Die Auswirkung von ungünstigen Witterungseinflüssen auf den arbeitenden Menschen in Hinblick auf Gesundheit und Produktivität
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jürgen Drobek
- Abgabedatum: Februar 2001
- Umfang: 184 Seiten
- Dateigröße: 3,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Darmstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6448-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6448-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6448-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Drobek, Jürgen Februar 2001: Die Auswirkung von ungünstigen Witterungseinflüssen auf den arbeitenden Menschen in Hinblick auf Gesundheit und Produktivität, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kalkulation, Winter, Baustelle, Arbeitsunfälle, Krankheit
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Diplomarbeit von Jürgen Drobek
Zusammenfassung:
Durch witterungsbedingte Einflüsse und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Krankenstand und die Unfallzahlen kommt es insbesondere bei Winterbaustellen zu einem erheblichen Produktivitätsverlust und somit zu wirtschaftlichen Einbußen in der Bauwirtschaft. Die daraus resultierenden Mehrkosten bei Winterbaustellen müssen im Rahmen der Kalkulation Berücksichtigung finden, wobei aus der Literatur kaum entsprechende Daten oder Faktoren erhältlich sind.
Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die infolge von Krankheit bzw. Arbeitsunfällen auftretenden Mehraufwendungen und die damit verbundenen Mehrkosten zu quantifizieren.
Einführend wird eine Übersicht der für das Arbeiten auf Winterbaustellen zu beachtenden Richtlinien und Vorschriften gegeben und deren praktische Umsetzung erläutert.
Um den Zusammenhang zwischen Witterungseinflüssen und Erkrankungen bzw. Arbeitsunfällen zu veranschaulichen, werden die Auswirkungen des Klimas auf den arbeitenden Menschen aufgezeigt und speziell das Verhalten des menschlichen Körpers bei Kälte untersucht. Dabei wird insbesondere auf die Ermittlung der erforderlichen Schutzkleidung und deren Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit eingegangen.
Die Analyse der Krankheits- und Unfallzahlen der Sommer- und Winterperiode ergab einen deutlichen Anstieg der Krankenzahlen in den Wintermonaten. Die Anzahl der im Winter auftretenden Arbeitsunfälle hingegen ist, bezogen auf die geleisteten Arbeitsstunden, mit der der Sommermonate vergleichbar.
Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Kranken- und Unfallzahlen zu erfassen, werden Berechnungsverfahren für die Ermittlung der durch Witterung, Arbeitsunfälle und Krankheit verursachten Minderleistungen und Mehrkosten vorgestellt und erläutert.
Das daraus entwickelte EDV-Programm ermöglicht die, durch die Arbeitsausfälle auf Winterbaustellen verursachten, wirtschaftlichen Einbußen für verschiedene Teilleistungen kalkulierbar zu machen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen | 1 |
| 1.1 | Richtlinien und Vorschriften für das Arbeiten auf Winterbaustellen | 1 |
| 1.1.1 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 1 |
| 1.1.2 | Schutz der Arbeitnehmer | 2 |
| 1.1.3 | Schutz und Handhabung von Material und Gerät | 7 |
| 1.2 | Umsetzung der Vorschriften und Richtlinien | 9 |
| 1.2.1 | Tagesunterkünfte | 9 |
| 1.2.2 | Persönliche Witterungsschutzausrüstung | 10 |
| 1.2.3 | Arbeitsplätze | 13 |
| 1.2.4 | Schutz und Verarbeitung von Baustoffen in der Schlechtwetterzeit | 14 |
| 1.2.5 | Schutz und Handhabung von Baumaschinen und Baugeräten in der Schlechtwetterzeit | 31 |
| 1.3 | Häufige Unfallursachen bei Winterbaustellen | 36 |
| 2. | Psychologische und physiologische Einflüsse auf den menschlichen Körper durch widrige Witterungsumstände | 37 |
| 2.1 | Klima und Arbeit | 37 |
| 2.1.1 | Klimabereiche und Klimazonen | 37 |
| 2.1.2 | Normung für die ergonomische Gestaltung von Klima und Arbeit | 39 |
