Außenpolitik von Städten
Glasgow-Köln-Wien
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Susanne Fohr
- Abgabedatum: Mai 2000
- Umfang: 114 Seiten
- Dateigröße: 11,4 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3170-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3170-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3170-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fohr, Susanne Mai 2000: Außenpolitik von Städten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Kommunikation, Wirtschaftsförderung, Internationalisierung
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Diplomarbeit von Susanne Fohr
Zusammenfassung:
Internationale Beziehungen von Städten sind keine neue Entwicklung. Dass sie vor dem Hintergrund bestimmter Ziele eingesetzt und durch die Kommunen koordiniert werden, geschieht in Form von Städtepartnerschaften bereits seit langem. In zunehmendem Maße machen sich jedoch die Folgen der Globalisierung gerade in den großen Städten bemerkbar: die (grenzüberschreitende) Mobilität von Gesellschaft und Wirtschaft nimmt ungekannte Ausmaße an und führt zu veränderten Problemlagen, in denen die herkömmlichen Steuerungsinstrumente nicht mehr greifen. Zudem ist mit der Europäischen Union in Europa eine weitere Hierarchieebene hinzugetreten, der im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses Kompetenzen zugewiesen werden, die die Kommunen erheblich betreffen. Währenddessen werden die finanziellen Spielräume der Städte geringer. Die Schwerpunkte kommunaler Handlungsfelder verschieben sich, und es wird versucht, mit neuen Strategien auf die geänderten Anforderungen zu reagieren. Viele dieser Strategien haben internationale Ansatzpunkte. So werden bestimmte Standortfaktoren gezielt im Hinblick auf internationale Investoren, neue Bewohner und Touristen verbessert. Durch Events und Flagship-Projekte wird versucht, die internationale Aufmerksamkeit auf sich zu lenken (vgl. Bonneville). Daneben wenden sich die Städte zunehmend direkt nach außen. So hat die Kooperation in internationalen strategischen Städtenetzen zum Ziel, angesichts mangelnder formeller Beteiligung gemeinsam Interessen im europäischen Mehrebenensystem durchzusetzen oder sich vor dem Hintergrund komplexer werdender städtischer Problemlagen auszutauschen und gemeinsam zu vermarkten (vgl. Kunzmann). Den traditionellen Städtepartnerschaften könnte hingegen in Zukunft eine Rolle in der Aufgabe zukommen, die Effekte der Globalisierung auf die Stadt herunterzubrechen, indem sie die Bevölkerung in die internationale Entwicklung miteinbeziehen.
In der Arbeit werden die stadtaußenpolitischen Strategien der Städte Glasgow, Köln und Wien anhand verschiedener Themenkomplexe analysiert und aus den Erkenntnissen ein stadtaußenpolitisches Handlungskonzept für die Stadt Köln entwickelt.
Im Vordergrund der Analyse stand die Frage nach dem Stellenwert stadt-außenpolitischer Strategien innerhalb kommunaler Politikansätze und damit nach dem Charakter der verfolgten Stadtaußenpolitik: Wird sie eher wettbewerbsorientiert (Marketing) oder kooperativ (Städtenetze, Städtepartnerschaften) betrieben, oder werden beide Ansätze integriert betrachtet?
Die Umsetzung durch Politik und Verwaltung ist ein zweiter Schwerpunkt. Werden Kompetenzen, wie in anderen Politikbereichen auch, ausgelagert? Nicht zuletzt wird sich der Frage nach Bedeutung und Grenzen der Stadtaußenpolitik hinsichtlich der Stadtentwicklung angenähert.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Einleitung | 1 |
| 1. | Knotenpunkte der Globalisierung | 1 |
| 2. | Zielsetzung der Diplomarbeit | 5 |
| 3. | Methodik und Aufbau | 6 |
| II. | Politische und juristische Aspekte von Stadt-Außenpolitik | 9 |
| 1. | Stadt-Außenpolitik im politischen System | 9 |
| 1.1 | Merkmale und Aufgaben der Außenpolitik | 9 |
