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Auswirkungen der Internationalisierung von Rechnungslegung auf das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren

Auswirkungen der Internationalisierung von Rechnungslegung auf das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Eduard Becker
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 992,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7690-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7690-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7690-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Becker, Eduard September 2003: Auswirkungen der Internationalisierung von Rechnungslegung auf das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IFRS, Rating, Bilanzposition, Rechnungslegungssystem, Kapitalflussrechnung

Diplomarbeit von Eduard Becker

Einleitung:

Die Internationale Rechnungslegung ist im Vormarsch. Seit einigen Jahren ist zu beachten, dass die Unternehmen sich bei der Aufstellung ihrer Jahresabschlüsse nicht mehr nur an den für Deutschland gültigen Vorschriften des HGB orientieren. Zunehmend werden Abschlüsse deutscher Unternehmen nunmehr auch nach den international anerkannten US-Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) oder den supranationalen International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Betrachtet man die Entwicklung der Wirtschaft während der letzten 10 Jahre, so lässt sich eine ganze Reihe von Einflüssen ausmachen, die als Auslöser für eine internationale Ausrichtung der Jahresabschlüsse deutscher Unternehmen angeführt werden können. Beispielsweise sind heute Internationale Abschlüsse ein Zulassungskriterium an vielen Börsen; an der deutschen Börse sind den Segmenten TecDAX und ab 2002 im SDAX Jahresabschlüsse nach IFRS oder US-GAAP vorzulegen.

Im Anschluss an die Einleitung werden im zweiten Kapitel dieser Diplomarbeit zunächst die konzeptionellen Grundlagen der Rechnungslegung nach HGB und IFRS vorgestellt. Das dritte Kapitel beinhaltet die Beschreibung des Bonitätsratingprozesses sowie derer Bedeutung für Basel II. Der externe Analyst ist bei der jahresabschlussanalytischen Bonitätsbeurteilung eines Unternehmens weitgehend auf die der Rechnungslegung entnehmbaren Daten angewiesen. Daher sind im vierten Kapitel die für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren relevante Rechnungslegungsbestandteile (Bilanzpositionen) sowie deren durch das den Bilanzierungsnormen innenwohnenden bilanzpolitisch ausnutzbare Gestaltungspotential, d.h. Ermessensspielräume und Wahlrechte, zu beschreiben. Um den Informationswert der einem IFRS-Abschluss zu entnehmenden Rechnungslegungsdaten abschließend beurteilen zu können, wird ein Vergleich mit den entsprechenden HGB-Vorschriften vorgenommen.

