Auswirkungen des Electronic Business auf die Wertschöpfung traditioneller Industriebetriebe
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniel Gröber
- Abgabedatum: Februar 2001
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 882,1 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4884-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4884-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4884-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gröber, Daniel Februar 2001: Auswirkungen des Electronic Business auf die Wertschöpfung traditioneller Industriebetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wertschöpfung, Internet, E-Business, E-Commerce, B2B
In den Warenkorb
58,00 €
Diplomarbeit von Daniel Gröber
Einleitung:
Die Welt befindet sich mitten im Wandel vom Industrie- zum Informationszeitalter und das Internet ist dabei mehr als nur ein zusätzlicher Vertriebskanal. Vielmehr wird es die Geschäftswelt revolutionieren und die Wertschöpfung von Unternehmen erheblich verändern. Die Prognosen, die das Volumen der online abgewickelten Geschäfte schätzen, steigen in ungeahnte Höhen und es stellt sich die Frage, ob es sich ein Unternehmen noch leisten kann, Electronic Business zu vernachlässigen oder ob der Slogan „It’s E-Business or No Business“ in der nahen Zukunft doch zutrifft?
In diesem Zusammenhang werden oft Erfolgsgeschichten - und in jüngster Vergangenheit auch vermehrt Misserfolgsgeschichten - junger Internet Firmen, sog. „dot-coms“ genannt. Wenig Beachtung finden jedoch traditionelle Industriebetriebe der „Old Economy“. Wie diese vom Electronic Business betroffen werden und ob eine strikte Trennung in „on-line business“ und „traditional business“ überhaupt noch Sinn macht, wird in dieser Arbeit dargestellt.
Gang der Untersuchung:
Als erstes wird dargestellt, wie sich die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens im Informationszeitalter ändern werden oder schon geändert haben. Wenn auch viele Veränderungen nicht spezifisch für Industriebetriebe sind, sondern theoretisch alle Branchen und Unternehmen betreffen, soll stets der Fokus auf Faktoren gelegt werden, die für Industriebetriebe besonders bedeutsam sind. Dies soll auch mit entsprechenden Beispielen aus den betreffenden Branchen untermauert werden.
Des Weiteren werden die aktuellen Trends des Electronic Business vorgestellt. Diese beschränken sich nicht - wie oft angenommen - auf die Vertriebsseite des Unternehmens. Wesentlich bedeutsamere Veränderungen werden sich an anderen Stellen im Unternehmen ergeben.
Abschließend werden konkret für Industriebetriebe diejenigen Chancen und Risiken ermittelt, die sich sowohl aus wettbewerbsstrategischer als auch aus operativer Sicht durch die Veränderungen ergeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 2 |
| 1.3 | Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Traditionelle Industriebetriebe im Informationszeitalter | 4 |
| 2.1 | Bedeutsame Wesensmerkmale traditioneller Industriebetriebe | 4 |
| 2.2 | Industriebetriebe und Dienstleistungen | 6 |
| 2.3 | Industriebetriebe im Zeitalter der „New Economy“ | 8 |
| 2.4 | Wertschöpfungsketten traditioneller Industriebetriebe | 10 |
| 3. | Electronic Business als neue Form des Wirtschaftens | 14 |
| 3.1 | Begriff und Bedeutung des Electronic Business | 14 |
| 3.2 | Formen des Electronic Business | 15 |
| 3.2.1 | Electronic Procurement | 16 |
| 3.2.2 | Supply Chain Management | 17 |
| 3.2.3 | Electronic Commerce | 18 |
| 3.2.4 | Customer Relationship Management | 20 |