| 2.1.3 | Messung der Klimagrößen am Arbeitsplatz | 39 |
| 2.2 | Die Thermobilanz des menschlichen Körpers | 41 |
| 2.2.1 | Einführung | 41 |
| 2.2.2 | Die Thermobilanz des Menschen | 43 |
| 2.3 | Verhalten des Körpers bei Kälte | 49 |
| 2.3.1 | Erhöhte Wärmebildung bei Kältebelastung | 49 |
| 2.3.2 | Anpassung der Hautdurchblutung bei Kälte | 50 |
| 2.3.3 | Leistungsverhalten in der Kälte | 51 |
| 2.3.4 | Kältetoleranzgrenzen | 52 |
| 2.4 | Erkrankungen durch kalte und feuchte Witterung | 54 |
| 2.5 | Einfluss der Kleidung auf die Leistungsfähigkeit | 56 |
| 2.5.1 | Isolationswert der Bekleidung | 57 |
| 2.5.2 | Messung der Wärmeisolation | 57 |
| 2.5.3 | Ermittlung der erforderlichen Bekleidung | 58 |
| 3. | Krankheits- und Unfallzahlen in der Winter- und Sommerperiode | 64 |
| 3.1 | Durchschnittliche Veränderung des Krankenstandes im Vergleich zwischen Winter und Sommer | 64 |
| 3.1.1 | Krankenstand im Winter | 64 |
| 3.1.2 | Krankenstand im Sommer | 67 |
| 3.1.3 | Vergleich des Krankenstandes im Sommer und Winter | 69 |
| 3.1.4 | Entwicklung der Krankenstandszahlen | 73 |
| 3.2 | Durchschnittliche Veränderung der Unfallzahlen im Vergleich zwischen Winter und Sommer | 74 |
| 3.2.1 | Allgemeines zu Arbeitsunfällen auf Baustellen | 74 |
| 3.2.2 | Arbeitsunfälle in der Winter- und Sommerperiode | 78 |
| 3.2.3 | Unfallzahlen in der Winterperiode | 81 |
| 3.2.4 | Unfallzahlen in der Sommerperiode | 84 |
| 3.2.5 | Vergleich der Arbeitsunfälle im Sommer und Winter | 87 |
| 3.3 | Vergleich der statistischen Zahlen mit Zahlen aus der Praxis | 98 |
| 4. | Wirtschaftliche Auswirkungen der Kranken- und Unfallzahlen | 100 |
| 4.1 | Mögliche kalkulative Erfassung von witterungsbedingten Minderleistungen in der Kalkulation | 100 |
| 4.2 | Durchschnittliche Kosten von Arbeitsunfällen und krankheitsbedingten Ausfällen für Unternehmer und Versicherungsträger | 111 |
| 4.2.1 | Durchschnittliche Kosten von Arbeitsunfällen | 111 |
| 4.2.1.1 | Kosten für die Unternehmen | 111 |
| 4.2.1.2 | Kosten für den Versicherungsträger | 118 |
| 4.2.2 | Durchschnittliche Kosten eines Krankheitstages | 119 |
| 4.2.2.1 | Gesetzliche Regelung | 119 |
| 4.2.2.2 | Kosten für die Unternehmen | 120 |
| 4.2.2.3 | Kosten für den Versicherungsträger | 123 |
| 4.3 | Ermittlung der Minderleistung und Mehrkosten bei Winterbaustellen infolge von Arbeitsunfällen und Krankheit | 126 |
| 4.3.1 | Minderleistungsfaktor für Winterbaustellen aufgrund statistisch zu erwartender Krankheitsfälle und Baustellenunfälle | 126 |
| 4.3.2 | Ermittlung der krankheitsbedingten Minderleistung und Mehrkosten | 129 |
| 4.3.3 | Berechnungsbeispiel | 130 |
| 5. | Kalkulative Berücksichtigung von Krankheits- und Unfallzahlen auf EDV-Basis | 132 |
| 5.1 | Funktionen und Bedienung des EDV-Programms | 132 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 136 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 138 |
Die Luftfeuchtigkeit ist bei tiefen Temperaturen nur von untergeordneter Bedeutung. In Abbildung 2.9 sind verschiedene Klimabereiche abgegrenzt, für die verschieden große Gefährdungen des Menschen anzunehmen sind. Es ist hierbei von praktischer Bedeutung, dass auch Umgebungstemperaturen oberhalb des Gefrierpunktes eine Gefährdung darstellen können, wenn notwendige Schutzmaßnahmen, vor allem die erforderliche Bekleidung, unterschätzt werden. Innerhalb der Klimabereiche von Abbildung 2.9 benötigt der Mensch eine Bekleidung, deren Isolationswert um so größer ist, je niedriger die Umgebungstemperatur bzw. je höher die Windgeschwindigkeit ist (s. Kapitel 2.5). Ein Mensch, der weitgehend unbekleidet ist und keine körperliche Arbeit verrichtet, wird schon eine Umgebungstemperatur von 15°C nach wenigen Stunden subjektiv als unerträglich empfinden. Selbst bei sehr schwerer Arbeit verschiebt sich die Toleranzgrenze nur um wenige Temperaturgrade nach unten. [...]