Im fünften Kapitel wird schließlich aufbauend auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Abschnitte der Frage nachgegangen, inwiefern sich aufgrund divergierender Ansatz-, Bewertung-, Ausweis-, und Konsolidierungsgrundsätzen in der IFRS-Rechnungslegung der Aufbau einzelner ausgewählten Kennzahlen verändert und ob sich daraufhin Unterschiede zwischen dem Aussagegehalt von IFRS-konformen und HGB-konformen Kennzahlen ergeben. Zudem ist anhand eines Beispieles zu untersuchen, ob die spezifischen Offenlegungsvorschriften der IFRS-Rechnungslegung Auswirkungen auf den Informationsgehalt einzelner Kennzahlen und Bonitätsrating insgesamt haben sowie welche divergierender Ansatz-, Bewertung-, Ausweis-, und Konsolidierungsgrundsätzen dafür verantwortlich. Das sechste Kapitel beinhaltet die Zusammenfassung der Ergebnisse der vorliegenden Diplomarbeit und Ausblick über die zukünftige Entwicklung der internationalen Rechnungslegung.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Vorgehensweise 3
2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG NACH HGB UND IFRS 4
2.1 Rechnungslegung nach HGB 4
2.1.1 Entstehung und Inhalt des HGB 4
2.1.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung 5
2.1.3 Zielsetzung und Adressaten der HGB-Rechnungslegung 6
2.2 Rechnungslegung nach IFRS 8
2.2.1 Entwicklung und Zusammensetzung der IFRS 8
2.2.2 Grundsätze (Framework) 10
2.2.3 Ziele und Adressaten der IFRS-Rechnungslegung 13
3. DAS KENNZAHLENGESTÜTZTE BONITÄTSRATINGVERFAHREN 14
3.1 Grundlagen und Ziele 14
3.2 Ratingadressaten 16
3.2.1 Kreditinstitute 16
3.2.2 Leasinggesellschaften 17
3.2.3 Kunden 17
3.2.4 Lieferanten 18
3.2.5 Mitarbeiter 18
3.2.6 Andere Adressaten 18
3.3 Bonitätsratingprozess 19
3.4 Basel II und Rating 21
3.4.1 Die Standardmethode für das Bonitätsrisiko 22
3.4.2 Der auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB-Ansatz) 23
3.4.3 Bedeutung von Basel II für einzelne Wirtschaftssubjekte 23
4. GRUNDLEGENDE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DER DEUTSCHEN RECHNUNGSLEGUNG UND DER IFRS-RECHNUNGSLEGUNG 26
4.1 Diskussion relevanter Bilanzpositionen 26
4.1.1 Aktiva 27
4.1.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 27
4.1.1.1.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 27
4.1.1.1.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 29
4.1.1.2 Sachanlagevermögen 31
4.1.1.2.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 31
4.1.1.2.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 32
4.1.1.3 Wertpapiere 33
4.1.1.3.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 33
4.1.1.3.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 34
4.1.1.4 Vorräte 36
4.1.1.4.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 36
4.1.1.4.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 38
4.1.1.5 Langfristige Auftragsfertigung 39
4.1.1.5.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 39
4.1.1.5.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 40
4.1.2 Passiva 42
4.1.2.1 Rückstellungen 42
4.1.2.1.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 42
4.1.2.1.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 44
4.1.2.2 Pensionsverpflichtungen 45
4.1.2.2.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 45
4.1.2.2.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 47
4.2 Sonstige Ansatz- und Bewertungsunterschiede 49
4.2.1 Leasing 49
4.2.1.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 49
4.2.1.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 50
4.2.2 Latente Steuern 52
4.2.2.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 52
4.2.2.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 53
4.2.3 Währungsumrechnung 54
4.2.3.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 54
4.2.3.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 54
4.2.4 Derivate 56
4.2.4.1 Ansatz- und Bewertungsunterschiede 56
4.2.4.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 57
4.3 Zusätzliche Unterschiede zwischen HGB und lFRS im Konzernabschluss 58
4.3.1 Konsolidierungskreis 59
4.3.2 Konzernabschlussstichtag 59
4.3.3 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert 60
4.3.4 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 61
4.4 Weitere Angaben 63
4.4.1 Kapitalflussrechnung 63
4.4.1.1 Kapitalflussrechnung in der deutschen Rechnungslegung 63
4.4.1.2 Kapitalflussrechnung nach IFRS 64
4.4.1.3 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 65
4.4.2 Segmentberichtersattung 66
4.4.2.1 Segmentberichtersattung in der deutschen Rechnungslegung 66
4.4.2.2 Segmentberichtersattung nach IFRS 68
4.4.2.3 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren 69
5. BEDEUTUNG DER UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN BEIDEN RECHNUNGSLEGUNGSSYSTEMEN FÜR DAS KENNZAHLENGESTÜTZTE BONITÄTSRATINGVERFAHREN 70
5.1 Auswirkungen der Rechnungslegungsunterschiede auf einzelne Kennzahlen 71
5.1.1 Kennzahlengestützte Untersuchung der Vermögensstruktur 71
5.1.1.1 Intensitätskennzahlen 71
5.1.1.2 Kennzahlen zur Umschlagshäufigkeit 74
5.1.2 Kennzahlengestützte Untersuchung der Kapitalstruktur 77
5.1.3 Kennzahlengestützte Untersuchung der statischen Liquidität 80
5.1.3.1 Net Working Capital 81
5.1.3.2 Liquiditäts- und Deckungsgrade 83
5.1.4 Kennzahlengestützte Untersuchung der dynamischen Liquidität 84
5.1.4.1 Cash Flow-Analyse 85
5.1.4.2 Weitere Kennzahlen der dynamischen Liquiditätsanalyse 87
5.1.4.2.1 Innenfinanzierungskraft 87
5.1.4.2.2 Dynamischer Verschuldungsgrad 89
5.2 Auswirkungen der Rechnungslegungsunterschiede auf das gesamte Bonitätsrating 90
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK 98
ANHANG 102
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 129

Automatisiert erstellter Textauszug:

auch über nicht biIanzwirksame Sachverhalte zu berichten, wenn der Jahresabschluss ansonsten kein der Wirklichkeit entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellen würde. Vorschriften, wie und in welchem Umfang dies zu geschehen hat, enthält das HGB aber nicht. Sofern deutsche Unternehmen, die nach HGB bilanzieren, nicht freiwillig umfangreiche Informationen zu den eingesetzten Derivaten und damit verbundenen Risiken - ähnlich den Anforderungen lFRS bereitstellen, ist die Transparenz von Abschlüssen nach dem internationalen Rechnungslegungssystem weitaus höher. Es ist zwar zu beobachten, dass einige Unternehmen über die Anforderungen des HGB weit hinausgehende freiwillige Angaben zu den von ihnen verwendeten Derivaten im Jahresabschluss machen, für den Bilanzleser ergibt sich allerdings keine Garantie, mit den entsprechenden Informationen versorgt zu werden, was für ein zuverlässiges kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren unablässig ist.49 In lFRS-Abschlüssen hingegen wird für den Bilanzleser nicht nur erkennbar, in welchem Umfang das Unternehmen Positionen in derivativen Finanzinstrumenten eingegangen ist, sondern auch zu welchem Zweck dies geschehen ist, und welche Risiken damit verbunden sind oder noch entstehen können. 4.3 Zusätzliche Unterschiede zwischen HGB und lFRS im Konzernabschluss Innerhalb von Konzernen bestehen in der Praxis meist intensive Leistungsverflechtungen. Neben gruppeninternen Lieferbeziehungen spielen Konzernumlagen von zentralen Dienstleistungseinheiten, Cash Pooling, gesamtschuldnerische Haftung für Kredite und Patronatserklärungen der Konzernmutter eine für den Bilanzleser wesentliche Rolle. Die Analyse der Einzelabschlüsse des Konzerns stößt aufgrund der Komplexität und der Intransparenz der gruppeninternen Umlagen, Verrechnungen und realisierten Zwischengewinne schnell an ihre Grenzen.50 Der Konzernabschluss behandelt den Unternehmensverbund wie ein einziges Unternehmen und eliminiert die gruppeninternen Leistungsbeziehungen weit49 50 [...]

