Auswirkung der Zensurengebung auf die Lernmotivation
Alternative Formen der Leistungsbeurteilung zur Förderung der Lernmotivation
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Benjamin Gill
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Pädagogische Hochschule Heidelberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9090-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9090-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9090-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gill, Benjamin Juli 2002: Auswirkung der Zensurengebung auf die Lernmotivation, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Motivation, Leistung, Selbstbestimmungstheorie, Leistungsbegriff, Korrumpierungseffekt
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Staatsexamensarbeit von Benjamin Gill
Einleitung:
Motivation bildet eine entscheidende Grundlage für das Lernen. Ohne Motivation würden wir nicht lernen. Der Mensch besitzt den intrinsischen Wunsch, seine Umwelt zu erforschen und zu verstehen. Er hat die natürliche Anlage, lernen und sich weiterentwickeln zu wollen. Die Motivation zur aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt ist bereits im frühen Stadium der Entwicklung gegeben und braucht keine Anleitungen oder äußere Zwänge. Sie bildet die wesentliche Grundlage für den Erwerb kognitiver Fähigkeiten. Besonders sichtbar wird es bei den jungen Grundschülern, die mit einer immensen Begeisterung und Faszination in die Schule kommen, um Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen zu wollen. Das Lernen vollzieht sich von nun an in einer institutionalisierten Form und die Schule wird zum Ort des Lernens. Aus einem begeisterten und motivierten „Lernen-Wollen“ in den Anfangsjahren der Schulzeit wird in der Folge nicht selten ein wenig begeistertes und unmotiviertes „Lernen-Müssen“.
In meiner Arbeit möchte ich einen zentralen Punkt hervorheben, der wesentlichen Einfluss auf die Motivation und somit auch auf das Lernen hat. Leistungsbeurteilung, die sich in den meisten deutschen Schulen in Form einer Zensurengebung vollzieht, spielt meiner Meinung nach eine große Rolle in diesem Prozess. Das Lernen der Schüler wird in der Schule beurteilt und bewertet und mit einer Note dokumentiert.
Die zentrale Frage meiner Arbeit ist, welchen Einfluss diese Bewertung auf die Motivation und somit auf das Lernverhalten nimmt? Inwiefern greifen die Noten in den Lernprozess des Schülers ein? Inwieweit hemmen sie die Motivation und die effektive Lernleistung? Darf man die Zensurengebung absolut verurteilen oder kann sie sogar lernfördernd sein?
Meine persönlichen Erfahrungen mit der Zensurengebung führten im Laufe meiner Schulkarriere zu einer immer stärker werdenden Aversion gegen dieses System. Gerade im Rückblick auf meine Schulzeit hat sich die Schule vielmehr als ein Jagdterritorium nach guten Noten denn als ein Ort lustvollen und begeistert, motivierten Lernens in meiner Erinnerung gefestigt.
Schon Sir Karl POPPER beklagte 1975 die zu Karriereschlüsseln hochstilisierten Noten, weil „... dem Studenten nicht wirkliche Liebe für den Gegenstand und die Forschung eingeflößt wird, sondern weil er angeleitet wird, sich nur so viel an Wissen anzueignen, als zur Bewältigung der (Noten-) Hürden unbedingt notwendig ist“.
Beobachte ich Schüler während sie sich über einen Leistungstest oder eine Klausur unterhalten, so steht in ihren Gesprächen fast immer die Note im Vordergrund. Der Lerninhalt des Testes bzw. der Klausur wird kaum angesprochen und spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die Schüler vergleichen die Anzahl der korrekten Aufgaben, zählen ihre Punkte zusammen und vergleichen ihre daraus erzielten Zensuren. Die Aufmerksamkeit wird vom Lernstoff abgelenkt und der Schüler lernt nicht mehr für die Sache, sondern um eine gute Zensur zu erzielen.
An dieser Stelle verlagert sich die Motivation in eine andere Dimension. Intrinsische Motivation wird behindert, da der Schüler seine Aufmerksamkeit auf die Zensur richtet. Wie selbstverständlich und gewöhnlich dies für die Mehrzahl der Schüler ist, macht folgende Schüleraussage deutlich:
„Eines Tages saß ich in der Pausenhalle, vor mir auf der Bank ein Chemiebuch. Eine Freundin kam vorbei und fragte mich erstaunt, ob wir eine Arbeit schreiben würden. Als ich verneinte, wollte sie wissen, wozu um alles in der Welt ich dann etwas lernen würde. Ich erwiderte, dass ich es aus privatem Interesse heraus täte. Sie war vollkommen verdutzt“.
Benotete Leistungsprüfungen in der Schule sind das am weitesten verbreitete Mittel zur Kontrolle der Lernleistung. In meiner Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern diese Kontrollform, in der die Lernmotivation von außen aufoktroyiert wird, die Effektivität des Lernens beeinträchtigt.
