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Auswirkungen der Änderung von Rabattgesetzen u.ä. auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten

Auswirkungen der Änderung von Rabattgesetzen u.ä. auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tatjana Fribus
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 184 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7682-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fribus, Tatjana Januar 2004: Auswirkungen der Änderung von Rabattgesetzen u.ä. auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Coupon, Konsum, Kunde, Preispolitik, Rabatt

Diplomarbeit von Tatjana Fribus

Zusammenfassung:

Um eine Benachteiligung deutscher Anbieter künftig zu verhindern, wurden am 25.07.2001 dass fast siebzig Jahre lang geltende Rabattgesetz und die Zugabeverordnung ersatzlos abgeschafft. Die ursprünglich zum Schutze der Verbraucher geltenden Vorschriften, waren ein überflüssiges Wettbewerbshindernis, welche es Händlern in Deutschland zum Teil nicht möglich machte moderne Marketinginstrumente einzusetzen.

„Auswirkungen auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten nach der Abschaffung des Rabattgesetzes u.ä.“, ist gerade in der heutigen Zeit ein überaus wichtiges und interessantes Thema. Gerade weil derzeitig kein Weg an Rabatten und Zugaben vorbei führt und Kundenbindung ein Hauptanliegen der Einzelhändler darstellt, haben sich die Verfasserinnen als Aufgabe gesetzt, diese komplexe Materie auf wissenschaftlicher Basis zu durchleuchten. Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung und den möglichen Nutzen aus Anbieter- und Nachfragersicht, nach der Aufhebung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung, umfassend darzulegen.

Mit Hilfe einer durchgeführten Fragebogenaktion, auf Anbieter- und Nachfragerseite, zum Thema Kundenbindungssysteme, Handeln, Rabattaktionen usw. sind einige äußerst aufschlussreiche Information in dieser Niederschrift wiederzufinden. Es wird die bisherige Rechtslage von Rabattgesetz und Zugabeverordnung und die Konditionssysteme im Handel nach Wegfall des Rabattgesetzes dargestellt. Im Anschluss daran, wird auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten und im speziellem auf die Kaufentscheidungsprozesse und Preiswahrnehmung eingegangen. Und als letztes werden die Instrumente der Kundenbindung dargestellt, die nach der Abschaffung des Rabattgesetzes an Bedeutung gewonnen haben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 2
1.1 Problemstellung 2
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3
2. Die bisherigen Regelungen von Rabattgesetz und Zugabeverordnung 5
2.1 Wettbewerbsrecht 5
2.1.1 Geschichte des Wettbewerbsrechts 5
2.1.2 Einführung in das Wettbewerbsrecht 6
2.2 Entstehung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung 9
2.3 Rabattgesetz 10
2.3.1 Begriff des Rabattgesetz 10
2.3.2 Erlaubte Rabatte 13
2.4 Zugabeverordnung 15
2.4.1 Begriff der Zugabeverordnung 15
2.4.2 Geltungsbereich 16
2.4.3 Ausnahmetatbestände 17
3. Gründe für die Aufhebung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung 18
4. Konditionen und Konditionssysteme im Handel 21
4.1 Konditionen und Konditionssysteme 21
4.2 Notwendigkeit und Ziele von Konditionssystemen 23
4.3 Umsetzung neuer Konditionssysteme 25
4.4 Konditionssysteme früher und heute 26
4.5 Missverständnis oder Promotion, der Fall C&A 27
5. Einkaufsverhalten der Konsumenten 29
5.1 Definition und Abgrenzung 29
5.2 Kaufentscheidungsprozesse 31
5.2.1 Typologien des Entscheidungsverhaltens 31
5.2.2 Entscheidungen mit stärkerer kognitiver Kontrolle 34
5.2.3 Entscheidungen mit geringerer kognitiver Kontrolle 36
5.2.3.1 Habitualisiertes Entscheidungsverhalten 36
5.2.3.2 Impulsives Entscheidungsverhalten 38
5.3 Externe Einflussfaktoren des Konsumentenverhaltens 42
5.3.1 Soziale Einflussfaktoren 43
5.3.2 Situative Einflussfaktoren 49
5.3.3 Ökonomisch geprägte Einflussfaktoren 54
5.3.3.1 Beeinflussung der Konsumenten durch den Anbieter 54
5.3.3.2 Wirtschafts- und Verbraucherpolitik 56
5.3.3.3 Konsumklima 58
5.4 Psychologische Bedeutung des Preises bei der Produktgestaltung 60
5.4.1 Information oder weiterer Produktvorteil? 60
5.4.2 Preisänderungen 61
5.4.3 Die Wahrnehmung von Preisen 62
5.4.3.1 Preisschwelle 62
5.4.3.2 Preisfiguren- und Preisrundungseffekt 63
5.4.3.3 Eckartikeleffekt 64
5.4.3.4 Preisfärbungseffekt 65
5.4.4 Preisverankerungseffekte 65
5.4.5 Gewinne und Verluste durch Produktpreise 68
6. Wichtige Marketinginstrumente nach der Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung 70
6.1 Begriff der Kundenbindung 70
6.2 Einstellung zu der Abschaffung des Rabattgesetzes 71
6.3 Preis- und Konditionspolitik 73
6.3.1 Rabatte, welche die Anbieter von sich aus gewähren 73
6.3.1.1 Systematisierung der Rabattsysteme 73
6.3.1.2 Kritische Betrachtung der Rabatte 79
6.3.2 Rabatte, die beim Handeln gewährt werden 81
6.3.3 Rabattbonussysteme im Internet 86
6.3.4 Couponing 90
6.3.4.1 Begriff der Coupons 90
6.3.4.2 Coupon-Merkmale 91
6.3.4.3 Chancen und Risiken der Coupon-Aktionen für die Anbieter 94
6.3.5 Vergabe von Zugaben 97
6.4 Zusätzlicher Kundenservice 99
6.5 Kundenclubs 100
6.6 Kundenkarten 105
6.6.1 Begriff und Systematisierung der Kundenkarte 105
6.6.2 Kundenkarten aus Sicht des Anbieters 106
6.6.3 Kundenkarten aus Sicht des Nachfragers 110
6.6.4 Kritische Auseinandersetzung von PAYBACK 114
7. Schlussbetrachtung 118
Literaturverzeichnis IX
Anhangsverzeichnis XVI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Referenzpreistheorie besagt, dass die Reaktion des Kunden auf einen Preis nicht nur von dessen absoluter Höhe, sondern auch von der Referenzgröße eines Preisankers abhängt. Preisreize können durch den Anbieter als Optik, Gestik oder verbale Etikettierung hervorgerufen werden. Kontextpreise, die während der Preiswahrnehmung mit dem zu beurteilenden Preis wahrgenommen werden, beeinflussen ebenfalls das Preisurteil. Dazu zählen insbesondere Preise gleichwertiger Produkte, Preisempfehlungen vom Hersteller oder direkte Preisgegenüberstellungen auf den Preisschildern. Zu den Residualreizen zählen die Preiserfahrungen und Preiskenntnisse des Verbrauchers. Preise, die von Konsumenten früher bezahlt werden oder in der Werbung der Konkurrenz gesehen wurden, dienen als relevante Preisanker. Preisinformationen von anderen Referenzpersonen und Verbraucherberatungsstellen gelten als Preiskenntnisse. Aber auch allgemeine Preiserfahrungen über die sonstige Preispolitik des Anbieters zählen dazu. Die ALDI Kunden beziehen z.B. ihre Informationen aus dem Preisimage der Lebensmittelkette.163 [...]

