
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Diplomarbeit von Benjamin Timmer
Einleitung:
In zahlreichen Diskussionen werden derzeit die Auswirkungen des demographischen Wandels thematisiert. Die Politik, die Öffentlichkeit und die Unternehmen zeigen zunehmend Interesse an der demographischen Entwicklung. Da die Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem, die zukünftigen Arbeit- und Beschäftigungsstrukturen gravierend sind.
Der Verlauf der demographischen Entwicklung kann in Deutschland nahezu sicher vorhergesagt werden. Die Bevölkerung in Deutschland wird zunehmend älter. Der Anteil der über 50-jährigen an der Bevölkerung im Erwerbsalter wird zukünftig deutlich ansteigen, derjenige der 20- bis 30-jährigen wird weiter abnehmen. Hierdurch müssen sich die Unternehmen mit einem steigenden Durchschnittsalter der Erwerbstätigen auseinander setzen und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen einleiten, welche die Probleme der demographischen Entwicklung berücksichtigen.
Allerdings reagieren viele Unternehmen in Deutschland derzeit auf den demographischen Wandel, indem sie immer mehr jüngere Arbeitnehmer einstellen, sodass wir in Deutschland in naher Zukunft eine sehr hohe Arbeitslosigkeit der Arbeitnehmer über 45 haben werden.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Personalpolitik deutscher Unternehmen. Hierbei soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten die Personalpolitik hat auf den demographischen Wandel zu reagieren und so das Überleben der Unternehmen langfristig zu sichern.
Als ein wesentliches Handlungsfeld der altersorientierten Personalpolitik wird die Personalentwicklung dargestellt. Unberücksichtigt darf zwar auch nicht die für jüngere Arbeitnehmer wichtige familienfreundlichere Arbeitsumgebung z. B. Einrichtung von Teilzeitmodellen und Betriebskindergärten bleiben. Schwerpunkt wird in dieser Arbeit allerdings auf die altersorientierte Personalpolitik gesetzt. Es soll geprüft werden, wie die Personalabteilungen auf den demographischen Wandel und auf die immer älter werdenden Mitarbeiter reagieren können.
Um die Auswirkungen und die Möglichkeiten der Personalpolitik darstellen zu können wird zunächst in Kapitel 2 generell auf den demographischen Wandel eingegangen. Auch der Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und auf die arbeitspolitischen Auswirkungen wird thematisiert. Allerdings liegt wie bereits angesprochen der Fokus auf den älter werdenden Mitarbeitern.
Im sich anschließenden Kapitel 3 stelle ich die veränderten Rahmenbedingungen der Personalwirtschaft dar. Als wesentliche Punkte der Personalwirtschaft werden hier das Personalmanagement, die Personalbeschaffung, die Personalentwicklung und die Personalführung angesprochen.
Im vierten Kapitel werde ich die Möglichkeiten der Personalpolitik anhand der drei Wirtschaftssektoren aufzeigen. Hierzu gehören der Personalwandel im primären Sektor, die Herausforderungen des Personalmanagement im zweiten Wirtschaftssektor und die Personalentwicklung im tertiären Sektor.