Gang der Untersuchung:
In Kapitel 2 werden zunächst exemplarisch, wesentliche Theorieansätze der Motivation skizziert, um für die Fragestellung relevante Befunde in ein theoretisches Konzept einzubetten.
Im Anschluss wird im dritten Kapitel der Stellenwert der Motivation für das Lernen deutlich gemacht. Hierzu werden verschiedene Modelle der Lernmotivation erläutert. In dieser Phase werde ich bereits einen Schwerpunkt meiner Arbeit setzen, indem ich den Stellenwert der intrinsischen Motivation für erfolgreiches und effektives Lernen hervorhebe. Zur Verdeutlichung stelle ich im Weiteren die Selbstbestimmungstheorie als eine Konzeption der intrinsischen Lernmotivation dar. Sie hebt die Bedeutung der natürlichen Neugierde und Faszination während des Lernvorganges in den Vordergrund. Interessen, Vorlieben und Neigungen der Schüler werden beachtet und danach untersucht, inwiefern diese sinnvoll in den Lernprozess integriert werden können.
Kapitel 4 beleuchtet zunächst die schulpädagogische Entstehungsgeschichte der Leistungsbeurteilung und in spezieller Form der Zensurengebung. Anschließend wird ein Überblick über die vielfältigen und zum Teil widersprüchlichen Funktionen der Leistungsbeurteilung sowie der Zensurengebung gegeben.
Im 5.Kapitel werden die vorangegangenen Grundlagen miteinander verknüpft. An dieser Stelle wird erörtert, welchen Einfluss die Zensurengebung auf die Lernmotivation haben kann.
Zum Abschluss werden in Kapitel 6 mögliche Alternativen zur Zensurengebung diskutiert. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Leistung nicht lediglich anhand von Zensuren zu beurteilen. Alle Alternativen werden in ihrem Wert und Einfluss auf die Motivation und der daraus resultierenden Lerneffektivität untersucht.
Ziel der Arbeit ist es neben dem Aufzeigen von Grenzen und Problemen der Zensurengebung, Maßnahmen zur pädagogischen Verbesserung der Leistungsbeurteilung vorzuschlagen. Weiter gilt zu klären, inwiefern Leistungsbeurteilung so ablaufen kann, dass sachbezogene Lernmotivation gefördert wird.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | 3 | |
| 1. | EINLEITUNG | 6 |
| 2. | ELEMENTARE MOTIVATIONSPSYCHOLOGIE | 9 |
| 2.1 | Motivationstheoretische Konzepte | 10 |
| 2.1.1 | Triebtheoretische Auffassung von Motivation | 10 |
| 2.1.2 | Neugiermotivation | 11 |
| 2.1.3 | Intrinsische kontra extrinsische Motivation | 12 |
| 2.1.4 | Anreiztheoretischer Ansatz | 13 |
| 2.1.5 | Entscheidungstheoretische Konzepte | 13 |
| 2.2 | Leistungsmotivation | 14 |
| 2.2.1 | Risikowahl- Modell nach ATKINSON | 14 |
| 2.2.2 | Die Attributionstheorie von WEINER | 16 |
| 2.2.3 | Selbstbewertungsmodell nach HECKHAUSEN | 17 |
| 3. | STELLENWERT DER MOTIVATION FÜR DAS LERNEN | 19 |
| 3.1 | Definition Lernmotivation | 19 |
| 3.1.1 | Modell nach HECKHAUSEN | 19 |
| 3.1.2 | Modell nach KRAPP | 22 |
| 3.2 | Abgrenzung der Lernmotivation von der Leistungsmotivation | 24 |
| 3.3 | Intrinsische Lernmotivation | 25 |
| 3.3.1 | Abgrenzung intrinsischer von extrinsischer Motivation | 25 |
| 3.3.2 | Effekte und Vorteile für das Lernen | 26 |
| 3.4 | Konzeptionen der intrinsischen Lernmotivation | 27 |
| 3.4.1 | Triebe ohne Triebreduktion | 28 |
| 3.4.2 | Zweckfreiheit | 28 |
| 3.4.3 | Optimalniveau von Aktivation oder Inkongruenz | 28 |
| 3.4.4 | Selbstbestimmung | 29 |
| 3.4.5 | Freudiges Aufgehen in einer Handlung | 30 |
| 3.4.6 | Handlungsziel | 30 |
| 3.4.7 | Analyse der Selbstbestimmungstheorie | 31 |
| 4. | LEISTUNGSBEURTEILUNG UND ZENSUREN | 36 |
| 4.5 | Geschichtlicher Überblick über den Leistungsbegriff und die Entstehung von Zensuren | 36 |
| 4.6 | Zur Funktion von Zensuren | 39 |
| 4.6.1 | Selektion und Stigmatisierung | 41 |
