Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die ertragsteuerliche Bewertung von Verlustverträgen

Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die ertragsteuerliche Bewertung von Verlustverträgen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Otmar Emhart
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 677,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4943-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4943-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4943-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Emhart, Otmar Januar 2001: Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die ertragsteuerliche Bewertung von Verlustverträgen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensbewertung, Steuerrecht, Steuerreform, Verlustvortrag, Halbeinkünfteverfahren

Diplomarbeit von Otmar Emhart

Einleitung:

Die Unternehmensbewertung dient u. a. zur Ermittlung eines Kauf- bzw. Verkaufspreises eines Unternehmens und ist ein ständig aktuelles Thema. Besonders die in den letzten Jahren zunehmende Akquisitionstätigkeit von Unternehmen hat den Bedarf an zutreffender Unternehmensbewertung stark ansteigen lassen.

Dabei sind nicht nur gewinnträchtige Unternehmen, sondern sehr häufig Unternehmen mit laufenden ertragsteuerlichen Verlusten sowie Verlustvorträgen zu bewerten. Die Bewertung der Verlustvorträge stößt durch die Komplexität des Sachverhaltes auf erhebliche Schwierigkeiten. Nur unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens kann das Verlustpotential durch Minderung von Ertragsteuerzahlungen für die Zukunft, oder rückwirkend, genutzt werden. Unerlässlich ist daher die Einbeziehung von Ertragsteuern in den Bewertungsprozess.

Bewertet wird in dieser Arbeit mit dem Ertragswertverfahren, da die DCF-Methode, aufgrund ihrer Herkunft, Steuersysteme berücksichtigt, die dem der USA ähnlich sind und nicht direkt auf das Inland übertragen werden können. Das „Ergebnis“ wird unter dem Blickwinkel der deutschen Ertragsteuern für Kapitalgesellschaften bzw. für natürliche Personen betrachtet.

Das Ausschüttungsverhalten der Kapitalgesellschaft, Ausschüttung oder Thesaurierung, beeinflusst den „Wert“ der Verlustvorträge. Der „Wert“ der Verlustvorträge wird im bisherigen Körperschaftsteuersystem (Anrechnungsverfahren) beurteilt. Die Auswirkungen des Steuersenkungsgesetzes (Halbeinkünfteverfahren) auf die Bewertung werden besonders herausgearbeitet. Die aufgestellten Formeln erlauben dabei einen unmittelbaren Vergleich des „Wertes“ der Verlustvorträge im alten und im neuen Körperschaftsteuersystem.

Unter Einfügung von Ausgangswerten kann direkt mit den Formeln gearbeitet und so ein Ergebnis „abgeleitet“ werden, welches unter verschiedenen Prämissen den „Wert“ der Verlustvorträge im aktuellen System erkennen lässt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau und Abgrenzung der Arbeit 2
2. Grundlagen 3
2.1 Betriebswirtschaftliche Grundlagen 3
2.2 Steuerliche Grundlagen 5
2.3 Grundlagen der Unternehmensbewertung 8
2.3.1 Werttheorien 8
2.3.2 Bewertungsanlässe 9
2.3.3 Bewertungsmethoden 10
3. Ertragswertermittlung 15
3.1 Der relevante Zahlungsstrom 15
3.2 Der relevante Kapitalisierungszinssatz 17
3.3 Die Berücksichtigung von Ertragsteuern 19
4. Bewertung ertragsteuerlicher Verlustvorträge im Rahmen des Ertragswertverfahrens 24
4.1 Die Bewertung von Verlustvorträgen 24
4.1.1 Der Wertfaktor von Verlustvorträgen 24
4.1.2 Die isolierte Bewertung des Verlustvortrages 25
4.1.3 Die simultane Integration 27
4.1.4 Die Ertragswertvergleichsmethode 28
5. Auswirkungen des Steuersenkungsgesetzes 31
5.1 Die Veränderungen der Ertragswertvergleichsmethode 31
5.1.1 Die Ertragswerterhöhung 31
5.1.2 Die Ertragswertminderung 33
5.1.3 Die Differenz der Ertragswertänderungen 34
5.2 Die Bewertung ertragsteuerlicher Verlustvorträge imRahmen der Thesaurierung 35
5.2.1 Vor dem Einfluß des StSenkG 35
5.2.2 Das Halbeinkünfteverfahren 37
5.2.3 Der Vergleich zwischen Anrechnungs- und Halbeinkünfteverfahren 39
5.3 Die Bewertung ertragsteuerlicher Verlustvorträge imRahmen der Ausschüttung 40
5.3.1 Das unbelastete verwendbare Eigenkapital 40
5.3.1.1 Vor dem Einfluß des StSenkG 40
5.3.1.2 Das Halbeinkünfteverfahren 42
5.3.1.3 Der Vergleich zwischen Anrechnungs- und Halbeinkünfteverfahren 44
5.3.2 Das belastete verwendbare Eigenkapital 45
5.3.2.1 Vor dem Einfluß des StSenkG 45
5.3.2.2 Das Halbeinkünfteverfahren 47
5.3.2.3 Der Vergleich zwischen Anrechnungs- und Halbeinkünfteverfahren 47
6. Zusammenfassung der Ergebnisse 48
Literaturverzeichnis 50
Rechtsprechungsverzeichnis 71
Verzeichnis der Parlamentaria und Verwaltungsanweisungen 72
Verzeichnis der Gesetze 73

Automatisiert erstellter Textauszug:

