Auswahl und Bewertung von Engagements im Sportsponsoring
Dargestellt am Beispiel der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carsten Jacob
- Abgabedatum: Dezember 1997
- Umfang: 81 Seiten
- Dateigröße: 595,2 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1189-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1189-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1189-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jacob, Carsten Dezember 1997: Auswahl und Bewertung von Engagements im Sportsponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Erfolgsmessung, Werbeerfolgsmessung, Sport, Kommunikation, Marketing
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Diplomarbeit von Carsten Jacob
Einleitung:
Das Sponsoring erfreut sich in den letzten Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Die Überlastung mit Informationen und ihre selektive Wahrnehmung durch die Verbraucher haben eine verstärkte Suche der Unternehmen nach Alternativen zur Folge. Einige Unternehmen haben das Sponsoring als Möglichkeit ausgemacht, ihre Kommunikationsziele effektiver zu erreichen. Vieles spricht dafür, daß Sponsoring nicht nur eine Modeerscheinung ist, sondern sich auf Dauer als eine weitere Säule des Kommunikations-Mix etablieren wird.
Diese vorliegende Arbeit gibt Aufschluß darüber, was Sponsoring leisten kann und wo die Grenzen eines solchen Engagements liegen. Es wird deutlich, was bei der Auswahl und Durchführung eines Sponsorships beachtet werden muß, welche Risiken bestehen und welche Möglichkeiten es gibt, den Sponsoringerfolg zu messen. Sponsoring soll als Prozeß begriffen werden, bei dem die Erfolgskontrolle dazu dient, den Ablauf der Engagements von der Auswahl bis zur Kontrolle ständig zu verbessern.
Gang der Untersuchung:
Die einzelnen Schritte von der Auswahl eines geeigneten Sponsorships über die Durchführung der Maßnahmen bis hin zur Erfolgskontrolle werden in dieser Arbeit vorgestellt. Es wird auf aktuelle Sponsoringformen Bezug genommen, um aktuelle Trends darzulegen sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten und Probleme in den jeweiligen Bereichen deutlich zu machen. Detailliert werden sinnvolle Auswahlkriterien für Sponsoringmaßnahmen erläutert, mit dem Engagement verbundene Risiken aufgezeigt und die Unterschiede zwischen den beteiligten Interessengruppen beschrieben. Insbesondere auf die Bedeutung der Vernetzung mit den anderen Kommunikationsinstrumenten wird verstärkt eingegangen. Außerdem werden die Ansatzpunkte der Erfolgskontrolle und die Wirkungsweise des Sponsoring in der Theorie dargestellt, bevor die verschiedenen Methoden bezüglich ihrer Eignung für die Kontrolle des Sponsoringerfolges untersucht werden. Von besonderem Interesse sind dabei die Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit der Methoden für kleine und mittelständische Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 4 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| 1. | Die Toto-Lotto Niedersachsen GmbH | 7 |
| 1.1 | Wirtschaftliche Situation und Kundenstruktur | 7 |
| 1.2 | Produkte und Konkurrenz am Markt | 7 |
| 1.3 | Sponsoring bei der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH | 9 |
| 2. | Sponsoring: Modeerscheinung oder Kommunikationsinstrument der Zukunft? | 11 |
| 2.1 | Aufbau und Abgrenzung der Arbeit | 11 |
| 2.2 | Zielsetzung der Arbeit | 12 |
| 3. | Grundlagen des Sponsoring | 13 |
| 3.1 | Definition des Sponsoring | 13 |
| 3.1.1 | Abgrenzung gegen Event-Marketing | 14 |
| 3.1.2 | Abgrenzung gegen Mäzenatentum | 15 |
| 3.1.3 | Abgrenzung gegen Corporate Giving | 16 |
