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Auswahl von Exitkanälen bei Venture-Capital-Finanzierungen

Auswahl von Exitkanälen bei Venture-Capital-Finanzierungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Raueiser
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 6,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1587-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1587-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1587-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Raueiser, Thomas Februar 1999: Auswahl von Exitkanälen bei Venture-Capital-Finanzierungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Trade Sale, Exitwahl, Going Public, Venture Capital, Buy Back

Diplomarbeit von Thomas Raueiser

Einleitung:

In der letzten Dekade hat sich in Deutschland venture capital als geeignete Eigenkapitalfinanzierungsform entwickelt, die aufgrund besonderer Eigenschaften im Vergleich zu alternativen Eigenkapitalfinanzierungen speziell für junge Wachstumsunter-nehmen sehr vorteilhaft ist. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Venture-capital-Finan-zierung ist der flexible und renditeträchtige Ausstieg - der sog. Exit - durch die Veräußerung der Gesellschaftsanteile. Diesbezüglich wird die Organisation von funktionsfähigen Exitkanälen als Motor für einen liquiden Venture-capital-Markt angesehen, weil einerseits gebundenes venture capital effizienter umgesetzt werden kann und andererseits zusätzliche Anreize für Kapitalgeber geschaffen werden, neues Kapital dem Investitionszyklus zu-zuführen.

In Anbetracht gesellschafts- wie steuerrechtlicher Restriktionen, struktureller und mentaler Hindernisse haben die Exitkanäle auf dem deutschen Venture-capital-Markt allerdings in den letzten Jahren im Vergleich zu ihren Pendants in den USA und in Europa erhebliche Schwachstellen in quantitativer und qualitativer Hinsicht aufgezeigt. So waren die fehlenden Renditeaussichten sowie die mangelnde Fungibilität der Beteiligungsanteile in der Vergangenheit ausschlaggebend für die schwache Entwicklung des Venture-capital-Marktes in Deutschland.

Durch die Errichtung spezieller Börsensegmente für innovative, technologieorientierte Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene sowie Verbesserungen der rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen hat sich die Situation der Exitmöglichkeiten in der jüngsten Vergangenheit merklich verbessert. Die Belebung des Venture-capital-Exits spiegelt sich auch in der quantitativen Zunahme des Exitvolumens wider. Angesichts der qualitativen Verbesserung der Exitkanäle sowie der quantitativen Zunahme des Exitvolumens hat die Wahl über die Folgefinanzierung sowohl für die Kapitalgeber als auch für den Kapitalnehmer eine neue Dimension erreicht, die auf beiden Seiten komplexere Fragestellungen aufwirft und folglich einer kritischen Analyse bedarf.

Vor dem Hintergrund dieses skizzierten Szenarios ist es Ziel dieser Arbeit, die Entscheidung über die Auswahl der Exitkanäle bei einer Venture-capital-Finanzierung näher zu beleuchten. Dabei wird der Versuch unternommen, die in der Literatur kaum problematisierte und in der Praxis vielfach ohne nähere Prüfung getroffene Exitentscheidung unter Einbindung eines entscheidungstheoretischen Grundmusters zu systematisieren sowie darauf aufbauend die Vorteilhaftigkeit der einzelnen Exitkanäle anhand erarbeiteter Zielkriterien problemorientiert zu untersuchen.

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen der Untersuchung werden einleitend in Kapitel 2 die Venture-capital-Finanzierung von alternativen Eigenkapitalfinanzierungsformen terminologisch abgegrenzt und sodann die konzeptionellen Grundlagen erklärt. Zur Erläuterung der Exitwahl werden in Kapitel 3 zunächst grundlegende Lösungsansätze verwandter Finanzierungsbereiche auf ihre Aussagekraft für die Entscheidungsfindung überprüft. Aufbauend auf der präskriptiven Entscheidungstheorie wird die Exitwahl sodann nach grundsätzlichen Exitalternativen sowie nach den Zielen der Beteiligten strukturiert und ihre Abhängigkeiten zueinander verdeutlicht. Resultierend aus der Formulierung der Ziele kann ein Zielsystem generiert werden, das als Entscheidungshilfe für die Exitwahl verwendet werden kann.