Lufttemperatur Für die Messung der Lufttemperatur verwendet man Thermometer. Dabei muss vermieden werden, dass die Messwerte des verwendeten Thermometers durch Wärmestrahlungseinflüsse, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, verfälscht werden. Eine einfache Möglichkeit hierfür ist das Umwickeln des Messfühlers mit einer strahlungsreflektierenden Folie z.B. aus Aluminium. Diese sollte jedoch an der Außenseite sauber sein und insbesondere nicht mit feuchten oder fettigen Fingern berührt worden sein. Für eine Messung der Lufttemperatur reicht in den meisten Fällen ein einfaches Glasthermometer aus, das mit Flüssigkeit, z.B. Quecksilber gefüllt ist. Luftfeuchtigkeit Ein besonders einfaches Gerät zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit ist das Haarhygrometer, das durch Längenänderung einer größeren Anzahl von menschlichen oder künstlichen Haaren („Haarharfe“) die Luftfeuchtigkeit misst. Auf diesem Prinzip beruhen auch die registrierenden Hygrographen. Weitere Geräte zur Messung der Luftfeuchtigkeit sind die elektrischen Hygrometer und der Lithiumchlorid-Taupunktmesser. Windgeschwindigkeit Zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit der Luft dienen Anemometer. Thermische Anemometer enthalten an der Spitze einer mit einem Handgriff versehenen Sonde einen aufgeheizten Hitzdraht oder Thermistor, dessen Temperatur sich je nach vorliegender Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit auf verschiedene Werte einstellt. Auf der Skala des Geräts ist die Windgeschwindigkeit bei 20°C Lufttemperatur unmittelbar ablesbar. Bei anderen Lufttemperaturen sind Korrekturkurven zu berücksichtigen. Thermische Anemometer können auch bei Windgeschwindigkeiten unter 0,5 m/s ohne Berücksichtigung der Windrichtung verwendet werden. Ein weiteres Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit ist das Flügelradanemometer. Bei diesem Gerät versetzt der Luftstrom ein Flügelrad in rotierende [...]
Bei längeren Stillstandszeiten sollte die Maschine anderweitig als mit der Feststellbremse gesichert werden, da die Gefahr des Festfrierens der Beläge besteht. Hydraulik Kommen Hydrauliköle mit ausgeprägtem Demulgiervermögen zum Einsatz, ist es wichtig, von Zeit zu Zeit das Wasser, welches sich am Boden des Ölbehälters ansammelt, zu entfernen. Vorteilhafter ist das Einbauen von Nebenstromfiltern, die den Ölkreislauf wasserfrei halten. Vor Inbetriebnahme der Maschine ist darauf zu achten, dass auffällige Schneeund Eisansammlungen auf dem Behälter, insbesondere bei der Behälterentlüftung, entfernt werden. Hydraulikaggregate müssen bei tiefen Außentemperaturen sehr sorgfältig angefahren werden, damit ein erhöhter Verschleiß vermieden wird. Benutzung der Geräte Vor dem Start des Motors sind nach der täglichen Kontrolle die, je nach Tiefe der Außentemperatur, erforderlichen Maßnahmen für einen sicheren Start zu treffen. Diese sind in der Betriebsanleitung detailliert beschrieben. Nach einem geglückten Motorstart sollten bei tiefen Temperaturen die Maschinenaggregate ca. 5 – 10 Minuten aufgewärmt werden, bevor der Einsatz beginnt. Dies trägt zu einer langen Lebensdauer der Geräte bei. Nach Abschluss des Einsatzes sind folgende Punkte zu beachten: • • • Auffüllen der Betriebsmittel auf die vorgeschriebenen Niveaus, Maschine evtl. auf Holzbohlen fahren, um ein Anfrieren am Boden zu vermeiden, Maschinen gegen Nordrichtung geschützt oder mehrere Maschinen Kühler an Kühler aufstellen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832464486
Arbeit zitieren:
Drobek, Jürgen Februar 2001: Die Auswirkung von ungünstigen Witterungseinflüssen auf den arbeitenden Menschen in Hinblick auf Gesundheit und Produktivität, Hamburg: Diplomica Verlag
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Kalkulation, Winter, Baustelle, Arbeitsunfälle, Krankheit



