Auswirkungen auf die Beschaffung von Investitionsgütern über elektronische Märkte in Abhängigkeit des Betreiberstatus
Eine empirische Studie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Fischer
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 824,8 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6691-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6691-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6691-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fischer, Andreas September 2002: Auswirkungen auf die Beschaffung von Investitionsgütern über elektronische Märkte in Abhängigkeit des Betreiberstatus, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Commerce, E-Procurement, Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen, elektronische Marktplätze, elektronischer Beschaffungsprozess
In den Warenkorb
68,00 €
Diplomarbeit von Andreas Fischer
Zusammenfassung:
Inzwischen ist allen Marktteilnehmern bewusst, dass in Zukunft Geschäfte zunehmend über das Internet abgewickelt werden. Auch in deutschen Unternehmen hat die Beschaffung über elektronische Märkte einen höheren Stellenwert eingenommen und die Reichweite von E-Procurement wird erkannt. Unternehmen stellen sich daher nicht mehr die Frage, ob sie am elektronischen Handel teilnehmen oder nicht, sondern wie ihre strategische Stoßrichtung hinsichtlich elektronischer Beschaffung auszusehen hat. Dennoch haben erst wenige Unternehmen umfassende Implementierungen vorgenommen, da immer noch Unsicherheit gegenüber den neuen Medien besteht.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es, die Frage zu klären, wie sich die Qualität industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen bei der Beschaffung über elektronische Märkte im Allgemeinen und unter besonderer Berücksichtigung von Investitionsgütern im Vergleich zur traditionellen Beschaffung verändert. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen inwieweit sich moderierende Effekte - hier Betreiberstatus und Reputation - auf die Beurteilung der Geschäftsbeziehung auswirken. Für den langfristigen Erfolg einer Geschäftsbeziehung ist die Qualität ein wesentlicher Bestandteil. Dies gilt sowohl aus der Perspektive der Nachfrager als auch der Anbieter.
Kapitel 2 hat das Thema industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen. Innerhalb dieses Kapitels wird ein kurzer Überblick über theoretische Erklärungsmuster industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen gegeben und anschließend theoretische Erklärungsmuster erläutert. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Transaktionskostentheorie, die Principal-Agent-Theorie sowie den IMP-Interaktionsansatz. Ferner werden die betriebswirtschaftlichen Ansätze des Supply Chain Managements und des Beziehungsmanagements näher erläutert.
Kapitel 3 liefert theoretischen Grundlagen zu elektronischen Marktplätzen und eine definitorischen Abgrenzung. Es schließt sich eine Klassifizierung von B2B-Marktpätzen nach den Merkmalen Betreiberstruktur, Reputation, Fulfillment, Preisbildung und sonstige Faktoren an. Anschließend wird auf Vor- und Nachteile von elektronischen Marktplätzen eingegangen.
Kapitel 4 ist in zwei Teilbereiche gegliedert und befasst sich mit der Beschaffung über elektronische Märkte. Im ersten Teil wird auf die Ziele der Beschaffung eingegangen. Der zweite Teil gibt eine Übersicht über elektronische Beschaffung. Dabei wird der Begriff des Electronic Procurement definitorisch abgegrenzt sowie Vorteile und Erfolgsfaktoren aufgezeigt. Nachfolgend werden verschiedene Grundtypen elektronischer Märkte in der Beschaffung erläutert.
Kapitel 5 stellt ein Beziehungsmodell zur Qualität industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen vor. Zentrale Bedeutung haben hier marketing- und logistikrelevante Einflussfaktoren auf die Qualität von Zuliefer-Abnehmer- Beziehungen. Außerdem werden neue Erfolgsfaktoren aufgegriffen, welche die neue Problematik der Beschaffung über elektronische Märkte repräsentieren sollen. Anschließend erfolgt die Modellierung der Qualität einer Zuliefer-Abnehmer-Beziehung auf elektronischen Märkten. Die Ableitung forschungsleitender Hypothesen schließt sich dem theoretischen Konstrukt in diesem Kapitel an.
Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen und einer in Kapitel 6 vorgenommenen Bestandsaufnahme bisheriger Studien, folgen in Kapitel 7 die messtheoretischen Überlegungen. Kapitel 8 stellt die eigene empirische Studie zur Beschaffung auf elektronischen Märkten vor. Nach einer Erläuterung des Untersuchungskonzeptes folgt eine detaillierte Wiedergabe der Ergebnisse. Diese ist in 4 Abschnitte gegliedert. Aufbauend auf den Forschungsfragen erfolgen zunächst eine reine Deskription der Stichprobe und einführende Auswertungen. Danach werden der traditionelle und der elektronische Beschaffungsprozess verglichen und eine Prüfung der vorher aufgestellten Hypothesen vorgenommen. Der Einfluss der moderierenden Effekte auf die Beziehungsqualität schließt sich diesem Vergleich an. Vor diesem Hintergrund erfolgt in Kapitel 9 abschließend eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | IX | |
| Symbolverzeichnis | XI | |
| 1. | Einführung in die Problemstellung | 1 |
| 1.1 | Ausgangssituation und Relevanz der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Industrielle Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen | 5 |
| 2.1 | Definitorische Abgrenzung | 5 |
| 2.2 | Theoretische Erklärungsmuster | 6 |
| 2.2.1 | Überblick | 6 |
| 2.2.2 | Transaktionskostentheorie | 8 |
| 2.2.3 | Principal-Agent-Theorie | 10 |
| 2.2.4 | IMP-Interaktionsansatz | 11 |
| 2.3 | Betriebswirtschaftliche Ansätze | 13 |
| 2.3.1 | Überblick | 13 |
| 2.3.2 | Supply Chain Management | 14 |
| 2.3.3 | Beziehungsmanagement | 15 |
| 3. | Elektronische Marktplätze – Theoretische Grundlagen | 17 |
| 3.1 | Definitorische Abgrenzung | 17 |
| 3.2 | Phasen der Markttransaktion | 19 |
| 3.3 | Klassifizierung von B2B Marktplätzen | 20 |
| 3.3.1 | Betreiberstruktur | 20 |
| 3.3.1.1 | Käuferbetriebene Marktplätze (Buy Side) | 21 |
| 3.3.1.2 | Verkäuferbetriebene Marktplätze (Sell Side) | 21 |
| 3.3.1.3 | Intermediär | 21 |
| 3.3.2 | Reputation | 22 |
| 3.3.3 | Fulfillment | 24 |
| 3.3.4 | Preisbildung | 24 |
| 3.3.5 | Sonstige Faktoren | 27 |
| 3.4 | Vor- und Nachteile elektronischer B2B-Marktplätze | 28 |
| 4. | Beschaffung über elektronische Märkte | 30 |
| 4.1 | Grundlagen der Beschaffung | 30 |
| 4.1.1 | Definitorische Abgrenzung | 30 |
| 4.1.2 | Ziele der Beschaffung | 31 |
| 4.2 | Electronic Procurement | 31 |
| 4.2.1 | Definitorische Abgrenzung | 31 |
| 4.2.2 | Vorteile und Erfolgsfaktoren des elektronischen Beschaffungsprozesses | 32 |
| 4.3 | Grundtypen elektronischer Märkte in der Beschaffung | 34 |
| 4.3.1 | MRO-Hubs | 35 |
| 4.3.2 | Spothändler (Yield Manager) | 35 |
| 4.3.3 | Börsen (Exchanges) | 35 |
| 4.3.4 | Katalog-Knotenpunkte (Catalog-Hubs) | 36 |
| 5. | Beziehungsmodell zur Qualität industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen auf elektronischen Märkten | 37 |
| 5.1 | Definition der Beziehungsqualität | 37 |
| 5.2 | Einflussfaktoren auf die Qualität von Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen | 39 |
| 5.2.1 | Marketingrelevante Einflussfaktoren | 39 |
| 5.2.1.1 | Vertrauen | 39 |
| 5.2.1.2 | Kommunikation | 42 |
| 5.2.1.3 | Relative Abhängigkeit | 43 |
| 5.2.1.4 | Konfliktmanagement | 43 |
| 5.2.1.5 | Ökonomische Vorteile | 44 |
| 5.2.2 | Logistikrelevante Einflussfaktoren | 46 |
| 5.2.2.1 | Klassifikation der Beschaffungsgüter | 46 |
| 5.2.2.2 | Koordinationsleistung der Logistik hinsichtlich der Produktkategorie | 47 |
| 5.2.3 | Neue Erfolgsfaktoren | 48 |
| 5.2.3.1 | Leistungsfähigkeit der Plattform | 48 |
| 5.2.3.2 | Flexibilität der Partner | 49 |
| 5.2.3.3 | Reputation von Marktplatzbetreiber undLogistikdienstleister | 49 |
| 5.3 | Strukturmodell zur Qualität industrieller Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen | 50 |
| 5.4 | Forschungsleitende Hypothesen | 52 |
| 6. | Bestandsaufnahme bisheriger empirischer Forschung | 56 |
| 7. | Messtheoretische Überlegungen | 62 |
| 7.1 | Operationalisierung der Faktoren | 62 |
| 7.2 | Konstruktion des experimentellen Designs | 64 |
| 7.3 | Multiple Regressionsanalyse | 66 |
| 7.4 | Gütebeurteilung der Messung | 70 |
| 7.4.1 | Reliabilität | 70 |
| 7.4.2 | Validität | 72 |
| 8. | Empirische Studie | 74 |
| 8.1 | Untersuchungskonzept | 74 |
| 8.1.1 | Stichprobe | 74 |
| 8.1.2 | Fragebogen | 74 |
| 8.1.3 | Skalenniveau | 75 |
| 8.1.4 | Pretest und Ablauf der Untersuchung | 75 |
| 8.2 | Gütebeurteilung | 77 |
| 8.2.1 | Reliabilität der Messung | 77 |
| 8.2.2 | Validität der Messung | 79 |
| 8.2.3 | Das modifizierte Beziehungsmodell | 84 |