Im fünften Kapitel stelle ich dann angewandte Modelle in der Praxis dar. Zum Schluss werde ich im Fazit noch einmal kurz auf die von mir gewonnenen Erkenntnisse eingehen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Hintergrund | 7 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 7 |
| 2. | Darstellung des demographischen Wandels in Deutschland | 9 |
| 2.1 | Der demographischer Wandel | 9 |
| 2.2 | Geburtenrückgang | 13 |
| 2.3 | Steigende Lebenserwartung | 18 |
| 2.4 | Der Einfluss der demographischen Entwicklung auf das Wirtschaftswachstum | 21 |
| 2.5 | Arbeitspolitische Auswirkungen bedingt durch den Wandel | 23 |
| 2.5.1 | Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials | 23 |
| 2.5.2 | Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme | 25 |
| 2.5.2.1 | Konsequenzen für die gesetzliche Rentenversicherung | 25 |
| 2.5.2.2 | Konsequenzen für die gesetzliche Krankenversicherung | 26 |
| 2.5.2.3 | Konsequenzen für die gesetzliche Pflegeversicherung | 27 |
| 2.6 | Fokus: älter werdende Arbeitnehmer | 28 |
| 2.7 | Zusammenfassung | 30 |
| 3. | Veränderte Rahmenbedingungen der Personalwirtschaft | 31 |
| 3.1 | Personalmanagement im Wandel der Zeit | 31 |
| 3.2 | Ausrichtung der Personalbeschaffung in Hinsicht auf den demographischen Wandel | 33 |
| 3.3 | Personalmanagement für ältere Mitarbeiter | 38 |
| 3.3.1 | Personalentwicklung | 38 |
| 3.3.2 | Alter und Weiterbildung | 42 |
| 3.3.3 | Altersübergreifende Qualifizierung | 46 |
| 3.3.4 | Gesundheitsförderung | 47 |
| 3.4 | Altern und Arbeit | 49 |
| 3.5 | Personalführung | 51 |
| 3.5.1 | Führungstheorien | 51 |
| 3.5.2 | Führungsstile für ältere Mitarbeiter | 54 |
| 4. | Auswirkungen auf das Personalmanagement der drei Wirtschaftssektoren | 58 |
| 4.1 | Abgrenzung der drei Wirtschaftssektoren | 58 |
| 4.2 | Primärer Sektor | 60 |
| 4.2.1 | Land und Forstwirtschaft/Bergbau – allgemeine Probleme | 60 |
| 4.2.2 | Personalwandel im primären Sektor | 62 |
| 4.3 | Sekundärer Sektor | 63 |
| 4.3.1 | Herausforderungen für deutsche Unternehmen im zweiten Wirtschaftssektor | 63 |
| 4.3.2 | Handlungsfeld Personalmarketing | 65 |
| 4.3.3 | Handlungsfeld Personalentwicklung | 66 |
| 4.3.4 | Handlungsfeld Gesundheit | 67 |
| 4.3.5 | Handlungsfeld Personalfreisetzung | 69 |
| 4.4 | Tertiärer Sektor | 70 |
| 4.4.1 | Perspektiven der Erwerbsarbeit in der Dienstleistungswirtschaft | 70 |
| 4.4.2 | Personalentwicklung im Tertiären Sektor | 73 |
| 4.4.3 | Instrumente der Personalentwicklung für ältere Mitarbeiter | 75 |
| 5. | Erfolgreiche Integration von älteren Mitarbeiter ins Unternehmen – angewandte Modellen in der Praxis | 79 |
| 5.1 | Der psychologische Vertrag | 79 |
| 5.2 | VW- Deutschland | 81 |
| 5.2.1 | Demographische Entwicklung bei VW | 81 |
| 5.2.2 | Work2Work | 83 |
| 5.2.3 | Zielsetzung für VW im demographischen Wandel | 85 |
| 6. | Fazit | 86 |
| Literaturverzeichnis | 88 |
ters erfolgt meist aus einem bestimmten Anlass heraus und vom Vorgesetzten und dem Mitarbeiter her, mit der Erwartung eines bestimmten Ergebnisses. 2. Ermittlung des Entwicklungsbedarfs Meist ist ein Personalentwicklungsbedarf gegeben, um einem Mitarbeiter seine jetzige Arbeit zu erleichtern oder um ihn auf ein zukünftiges Aufgabenfeld vorzubereiten. Hierfür muss ein Abgleich zwischen der Qualifikation des Mitarbeiters und den Anforderungen des Arbeitsplatzes erfolgen. 3. Bedarfsdeckung Ausgangspunkt für die Bedarfsdeckung bildet der ermittelte Entwicklungsbedarf und die daraus abgeleiteten Entwicklungsziele und –erwartungen. Um das optimale Ergebnis mit einer Personalentwicklungsmaßnahme zu erzielen, ist es wichtig, dass vorher ein Konzept erstellt wird. Hierin sollten die zeitlichen und organisatorischen Bedingungen sowie auch die entstehenden Kosten z. B. für Lehrmittel berücksichtigt werden. 4. Kontrolle der Zielerreichung Eine Möglichkeit festzustellen ob die Maßnahmen erfolgreich waren, kann nicht nur allein mithilfe einer Zielerreichung erfolgen sondern auch durch eine Anwendungskontrolle durch den Vorgesetzten am Arbeitsplatz. Zu 2.: Planung der Personalentwicklung Der Planungsablauf der Personalentwicklung läuft parallel zum Planungsablauf des Personaleinsatzes. Die Personalentwicklung lässt sich in eine strategische, taktische und operative Komponente unterteilen. Aber nicht nur Entscheidungen über die generelle Personalentwicklung z. B., mit welchem Unternehmen kooperiert wird oder ob die Maßnahme intern oder extern durchgeführt werden soll, muss geklärt werden, sondern für das Unternehmen und seine Mitarbeiter sollte ein individueller Personalentwicklungsplan aufgestellt werden. Welche Inhalte hierbei berücksichtigt werden müssen, zeigt die folgende Abbildung. Die Komplexität eines Personalentwicklungsplans darf hierbei nicht unterschätzt werden, gerade wenn ein Plan für unterschiedliche Altersgruppen aufgestellt [...]
