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Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung

Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sonja Wernicke
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 7,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2905-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2905-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2905-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wernicke, Sonja September 2000: Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ländervergleich, e-marketplaces, theoretische Grundlagen, Energie, Liberalisierung

Diplomarbeit von Sonja Wernicke

Einleitung:

Die Energiemärkte Europas und der USA befinden sich in einem nie da gewesenen Umbruch. Das unternehmerische Umfeld großer Energieversorger hat sich in kürzester Zeit grundlegend geändert:

Auf den bisherigen Märkten gab es in den meisten Staaten kaum Wettbewerb. Es herrschte eine regionale oder nationale Monopolstellung, die es den Abnehmern nicht gestattete, zwischen mehreren Stromlieferanten zu wählen. Die Befürworter des Status Quo behaupteten, dass der Elektrizitätssektor wegen seiner Besonderheiten nicht dem Wettbewerb ausgesetzt werden sollte. Die Versorgungssicherheit wäre gefährdet. Letztendlich konnten sich die Verfechter des freien Wettbewerbs mit Preisargumenten zu Gunsten des Verbrauchers durchsetzen.

Ausschlaggebend für die Liberalisierung des Energiemarktes in der EU war die Richtlinie Elektrizität von 1996 und die Richtlinie Gas von 1998, die den freien Wettbewerb ermöglichen sollten. Das Grundprinzip der sozialen Marktwirtschaft, der Wettbewerb, wird nun auch bestimmende Handlungsmaxime für die Energiewirtschaft.

Dieser hat in Deutschland zu einem deutlichen Einbruch der Betriebsergebnisse der Stromversorger geführt. So verzeichnete die E.ON AG Einbußen im Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2000 von einem Drittel auf 1,12 Mrd. Euro. Seit der Marktöffnung sind bei der RWE AG im Strommarkt die Preise im Geschäft mit Industriekunden um mehr als 50% und mit Weiterverteilern um mehr als 30% gefallen. Im Privatkundensektor waren Preisnachlässe von bis zu 15% zu beobachten. „Der deutsche Strommarkt ist mit einem Schlag zu einem der Wettbewerbsintensivsten der Welt geworden.“ Auch in anderen Regionen der Welt wird für die Elektrizitätswirtschaft ein neuer Ordnungsrahmen geschaffen. In den USA wurde der Wettbewerb durch das Bundesgesetz (Energy Policy Act, EPACT) 1992 auf der Großhandelsebene hergestellt.

Globalisierung und E-Business führen zusätzlich zu einem revolutionären Wandel der internationalen Märkte allgemein und damit auch der Energiemärkte. Neue strategische Ansätze der Energieunternehmen und neue Angebotsformen sind zwingend gefragt, denn sie sichern dauerhaft ein positives Betriebsergebnis und letztlich den Bestand der Unternehmen.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Kapitel werden die verschiedenen Energiearten und die besonderen Eigenschaften von Strom vorgestellt.

Ebenso wird eine Definition der einzelnen Themenelemente vorgenommen, die einzelnen Richtlinien vorgestellt und die historische Entwicklung der Stromversorgung erläutert.

Im zweiten Kapitel werden die Länder Großbritannien, Schweden, Finnland, Norwegen, USA und Niederlande vorgestellt. Im Folgenden wird die Situation in Deutschland dargestellt. Reformen und Auswirkungen des Energiewirtschaftsgesetzes und die Verbändevereinbarung werden genauer beleuchtet.

Im dritten Kapitel wird näher auf die alten Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen eingegangen. Besondere Bedeutung kommt dabei den Fusionen der bisher acht größten Anbieter zu. Bisher war jedem Unternehmen ein Versorgungsgebiet zugeordnet. Nun hebt sich die Monopolstellung auf. Durch die vollständige Wahlfreiheit des Konsumenten und technische Innovationen ergeben sich neue Angebots- und Vertriebsformen. Durch Fusionen entstehen fünf neue Großunternehmen.

Im vierten Kapitel wird genauer den theoretischen Hintergrund neuer Marktformen eingegangen. Nach einer Definition und der Abgrenzung zu E-Commerce und E-Business werden verschiedene Theorien zur Rechtfertigung eines E-Marketplaces herangezogen, so z.B. das Coase-Theorem, der Baligh-Richartz-Effekt und die Kosten -Nutzen-Analyse.

Im fünften Kapitel wird praktisch auf die neuen Formen des Marktausgleichs eingegangen. Wobei hier besonderen Wert auf den Online-Auftritt der großen Stromanbieter, die Strombörsen in Frankfurt, Leipzig und international und den elektronischen Marktplatz gelegt wird. Die Stellung des E-Marketplaces in der Energiebranche und die Bewertung nach verschiedenen Kriterien in der E-Market-Evolution-Matrix wird vorgenommen.

