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Auswirkungen von Globalisierung und Electronic Commerce auf deutsche Investitionen in Schwellenländern am Beispiel Perú

Auswirkungen von Globalisierung und Electronic Commerce auf deutsche Investitionen in Schwellenländern am Beispiel Perú
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jenny Guillermo
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 115 Seiten
  • Dateigröße: 718,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Reutlingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4517-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4517-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4517-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Guillermo, Jenny Juni 2001: Auswirkungen von Globalisierung und Electronic Commerce auf deutsche Investitionen in Schwellenländern am Beispiel Perú, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, Entwicklungsländer, Globalisierung, Investitionen, Perú

Diplomarbeit von Jenny Guillermo

Einleitung:

Der Handel über das Internet wächst rasant in der letzten Zeit: Bei weltweiten Transaktionen über dieses Medium wurde im Jahr 2000 ein Umsatz von 285,9 Mrd. US$ erwirtschaftet, 10 Mio. US$ entfielen dabei auf Perú; im Jahr 2005 sollen bereits 164 Mio. US$ mit „Electronic Commerce“ in Perú verdient werden, 30.5.2001, S.7; [8], Electronic Commerce. 1997 wickelte der deutsche Otto-Versand 6% seines Gesamtumsatzes über das Internet ab. Nach Prognosen für das Jahr 2001 werden 7% der europäischen Haushalte im Wert von 3,5 Mrd. US$ online einkaufen, S.V.

Inwieweit auch ein Entwicklungsland wie Perú von diesem Fortschritt profitieren kann, wird in dieser Arbeit untersucht, speziell welche Möglichkeiten sich dadurch für Investitionen deutscher Unternehmer eröffnen. Nicht nur durch den Online-Handel, sondern die sich allgemein durch die Globalisierung ergebenden Investitionsmöglichkeiten für Ausländer in Perú werden erörtert.

Die Internet-Nutzung ist einerseits Voraussetzung für elektronischen Handel, d.h. nur wer einen Internet-Zugang besitzt, ist für „Electronic Commerce“ (elektronischer Handel), erreichbar. Andererseits ist der Ausbau des Internet-Zugangs mit dem der Telekommunikationsinfrastruktur verbunden und bietet auf diesem Gebiet Investitionsmöglichkeiten; seit 1994 sind die Investitionen im Telekommunikationsbereich rapide angestiegen. Deshalb fällt ein Schwerpunkt auf die Untersuchung der Internet- und Telekommunikationsinfrastruktur.

Problemstellung:

Zwei Probleme stehen im Vordergrund: Zum einen sind die deutschen Auslandsinvestitionen in Perú im Vergleich zu den Direktinvestitionen aus anderen Ländern relativ niedrig. Auch im Vergleich zu Kapitalanlagen aus der Bundesrepublik Deutschland in anderen Anlageländern haben deutsche Investitionen in Perú eine eher abnehmende als steigende Bedeutung gehabt. Auf der anderen Seite interessieren Chancen für Unternehmen, die durch Investitionen in neuen Märkten wie Electronic Commerce entstehen.

Es wird untersucht, ob Voraussetzungen wie beispielsweise die Infrastruktur für Investitionen im Bereich des elektronischen Handels gegeben sind.

Auf der dritten UN-Konferenz zur Bekämpfung der Armut in den ärmsten Entwicklungsländern werden mehr ausländische Direktinvestitionen gefordert [10], 19.5.01. Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass es auch in einem eher unbekannten Land wie Perú genügend Investitionsmöglichkeiten gibt. Unternehmen aus Industrieländern, und hier insbesondere aus Deutschland, sollen ermutigt werden, in Perú neue Investitionen zu tätigen. Insbesondere wird untersucht, welche neuen Geschäfts- und damit Investitionsmöglichkeiten durch den elektronischen Handel entstehen. Perú kann durch eine frühzeitige Einbindung moderner Technologien wie Electronic Commerce den Sprung vom Entwicklungsland zum Cyberland schaffen. Beispiele sollen Unternehmen die Scheu vor Investitionen nehmen.

