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Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten

Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernd Stäblein
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 165 Seiten
  • Dateigröße: 877,4 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Gießen-Friedberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2285-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2285-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2285-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stäblein, Bernd Dezember 1999: Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: neue elektronische Medien, private Mediennutzung, Konvergenz, Vernetzung, Internet

Diplomarbeit von Bernd Stäblein

Einleitung:

Das Ziel dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Themenbereich interne und externe Vernetzung von Endgeräten in Privathaushalten vor dem Hintergrund der Konvergenztrends bzgl. der involvierten Technologien als theoretischem Ausgangspunkt. Hierbei zeichnet sich allmählich der Trend ab, daß bestehende Dienste (wie z.B. Sprach-, Onlinedienste oder Internet) konvergieren, d.h., diese werden zukünftig nicht nur über das Telefonnetz verfügbar sein, sondern auch über alternative Netzinfrastrukturen. Dazu gehören das Breitbandkabelnetz, die Satellitenkommunikation, Funknetze oder auch das Stromnetz. Kennzeichnend für bereits angebotene, aber auch neue Anwendungen und Dienste ist der steigende Bandbreitenbedarf.

Ein weiterer Trend zeichnet sich im Rahmen der Konvergenz von Internet und Fernsehen ab. Hierbei erfolgt die Visualisierung der Internetseiten und die Nutzung des Angebots über den Fernseher, wobei der physikalische Zugang zum Internet beispielsweise über eine Set-top-box oder über ein DVD-Abspielgerät (mit Kommunikationszusatzfunktion) realisiert wird.

Die Nutzung von Onlinemedien mit unterschiedlichen Endgeräten und an verschiedenen Orten im Privathaushalt (z.B. zukünftig möglicherweise auch in der Küche) führt zu Entwicklungen von hausinternen Netzwerken, die, über eine Netzwerkschnittstelle (Gateway) verbunden, eine effektive Anbindung an die Zugangsnetze gewährleisten.

Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, IuK-Technologie in alle elektronischen Geräte der sogenannten Braunen- bzw. Weißen-Ware und in die Haustechnologie zu integrieren, die auf dem Internet-Protokoll (IP) basiert, um Kommunikationsdienste zur Gerätesteuerung bzw. -wartung oder zur Übertragung von Informationen anzubieten. Diese Trendentwicklungen bilden die Grundlage für eine empirische Untersuchung in Form einer Expertenbefragung, wobei die beiden Ausprägungen – technologische Infrastruktur und Nutzung des mit Hilfe der Technologie vermittelten Angebots betrachtet werden, um zukünftige Entwicklungspfade aufzuzeigen.

Somit werden einerseits die zukünftigen technologischen Entwicklungen auf deren Bedeutung und Akzeptanzpotentiale hinterfragt. Hierzu zählen die breitbandigen Zugangstechnologien, die technischen Voraussetzungen der Endgeräte, die Grade der hausinternen Vernetzung sowie die Entwicklungen zur Authentifizierung und Sicherheit in Netzwerken.

Andererseits werden primäre und periphere Anwendungen von Kommunika-tionsangeboten, bezogen auf verschiedene Lebensbereiche in Privathaushalten, differenziert analysiert. Zu den primären Anwendungen gehören Entertainment, Information, Education, aber auch Online-Shopping, wohingegen die peripheren Anwendungen die Softwarelösungen zur Mediensteuerung, -wartung, Authentifizierung oder Sicherheit darstellen.