5.4.3.4 Preisfärbungseffekt Der Aspekt der Preisoptik hat besonders nach der Abschaffung des Rabattgesetzes an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um die „Generalisierung früher gelernter Zusammenhänge“. Um nicht Preise vergleichen zu müssen, gehen Konsumenten davon aus, dass ein rotes Preisschild einen Sonderpreis beinhaltet. In der Praxis wird dieses Phänomen von vielen Anbietern oftmals ausgenutzt. Der Angebotspreis wird durch die Optik, Gestik der Verkäufer, Sonderplatzierungen oder verbale Etikettierung in ein „günstigeres Licht“ gerückt. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass man die Abverkaufszahlen durch die Schriftgröße, Ladengestaltung oder Etikettierung erhöhen kann.161 Die Vorzüge, welche sich durch die Kennzeichnung der Produkte als „Sonderangebot“ oder „Traumpreis“ bei Preisnachlässen ergeben, haben viele Einzelhändler erkannt.162 [...]

Die Überlegenheit des Neuner-Preises lässt sich ebenfalls durch einen anderen Mechanismus erklären. Ein Neuner-Preis kommuniziert, dass er der kleinst mögliche Preis ist oder von einem höherem Preis reduziert wurde. Ein Experiment von Schindler und Kibarian hat diese Annahme bestätigt: Konsumenten erwarten bei Neuner-Preisen Sonderangebote.158 Dieses Prinzip hat der Handel, besonders aus der Lebensmittelbranche und Discounter schon längst erkannt und geben beim Gewähren von Rabatten ebenfalls die Neuner-Preise bekannt. Eine absatzfördernde Wirkung gebrochener Preise oder auch Neuner-Preise ist auf die linke Ziffer des Preises zurück zu führen. Die Erklärung lautet, dass die Konsumenten dazu neigen bei dem Vergleichen von Preisen mit der linken Ziffer zu beginnen und dass sie sich aufgrund ihrer eingeschränkten Erinnerungsfähigkeit meist nur an die linke Ziffer erinnern können.159 Das bedeutet, dass z.B. der Preis 399,00 Euro wesentlich attraktiver erscheint als der Preis 400,00 Euro, weil die Konsumenten sich oft nur an die Ziffer „3“ oder „4“ erinnern. [...]

Arbeit zitieren:
Fribus, Tatjana Januar 2004: Auswirkungen der Änderung von Rabattgesetzen u.ä. auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Coupon, Konsum, Kunde, Preispolitik, Rabatt

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