Im Rahmen der Untersuchung, die sich aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die in praxi wesentlichen Exitalternativen konzentriert, wird dabei in Kapitel 4 kritisch überprüft, ob die Ausprägungen des jeweiligen Exitkanals positive oder negative Rückwirkungen auf die Zielerreichung der Beteiligten haben. Zudem wird durch die Beurteilung der Exitkanäle anhand gleicher Zielkriterien den Entscheidungsträgern die Möglichkeit eröffnet, einen Vergleich zwischen den Alternativen zu ziehen. Basierend auf dem in Kapitel 3 entwickelten Zielsystem und der Analyse der Exitkanäle werden abschließend Handlungsempfehlungen für die Venture-capital-Gesellschaft als auch für die venture-capital-finanzierten Unternehmen abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
Schrifttypenverzeichnis X
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 2
2. Definitorische und konzeptionelle Grundlagen der Venture-capital-Finanzierung 4
2.1 Begriff und Wesen von venture capital 4
2.2 Beteiligungsformen der Venture-capital-Finanzierung 6
2.3 Marktteilnehmer der Venture-capital-Finanzierung 8
2.4 Finanzierungsanlässe der Venture-capital-Finanzierung 11
2.5 Einordnung der Exitphase in die Venture-capital-Konzeption 12
3. Die Exitwahl als Entscheidungsproblem der Venture-capital-Finanzierung 15
3.1 Grundlegende Überlegungen zur Exitwahl als Entscheidungsproblem 18
3.2 Grundsätzliche Exitalternativen 18
3.2.1 Verkauf über die Börse - going public 20
3.2.2 Verkauf der Beteiligung an einen strategischen Investor - trade sale 21
3.2.3 Rückkauf der Anteile durch die Gründungsgesellschafter - buy back 22
3.2.4 Verkauf der Beteiligung an einen finanziellen Investor - secondary purchase 22
3.2.5 Liquidation der Gesellschaft 22
3.3 Entscheidungsrelevante Rahmenbedingungen 23
3.3.1 Vertragsrechtliche Regelungen 23
3.3.2 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen 25
3.3.3 Finanzmarktbezogene Rahmenbedingungen 27
3.4 Ziele der Beteiligten hinsichtlich der Exitwahl 28
3.4.1 Notwendigkeit der Zielformulierung 29
3.4.2 Ziele hinsichtlich der Exitwahl aus Sicht der Venture-capital-Gesellschaft 29
3.4.3 Ziele hinsichtlich der Exitwahl aus Sicht der Portfolio-Gesellschaft 31
3.4.3.1 Finanzwirtschaftliche Ziele 32
3.4.3.2 Sozioökonomische Ziele 33
3.4.4 Interessenkonflikte der Beteiligten hinsichtlich der Zielbestimmung 36
3.5 Zwischenergebnis 36
4. Analyse ausgewählter Exitkanäle von Venture-capital-Finanzierungen 38
4.1 Going public als möglicher Exitkanal 38
4.1.1 Going public als Exitkanal aus finanzwirtschaftlicher Sicht 38
4.1.1.1 Möglichkeiten der Desinvestition 39
4.1.1.1.1 Beteiligungsveräußerung zum Zeitpunkt der Erstemission 39
4.1.1.1.1.1 Ermittlung des Emissionspreises 29
4.1.1.1.1.2 Interessenkongruenz hinsichtlich der Maximierung der Rendite zwischen Portfolio-Gesellschaft und Venture-capital-Gesellschaft 41
4.1.1.1.1.3 Realisierung der Rendite unter näherer Betrachtung des Zeitpunktes der Erstemission 42
4.1.1.1.2 Möglichkeit der sukzessiven Beteiligungsveräußerung 43
4.1.1.2 Kosten des Börsengangs 45
4.1.1.2.1 Einmalige Kosten des Börsengangs 46
4.1.1.2.2 Laufende Aufwendungen 47
4.1.1.3 Verbesserung der Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten 48
4.1.2 Going public als Exitkanal aus sozioökonomischer Sicht 48
4.1.2.1 Veränderungen der Kontrollmechanismen 49
4.1.2.2 Publizitätserfordernisse 50
4.1.2.3 Erhöhung des Bekanntheitsgrades 52
4.2 Trade sale als möglicher Exitkanal 53
4.2.1 Trade sale als Exitkanal aus finanzwirtschaftlicher Sicht 53
4.2.1.1 Kaufpreisfindung beim trade sale 54
4.2.1.1.1 Bewertung des Unternehmens unter Berücksichtigung von Synergieeffekten 55
4.2.1.1.2 Bewertung von Mehrheitsbeteiligungen unter besonderer Berücksichtigung einer Kontrollprämie 56
4.2.1.2 Imponderabilien bei der außerbörslichen Veräußerung der Beteiligungsanteile 56
4.2.2 Trade sale als Exitkanal aus sozioökonomischer Sicht 58
4.2.2.1 Verlust der unternehmerischen Selbständigkeit an das Käuferunternehmen 58
4.2.2.2 Probleme der Integration in das Käuferunternehmen 59
4.3 Buy back als möglicher Exitkanal 60
4.3.1 Buy back als Exitkanal aus finanzwirtschaftlicher Sicht 61
4.3.1.1 Ermittlung des Rückkaufpreises 61
4.3.1.1.1 Interessendivergenzen zwischen der Portfolio-Gesellschaft und der Venture-capital-Gesellschaft hinsichtlich der Höhe des Rückkaufpreises 61
4.3.1.1.2 Einfluß von Rückkaufvereinbarungen auf den Rückkaufpreis 62
4.3.1.2 Liquiditätsengpässe bei der Portfolio-Gesellschaft 63
4.3.2 Buy back als Exitkanal aus sozioökonomischer Sicht 64
4.3.2.1 Stärkung der unternehmerischen Selbständigkeit 64
4.3.2.2 Risikokonzentration auf die Gründungseigentümer 64
5. Fazit mit Handlungsempfehlungen 65
Anhang 68
I. Verteilung der Exitkanäle im deutschen Venture-capital-Markt 68
II. Exitstruktur im deutschen Venture-capital-Markt 69
III. Übersicht der venture-capital-backed und der nicht venture-capital-backed Unternehmen im Neuen Markt 70
IV. Verhältnis zwischen venture-capital-backed Unternehmen und nicht venture-capital-backed Unternehmen im Neuen Markt 72
Literaturverzeichnis XI
Sonstige Quellen XXVIII

Arbeit zitieren:
Raueiser, Thomas Februar 1999: Auswahl von Exitkanälen bei Venture-Capital-Finanzierungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Trade Sale, Exitwahl, Going Public, Venture Capital, Buy Back

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