| 4.6.2 | Sozialisation | 41 |
| 4.6.3 | Kontrolle | 42 |
| 4.6.4 | Prognose | 42 |
| 4.6.5 | Information und Rückmeldung | 42 |
| 4.6.6 | Disziplinierung | 43 |
| 4.6.7 | Motivation/ Anreiz | 43 |
| 4.6.8 | Resümee | 44 |
| 4.7 | Theoretische Grundlagen des Beurteilens | 44 |
| 4.3.1 | Objektivität | 45 |
| 4.3.2 | Reliabilität | 45 |
| 4.3.3 | Validität | 45 |
| 4.3.4 | Resümee | 46 |
| 4.8 | Kritische Stellungnahme | 46 |
| 5. | EINFLUSS DER ZENSUREN AUF DIE LERNMOTIVATION | 49 |
| 5.1 | Zensurengebung und Selbstbestimmung | 49 |
| 5.2 | Korrumpierungseffekt bzw. Überveranlassungseffekt | 53 |
| 5.3 | Leistungsbeurteilung und Kausalattributionen | 55 |
| 5.4 | Zensuren als extrinsisches Motivationsinstrument | 57 |
| 5.5 | Ausblick | 60 |
| 6. | ALTERNATIVE BEURTEILUNGSFORMEN | 62 |
| 6.1 | Lehrerkommentare zu Noten | 62 |
| 6.1.1 | Kritische Stellungnahme | 65 |
| 6.2 | Benotung unter drei Bezugsnormen | 65 |
| 6.2.1 | Die soziale Bezugsnorm | 66 |
| 6.2.1 | Die sachliche Bezugsnorm | 67 |
| 6.2.2 | Die individuelle Bezugsnorm | 70 |
| 6.2.3 | Praktische Konsequenzen | 73 |
| 6.3 | Verbale Beurteilungen | 75 |
| 6.3.1 | Lernentwicklungsbericht | 76 |
| 6.3.2 | Kritische Stellungnahme | 83 |
| 6.4 | Schülerselbstbewertung | 85 |
| 6.4.1 | Formen der Selbstbeurteilung | 86 |
| 6.4.2 | Voraussetzungen für die Selbstbeurteilung | 87 |
| 6.4.3 | Dokumentation von Leistungen als Selbstbeurteilung | 88 |
| 6.4.4 | Grenzen der Selbstbeurteilung | 88 |
| 6.4.5 | Beispiele für Checklisten zur Selbstbeurteilung | 89 |
| 6.4.6 | Kritische Stellungnahme | 90 |
| 6.5 | Umgang mit Fehlern | 91 |
| 6.5.1 | Kritische Stellungnahme | 94 |
| 6.6 | Ausblick | 95 |
| 7. | ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG | 96 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 100 | |
| ANHANG | 107 | |
| ANLAGE ZUR WISSENSCHAFTLICHEN HAUSARBEIT | 109 |
SHAPIRA (1976) hat Versuchspersonen sieben Aufgaben mit ansteigender Schwierigkeit vorgelegt, von denen eine zur Bearbeitung auszuwählen war. In der Versuchsbedingung wurde für die erfolgreiche Lösung der Aufgabe eine Geldbelohnung versprochen, und zwar unabhängig vom Schwierigkeitsgrad der gewählten Aufgabe. War keine Belohnung in Aussicht gestellt, entsprach die Wahl dem Risikowahl-Modell, d.h. die meisten Versuchspersonen bevorzugten die zweitschwierigste Aufgabe. Bei Belohnung hingegen wählten die meisten Versuchspersonen die zweitleichteste Aufgabe. Der Belohnungsanreiz führt also dazu, sich auf Aufgaben mit möglichst hoher Erfolgswahrscheinlichkeit zu konzentrieren, um das Einstreifen der Belohnung nicht zu gefährden. Dennoch lassen sich individuelle Unterschiede zwischen Personen feststellen: Bei Berücksichtigung der individuellen Motivlage zeigt sich, dass Hoch- und Erfolgsmotivierte wegen ihrer höheren intrinsischen Anreizwerte dem extrinsischen Anreiz der Bezahlung stärker trotzen als Niedrig- bzw. Misserfolgsorientierte und daher im allgemeinen weniger leichte Aufgaben auswählen. Fazit Extrinsische Bekräftigung in Form einer Zensurengebung kann die natürliche Lernfreude eines Schülers negativ beeinflussen. Ebenso sind andere Formen einer extrinsischen Bekräftigung abzulehnen. Geeignete Formen der Rückmeldung sind Bekräftigungen, die in wohldosierter Form den Lernprozess des Schülers begleiten. Der Fokus soll nicht auf dem Ergebnis und der damit verbundenen Belohnung liegen, sondern sich darauf konzentrieren, den Schüler bei erlebten Misserfolgen in seinem Lernprozess aufzubauen und zu ermutigen. Es muss das Ziel sein, vorhandene Motivation der Schüler zu erkennen und aufrechtzuerhalten und diese nicht durch externe Belohnungen zu untergraben. [...]