Steuerbelastung der Anteilseigner, die Kapitalgesellschaft die nicht alles ausschüttet148. Die Fiktion der Vollausschüttungshypothese angewendet, müssen die Folgeerträge aus der Wiederanlage der im Unternehmen erwirtschafteten Gewinne unberücksichtigt bleiben. Vereinzelt wird vorgeschlagen anstelle der Vollausschüttungshypothese eine Ausschüttungspolitik149 zu wählen, die zum maximalen Ertragswert führt150. Richtig ist, daß die Überschüsse so zu verwenden sind, daß sie zu einem höchstmöglichen Unternehmenswert führen151. Dies kann innerhalb des Unternehmens mit späterer Ausschüttung oder in Form sofortiger Ausschüttungen möglich sein. Beeinflußt wird dies durch die Rendite der thesaurierten Mittel und die Höhe der Ertragsteuerbelastung. Der Gedanke der Vollausschüttungshypothese müsste dann aufgehoben, bzw. abgeändert werden, wenn die Mittelanlage nach Abzug von Steuern im Unternehmen einen höheren Nutzen erbringt wie die Alternativanlage152. In begründeten Fällen kann deshalb von einer Vollausschüttungsannahme abgewichen werden153. Insbesondere unter Einbezug der Steuerrechtsänderungen und der dadurch möglichen geringeren Ertragsteuerbelastung bei Verbleib der Gewinne im Unternehmen ist die Vollausschüttungshypothese aus dieser Sicht neu zu überdenken154. Die steuermindernde Verrechnung des Verlustvortrages mit Gewinnen setzt, nach dem Wegfall der generellen Ausschüttungsbelastung mit 30%, nicht mehr die Thesaurierung der Gewinne voraus. Gewinne können aufgrund der nicht mehr erforderlichen „Herstellung der Ausschüttungsbelastung“ auch ausgeschüttet werden, ohne daß dadurch die Verrechnung des Verlustvortrages – im Gegensatz zum alten Rechtsstand - nicht mehr möglich wäre. [...]

satz zur Alternativanlage127, die nur der ESt unterliegt. Nur für den Sonderfall128, daß die Unternehmensinvestition und die Alternativanlage in gleichem Umfang besteuert würden, könnte auf eine Einbeziehung von Steuern verzichtet werden129. Dies setzt die Formel der ewigen Rente unter Sicherheit voraus. Die Besteuerung der Kapitalgesellschaft ist losgelöst von der Besteuerung der Anteilseigner, die bei Ausschüttungen der Gesellschaft lediglich die Hälfte der Ausschüttungen zu versteuern haben. Der beschriebene Sonderfall vor StSenkG ist nunmehr nicht mehr möglich. Die Steuerbelastung hängt indirekt von dem ermittelten zukünftigen Zahlungsstrom ab. Ausgangsgröße der Steuerbemessungsgrundlage ist der erzielte Steuerbilanzgewinn der Gesellschaft. Die Höhe der KSt berechnet sich dann aus dem zu versteuernden Einkommen der Gesellschaft. Sofern, wie unter 3.1 angenommen, der zukünftige Zahlungsstrom dem Gewinn entspricht ist die Datenbasis zur Ermittlung der Steuerbelastung im Grundsatz gegeben. Zukünftig wird, nachdem von Änderungen zwischen den Größen Gewinn und zu versteuerndes Einkommen der Gesellschaft abstrahiert wird, der Gewinn als Rechengröße der Ertragsteuerbelastung verwendet130. Im Rahmen des Ertragswertverfahrens erfolgte bisher die Berücksichtigung der Ertragsteuerbelastung, im Falle der Ausschüttung durch das Anrechnungsverfahren bedingt131, mit dem persönlichen ESt.-Satz des Anteilseigners durch folgende Formel: [...]

weit das zu bewertende Unternehmen zukünftige Inflationseffekte mittels Preiserhöhungen auf seine Abnehmer umlegen kann, würden die Zukunftserfolge Realgrößen entsprechen und ein Inflationsabschlag wäre nicht nötig120. Dies kann nur für die sehr kurze Frist angenommen werden. Langfristig kann zumindest ein Teil der Preissteigerung nicht überwälzt werden, was eine entsprechend prozentuale Kürzung des Inflationsabschlages rechtfertigt121. 3.3 Die Berücksichtigung von Ertragsteuern Die nachfolgenden Äußerungen in diesem Abschnitt beziehen sich im Grundsatz auf das bisherige Recht. Im Einzelfall werden Abweichungen, die sich durch des StSenkG ergeben aufgegriffen und erläutert. Die für diese Arbeit speziellen Auswirkungen des StSenkG auf die Bewertung von Verlustvorträge werden unter dem Abschnitt 5. dargelegt. Im Rahmen der Investitionstheorie ist es anerkannt, daß Steuern die Entscheidungskriterien für Investitionsmaßnahmen verändern können122. Nach der unter 2.1 normierten Nutzendefinition ist der Unternehmenswert der Nutzen in Geldeswert, der dem Investor endgültig, nach Abzug der durch die Steuern verursachten wirtschaftlichen Belastung verbleibt123. Dies führt zur Notwendigkeit der Berücksichtigung von Ertragsteuern124125. Zu beachten ist, daß die Mittelanlage [...]

Arbeit zitieren:
Emhart, Otmar Januar 2001: Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die ertragsteuerliche Bewertung von Verlustverträgen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensbewertung, Steuerrecht, Steuerreform, Verlustvortrag, Halbeinkünfteverfahren

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren