Zu Auswirkungen von Hilfen als Indikator für das Qualitätsmanagement anhand der Ambulanten Hilfen des MSBW e.V. (Märkisches Sozial- und Bildungswerk e.V.)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Holger Kunert
- Abgabedatum: Juni 2006
- Umfang: 126 Seiten
- Dateigröße: 592,8 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz, Standort Cottbus Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9871-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9871-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9871-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kunert, Holger Juni 2006: Zu Auswirkungen von Hilfen als Indikator für das Qualitätsmanagement anhand der Ambulanten Hilfen des MSBW e.V. (Märkisches Sozial- und Bildungswerk e.V.), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sozialarbeit, Sozialmanagement, Qualitätsmanagement, Sozialforschung, Jugendhilfe
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Diplomarbeit von Holger Kunert
Einleitung:
Auf der Suche nach einem passenden Diplomarbeitsthema, von dem nicht nur ich, sondern auch andere Personen profitieren sollten, wandte ich mich an meinen derzeitigen Arbeitgeber, das Märkische Sozial- und Bildungswerk e.V. Innerhalb einiger Gespräche stellte sich die Frage: Wie kann man Qualität im sozialen Bereich messen?
Aus besonderem Interesse an diesem Fachgebiet will ich eine wissenschaftliche Arbeit verfassen die es ermöglicht, einen Zugang zum beschriebenen Problem zu schaffen. Dabei will ich versuchen zu erkunden, ob eine Bestimmung von Qualität aus Sicht eines Empfängers von Sozialpädagogischen Maßnahmen möglich ist. Schließlich arbeitet jede Soziapädagogische Hilfeform am Menschen. Also liegt der Verdacht nahe, das sich der Empfänger von Sozialpädagogischen Hilfeangeboten als Messstab von Qualität verstehen lässt. Doch wie soll man genau an dieser Ebene messen? Woran erkennt man ob Qualität erreicht wurde?
Mit Hilfe einer Methode der empirischen Sozialforschung, dem problemzentrierten Interview will ich mich diesem Thema nähern. Ziel meiner Arbeit ist es, einen Adressaten von Sozialpädagogischer Familienhilfe als Gegenstand einer Qualitätsdiskussion heran zu ziehen. Dabei will ich versuchen zu erkunden inwieweit eine Messung von Qualität möglich ist. Da ich es aber als schwierig erachte diesen Begriff in seiner ganzen Dimension abzubilden, möchte ich mich ausschließlich auf eine strukturelle Messgrundlage beschränken. Das bedeutet, dass ich versuchen will punktuell eine Analyse zu starten. Der erarbeitete Leitfaden zum Interview zielt darauf ab, Informationen über die strukturellen Gegebenheiten des Trägers zu gewinnen.Zeil des Interviews ist es, Erkenntnisse zur strukturellen Qualität des Leistungserbringers zu gewinne. Weitere Qualitätsdimensionen sollen hierbei vernachlässigt werden.
Der Leistungserbringer ist in diesem Fall ein gemeinnütziger Verein, eben das Märkische Sozial- und Bildungswerk e.V.. An dieser Stelle soll daraufhin gewiesen werden, dass dieser Verein sich als Non-Profit-Organisation versteht. Im ersten Abschnitt meiner Arbeit möchte ich das Märkische Sozial und Bildungswerk kurz und knapp vorstellen. Da ich aber weitestgehend auf den ambulanten Bereich, also die Sozialpädagogische Familienhilfe eingehen möchte, sollen andere Bereiches des Trägers nur genannt werden. An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Träger für die bereitgestellten Informationen bedanken. Als Material zur Übersicht des Trägers nutzte ich vorhandene Informationsblätter sowie Kurzpassagen aus dem Konzept der Sozialpädagogischen Familienhilfe.
Im zweiten Abschnitt dieser Arbeit möchte ich Sichtweisen zum Begriff „Qualität“ herausarbeiten. Ziel dieses Abschnittes ist es nicht eine genaue Begriffsbestimmung oder gar Definition zu finden. Vielmehr will ich in einer wissenschaftlichen Abhandlung zwei Darstellungen des Begriffes abbilden. Zum einen eine mögliche Abbildung des Begriffes Qualität, als was er verstanden werden kann und zum zweiten eine Anwendung des Begriffes auf den sozialen Bereich.
Im dritten Abschnitt dieser Arbeit sollen die Ergebnisse des Interviews analysiert werden. Mein Interviewpartner war über den Zeitraum von zwei Jahren Empfänger von Sozialpädagogischer Familienhilfe. Aus welchen Beweggründen diese Hilfe installiert worden ist, soll in Bezug auf den Inhalt dieser Arbeit keine Rolle spielen.
Im letzten Abschnitt dieser Arbeit möchte ich einen Diskurs starten inwieweit Empfänger von Hilfen als Indikator für eine Messung von Qualität herangezogen werden können. Unter dem Begriff Indikator verstehe ich eine messbare Hilfsgröße.
In meinen Ausführungen werde ich hauptsächlich eine maskuline Bezeichnung verwenden. Ich denke, dass das Nebeneinanderstellen von femininen und maskulinen Bezeichnungen den Lesefluss beinträchtigen würde. Aus diesem Grund wählte ich die maskuline in Anwendung. Ich gehe davon aus, dass sich Frauen, trotz dieser Verwendungsform beim Lesen angesprochen fühlen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Darstellung des Märkischen Sozial- und Bildungswerkes e.V. | 7 |
| 2.1 | Überblick über den Aufbau des Trägers | 7 |
| 2.2 | Der Bereich der ambulanten Hilfen (Die Sozialpädagogische Familienhilfe) | 10 |
| 2.3 | Rechtliche Grundlagen der Sozialpädagogischen Familienhilfe | 13 |
| 2.4 | Die Rahmenbedingungen der Sozialpädagogischen Familienhilfe | 16 |
| 2.4.1 | Die räumliche Ausstattung | 16 |
| 2.4.2 | Die Qualifikation der Mitarbeiter | 16 |
| 2.4.3 | Strukturen und Zusammenarbeit der Fachkräfte | 17 |
| 2.4.4 | Die Finanzierung | 18 |
| 3. | Grundlagen zum Thema Qualität in der sozialen Arbeit | 20 |
| 3.1 | Betrachtungsweisen von Qualität | 20 |
| 3.2 | Die 5 Sichtweisen auf den Begriff „Qualität“ | 23 |
| 3.3 | Zum Begriff „Qualität“ in der sozialen Arbeit | 29 |
| 3.4 | Bewertung und Messung von Qualität im sozialen Bereich | 31 |
| 3.5 | Die Qualitätskategorien | 34 |
| 3.5.1 | Die Strukturqualität | 36 |
| 3.5.2 | Die Prozessqualität | 38 |
| 3.5.3 | Die Ergebnisqualität | 39 |
| 3.6 | Was ist Qualitätsmanagement? | 41 |
| 3.7 | Qualitätsmanagement in sozialen Einrichtungen | 49 |
| 3.7.1 | Die Aufgaben des Qualitätsmanagement | 52 |
| 3.7.2 | Ziele des Qualitätsmanagements | 56 |
| 3.8 | Die Qualitätsnormierung in der Sozialarbeit | 59 |
| 4. | Möglichkeiten der Indikatorenbestimmung von Qualität - diskutiert am problemzentrierten Interview | 62 |
| 4.1 | Zur Bedeutung der Sozialforschung | 62 |
| 4.2 | Die wissenschaftlichen Kennzeichen der empirischen Sozialforschung | 63 |
| 4.3 | Methoden einer Untersuchung | 66 |
| 4.3.1 | Die Begründung für eine qualitative Methode | 67 |
| 4.3.2 | Das Problemzentrierte Interview | 70 |
| 4.4 | Die Anwendung des problemzentrierten Interviews | 72 |
| 4.5 | Kategoriale Interpretation und Analyse der Ergebnisse | 75 |
| 5. | Diskurs zur Indikatorenbestimmung | 88 |
| 6. | Fazit | 91 |
| Literaturverzeichnis | 94 | |
| Abbildungsverzeichnis | 99 | |
| Tabellenverzeichnis | 100 | |
| Anlage 1 | Leitfaden zum problemzentrierten Interview | 102 |
| Anlage 2 | Interview mit Herrn S. am 13.04.2006 | 104 |
| Anlage 3 | Nachfrageinterview mit Herrn S: am 20.05.2006 | 110 |
| Anlage 4 | Informationsblatt der Sozialpädagogischen Familienhilfe des Märkischen Sozial- und Bildungswerk e.V. | 123 |
| Eidesstattliche Erklärung | 125 |
Ab dem zweiten Komplex ist davon auszugehen, dass eine Soziapädagogische Familienhilfe nach § 27, 31 SGB VIII KJHG durch den öffentlichen Träger, das Jugendamt, bewilligt worden ist. Als Grundlage der Hilfen zur Erziehung steht der Hilfeplan laut § 36 SGB VIII KJHG. In diesem Hilfeplan wurden alle Bedarfe der Familie ermittelt und festgeschrieben. Der Hilfeplan lässt sich als prozesshaftes Steuerungselement ansehen. In diesem Hilfeplan wird auch der Leistungserbringer genannt. In diesem Fall ist es das Projekt der Familienhilfe des Märkischen Sozial- und Bildungswerkes e.V. In diesem Komplex sollen Aspekte erfragt werden, die Aussagen über das Aufeinandertreffen zwischen dem Leistungserbringer und des Klienten erlauben. [...]