| 1.2 | Tendenzen in der Außenpolitik | 12 |
| 1.3 | Kommunale Außenpolitik aus politischer Sicht | 14 |
| 2. | Möglichkeiten und Grenzen | 15 |
| 2.1 | Die Verteilung der außenpolitischen Kompetenzen in Deutschland | 15 |
| 2.2 | Die Grenzen deutscher kommunaler Außenpolitik | 17 |
| 2.3 | Die Rolle der Städte in der Europäischen Union | 18 |
| 3. | Annäherung an den Begriff Stadt-Außenpolitik | .20 |
| III. | Stadtentwicklung und Stadt-Außenpolitik | 25 |
| 1. | Neue Ziele? Neue Handlungsfelder! | .25 |
| 2. | Gezielte Innenentwicklung als Voraussetzung | 28 |
| 2.1 | Verbesserung der Standortqualität | 29 |
| 2.2 | Spezialisierung und Mobilisierung endogener Potentiale | 31 |
| 2.3 | Neue Partner und Kooperation | 33 |
| 3. | Internationale Ansatzpunkte der Stadtentwicklung | 34 |
| 3.1 | Akteure und Strategien | 34 |
| 3.2 | Ein stadtspezifisches Image | 37 |
| 3.2.1 | Von Menschen und Medien | 39 |
| 3.2.2 | .Events und Flagship-Projekten | 41 |
| 3.3 | Erweiterter Aufgabenbereich für Städtepartnerschaften | 46 |
| 3.4 | Die kommunalen Spitzenverbände - institutionalisierte Stadt-Außenpolitik | 48 |
| 3.5 | Internationale Strategische Städtenetze: Antwort auf die globale Herausforderung? | 50 |
| 4. | Zwischenfazit: Fragen an Glasgow, Köln und Wien | 53 |
| IV. | Die Außenpolitik der Städte Glasgow, Köln und Wien | 57 |
| 1. | Glasgow: The Festival-City | 59 |
| 1.1 | Rahmenbedingungen | 59 |
| 1.1.1 | „Clyde built“ und nun „Glasgow's miles better“? | 60 |
| 1.1.2 | „Quangos“ und „Partnerships“ | 62 |
| 1.2 | Koordination der Stadt-Außenpolitik | 64 |
| 1.3 | Leitbilder, Ziele und Strategien | 65 |
| 1.4 | Die stadt-außenpolitischen Maßnahmen | 69 |
| 1.4.1 | Menschen und Medien: „Glasgow-the friendly city“ | 70 |
| 1.4.2 | Events und Flagship-Projekte | 71 |
| 1.4.3 | Internationale Kooperation | 72 |
| 1.5 | Bewertung und Ausblick: „Go for Glasgow“? | 74 |
| 2. | Wien: Brückenkopf nach Osteuropa? | 77 |
| 2.1 | Rahmenbedingungen | 78 |
| 2.1.1 | International und doch wieder nicht | 78 |
| 2.1.2 | Das politisch-institutionelle System | 81 |
| 2.2 | Koordination: Synergie, Ausdauer, Konzentration | 84 |
| 2.3 | Leitbilder, Ziele und Strategien | 85 |
| 2.4 | Die stadt-außenpolitischen Maßnahmen | 91 |
| 2.4.1 | Menschen und Medien | .91 |
| 2.4.2 | Events? Flagship-Projekte? | 93 |
| 2.4.3 | Ausgeprägte internationale Kooperation | 94 |
| 2.5 | Bewertung und Ausblick: Von der Peripherie in die Mitte | 95 |
| 3. | Köln: Die Medienstadt | 97 |
| 3.1 | Rahmenbedingungen | 97 |
| 3.1.1 | Spezialisierung auf den Medienbereich | 98 |
| 3.1.2 | Das politisch-institutionelle System | 101 |
| 3.2 | Koordination der Stadt-Außenpolitik | 103 |
| 3.3 | Leitbilder, Ziele und Strategien | 105 |
| 3.4 | Die stadt-außenpolitischen Maßnahmen | 107 |
| 3.4.1 | Menschen und Medien | 107 |
| 3.4.2 | Events und Flagship-Projekte | 110 |
| 3.4.3 | Verbreitete Städtepartnerschaften | 112 |
| 3.5 | Einschätzung und Ausblick: Köln auf dem Weg? | 113 |
| 4. | Erfahrungen mit Stadt-Außenpolitik | 116 |
| 4.1 | Stadt-Außenpolitik im Vergleich | 116 |
| 4.2 | Handlungsprinzipien | 121 |
| V. | Wege zu einer Stadt-Außenpolitik Kölns | 125 |
| 1. | Handlungsbereich Ziele und Strategien | 125 |
| 2. | Handlungsbereich Organisation und Koordination | 127 |
| 3. | Handlungsbereich Innengerichtete Maßnahmen | 128 |
| 4. | Handlungsbereich Stadt-Außenpolitische Maßnahmen | 134 |
| VI. | Fazit | 139 |
| Anhang | ||
| Literaturverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis | ||
| Abkürzungsverzeichnis | ||
| Gesprächsleitfaden | ||
| Interviewpartner |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832431709
Arbeit zitieren:
Fohr, Susanne Mai 2000: Außenpolitik von Städten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Kommunikation, Wirtschaftsförderung, Internationalisierung