Gang der Untersuchung:

Kapitel 2, Ausgangssituation: In diesem Kapitel wird die wirtschaftliche Situation von Deutschland, Lateinamerika und Perú dargestellt. Hier soll gezeigt werden, dass die Konjunktur in Deutschland stabil genug ist, um Kapazitäten für Investitionen in einem Entwicklungsland wie Perú bereitzustellen. Lateinamerika als Umfeld Perús wird beleuchtet bezüglich Investitionen und Konjunktur. Die Ausgangssituation Perús soll zeigen, dass die Perspektiven der Wirtschaft zusammen mit den sich stabilisierenden politischen Verhältnissen Sicherheit für deutsche Investitionen bieten. Kapitel 3, Motive für deutsche Investitionen in Perú: Dieses Kapitel möchte deutsche Unternehmen motivieren, in Perú zu investieren, indem Beschlüsse der peruanischen Regierung und Fördermaßnahmen beschrieben werden, die ein investitionsfreundliches Klima in einem Entwicklungsland schaffen. Auf die Erwartungen aus peruanischer Sicht wird einem Abschnitt eingegangen.

Kapitel 4, Anforderungen an den Investor: Hier werden Anforderungen genannt, die vor einem Investitionsvorhaben zu bedenken sind, um dieses zum Erfolg zu führen. Kapitel 5, Investitionen in Perú: Dieses Kapitel beschreibt eines der Hauptthemen dieser Arbeit, nämlich die aktuelle Situation der getätigten ausländischen Investitionen in Perú. Es wird analysiert, in welchen Branchen ausländische Unternehmen Erfolg hatten; die Hauptaktivität auf dem Telekommunikationssektor ist nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für Electronic Commerce. Zwei Beispiele deutscher Investitionen werden skizziert.

Kapitel 6, E-Commerce in Perú: Das zweite Hauptthema untersucht die Situation des elektronischen Handels in Perú; einen Schwerpunkt bildet die Analyse der Voraussetzungen für Electronic Commerce in einem Entwicklungsland wie Perú, insbesondere die Infrastruktur. Die Anstrengungen der Regierung, den Entwicklungsprozess zu unterstützen, werden erläutert.

Kapitel 7, Investitionsmöglichkeiten aufgrund von E-Commerce: In diesem Kapitel werden Investitionsmöglichkeiten genannt, die sich direkt oder indirekt aus dem elektronischen Handel ergeben.