deutschen HGB einerseits und den lFRS andererseits. Hierbei führt vor allem die Möglichkeit, unrealisierte Währungsgewinne aus monetären Positionen nach den lFRS erfolgswirksam abzubilden, in der Praxis zu deutlichen Unterschieden.48 Die einschränkende Vorschrift, dass dies nur für monetäre und damit liquide Assets möglich ist, gewährleistet eine gewisse Sicherheit des Wertansatzes. Zudem werden die Wechselkurse einheitlich festgestellt und unterliegen damit nicht dem bilanzpolitischen Einfluss des bilanzierenden Unternehmens. Da die Ausweisung noch nicht realisierter Kursgewinne nach den lFRS mit keinen wesentlichen Einschränkungen des Vorsichtsgedanken einhergeht, ist der eher der wirtschaftlichen Realität entsprechende Ausweis nach IFRS grundsätzlich positiv zu beurteilen. Gegenüber der Bildung stiller Reserven nach HGB und damit verbundenen Verzerrungen der Finanz- und Ertragslage dürfte sich ein deutlicher Transparenzgewinn für den Bilanzleser ergeben. Hierzu tragen auch die umfangreicheren Anhangsangaben bei. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die bilanzielle Bedeutung der Währungsumrechnung bei vielen Unternehmen nicht von herausragender Bedeutung ist. Lediglich in Ausnahmefällen, bei denen der Anteil der Fremdwährungspositionen am Gesamtvermögen eines Unternehmens so groß ist, dass er sich auf die Bilanzrelationen deutlich auswirkt, können sich zwischen den Bilanzierungssystemen Differenzen ergeben, die im Rahmen des kennzahlengestützten Bonitätsratingverfahren von Bedeutung sind. Hierfür ist allerdings auch Voraussetzung, dass sich der Wechselkurs der betreffenden Währung während der Rechnungsperiode stark verändert. Nachteilig ist, dass die Effekte aus der Währungsumrechnung nicht separat ausgewiesen werden, sondern in den einzelnen Aufwands- und Ertragspositionen untergehen Die Größenordnung insbesondere der nicht realisierten Effekte ist somit für den Bilanzleser nicht quantifizierbar. [...]

tenten Steuern ist immer auf voraussichtlich in den Folgejahren geltende Steuersätze abzustellen. Die Einführung einer zeitlichen Beschränkung des steuerlichen Verlustvortrages würde zu einem entsprechenden Wertberichtigungsbedarf führen. Deshalb ist eine pauschale Aussage über die Werthaltigkeit latenter Steuern nicht möglich. Diese hängt im Einzelfall von der Entstehungsursache, der Größe und Art des Unternehmens und grundsätzlich von der für den Bilanzleser erkennbaren „Qualität“ der Bilanz ab. Ein wesentlicher Vorteil der IFRS im Vergleich zu HGB ist im Bereich der Steuerlatenz die hohe Transparenz durch weitgehende Anhangangaben Im Hinblick auf ihre Werthaltig. 47 4.2.3 4.2.3.1 Währungsumrechnung Ansatz- und Bewertungsunterschiede IFRS erfolgswirksame Umrechnung mit dem Stichtagskurs unabhängig von der Fristigkeit (IAS 21.11(a)) Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste (IAS 21.15) bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wird z.T. die generelle Umrechnung mit dem Stichtagkurs für zulässig erachtet 4.2.3.2 Bedeutung für das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren HGB Bewertung zum historischen Kurs oder zum niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Stichtagskurs Erfassung unrealisierter Verluste (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) [...]

Arbeit zitieren:
Becker, Eduard September 2003: Auswirkungen der Internationalisierung von Rechnungslegung auf das kennzahlengestützte Bonitätsratingverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IFRS, Rating, Bilanzposition, Rechnungslegungssystem, Kapitalflussrechnung

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