Im sechsten Kapitel wird ein Projekt zur Erstellung eines E-Marketplaces der „enyco-AG“ vorgestellt, wobei nach Beschreibung des Projektablaufs auf die Anforderungen an Programmierung und Schnittstellen zu bestehender Technologie eingegangen wird und die theoretische Kosten-Nutzen-Analyse praktisch angewandt wird.

Im Anhang finden sich Interviews mit RWE in Essen, der DGM in Düsseldorf, der enyco AG in Frankfurt, den Stadtwerken Düsseldorf, dem VDEW in Frankfurt und der WATT AG in Frankfurt wieder. Genaue Gesetzestexte zu Strom und Gasrichtlinien und Ausschnitte der Oracle-Programmierung des enyco-Marktplatzes schließen sich an.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 1
II. Hauptteil 5
1. Energie: Strom und Gas 5
1.1 Reichweite des Energiebegriffs 5
1.2 Das Produkt Strom 5
1.3 Das Produkt Gas 6
1.4 Ergebnis 7
2. Liberalisierung des Strommarktes 8
2.1 Gründe für die Liberalisierung 8
2.2 Ländervergleich 8
2.2.1 USA 9
2.2.1.1 Überblick über die USA 9
2.2.1.2 Kalifornien 10
2.2.2 Europa 13
2.2.2.1 England/Wales 13
2.2.2.2 Niederlande 16
2.2.2.3 Skandinavien 17
2.2.2.3.1 Norwegen 18
2.2.2.3.2 Schweden 21
2.2.2.3.3 Finnland 21
2.2.2.4 Deutschland 23
2.2.2.5 Übrige EU-Länder 25
2.3 Ergebnis Ländervergleich 26
3. Ausgelöste Veränderungsprozesse in Deutschland 29
3.1 Veränderungen bei den Unternehmen 29
3.2 Veränderungen bei den Produkten 32
3.3 Veränderungen bei den Vertriebswegen 33
3.4 Ergebnis 34
4. Theoretische Grundlagen von e-marketplaces 36
4.1 Allgemeine Definitionen, Abgrenzungen und Formen von e-marketplaces 36
4.1.1 Definition e-business und e-commerce 36
4.1.2 Definition e-marketplace 36
4.1.3 Horizontale und vertikale Marktplätze 37
4.1.4 Marktplatzformen 38
4.2 Ökonomische Gründe für den E-Marketplace 40
4.2.1 Das Coase-Theorem 40
4.2.2 Der Baligh/Richartz-Effekt 43
4.2.3 Die Kosten-Nutzen-Analyse 46
4.3 Ergebnis 49
5. E-Marketplaces- Neue Marktformen in der Praxis 50
5.1 Der Internetauftritt: Online-Marketing und E-Commerce 50
5.1.1 Analyse vorhandener Konzepte 50
5.1.2 Vertriebskanal Internet 52
5.1.3 Inhaltliche Gestaltung des Internet-Auftritts 53
5.1.4 Pricing von Internetangeboten 55
5.1.5 Online - Werbung 56
5.1.6 Vermarktungsstrategien 56
5.1.7 Web-Controlling 57
5.2 Elektronischer Marktplatz 58
5.2.1 E-Marketplaces in der Energiebranche 60
5.2.1.1 E-Marketplace-Vergleichs-Kriterien 62
5.2.1.2 Die E-Market-Evolution-Matrix 63
5.2.2 Deutsche Strombörsen im internationalen Vergleich 67
5.2.3 Die Strombörsen in Deutschland 68
5.2.3.1 Definition Börse 69
5.2.3.2 Rolle und Funktion der European Energy Exchange-Börse 70
5.2.3.3 Funktionen des börslichen Termin- und Spotmarkt 71
5.2.3.4 Unternehmenskonzept der European Energy Exchange Börse 71
5.2.3.5 Clearing an der European Energy Exchange Börse 71
5.2.3.6 Vorteile der European Energy Exchange Börse für die Marktteilnehmer 72
5.3 Ergebnis 73
6. „Enyco“ ein typisches Projekt zur Erstellung eines E-Marketplaces in der Energiewirtschaft 75
6.1 Projektablauf 75
6.2 Anforderungen an Programmierung und Schnittstellen zu bestehender enyco Technologie 75
6.3 Anwendung des Kosten-Nutzen-Analyse-Modells auf das reale Projektergebnis 77
6.4 E-marketplaces für große Energieversorgungsunternehmen 80
6.5 Ergebnis 81
III. Schlussbetrachtung 81
Literaturverzeichnis 85
I. Selbständige Bücher und Schriften 85
II. Beiträge in Sammelwerken 86
III. Aufsätze in Zeitschriften, Zeitungen und Berichten 86
IV. Gesetze und Kommentare 87
VI. Sonstige Quellen 87
VII. Internet 87
Abkürzungsverzeichnis III
Anhang V
Interviews V
Gesetzestexte V
Unternehmensauflistung V
Programmierung V

Arbeit zitieren:
Wernicke, Sonja September 2000: Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ländervergleich, e-marketplaces, theoretische Grundlagen, Energie, Liberalisierung

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