Die Bezeichnung „Electronic Commerce“, die für Handelstransaktionen über das Internet steht, wird nachfolgend kurz „E-Commerce“ genannt. Beispiele von Internet-Sites (Websites) sind peruanischer Herkunft, falls nicht anders vermerkt. Wie das Literaturverzeichnis zu erkennen gibt, wurden aufgrund der Aktualität des Themas die meisten Quellen im Internet gefunden. Allgemeine Daten zu Wirtschaft und Bevölkerung Perús sind im Anhang aufgelistet. Mit dieser Arbeit hoffe ich, deutsche Unternehmen zu Investitionen in Perú anzuregen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung der Arbeit 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Ausgangssituation 4
2.1 Deutschland 4
2.1.1 Wirtschaftslage 4
2.1.2 Investitionen 5
2.2 Lateinamerika 6
2.2.1 Wirtschaft 6
2.2.2 Ausländische Investitionen 6
2.2.3 Deutsche Direktinvestitionen in Lateinamerika 7
2.3 Perú 11
2.3.1 Politische Stabilität 11
2.3.2 Wirtschaft 11
2.3.3 Wirtschaftspolitik 13
3. Motive für deutsche Investitionen in Perú 15
3.1 Standort Lateinamerika 17
3.2 Ausbau eines bisher durch den Export belieferten Absatzmarktes 18
3.3 Handelsabkommen 18
3.4 Komparative Kostenvorteile des Landes 19
3.5 Staatliche peruanische Förderungsmaßnahmen 20
3.5.1 System zur Garantie stabiler Gesetze 20
3.5.2 Bilaterale und Multilaterale Abkommen 22
3.5.3 Telekommunikations-Entwicklungsfonds 24
3.5.4 Innovationszentren 24
3.6 Deutsche und internationale Förderungsmaßnahmen 26
3.6.1 Investitionsgarantien 26
3.6.2 Exportkreditversicherung 27
3.6.3 Ausschreibungen nationaler und internationaler Organisationen 27
3.7 Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte 28
3.8 Erwartungen von peruanischer Seite 28
4. Vorbereitungen von Investorseite 29
5. Investitionen in Perú 32
5.1 Investitionen: Herkunft 33
5.2 Die wichtigsten Investitionen nach Branchen 36
5.2.1 Telekommunikation 36
5.2.2 Bergbau 38
5.2.3 Energie 39
5.2.4 Industrie 40
5.2.5 Finanzen 42
5.3 Deutsche Investitionen – zwei Beispiele 42
6. Electronic Commerce in Perú 45
6.1 Voraussetzungen für E-Commerce 45
6.1.1 Infrastruktur 45
6.1.1.1 Geografische Besonderheiten, Verkehrswege und Distribution 46
6.1.1.2 Telekommunikationsinfrastruktur 47
6.1.1.3 Internet-Anbindung 51
6.1.1.3.1 Internet-Service-Provider 52
6.1.1.3.2 Zugangskosten 53
6.1.1.3.3 Internet-Kabinen 54
6.1.1.3.4 Verfügbarkeit von Internet-Zugängen 55
6.1.1.3.5 Staatliche Zensur 55
6.1.2 IT-Fachkräfte in Perú 56
6.1.3 Technische Verfahren 56
6.1.3.1 Bezahlung 56
6.1.3.2 Sicherheit 59
6.1.3.2.1 Verschlüsselung 59
6.1.3.2.2 Gesetzliche Regularien 60
6.1.3.3 Besteuerung 60
6.1.4 Internet-Nutzung in Perú 62
6.2 Die aktuelle Situation des E-Commerce 66
6.3 Chancen und Herausforderungen für E-Commerce 67
6.3.1 Neue Möglichkeiten mit E-Commerce 67
6.3.2 Kriterien für ein E-Business 69
6.3.3 Bildungsstand 70
6.3.4 Teilnehmer am E-Commerce 71
6.4 Geschäftsmodelle des E-Commerce anhand von Beispielen 72
7. Investitionsmöglichkeiten aufgrund von E-Commerce 76
7.1 Investitionen in neue Produkte 77
7.2 Investitionen in neue Märkte 79
7.3 Investitionen in neue Technologie 80
7.4 Investitionen in neue Geschäfte 82
7.4.1 Werbung 82
7.4.2 Industrie 82
7.4.3 Distribution 82
7.4.4 Waliki 85
8. Ergebnis 86
Anhang 87
Anhang A: Geographische Daten 87
Anhang B: Bevölkerungsstruktur 87
Anhang C: Sozioökonomische Daten 88
C.1 Sozioökonomische Niveaus in Perú 1999 88
C.2 Soziale Indikatoren 88
Anhang D: Politische Daten 89
Anhang E: Wirtschaftsdaten 89
E.1 Wirtschaftsindikatoren 89
E.2 Investitionen 96
Anhang F: Infrastruktur 98
F.1 Telekommunikation 98
F.2 Internet 99
F.3 E-Commerce 100
Anhang G: Studie Perú 2021 102
Anhang H: Literaturverzeichnis 102