| 3.3 | Internet-Technologien als Infrastruktur des Electronic Business | 22 |
| 4. | Wertschöpfung im Zeitalter des Electronic Business | 24 |
| 4.1 | Bedeutsame Veränderungen von Wertschöpfungsketten | 25 |
| 4.1.1 | Ganzheitliche Kundenorientierung aller Wertschöpfungsaktivitäten | 25 |
| 4.1.2 | Zunehmende Vernetzung und Entstehung Virtueller Organisationsformen | 28 |
| 4.1.3 | Konzentration auf Kernkompetenzen | 30 |
| 4.1.4 | Dis- und Re-Intermediation in der Wertschöpfungskette | 32 |
| 4.2 | Geschäftsmodell des Informationszeitalters nach ÖSTERLE als Lösungsansatz für die neuen Herausforderungen | 35 |
| 4.2.1 | Abdecken des Kundenprozesses durch einen Leistungsintegrator | 36 |
| 4.2.2 | Business-Bus als Infrastruktur der Zusammenarbeit im Wertschöpfungsnetz | 37 |
| 4.2.3 | Nutzung von standardisierten E-Services | 37 |
| 4.2.4 | Kritische Würdigung des Modells | 38 |
| 4.3 | Allgemeine Probleme und Barrieren des Electronic Business | 39 |
| 4.3.1 | Technische Ausgereiftheit von Internet-Technologien | 39 |
| 4.3.2 | Sicherheitsaspekte | 41 |
| 4.3.3 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 43 |
| 4.3.4 | Wirtschaftlichkeit von E-Business Systemen | 44 |
| 4.3.5 | Gesellschaftliche Nebeneffekte der Verbreitung von E-Business | 45 |
| 5. | Chancen und Risiken des Electronic Business für Industriebetriebe | 46 |
| 5.1 | Wettbewerbsstrategische Möglichkeiten und Gefahren | 46 |
| 5.1.1 | Stellung des Unternehmens im Wertschöpfungsnetzwerk | 47 |
| 5.1.2 | Ausschalten vor- und nachgelagerter Handelsstufen und drohender Verlust bisheriger Vertriebskanäle | 48 |
| 5.1.3 | Veränderung des Wettbewerbs durch kleine und flexible Konkurrenten | 50 |
| 5.1.4 | Nicht-Engagement in E-Business | 52 |
| 5.2 | Chancen und Risiken des Einsatzes von E-Business Formen auf operativer Ebene | 54 |
| 5.2.1 | Unterstützung der Beschaffung durch E-Procurement | 54 |
| 5.2.2 | Management der Supply Chain über Unternehmensgrenzen hinweg | 58 |
| 5.2.3 | Erweiterung der Vertriebskanäle durch E-Commerce | 59 |
| 5.2.4 | Verbesserung der Kundenbeziehungen durch Customer Relationship Management | 61 |
| 5.2.5 | Unterstützung weiterer Funktionsbereiche durch E-Business | 64 |
| 6. | Fazit, Bewertung der Tendenzen, Ausblick | 65 |
| Anhang | 69 | |
| Literaturverzeichnis | VIII |
Abbildung 5: Auflösung des Kompromisses zwischen Reichhaltigkeit und Reichweite nach EVANS/WURSTER212 Doch es wurden nicht alle Zwischenhändler verdrängt. Stattdessen sind neue Zwischenhändler entstanden, in der Literatur dargestellt als Infomediaries213 oder Cybermediaries.214 Dieser Prozess der Re-Intermediation tritt immer dann auf, wenn die Intermediäre einen neuen Zusatznutzen schaffen, der vorher noch nicht dagewesen ist.215 SARKAR/BUTLER/ STEINFIELD vertreten sogar die Meinung, dass nicht nur neue „Cybermediaries“ entstehen, sondern dass das Internet die Position der Intermediäre sogar noch stärkt.216 Auch KELLY bemerkt: „Network Technologies do not eliminate intermediaries. They spawn them. Networks are a cradle for intermediaries.“217 Die Frage ob bestehende Wertschöpfungsketten nun von Dis- oder Re-Intermediation betroffen werden, ist in dieser Allgemeinheit sicher nicht zu beantworten und hängt entscheidend von den Gegebenheiten der Branche ab. Anzunehmen ist aber, dass neue Intermediäre, die neuen Nutzen stiften, aufkommen werden und dass ineffiziente Zwischenstufen, die lediglich hohe Kosten verursachen, verschwinden werden. So können z.B. in der Musikindustrie durch neue Technologien wie MP3 Handelsstufen übergangen werden [...]
