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Auswirkungen der Kapitalstruktur auf den Unternehmenserfolg

Auswirkungen der Kapitalstruktur auf den Unternehmenserfolg
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Verena Fleckenstein
  • Abgabedatum: Januar 2006
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 858,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9570-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9570-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9570-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fleckenstein, Verena Januar 2006: Auswirkungen der Kapitalstruktur auf den Unternehmenserfolg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenswert, Eigenkapitalrendite, Verschuldungsgrad, Kapitalkosten, Investitionsrechnung

Diplomarbeit von Verena Fleckenstein

Einleitung:

Das Primärziel jeder Unternehmung ist die Gewinnmaximierung; aus Sicht der Unternehmer, also der Eigenkapitalgeber, die Maximierung der Eigenkapitalrentabilität. Vorraussetzung zur langfristigen Erreichung dieses Zieles ist, dass die erwirtschaftete Rendite die Kapitalkosten der Unternehmung deckt. Je höher der Grad der Zielerreichung, desto höher ist ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Die Unternehmensleitung hat in erster Linie zwei Stellgrößen um dieses Unternehmensziel zu erreichen:

– Finanzierung mit möglichst niedrigen Kapitalkosten.

– Investition in Objekte bzw. Geschäftsfelder mit möglichst hoher Ertragskraft.

Unternehmensentscheidungen, die im Zusammenhang mit diesen beiden Stellgrößen getroffen werden, bieten auf der einen Seite Chancen, den Unternehmenserfolg zu vergrößern. Andererseits stellen sie aber auch Risiken dar, die den Unternehmenserfolg gefährden und im Extremfall den Fortbestand des Unternehmens existentiell bedrohen können. Dies zeigt, dass sämtliche Entscheidungen im Finanzierungs- und Investitionsbereich ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Abwägen von Chancen und Risiken erfordern.

Darüber hinaus stellt sich die wichtige Frage, ob die zwei genannten Stellgrößen unabhängig voneinander zu betrachten sind bzw. in welchem Ausmaß Interdependenzen bestehen. Die Unternehmensleitung muss diese Abhängigkeiten kennen, um Entscheidungen bezüglich der beiden Stellgrößen optimal aufeinander abstimmen zu können.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist es, Aufschlüsse über Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen unter Beachtung von Chancen, Risiken und Interdependenzen zu geben und damit Lösungsansätze für das Management zur Erhöhung des Unternehmenserfolges zu liefern.

Im zweiten Kapitel sollen zunächst die Begriffe Kapitalstruktur und Kapitalkosten erläutert werden. Es wird dargestellt, welche Kapitalkosten je nach Kapitalart entstehen. Anschließend wird der aus dem Verschuldungsgrad resultierende Leverage-Effekt und das Geschäfts- und Finanzierungsrisiko untersucht. Abschließend erfolgt die Bewältigung des Zielkonfliktes zwischen Leverage-Effekt und den Unternehmensrisiken.

Im dritten Kapitel soll ein Überblick über die finanzmathematischen Beurteilungskriterien für Investitionsentscheidungen gegeben werden. Aufgrund der Nachteile der statischen gegenüber den dynamischen Investitionsrechenverfahren werden erstere nicht näher betrachtet. Der Kapitalwert einer Investition sowie die daraus abgeleitete Kenngröße Interner Zinsfuß stellen in der Praxis eine sinnvolle und auch dominierende Entscheidungsgrundlage zur Auswahl von Investitionen dar. Als allen dynamischen Investitionsrechenverfahren zu Grunde liegendem Verfahren wird die Kapitalwertmethode eingehend erläutert.

Da auch ihre Prämissen weitestgehend für die übrigen dynamischen Investitionsrechenverfahren gelten, werden sie vorab vorgestellt. Des Weiteren steht die Berechnung des Internen Zinsfußes im Vordergrund. Darauf erfolgt die Bestimmung des für die Investitionsentscheidung relevanten Kalkulationszinssatzes. Hierbei soll auch die Investitionsentscheidung bei Unsicherheit betrachtet werden, denn dem durch die Unsicherheit entstandenen Risiko muss Rechnung getragen werden. Anschließend werden die Auswirkungen von Ertragsteuern auf Kapitalkosten und Investitionsentscheidung unter vereinfachten Annahmen dargestellt.