Aufbauend auf diesen Untersuchungen können Aussagen getroffen werden, inwieweit die Penetration neuer Technologien und des darüber vermittelten Kommunikationsangebots bei der breiten Masse der Privathaushalte Auswirkungen auf das gewohnte Mediennutzungsverhalten in der mittelfristigen bzw. der langfristigen Perspektive haben wird. Dieses bedeutet für den Betrachtungsrahmen einen vorsichtigen Blick zum Jahr 2010 und darüber hinaus. Weitestgehend außen vor bleibt eine kritische Analyse der möglichen sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen, die sich ggf. durch ein verändertes Mediennutzungsverhalten entwickeln werden. Gemeint ist an dieser Stelle z.B. die These der Entwicklung hin zu einer Informationsgesellschaft der zwei Klassen, die von Wissensreichen, den Nutzern der medialen Kommunikationsangeboten, und von Wissensarmen, den Nichtnutzern, geprägt ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung 5
2. Theoretischer Teil 7
2.1 Konvergenz der Medien 7
2.1.1 Abgrenzung der Konvergenz der Medien 7
2.1.2 TIME im Kontext der Technologien 9
2.1.3 Konvergenzentwicklungen in TIME-Sektor 10
2.1.3.1 Zeitlicher Hintergrund 10
2.1.3.2 Technologische Eckpfeiler der Konvergenz 12
2.2 Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten 18
2.2.1 Telefonnutzung in Deutschland 18
2.2.2 Fernsehnutzung in Deutschland 19
2.2.2.1 Fernsehempfangsmöglichkeiten der Privathaushalte 20
2.2.2.2 Geräteausstattung der Privathaushalte 21
2.2.2.3 Fernsehnutzungsverhalten der Privathaushalte 22
2.2.2.4 Pay-TV 24
2.2.2.5 Digitales Fernsehen 25
2.2.3 PC-Nutzung in Deutschland 27
2.2.3.1 Geräteausstattung der Privathaushalte 27
2.2.3.2 Soziodemographie der PC-Nutzer 28
2.2.3.3 PC-Nutzungshemmnisse 29
2.2.4 Onlinenutzung in Deutschland 30
2.2.4.1 Onlinenutzung allgemein 30
2.2.4.2 Soziodemographie der Onlinenutzer 31
2.2.4.3 Onlinenutzungsverhalten der Privathaushalte 32
2.2.4.4 Nutzungsbarrieren der Onlinenutzung 35
2.2.5 Digitale Medienkompetenz der Privathaushalte 37
2.3 Veränderungen der Infrastruktur stationärer elektronischer Medien 41
2.3.1 Breitbandige Zugangstechnologien 41
2.3.1.1 Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) 42
2.3.1.2 Breitbandkabelnetz (Bk-Netz) 43
2.3.1.3 Powerline-Communication (PLC) 45
2.3.1.4 Satellitenkommunikation 46
2.3.1.5 Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) 47
2.3.1.6 Ausblick breitbandige Zugangstechnologien 48
2.3.2 Endgeräte 48
2.3.2.1 Set-top-box 48
2.3.2.1.1 Multimedia Home Platform (MHP) 51
2.3.2.1.2 Konvergenz von Fernsehen und Internet 52
2.3.2.2 DVD-Player mit Onlinezugang 55
2.3.2.3 Screenphone 56
2.3.2.4 Küchengeräte mit Onlinezugang 57
2.3.2.4.1 Mikrowellenherd 58
2.3.2.4.2 Kühlschrank 58
2.3.2.4.3 Home Electronic System (HES) und Home Smart Monitor (HSM) 59
2.3.3 Inhouse-Vernetzung 60
2.3.3.1 Java Intelligent Network Infrastructure (Jini) 63
2.3.3.2 Universal Plug and Play (UPnP) 65
2.3.3.3 Home Audio Video Interoperability (HAVi) 66
2.3.3.4 Home Application Programm Interface (HAPI) 67
2.3.3.5 Home Phoneline Networking Alliance (HomePNA) 68
2.3.3.6 Open Services Gateway Initiative (OSGi) 69
2.3.3.7 Ausblick Inhouse-Vernetzung 70
3. Praktischer Teil 73
3.1 Expertenbefragung zur zukünftigen Nutzung von elektronischen Medien in deutschen Privathaushalten unter dem Gesichtspunkt der Konvergenz der TIME-Technologien 73
3.2 Konzeption der Expertenbefragung 73
3.2.1 Definitionsphase 74
3.2.2 Design der Untersuchung 75
3.2.3 Durchführung der Befragung 78
3.3 Allgemeine Aussagen zur Beantwortung des Fragebogens 79
3.3.1 Befragungsrücklauf 79
3.3.2 Klassifizierung der Teilnehmer 81
3.4 Darstellung der Befragungsergebnisse 83
3.4.1 Zugangsnetze von Privathaushalten 83
3.4.1.1 Erwartete Marktpenetration von bidirektionalem 83Breitbandzugriff 84
3.4.1.2 Wesentliche zukünftige, breitbandige Zugangstechnologien 86
3.4.1.3 Entwicklung von Zugangsnetzkonvergenzen 88
3.4.2 Endgeräte 88
3.4.2.1 Entwicklung der Funktionsausstattung von Endgeräten 89
3.4.2.2 Technische Voraussetzungen von Endgeräten 92
3.4.2.3 Vermarktung von Endgeräten 94
3.4.3 Vernetzung von Endgeräten in Privathaushalten 94
3.4.3.1 Generelle Trendentwicklung 95
3.4.3.2 Zukünftige Vernetzungsgrade von Endgeräten 97
3.4.3.3 Übertragungsmedien zur Endgerätevernetzung 100
3.4.4 Identifizierung/Authentifizierung und Sicherheit 103
3.4.5 Anwendungen von Kommunikation 103
3.4.5.1 Primäre Anwendungen von Kommunikation 107
3.4.5.2 Periphere Anwendungen von Kommunikation 110
3.5 Zusammenfassung der Befragungsergebnisse 112
4. Schlußbetrachtung 113
4.1 Allgemeine Aspekte zur Nutzerakzeptanz 115
4.2 Ausblick 117
Literaturverzeichnis 117
Literaturverzeichnis Offline 123
Literaturverzeichnis Online 125
Persönliche Gespräche 126
Anhänge 126
Anhang A: Anschreiben zur Expertenbefragung 126
Anhang B: Fragebogen zur Expertenbefragung 128
Anhang C: Ergänzende Ergebnisse zur Expertenbefragung 142
Eidesstattliche Erklärung: 152