Bei nachfolgender verdeckter Beobachtung der freien Spielbeschäftigung im Kindergarten zeigte sich, dass die Beschäftigung mit dem Malen bei jenen Kindern abgenommen hatte, die den Preis erwartet und erhalten hatten. Insgesamt lassen vergleichbare Untersuchungen erkennen, dass • • • materielle Belohnungen intrinsische Motivation stärker mindern als symbolische oder verbale Belohnungen; erwartete Belohnungen mehr korrumpieren als unerwartete; eine Betontheit einer Belohnung beeinträchtigender wirkt als fehlende Betontheit Auch Kontrolle korrumpiert die intrinsische Motivation eines Menschen: Wurde die Versuchsbedingung um eine Überwachungsbedingung erweitert - eine Kamera, die auf das Kind gerichtet, jedes Mal aufleuchte, wenn der Versuchsleiter das Kind kontrolliere -, dann addierten sich die Korrumpierungseffekte von Belohnung und Überwachung unabhängig voneinander. Das bedeutet der Prozentsatz jener Versuchspersonen mit spontaner Wiederaufnahme der Tätigkeit sank bei Überwachung ab, unabhängig davon, ob Belohnung erwartet oder nicht erwartet wurde. Eine wichtige Bedingung für das Auftreten des Überveranlassungseffektes ist jedenfalls, dass die betreffende Tätigkeit für eine Person von sich aus einen hohen Anreiz besitzt, bevor sie durch Belohnung oder auferlegten Verhaltenszwang an Attraktivität einbüßt. Für eine gelingende Erziehung bedeutet dies, nur dort, wo es unbedingt notwendig ist, zu bekräftigen, um selbstinduzierte Motivation nicht zu untergraben (LEPPER et al. 1996). Belohnungen sind also geeignet, Tätigkeiten mit hohem Anreiz zu [...]
Schüler einging, häufiger Neugier zeigten, eigenständiger Probleme bewältigten und eine günstigere Selbsteinschätzung hatten. Da Lernen nach der Selbstbestimmungstheorie nur durch intrinsische Motivation und/ oder integrierte Selbstregulation effektiv vollzogen werden kann, unterstützen auch die gleichen sozialen Faktoren, die die intrinsische und die integrierte extrinsische Motivation fördern, das hochqualifizierte Lernen. Dies soll in folgendem Beispiel dargestellt werden: GROLNICK und RYAN (1989) konnten in einem Versuch nachweisen, dass autonomieunterstützende Lernumgebungen im Vergleich zu kontrollierenden die Bereitschaft zu einer Tiefenverarbeitung des Lernstoffs erhöhen und deshalb ein stärker integriertes Wissen und ein insgesamt höherer Kompetenzgrad erworben wird. In einer empirischen Untersuchung von 1987 wurden drei situative Bedingungen miteinander verglichen: Drei Schülergruppen gab man einen kurzen Text zu lesen. Die erste Gruppe las den Text mit dem Auftrag, nachher dem Lehrer sagen zu müssen, wie interessant sie den Text fanden (integrierende Regulation der Schüler ist möglich). Die zweite Gruppe wurde autonomieunterstützend begleitet, indem sich die Lehrkraft an einem Lernfortschritt der Schüler interessiert zeigte (integrierende Regulation wird durch die Lehrkraft unterstützt). Der dritten Gruppe wurde mitgeteilt, dass sie nach der Lesephase über den Inhalt des Textes geprüft und benotet werden (extrinsische Motivierung der Schüler). Nach der Textlektüre hat man alle Gruppen gleichermaßen getestet. Die Ergebnisse machten sichtbar, was GROLNICK und RYAN bereits vermutet hatten: • Die kontrollierende Lernumgebung der dritten Gruppe brachte die schwächsten Leistungen. Sie hatten zwar, ebenso wie die Schüler aus der zweiten Gruppe bessere Leistungen als die Schüler der ersten Gruppe, jedoch war die Vergessensrate am höchsten. • Am erfolgreichsten erwies sich die Lernbedingung „Autonomieunterstützung“ der Gruppe zwei, sie erzielten durch die Prozesse der Internalisation und Integration die besten Lernergebnisse und zeigten die höchste längerfristige Behaltensleistung. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832490904
Arbeit zitieren:
Gill, Benjamin Juli 2002: Auswirkung der Zensurengebung auf die Lernmotivation, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Motivation, Leistung, Selbstbestimmungstheorie, Leistungsbegriff, Korrumpierungseffekt