| 8.3 | Ergebnisse | 85 |
| 8.3.1 | Deskription der Stichprobe | 85 |
| 8.3.2 | Einführende Auswertungen | 87 |
| 8.3.3 | Traditioneller versus elektronischer Beschaffungsprozess | 92 |
| 8.3.4 | Beurteilung des elektronischen Beschaffungsprozesses anhand der primären und sekundären Einflussfaktoren | 93 |
| 8.4 | Einfluss der moderierenden Effekte auf den Beziehungserfolg | 97 |
| 8.4.1 | Der moderierende Effekt „Betreiberstatus“ | 103 |
| 8.4.2 | Der moderierende Effekt „Reputation“ | 105 |
| 9. | Zusammenfassung und Ausblick | 107 |
| Anhang | 110 | |
| Literaturverzeichnis | 123 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 134 |
Der Test zur Überprüfung auf Autokorrelation erfolgte durch den Durbin-Watson-Test. Es konnte keine Autokorrelation nachgewiesen werden (DW = 2,494). Die Korrelationsmatrix sowie die Toleranz bzw. die Inverse der Toleranz der Regressionskoeffizienten gaben keine Anzeichen auf Vorliegen von Multikollinearität. Die Überprüfung auf Homoskedastizität der Störgrößen erfolgte anhand des Streudiagramms und ergab keinen erkennbaren Zusammenhang der Residuen mit den Schätzwerten der abhängigen Variablen. Damit ist auch die Prämisse der Homoskedastizität erfüllt. Eine abschließende Überprüfung auf Normalverteilung ergab für den Kolmogorov-Smirnov-Test auf 10%igem Signifikanzniveau einen Wert von p = 0,827. Damit kann Normalverteilung der Störgrößen angenommen werden. Die Signifikanzen der t-Werte in Tabelle 8-24 verdeutlichen, dass die Ausprägungen des Gestaltungsparameter ‚Betreiberstatus’ keinen direkten Einfluss auf den Beziehungserfolg haben. Damit kann die Nullhypothese, dass der Regressionskoeffizient der Dummy- [...]
Das Vertrauen eine wachsende Bedeutung für die Beziehungsqualität hat, wurde bereits in Kap. 5.2.1.1 deutlich. Unter bereits angeführten Problemen hinsichtlich der Unsicherheit gegenüber neuen Medien und dem Erstkaufcharakter, den Beschaffungen auf elektronischen Märkten einnehmen, ist die Annahme gerechtfertigt, dass sich die Beschaffung auf elektronischen Märkten negativ auf das Vertrauen auswirkt. Dazu wurde durch einen gepaarten Mittelwertvergleich die Einschätzung des Vertrauens in traditionellen Geschäftsbeziehungen und auf elektronischen Märkten gegenübergestellt. In beiden Fällen bestätigte sich die Normalverteilungsannahme auf 10%igem Signifikanzniveau. Bei einem Vergleich der Mittelwerte wird deutlich, dass Vertrauen auf elektronischen Märkten im Gegensatz zum Vertrauen in traditionellen Geschäftsbeziehungen weitaus niedriger (4, 03 5,52) eingeschätzt wird. Damit bestätigt sich Hypothese H3 auf hochsignifikantem Niveau. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle aufgezeigt. 93 [...]
Hinsichtlich der Beurteilung des Kostensenkungspotenzials von Prozess- und Produktkosten ergeben sich signifikante Unterschiede innerhalb der Branchen Maschinenbau, Energie-, Wasser- und Verkehrsversorgung, Verarbeitendes Gewerbe und Konsumgüter. In den genannten Branchen wird das Kostensenkungspotenzial der Prozesskosten signifikant höher eingeschätzt als das der Produktkosten. Dies bestätigt sich sowohl durch den t-Test als auch durch den Wilcoxon-Test. Im Rahmen der Mittelwertbetrachtung in nachfolgender Tabelle fällt auf, dass hinsichtlich der Beschaffungskategorie die Produktkosten durchschnittlich höher als die Prozesskosten bewertet werden. Auch hier wurde die Normalverteilungsannahme nicht immer bestätigt und daher der Wilcoxon-Test durchgeführt. Hinsichtlich der Beurteilung des Kostensenkungspotenzials von Prozess- und Produktkosten ergeben sich signifikante Unterschiede innerhalb der Beschaffungskategorien Commodities, Investitionsgüter und Direkte Materialien. In den genannten Branchen wird das Kostensenkungspotenzial der Prozesskosten signifikant höher eingeschätzt als das der Produktkosten. Die bessere Bewertung im Bereich der Prozesskosten wird sowohl durch den t-Test als auch durch den Wilcoxon-Test für die Produktkategorien ‚Direkte Materialien’ und ‚Investitionsgüter’ auf hochsignifikantem Niveau bestätigt. [...]
In den Warenkorb
68,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466916
Arbeit zitieren:
Fischer, Andreas September 2002: Auswirkungen auf die Beschaffung von Investitionsgütern über elektronische Märkte in Abhängigkeit des Betreiberstatus, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
E-Commerce, E-Procurement, Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen, elektronische Marktplätze, elektronischer Beschaffungsprozess