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dieser Abschnitt soll einen Eindruck davon vermitteln, mit welchen natürlichen Hindernissen in Perú Geschäftstreibende zu kämpfen haben und welche Anforderungen dies für Distribution, Transport und Verkehr bedeutet. Perú besteht aus drei Gebieten: dem Küstenstreifen im Westen, dem Anden-Gebirgszug in der Mitte und dem Urwald im Osten. Der Küstenstreifen ist naturgemäß der am besten erschlossene Teil des Landes mit Lima als Hauptstadt. Die Anden bilden eine schwer passierbare Bergkette mit den zweithöchsten Bergen weltweit nach dem Himalaja; in Perú sind einige Gipfel zwischen 6.000 und 7.000 m hoch, größere Städte wie Cuzco liegen in mehr als 3.000 m Höhe. In den Anden gibt es viele abgelegene Dörfer mit oft unzureichenden Verkehrsverbindungen; teilweise gibt es nur eine Schotterpiste, die für normale Pkws nicht befahrbar ist. Zudem sind die Fernverbindungen durch die Anden auf dem Landweg nur mühsam zu benutzen; zweispurige Kraftfahrstraßen gibt es nur abschnittsweise im Großraum Lima an der Küste. Von den 72.900 km Straßenverbindungen sind nur 8.700 km asphaltiert; dies ist nicht allzuviel, wenn man die Länge der Küste von 2.414 km damit vergleicht. Nur drei Eisenbahnlinien sind in Betrieb. Im Urwald gibt es die Großstadt Iquitos, die nur über den Luftweg zu erreichen ist. Die wichtigeren Städte verfügen aber über Flughäfen; Perú zählt 44 davon mit asphaltierter und 190 ohne asphaltierte Landebahn [3]. [...]

Die Infrastruktur gliedert sich in verschiedene Bereiche; ein Hauptthema bildet die Telekommunikationsinfrastruktur, eine Voraussetzung, die gerade in einem Entwicklungsland von zentraler Bedeutung ist und nicht als gegeben angenommen werden kann. Daran schließt sich die Versorgung von Internet-Zugängen durch Internet-Service-Provider (ISP’s) an. Der Nutzer benötigt schließlich ein Endgerät, was heute im Prinzip ein Personal Computer (PC) oder sonstige Art von Rechner bedeutet. In der Zukunft könnten dies auch Mobiltelefone mit erweiterter Funktionalität sein. Die Geschäftsabwicklung über das Internet erfordert Mechanismen zur Bezahlung der bestellten Produkte und Leistungen und muß Verfahren zur Datensicherheit bieten. Letztendlich wird die tatsächliche Internet-Nutzung dargestellt, da sie eine Voraussetzung für die Ausbreitung des Handels über dieses Medium darstellt. Die geografischen Verhältnisse in Perú stel- [...]

Betrachtet man Tabelle 7, so stellt man einen stetigen Anstieg der kumulierten Investitionen von 1993 bis 2000 fest, d.h. die Möglichkeiten für deutsche Unternehmen sind gegeben, wie auch die Zahlen der getätigten deutschen Investitionen zeigen. Im Jahr 2000 betrugen diese immerhin schon das doppelte wie 1993. Der starke Zulauf an ausländischen Investitionen seit 1993 darf als Erfolg der politischen Weichenstellungen und staatlichen Fördermaßnahmen interpretiert werden, u.a. der Gesetze, die ausländische Kapitalzuflüsse betreffen, wie in Kapitel 3.5 beschrieben wurde. Die Telekommunikation war im Jahr 2000 der Sektor mit den größten ausländischen Kapitalzuflüssen, das bisher erreichte und das Potential der Investition in diesem Bereich werden auch in Abschnitt 6.1.1.2 und 7.3 angesprochen. [...]

Arbeit zitieren:
Guillermo, Jenny Juni 2001: Auswirkungen von Globalisierung und Electronic Commerce auf deutsche Investitionen in Schwellenländern am Beispiel Perú, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, Entwicklungsländer, Globalisierung, Investitionen, Perú

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