Zu 1: Ziele und Aufgaben der Personalentwicklung Es gibt in Unternehmen in der Regel zwei Ansätze der Personalentwicklung. Die eine befasst sich mit der Strategie, dass die Arbeitsplatzanforderungen mit der Qualifikation übereinstimmen muss. Qualifikationen, die über die Anforderungen der Mitarbeiter im Unternehmen hinausgehen, führt zu Überforderung verbunden mit Desinteresse, Unzufriedenheit und führt ggf. zur Abwanderung des Mitarbeiters. Die zweite Strategie befasst sich damit flexible Mitarbeiterqualifikationen zu schaffen. Hierbei wird die Flexibilität und die Individualität jedes einzelnen Mitarbeiters in den Vordergrund gestellt. Dies führt zu arbeitsplatzunabhängigen Schlüsselqualifikationen sowie zu einem lebenslangen Lernen. Durch diese zweite Strategie könnte sich ein Unternehmen von Mitbewerbern unterscheiden und somit auf den demographischen Wandel reagieren.64 Um diese Strategien zu verfolgen, lassen sich folgende Ziele unterscheiden: 65 Organisation Ziele: Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit, Stärkung der Akquisitionspotenzials am Arbeitsmarkt. [...]
Zu 3.: Personalauswahlverfahren Die Personalauswahl findet aufgrund der eingereichten Bewerberunterlagen des Bewerbers statt. Zudem wird mit dem Bewerber ein Vorstellungsgespräch geführt, ein Test könnte durchgeführt werden oder der Bewerber nimmt an einem Assessment-Center (AC) teil. Es könnten auch andere Kriterien dazu führen, dass ein Bewerber eventuell eingestellt wird, z. B. durch eine Arbeitsprobe, einen Personalfragebogen oder durch Referenzen von früheren Arbeitgebern.61 Zu 4.: Personalauswahlentscheidung Die Personalauswahlentscheidung wird hier noch mal extra aufgeführt, weil hier genau überlegt werden sollte, welcher Kandidat für die ausgeschriebene Stelle in Frage kommt. Bei dieser Auswahl sind Personalverantwortliche, künftige Vorgesetzte und ggf. der Betriebsrat beteiligt. Kommen beim Bewerberauswahlprozess noch situative Verfahren im Rahmen eines AC´s vor, so könnten bei der Auswahlentscheidung noch weitere externe Fachleute (z. B. vom Assessment-Center Verfahren) dabei sein. Bei dieser Auswahlentscheidung wird ein so genannter Profilabgleich zwischen den Bewerbern und dem Anforderungsprofil vorgenommen. Darauf folgt dann die Urteilsfindung zwischen den einzelnen Personen, die für die Entscheidung zuständig sind. Danach wird der neue Mitarbeiter über sein positives Abschneiden im Bewerberauswahlprozess informiert. Als eine der letzten Tätigkeiten hierbei muss, wenn ein Betriebsrat vorhanden ist, dieser bei jeder neuen Einstellung eingeschaltet werden und die Absagen für die anderen Bewerber abgesendet werden.62 Zu 5.: Vertrag Im letzten Punkt der Personalbeschaffung wird der Arbeitsvertrag dem neuen Mitarbeiter zugesandt. Bei diesem Vertrag sollte vor allem auf Rechtsvorschriften geachtet werden. In diesem Vertrag werden noch u. a. Vertragsbeginn, Dauer, Probezeit, Arbeitsentgelt, Sozialleistungen und Kündigungsfristen geregelt. Die demographische Entwicklung hat auf einzelne Inhalte des Personalbeschaffungsprozesses erhebliche Auswirkungen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498627
Arbeit zitieren:
Timmer, Benjamin Juli 2006: Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalpolitik deutscher Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ältere, Personal, Demografie, Alter, Wirtschaftssektor



