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Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik eines Unternehmens

Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik eines Unternehmens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Kreßmann
  • Abgabedatum: November 1999
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 961,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2906-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2906-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2906-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kreßmann, Markus November 1999: Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik eines Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, EDI, Supply Chain Management, SCM, Electronic Data Interchange

Diplomarbeit von Markus Kreßmann

Einleitung:

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Electronic Commerce-Konzepten findet bisher überwiegend im Rahmen des Marketings statt, während der Logistik eine eher periphere Berücksichtigung zukommt. Diese beschriebene Lücke in der Literatur steht mit der zunehmenden Bedeutung des Electronic Commerce für die Logistik im Widerspruch, was bspw. eine Schlagzeile der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verdeutlicht, in der die Logistik „[...] zum kritischen Erfolgsfaktor im E-Commerce“ erhoben wird. Daher untersucht die Diplomarbeit die „Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik eines Unternehmens“, um die enormen Chancen zur Steigerung der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit aufzuzeigen.

Gang der Untersuchung:

Die Abhandlung beginnt mit einer Einführung in die Thematik und einem Problemaufriss. Im Bereich der Logistik wird zunächst auf die Entwicklungsphasen und wesentlichen Ziele eingegangen, bevor der Nachweis über die Notwendigkeit eines Informationsmanagements erfolgt. In diesem Zusammenhang wird die zentrale Position des neuen Mediums Internet hervorgehoben und es erfolgt die Darstellung ausgewählter Dienste (E-Mail, WWW) sowie technologischer Konzeptionen (Intranet, Extranet). Hieran anknüpfend werden die grundlegenden Modelle der elektronischen Leistungskoordination und die wichtigsten Interaktionsmodelle des Electronic Commerce (B2C, B2B) betrachtet. Den Abschluss der einführenden theoretischen Grundlagen bildet die Gegenüberstellung von Chancen und Risiken im Electronic Commerce.

Mit der Zusammenführung von Logistik, Internet und Electronic Commerce im Hauptteil der Diplomarbeit werden die Veränderungen auf die bestehenden Logistiksysteme detailliert aufgezeigt. Dabei ist als Ergebnis die zentrale Verfügbarkeit von Daten und Informationen hervorzuheben, wodurch die Globalisierung der Beschaffungs- und Distributionslogistik forciert wird. Des weiteren werden Möglichkeiten erörtert, um beim Electronic Shopping das Spannungsverhältnis zwischen individueller Leistungserstellung und kostennotwendiger Bündelung zu lösen.

Dem Thema der Arbeit folgend, kann der Terminus Logistik auch ein effizientes Fließen von Informationen bedeuten, wofür Electronic Data Interchange (EDI) und Web-EDI als technologische Systeme prädestiniert erscheinen. Hierauf basierend richtet sich das Hauptaugenmerk anschließend auf das Organisationsprinzip des Supply Chain Management (SCM). In diesem Kontext kristallisiert sich der Logistik-Dienstleister als kritischer Erfolgsfaktor heraus, da er die Waren- und Informationsflüsse zwischen den Teilnehmern einer Wertschöpfungskette verzahnt und abstimmt. Daher wird den Nutzungsmöglichkeiten des Electronic Commerce für Logistik-Dienstleister ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem u. a. das betriebswirtschaftliche Potential der Sendungsverfolgung und der Transportbörse untersucht wird.

Die Thematik vertiefend, erlaubt eine mit Logistik-Dienstleistern durchgeführte empirische Studie interessante Einblicke in die Praxis und eine Einschätzung hinsichtlich des derzeitigen State-of-the-Art. Einleitend wird kurz auf den Aufbau und die Durchführung der Untersuchung eingegangen, bevor die eruierten Ergebnisse ausführlich dargestellt und interpretiert werden. Nach einer Betrachtung des Unternehmens, Leistungsangebots und Marktumfelds werden diverse Nutzungsmöglichkeiten des Electronic Commerce bei den Logistik-Dienstleistern aufgezeigt. Es folgen Einschätzungen hinsichtlich des Electronic Commerce und hierbei eine explizite Untersuchung der Chancen und Risiken für den Bereich der Logistik. Den Abschluss bilden eine kurze Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse und ein Überblick der sich abzeichnenden Entwicklungstendenzen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Hinführung zum Thema 1
1.2 Problemstellung der Arbeit 2
1.3 Aufbau und Abgrenzung des Themas 2
2. Charakterisierung der Logistik 4
2.1 Entwicklung und Definition des Logistik-Begriffs 4
2.1.1 Logistik als funktionale Spezialisierung 4
2.1.2 Logistik als Koordinationsfunktion 6
2.1.3 Logistik als Flussorientierung 7
2.2 Ziele der Logistik 8
2.3 Informationsmanagement und Logistik 10
3. Charakterisierung des Internet als Kommunikationsplattform des Electronic Commerce 12
3.1 Entwicklung und Definition des Internet 12
3.2 Dienste im Internet 13
3.2.1 Electronic Mail 13
3.2.2 World Wide Web 14
3.3 Begriffliche Abgrenzung von Internet, Intranet und Extranet 15
4. Charakterisierung des Electronic Commerce 17
4.1 Begriff und Entwicklung des Electronic Commerce 17
4.2 Grundmodelle der wirtschaftlichen Leistungskoordination im Rahmen des Electronic Commerce 18
4.2.1 Elektronische Hierarchien 19
4.2.2 Elektronische Märkte 19
4.2.3 Elektronische Unternehmensnetzwerke 20
4.3 Interaktionsmodelle des Electronic Commerce 21
4.3.1 Business-to-Business 22
4.3.2 Business-to-Consumer 22
4.4 Chancen und Risiken des Electronic Commerce 23
5. Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Logistik 27
5.1 Veränderung von Logistiksystemen durch die Electronic Commerce-Plattform Internet 27
5.1.1 Globalisierung von Beschaffung und Distribution 27
5.1.2 Bündelung und Konsolidierung atomisierter Sendungsstrukturen 28
5.1.3 Durchgängige Implementierung des Pull-Prinzips 31
5.1.4 Entfall der physischen Logistik 33
5.2 Electronic Data Interchange 34
5.2.1 Definition und Nutzeffekte 34
5.2.2 Betriebswirtschaftliches Potential des Web-EDI 37
5.3 Supply Chain Management 38
5.3.1 Darstellung des Supply Chain-Ansatzes 38
5.3.2 Betriebswirtschaftliches Potential des Supply Chain Management 39
6. Nutzungsmöglichkeiten des Electronic Commerce für Logistik-Dienstleister 42
6.1 Charakterisierung des Logistik-Dienstleisters 42
6.2 Outsourcing als Folge des Electronic Commerce 44
6.3 Operative Anwendung zur Unterstützung der Leistungserstellung 46
6.3.1 Darstellung der Sendungsverfolgung 46
6.3.2 Darstellung der Transportbörse 48
6.4 Empirische Datenerhebung und Auswertung 51
6.4.1 Aufbau und Durchführung der Untersuchung 51
6.4.2 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse 52
6.4.2.1 Unternehmen, Leistungsangebot und Marktumfeld 52
6.4.2.2 Nutzungsmöglichkeiten und Einschätzungen des Electronic Commerce 54
6.4.2.3 Chancen und Risiken der Electronic Commerce-Realisation in der Logistik 57
6.4.3 Beurteilung der Ergebnisse 61
7. Zusammenfassung und Ausblick 65
Literaturverzeichnis 67
Anhang 81
A) Graphiken 82
B) Fragebogen 85
C) Auswertung der Fragebögen 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

tels EDI findet ein Transfer von standardisierten Dokumenten (z. B. Bestellungen, Versanddaten, Rechnungen usw.) statt, die aufgrund der von den Unternehmen festgelegten Syntax und Semantik maschinell lesbar sind.254 Die automatische Übertragung der Daten zwischen zwei räumlich getrennten Computern erfolgt über sogenannte VANs255.256 Eine wesentliche Voraussetzung für diese Art des Informationsaustausches sind normierte EDI-Protokolle, weil die Entwicklung eines Programms zum standardisierten Datenaustausch für jeden Geschäftspartner einzeln zu arbeitsaufwendig und zu kostenintensiv wäre.257 Daher haben sich mittlerweile diverse nationale und internationale sowie branchenspezifische und -übergreifende Standards entwickelt.258 Aus dieser Menge kristallisieren sich EDIFACT (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport) als Standard für Europa und im internationalen Datentransfer sowie ANSI X.12 innerhalb Nordamerikas heraus.259 Speziell die Verbindung EDI mit dem internationalen und branchenunabhängigen Standard EDIFACT bietet für die Logistik enorme Potentiale, um durch diese Art des automatischen Datenaustauschs die zunehmenden Informationsströme besser kontrollieren zu können. Hinsichtlich der wesentlichen Nutzungseffekte durch den Einsatz von EDI läßt sich im Vergleich zum konventionellen Informationsfluß feststellen, daß sich zeit- und ressourcenraubende Prozeßschritte vermeiden lassen.260 Diese resultieren aus dem zugrundeliegenden automatischen Datenaustausch, durch den Medienbrüche beseitigt und Geschäftstransaktionen beschleunigt werden.261 Im Gegensatz zur herkömmlichen, papierorientierten Auftragsbearbeitung reduzieren sich die Fehlerquellen drastisch, da keine wiederholte manuelle Erfassung mehr nötig ist.262 Durch diesen Entfall einer erneuten Dateneingabe ergibt sich ein großes Rationalisierungspotential, welches in der Bearbeitung der geschäftlichen Daten begründet liegt.263 Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, daß etwa 70% aller in die Computer eingegebenen Daten ein ursprünglicher Output eines anderen sind. Aus dieser effizienten Abwicklung der Geschäftsprozesse ergeben sich ebenfalls Einsparungsmöglichkeiten für den Personalbereich, wodurch sich [...]

(z. B. CD-ROM-Brenner oder eine leistungsfähige Soundkarte) verfügen, und es kann ein Qualitätsverlust durch die Komprimierung der digitalen Daten entstehen.248 Ferner unterliegen insbesondere digitalisierbare Produkte dem Problem der illegalen Vervielfältigung. Zusammenfassend ist bezüglich der Online-Distribution festzustellen, daß sich durch den Entfall der physischen Logistik erhebliche Zeit- und Kostenvorteile erschließen lassen. Allerdings sollten die effizienzmindernden Nachteile für jedes Unternehmen sehr genau analysiert werden, um sie mit entsprechenden Maßnahmen so gering wie möglich zu halten, damit der entstandene zusätzliche Nutzen nicht aufgezehrt wird. Des weiteren ist zu konstatieren, daß die Online-Distribution für den potentiellen Kunden noch kein vertrauter Distributionsweg ist und daher noch Überzeugungsarbeit geleistet werden muß.249 Ein Beispiel für die betrachtete Veränderung im Logistiksystem liefert der Softwarehersteller Netscape, der beinahe vollständig seine Produkte in digitaler Form über das Internet verkauft.250 Neben der Software eignen sich ebenfalls Musik, Filme und Print Medien für eine Online-Distribution. Kritisch anzumerken ist hingegen, daß nur wenige Produkte für diese Art der Distribution als geeignet erscheinen, so daß auch zukünftig die Notwendigkeit physischer, realer Gütertransporte besteht. Dabei bildet ein effizientes Fließen der Informationsströme die wesentliche Voraussetzung, um einen optimalen Warenfluß zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird im folgenden das Electronic Data Interchange (EDI) betrachtet, das neben dem WWW und der E-Mail ein weiteres Werkzeug des Electronic Commerce darstellt.251 5.2 Electronic Data Interchange [...]

Internet an ein Produktionswerk des Unternehmens weitergeleitet und mit der Losgröße eins produziert. Anschließend wird die fertige Jeans innerhalb von zwei Wochen an den Kunden versendet. Hieran anknüpfend können in den Datennetzen nicht nur Informationen zur Unterstützung des physischen Warentransports befördert werden, sondern gleichermaßen die Waren selber.243 5.1.4 Entfall der physischen Logistik Im Gegensatz zu den vorgestellten Stufen zwei und drei der Internet-Nutzung ergibt sich als Charakteristikum der vierten Stufe, daß sämtliche Geschäftsprozesse über das Internet abgewickelt werden, einschließlich des Warentransports.244 Für diese Art der Internet-Nutzung eignen sich ausschließlich Produkte, die aufgrund ihrer physischen Eigenschaften vollständig digitalisierbar sind. Aus dem Entfall der physischen Logistik resultieren hinsichtlich der Online-Distribution diverse Vor- und Nachteile gegenüber der Offline-Distribution. Primärer Vorteil der Online-Distribution sind deutliche Kostenreduktionen.245 Diese resultieren einerseits aus dem Logistikbereich, indem die Waren weder gelagert noch transportiert werden müssen. Andererseits läßt sich aufgrund der digitalen Datenerfassung über das Internet eine Kostenminderung im Verwaltungsbereich erzielen. Weitere Vorteile bei der Distribution über das Internet werden durch einen schnellen wie auch orts- und zeitunabhängigen Service realisiert, wodurch der Kunde einen höheren Nutzen erlangt. Prinzipiell begründen sich die dargelegten Kosten- und Zeitvorteile in einer Vermeidung des bei der Offline-Distribution entstehenden Medienbruchs.246 Der oben aufgeführte zusätzliche Kundennutzen kann allerdings infolge sehr langer Übertragungszeiten bei einem großen Datenvolumen sehr schnell relativiert werden.247 So kann beispielsweise die Download-Zeit des Microsoft-Explorer 5.0 je nach Internetzugang des Kunden bis zu fünf Stunden betragen. Infolgedessen könnte der Kunde schnell von dieser Art der Distribution Abstand nehmen, da sich das Zeitproblem zusätzlich auf seine Telefon- und Internetgebühren ausweitet. Als weitere Nachteile der Online-Distribution muß der Kunde teilweise über ein geeignetes Ausgabemedium [...]

Arbeit zitieren:
Kreßmann, Markus November 1999: Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik eines Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, EDI, Supply Chain Management, SCM, Electronic Data Interchange

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