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.3.2.4.2 Kühlschrank187 Einen ähnlichen Ansatz wie NCR verfolgt Electrolux. Sie integrieren einen berührungsempfindlichen Flachbildschirm kombiniert mit PC-ähnlicher Technologie und Onlinezugang in die Tür eines Kühlschranks. Im wesentlichen gleichen die Anwendungsmerkmale denen des Mikrowellenherds. Zusätzlich wird aber über eine Datenbank der Inhalt des Kühlschranks verwaltet. Ebenfalls über einen Barcode-Leser registriert der Kühlschrank, wenn Waren hinzukommen bzw. entnommen werden. Des weiteren weist er auf Verfallsdaten hin und kann anhand von bestimmten Nutzerpräferenzen selbständig eine Einkaufsliste zusammenstellen und versenden. Ein genauer Zeitpunkt für die Markteinführung steht derzeitig noch nicht fest, es dürfte aber auch in diesem Fall noch mindestens zwei bis drei Jahre dauern. An technologischen Lösungen zum intelligenten Kühlschrank, insbesondere zum automati- [...]

2.3.2.4.1 Mikrowellenherd Der weltweit erste Mikrowellenherd mit integrierter PC-ähnlicher Technologie und Onlinezugang ist von der Firma NCR entwickelt worden.186 Zur Steuerung und Bedienung der Anwendungen dient ein berührungsempfindlicher Flachbildschirm, der das ursprüngliche Sichtfenster des Mikrowellenherds ersetzt, EMails lassen sich durch Spracheingabe verfassen, so daß auf eine Tastatur oder eine Maus wie beim PC verzichtet werden kann. Gleichzeitig eignet sich der Bildschirm auch zum Fernsehen. Mittels eines integrierten Barcode-Lesers kann anhand von Verpackungen eine elektronische Einkaufsliste erstellt werden, die über das Internet zum lokalen Lebensmittelgeschäft oder Warenhaus mit Onlineservice versandt wird. Über eine intelligente Software (Agenten) lassen sich Preise unterschiedlicher Anbieter vergleichen. Nach Angaben von NCR soll dieses Konzept bis spätestens im Jahr 2004 Marktreife erlangt haben. Erste Pilotprojekte zur Umsetzung der logistischen Infrastruktur und zum Akzeptanzverhalten werden in Großbritannien stattfinden. [...]

Das Web Touch One ist mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) ausgestattet, über den durch Fingerberührung alle Funktionen und Dienste aufgerufen werden können. Zum Schreiben von E-Mails und zur Eingabe von Internetadressen ist eine Tastatur im Gerät integriert, die aber aufgrund ihrer Größe gewöhnungsbedürftig ist. Des weiteren befindet sich im Gerät ein Chipkartenleser, der den neuen Online-Banking-Standard HBCI184 unterstützt. Hingegen sind aufgrund der Hardwareausstattung anspruchsvolle Onlineanwendungen wie Video-/Audioanwendungen nicht möglich. Auch ist die Speicherkapazität begrenzt, da keine herkömmliche PC-Festplatte integriert ist. Auf Schnittstellen zum Anschluß eines Drukkers oder anderer Geräte wurde verzichtet. Aufgrund der einfachen Bedienung, dem schnellen unkomplizierten Zugang zu Onlinemedien und der Größe eines Screenphones eignet es sich besonders zum einfachen Informationsabruf, Online-Banking und -Shopping sowie für E-Mails. Für Unterhaltungszwecke sowie für passionierte Onlinenutzer ist es weniger geeignet. Es ist zu erwarten das Diensteanbieter den Gerätepreis mit einer vertraglichen Dienstbindung subventionieren, um die Vermarktung zu fördern. 185 [...]

Arbeit zitieren:
Stäblein, Bernd Dezember 1999: Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
neue elektronische Medien, private Mediennutzung, Konvergenz, Vernetzung, Internet

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