Im vierten Kapitel dieser Arbeit sollen die zuvor dargestellten Methoden und Ansätze zusammengeführt werden, um dadurch Erkenntnisse über das Zusammenwirken von Finanzierungs- und Investitionsparametern zu gewinnen. Dazu sollen modellhaft Investitionen unter variierenden Bedingungen beurteilt werden. Es soll untersucht werden, ob eine Änderung des Verschuldungsgrades im Modell zu geänderten Unternehmenswerten und Investitionsentscheidungen führen kann und wie diese Entscheidungen demnach zu bewerten sind.

Abschließend erfolgt im letzten Kapitel eine Zusammenfassung der Ergebnisse und eine kritische Würdigung.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Darstellungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Kapitalstruktur und Kapitalkosten 4
2.1 Finanzkennzahlen zur Darstellung der Kapitalstruktur 4
2.2 Kapitalkosten einer Unternehmung 6
2.2.1 Begriff und Bedeutung der Kapitalkosten 6
2.2.2 Die Kosten des Eigenkapitals 7
2.2.2.1 Das Capital Asset Pricing Model 7
2.2.2.2 Schwächen des CAPM 10
2.2.3 Die Kosten des Fremdkapitals 11
2.2.4 Durchschnittliche Gesamtkapitalkosten 12
2.2.4.1 WACC - ohne Berücksichtigung von Steuern 12
2.2.4.2 Steueradjustierter WACC 14
2.3 Der Leverage-Effekt 15
2.3.1 Determinanten des Leverage-Effektes 15
2.3.2 Positiver Leverage-Effekt 16
2.3.3 Negativer Leverage-Effekt 19
2.4 Das Geschäfts- und Finanzierungsrisiko 20
2.5 Einfluss des Finanzierungsrisikos auf die Kapitalkosten 22
2.6 Lösung des Zielkonfliktes zwischen Leverage-Chance und Finanzierungsrisiko 23
2.6.1 Das Modell des optimalen Verschuldungsgrades 23
2.6.2 Die Thesen nach Modigliani/Miller 25
2.6.3 Modellvergleich unter Einbeziehung von Steuern und Konkursrisiken 26
2.6.4 Mögliche Verschuldungsstrategien 27
3. Methoden der Investitionsentscheidung 29
3.1 Dynamische Investitionsrechnung 29
3.1.1 Modellannahmen 29
3.1.2 Die Kapitalwertmethode 30
3.1.2.1 Anwendung der Kapitalwertmethode 30
3.1.2.2 Wahl des Kalkulationszinssatzes 32
3.1.2.3 Bruttowertmethode (Entity-Approach) 33
3.1.2.4 Nettowertmethode (Equity-Approach) 35
3.1.3 Die Methode des Internen Zinsfußes 36
3.2 Investitionsentscheidung bei Unsicherheit 40
3.2.1 Entscheidungsmodelle bei Unsicherheit 40
3.2.2 Integration der Unsicherheit in Kapitalwert- und interne Zinsfußmethode
3.3 Investitionsentscheidung unter Berücksichtigung von Steuern 44
3.3.1 Einfluss der Ertragsteuern auf die Investitionsentscheidung 44
3.3.2 Das Standardmodell zur Erfassung von Ertragsteuern 46
4. Einfluss der Kapitalstruktur auf Investitionsentscheidung und Unternehmenswert 49
4.1 Aufbau und Annahmen eines Bewertungsmodells 49
4.2 Sensitivitätsanalysen bei variierender Kapitalstruktur 54
4.2.1 Sensitivitätsanalyse mit Hilfe von Mehrfachoperationen 54
4.2.2 Modigliani/Miller-Welt ohne Steuern 54
4.2.3 Modigliani/Miller-Welt mit Unternehmenssteuern 56
4.2.4 Investitionsbeurteilung bei unvollkommenem Kapitalmarkt 57
4.2.5 Vorteilhaftigkeit einer Investition durch Verschuldung 60
4.2.6 Aufnahme von Fremdkapital bei konstantem Eigenkapital 62
4.2.7 Risikozuschlag des Fremdkapitals 63
4.3 Kritische Würdigung verschiedener Zielgrößen 64
5. Fazit 67
Übersicht des Anhanges 70
Anhang I: Szenario: Modigliani/Miller - ohne Steuern 71
Anhang II: Szenario: Modigliani/Miller - mit Steuern 72
Anhang III: Szenario: AfA und Tilgung 74
Anhang IV: Szenario: Alternativinvestitionen A und B 78
Anhang V: Szenario: konstantes Eigenkapital 80
Anhang VI: Szenario: Risikozuschlag Fremdkapital 82
Anhang VII: Formeln des Modells 83
Literaturverzeichnis 86
Erklärung 95