In einer vertrauensvollen, offenen Atmosphäre (möglichst in dem privaten Umfeld des Befragten) folgt der Interviewer diesen Ausführungen und zentriert das Gespräch sensibel und akzeptierend auf die Rekonstruktion der Problemsicht. Zu einem vollständigen problemzentrierten Interview gehört ein Satz von Instrumenten. Der Interviewleitfaden wird vor dem Gespräch in schriftlicher Form verfasst und dient als Orientierungsrahmen. Der Kurzfragebogen erfasst nach der Regelung des Datenschutzes soziodemographische Angaben. Die Bandaufzeichnung erlaubt während des Gesprächs die präzise Erfassung des Prozesses. Unmittelbar im Anschluss an das Interview verfasst der Interviewer ein Gedächtnisprotokoll über den Ablauf. Darin finden sich neben den verbalen auch die nonverbalen Aspekte während des Interviews. [...]
1. Die Einzelfallbezogenheit ( bei reinen quantitativen Untersuchungen besteht die Gefahr einer Entfernung vom Ausgangsmaterial) 2. Die Offenheit (das Prinzip der Offenheit bildet auf theoretischer und auf methodischer Ebene die Grundlage zur Erfassung des wichtigen Materials) 3. Die Methodenkontrolle (Verfahrensschritte müssen dokumentiert werden und müssen nach bestimmten Regeln ablaufen) 4. Das Vorverständnis (das Vorverständnis muss zu Beginn offen gelegt und am Gegenstand weiter entwickelt werden) 5. Die Introspektion ( die Analyse des eigenen Denken und Fühlens) 6. Die Forscher-Gegenstands-Interaktion (innerhalb des Forschungsprozesses verändern sich der Forscher und der Gegenstand) 7. Die Ganzheit (analytische Trennungen in menschliche Funktions- bzw. Lebensbereiche müssen immer wieder zusammengeführt werden) 8. Die Historizität (die historische Dimension erklärt, dass die Gegenstände immer eine eigene Geschichte haben) 9. Die Problemorientierung (der Ansatzpunkt sollten die praktischen Problemstellungen im Gegenstandsbereich sein) 10. Die argumentative Verallgemeinerung (die Untersuchungsergebnisse besitzen immer nur Gültigkeit für den Bereich, indem sie gewonnen wurden) 11. Die Induktion ( aus einzelnen Beobachtungen werden Zusammenhänge abgeleitet, diese unterliegen einer ständigen Kontrolle und Überprüfung) 12. Den Regelbegriff (Menschen funktionieren nicht nach Gesetzen, es lassen sich vielmehr Regelmäßigkeiten im Denken, Fühlen und Handeln feststellen) 13. Die Quantifizierbarkeit (die Ergebnisse der qualitativen Analyseschritte müssen auf den Ausgangspunkt bezogen und interpretiert werden) (ebenda, S. 13 ff). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498719
Arbeit zitieren:
Kunert, Holger Juni 2006: Zu Auswirkungen von Hilfen als Indikator für das Qualitätsmanagement anhand der Ambulanten Hilfen des MSBW e.V. (Märkisches Sozial- und Bildungswerk e.V.), Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Sozialarbeit, Sozialmanagement, Qualitätsmanagement, Sozialforschung, Jugendhilfe