| 3.2 | Rahmenbedingungen des Sponsoring | 16 |
| 3.3 | Formen des Sponsoring und ihre Bedeutung | 17 |
| 3.3.1 | Sportsponsoring | 18 |
| 3.3.2 | Kultursponsoring | 18 |
| 3.3.3 | Neue Sponsoringformen | 19 |
| 3.4 | Stellung des Sponsoring im Kommunikations-Mix | 20 |
| 3.5 | Ziele des Sponsoring | 22 |
| 3.5.1 | Psychographische Ziele | 23 |
| 3.5.2 | Ökonomische Ziele | 25 |
| 4. | Auswahl von Sponsoringengagements im Sport | 26 |
| 4.1 | Entscheidungsprozeß im Sportsponsoring | 26 |
| 4.1.1 | Zielgruppen des Engagements im Sportsponsoring | 27 |
| 4.1.2 | Zielfestlegung für das Engagement im Sportsponsoring | 29 |
| 4.2 | Strategisches Vorgehen im Sportsponsoring | 29 |
| 4.2.1 | Auswahl der Sportart | 30 |
| 4.2.2 | Auswahl der organisatorischen Einheit | 33 |
| 4.2.3 | Auswahl des Gesponserten | 34 |
| 4.3 | Integrierte Kommunikation im Sportsponsoring | 36 |
| 4.4 | Unterschiedliche Interessengruppen im Sportsponsoring | 38 |
| 4.5 | Risiken von Sponsoringengagements | 41 |
| 4.5.1 | Sportliche Risiken eines Sponsoringengagements | 42 |
| 4.5.2 | Risiken im Umfeld des Gesponserten | 43 |
| 5. | Durchführung von Sponsoringmaßnahmen im Sport | 45 |
| 5.1 | Vernetzung des Sponsoring mit anderen Kommunikationsinstrumenten | 45 |
| 5.1.1 | Vernetzung mit Werbung | 45 |
| 5.1.2 | Vernetzung mit Öffentlichkeitsarbeit | 46 |
| 5.1.3 | Vernetzung mit persönlichem Verkauf und Verkaufsförderung | 47 |
| 5.2 | Zielgruppenansprache im direkten Umfeld des Sportereignisses | 47 |
| 5.3 | Aktuelle Entwicklungen im Sponsoring | 50 |
| 5.3.1 | Erlebnisorientierte Kommunikation mit der Zielgruppe | 50 |
| 5.3.2 | Neue Medien und ihre Bedeutung für das Sponsoring | 51 |
| 6. | Bewertung von Sponsoringengagements im Sport | 53 |
| 6.1 | Wirkungsweise des Sponsoring | 53 |
| 6.2 | Ansätze zur Kontrolle des Sponsoringerfolges | 54 |
| 6.3 | Bewertungsinstrumente im Sportsponsoring | 55 |
| 6.3.1 | Ermittlung von Kontaktzahlen | 56 |
| 6.3.1.1 | Definition des Kontaktes | 56 |
| 6.3.1.2 | Ermittlung der Kontaktquantität | 56 |
| 6.3.1.3 | Ermittlung der Kontaktqualität | 58 |
| 6.3.2 | Ermittlung der Recall- und Recognitionwerte | 59 |
| 6.3.3 | Durchführung von TV-Präsenzanalysen | 60 |
| 6.3.4 | Ermittlung von Kosten-Leistungs-Relationen | 61 |
| 6.3.5 | Durchführung von Imageuntersuchungen | 62 |
| 6.3.6 | Ermittlung der Kenntnis und Bewertung von Sponsoringmaßnahmen | 64 |
| 6.4 | Probleme der Erfolgskontrolle im Sportsponsoring | 64 |
| 7. | Erfolg durch Professionalisierung | 66 |
| 7.1 | Sieben Grundsätze für ein erfolgreiches Sponsoring im Sport | 66 |
| 7.2 | Zukunft des Sportsponsoring | 67 |
| Literaturverzeichnis | 70 | |
| Erklärung zur Diplomarbeit | 76 |
Unternehmen, die sich im Sportsponsoring engagieren, erhalten eine Vielzahl von Anfragen aus allen Bereichen des Sportes. Die Entscheidung für oder gegen ein Engagement muß mit großer Sorgfalt und nach objektiven Kriterien erfolgen. Diese Kriterien sollten nach ausführlicher Diskussion der Entscheidungsträger der betroffenen Unternehmensbereiche in ein Sponsoringkonzept einfließen und als Richtschnur für diesbezügliche Entscheidungen dienen. Ein solches Konzept hat den Vorteil, daß Sponsoringentscheidungen über einen längeren Zeitraum, unabhängig von personellen Veränderungen, einheitlich getroffen werden. Abschlägige Bescheide auf Anfragen können u.U. mit Hinweis auf die konzeptionelle Ausrichtung abgelehnt werden, was beim Betroffenen den Eindruck vermeidet, Opfer willkürlicher Entscheidungen zu sein. Der Ablauf des Entscheidungsprozesses im Rahmen eines Sponsorships ist in Abbildung 5 dargestellt. [...]