Automatisiert erstellter Textauszug:

nen Seite und Lieferanten bzw. Kunden auf der anderen Seite, die eine Investition generiert, werden bewertet. Das Nettoverfahren hingegen integriert die Finanzierungsseite der Unternehmung in die Berechnung und bewertet die Zahlungsströme, die zwischen Anteilseignern und Unternehmen entstehen. Nach der Bruttomethode sind die Cash Flows so zu ermitteln, dass Außenfinanzierungsmaßnahmen durch Eigen- und Fremdkapitalgeber keinen Einfluss ausüben. Die Kapitalstruktur der Unternehmung fließt somit nur über den durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC in die Betrachtung ein, mit dem die Cash Flows zu diskontieren sind.89 Die im WACC enthaltenen Eigenkapitalkosten (gemäß CAPM) berechnen sich aus der Summe eines (quasi) risikolosen Basiszinssatzes zuzüglich einer unternehmensindividuellen Risikoprämie. Dieses Risiko besteht aus dem Business Risk und dem Financial Leverage Risk, die bereits in Kapitel 2.4 vorgestellt wurden. Die Fremdkapitalkosten errechnen sich als gewogener durchschnittlicher Kostensatz der einzelnen zinstragenden langfristigen Verbindlichkeiten der zu bewertenden Investition. Falls für eine Investition neue Darlehen aufgenommen werden müssen, diese also dem Investitionsobjekt eindeutig zuzuordnen sind, müssen die Kapitalkosten dieser Darlehen angesetzt werden.90 So ergibt sich nach dem Entity-Ansatz folgende Formel zur Ermittlung des Kapitalwertes einer Normalinvestition: (17) [...]

Unternehmensbewertung - zumindest langfristig - eine Äquivalenz zwischen erzielbarer Investitionsrendite und geforderter Investitionsrendite, die wiederum den Kapitalkosten entspricht. Bei der Investitionsrechnung sind die Kapitalkosten lediglich Basis der Berechnung, der Maßstab, an dem das Investitionsprojekt gemessen wird. 87 3.1.2.3 Bruttowertmethode (Entity-Approach) Bei der Kapitalwertmethode kann zwischen dem Netto- und Bruttoverfahren unterschieden werden. Die Bruttomethode wird auch als Entity-Approach, die Nettomethode als Equity-Approach bezeichnet. Die Unterscheidung dieser zwei Methoden wird sowohl bei der Unternehmensbewertung als auch bei der Beurteilung einzelner Investitionsprojekte getroffen. Im Falle der Einzelinvestition findet überwiegend die Bruttomethode Anwendung. Theoretisch lassen sich Investitionsprojekte aber auch anhand der Nettomethode analysieren.88 Die beiden Methoden stehen für zwei unterschiedliche Perspektiven, aus denen die Cash Flows innerhalb eines Unternehmens betrachtet werden können. Darstellung 13 veranschaulicht dies: [...]

Versteht man unter dem Investitionsprojekt eine Unternehmung, dann kann der Kapitalwert auch als Unternehmenswert oder Kapitalwert des Eigenkapitals verstanden werden. Unternehmensbewertungsverfahren sind Spezialfälle der Investitionsrechenverfahren, bei denen das Unternehmen dem Investitionsobjekt und der Unternehmenswert dem Kapitalwert entspricht.85 3.1.2.2 Wahl des Kalkulationszinssatzes Ein möglicher Ansatz zur Wahl des Kalkulationszinssatzes orientiert sich an den Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital. In diesem Fall wird unterstellt, dass die unter Verwendung des CAPM berechneten Eigenkapitalkosten sowie die in den WACC berechneten Gesamtkapitalkosten für die Investitionsentscheidung herangezogen werden können. Um mögliche Zusammenhänge zwischen Kapitalstruktur, Kapitalkosten und Investitionsentscheidung aufzudecken, ist dies der sinnvollste Ansatz, auch wenn theoretisch andere Zinssätze (Normalzins, Ausnahmezins)86 in der Literatur bekannt sind, die aber im Weiteren keine Beachtung finden. Hinsichtlich des Kalkulationszinssatzes gibt es ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Investitionsrechnung und Unternehmensbewertung. Bei der Unternehmensbewertung ist der Kapitalkostensatz sowohl Basis der Berechnung, als auch Teil des Ergebnisses. Dadurch unterstellt man bei der [...]

Arbeit zitieren:
Fleckenstein, Verena Januar 2006: Auswirkungen der Kapitalstruktur auf den Unternehmenserfolg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenswert, Eigenkapitalrendite, Verschuldungsgrad, Kapitalkosten, Investitionsrechnung

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