4.1.4 Dis- und Re-Intermediation in der Wertschöpfungskette Die Wertschöpfungskette, wie sie bisher bekannt war, verläuft linear. Die Hersteller kaufen Rohstoffe von Lieferanten und erzeugen Produkte. Großhändler kaufen Produkte von mehreren Herstellern und bringen diese über verschiedene Vertriebsebenen in kleinen Mengen zu den Wiederverkäufern, die dann an den Endkunden verkaufen.207 In der ersten Phase der E-Business Euphorie war häufig die Rede davon, dass zuallererst die Zwischenhändler verschwinden werden, da Unternehmen nun in der Lage sind, direkt an den Endkunden zu verkaufen.208 Diese „Dekonstruktion der alten Vermittlerfunktion“209 wird Dis-Intermediation genannt. Gemäß EVANS/WURSTER ergibt sie sich immer, wenn in einem Markt der bestehende Kompromiss zwischen Reichweite und Reichhaltigkeit aufgelöst wird. Beispielsweise hat ein Lebensmittel-Discounter gegenüber einem spezialisierten Einzelhandelsgeschäft eine höhere Reichweite, da er mehr Kunden anspricht, aber eine geringere Reichhaltigkeit, da er ein kleineres Sortiment in speziellen Bereichen anbietet.210 In der Vergangenheit führte eine Erhöhung der Reichweite in der Regel zu einer geringeren Reichhaltigkeit und umgekehrt, aber mittels neuer Technologien ergibt sich die Chance beides gleichzeitig zu erhöhen (Abbildung 5 verdeutlicht dies) und so traditionelle Vermittler, die lediglich Reichhaltigkeit bereitstellen, zu verdrängen.211 [...]
siert, dass das konsequente Anstreben von Kernkompetenzen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen führt und belegen dies mit Beispielen wie Sony197 oder Canon198, die ihre amerikanischen Konkurrenten binnen kürzester Zeit überholt und abgeschüttelt haben.199 Gemäß PRAHALAD/HAMEL können Kernkompetenzen anhand von drei Kriterien überprüft werden. Sie müssen „den Zugang zu einem weiten Spektrum von Märkten [öffnen], (...) zu den von Kunden wahrgenommenen Vorzügen des Endprodukts erheblich beitragen (...) [und] drittens darf eine Kernkompetenz von Konkurrenten nur schwer zu imitieren sein.“200 Entscheidend ist vor allem die Transferierbarkeit einer Kernkompetenz. Sie darf sich nicht nur auf ein Produkt beziehen, sondern muss vielfach anwendbar sein, wie z.B. Sony seine Kernkompetenz „Miniaturisierung“ für Walkmans und Camcorder einsetzt.201 Die Entwicklung entsprechender Kernkompetenzen ist dabei ein Prozess, der sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Kernkompetenzen ergeben sich nicht „über Nacht“, sondern müssen durch Zusammentragen des Wissens verschiedenster Stellen oder auch durch Kooperationen mit anderen Unternehmen unter Mühen erarbeitet werden.202 Neben Kernkompetenzen müssen Unternehmen aber auch über Komplementärkompetenzen und Peripheriekompetenzen verfügen. Dies sind Kompetenzen, die für den Erfolg des Unternehmens wenig oder im zweiten Fall gar nicht bedeutsam sind.203 Insbesondere Peripheriekompetenzen sind bestens dafür geeignet an andere Unternehmen outgesourct zu werden. Beispiel hierfür sind z.B. die später noch näher erläuterten Electronic Services.204 Bestimmte Bereiche oder Prozesse outzusourcen ist für Unternehmen immer dann interessant, wenn sie eine vorher selbsterstellte Leistung auf anderem Weg zu einem niedrigeren Preis oder in höherer Qualität erhalten können und sich selbst auf ihr Kerngeschäft [...]
In den Warenkorb
58,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832448844
Arbeit zitieren:
Gröber, Daniel Februar 2001: Auswirkungen des Electronic Business auf die Wertschöpfung traditioneller Industriebetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wertschöpfung, Internet, E-Business, E-Commerce, B2B