sponserten auf den Sponsor übertragen werden.42 Aufgrund der Austauschbarkeit der Güter in vielen Wirtschaftsbereichen reicht es nicht mehr aus, ein Produkt nur zu bewerben. Es muß ein Mehrwert für den Kunden geschaffen werden. Die Adam Opel AG beispielsweise hat sich im Sportsponsoring auf schnelle und dynamische Ballsportarten festgelegt, um auf diese Weise zu erreichen, daß diese Eigenschaften vom Verbraucher auch ihren Produkten zugeschrieben werden. die Motivation der Mitarbeiter durch aktive oder passive Integration in die Sponsoringmaßnahmen. In den OBI Bau + Heimwerkermärkten wurden die Mitarbeiter bspw. aktiv in die Sponsoringmaßnahmen integriert. Als Mitglied des Team Olympia trat das Unternehmen als Sponsor der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta auf. Parallel zu dieser Veranstaltung wurde unternehmensintern ein olympischer Händlerfünfkampf veranstaltet, um die Mitarbeiter in dieses Engagement aktiv mit einzubeziehen.43 die Kontaktaufnahme mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden sowie die Pflege bestehender Beziehungen.44 die Präsentation von Produkten. Die diesbezüglichen Möglichkeiten sind sehr produktabhängig.45 Im Umfeld eines Bundesligaspiels des FC Bayern München kann Opel als Hauptsponsor beispielsweise ein neues Model vorstellen. Eine Demonstration der Qualität ist in diesem Rahmen nicht möglich. Bei einem Skiabfahrtsrennen kann ein Skihersteller dagegen nicht nur sein Produkt sondern auch dessen Leistungsfähigkeit darstellen. die Umgehung von Werberestriktionen (z.B. Tabakwerbung in der Formel 1).46 die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung.47 [...]
Abbildung 3: Kommunikations-Mix Aufgrund der zunehmenden Homogenität der angebotenen Güter und einer gestiegenen Markttransparenz wird die Erlebnis- und Ereignisdimension33 neben dem eigentlichen Produkt und angebotenen Service- bzw. Zusatzleistungen (Sachleistungsprofil), immer wichtiger.34 Hierbei sollen weitere vom Kunden wahrgenommene Eigenschaften dazu führen, ein homogenes Produkt aus der Masse herauszuheben (Erlebnisprofil).35 Aus diesem Grund hat sich das Sponsoring gegen alle Widerstände als fester Bestandteil des Kommunikations-Mix in einer Vielzahl von Unternehmen etabliert. Bei der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH hat sich das Sponsoring aus der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Sponsoring ist neben dieser Abteilung und den Bereichen Verkaufsförderung und Werbung gleichberechtigt im Kommunikations-Mix des Unternehmens vertreten. Sponsoring ist eine Kommunikationsform mit einer hohen Akzeptanz im Vergleich zu den klassischen Kommunikationsinstrumenten. Sportsponsoring wird von 80 Prozent der Bevölkerung als ‘gute’ oder sogar ‘sehr gute’ Form der Kommunikation betrachtet.36 Der Vorteil des Sponsoring gegenüber den anderen Kommunikationsinstrumenten ist die Ansprache der Zielgruppe in ihrer Freizeit in einer nicht kommer- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832411893
Arbeit zitieren:
Jacob, Carsten Dezember 1997: Auswahl und Bewertung von Engagements im Sportsponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Erfolgsmessung, Werbeerfolgsmessung, Sport, Kommunikation, Marketing



