Ausländische Direktinvestitionen in der S. R. Vietnam
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Huy-Truc Ngo
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 632,3 KB
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4960-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4960-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4960-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ngo, Huy-Truc Dezember 2001: Ausländische Direktinvestitionen in der S. R. Vietnam, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Direktinvestition, Vietnam, Standortfaktoren, Investitionen, Asien
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Diplomarbeit von Huy-Truc Ngo
Einleitung:
Für viele Asienkenner stellt Vietnam eines der nächsten ”Tigerländer” in der wirtschaftlich dynamischen Wachstumsregion Südostasien dar. Dafür sprechen der enorme Nachholbedarf in einem 78 Millionen Konsumentenmarkt, ein großes Reservoir an natürlichen Ressourcen und an außerordentlich engagierten und lernfreudigen Arbeitskräften und eine liberale Auslandsinvestitionsgesetzgebung.
Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, welche konkreten Erwägungen ausländische Investoren veranlassen, in Vietnam zu investieren, welche wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sie zu erwarten haben, und welche Voraussetzungen sie für ein erfolgreiches Engagement in Vietnam mitbringen müssen.
Gang der Untersuchung:
Ein Teil meiner Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Umfang und der Struktur ausländischer Direktinvestitionen, unter Verwendung vorhandener Statistiken, die größtenteils von vietnamesischen Institutionen bezogen wurden. Anschließend sollen durch eine sekundärstatistische Untersuchung einerseits die Standortvorteile Vietnams als Ansiedlungsort einer Direktinvestitionsunternehmung herausgearbeitet werden. Andererseits sollen auch die Schwierigkeiten und sozio-ökonomischen Hindernisse eines Engagements im sozialistischen Vietnam untersucht werden, um eine Aussage über den potentiellen Erfolg einer Auslandsinvestition treffen zu können.
Auch eine primärstatistische Datenerhebung in Form von Interviews mit ausländischen Unternehmensrepräsentanten in Hanoi und einem standardisierten Fragebogen zur Bewertung der einzelnen Standortfaktoren wurde durchgeführt. Aber aufgrund des geringen Erhebungsumfangs im Raum Hanoi konnten keine repräsentativen Erkenntnisse gewonnen werden.
Der letzte Teil der vorliegenden Arbeit beinhaltet Empfehlungen an den potentiellen Investor und eine vorausschauende Schlußbetrachtung der Zukunftsaussichten für Vietnam. Schließlich wird noch eine kurze Darstellung der heutigen Asienpolitik der Bundesregierung Deutschlands gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung | 5 |
| 2. | Theoretische Grundlegung | 6 |
| 2.1 | Definition, Formen und Motive von Direktinvestitionen | 6 |
| 2.2 | Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen | 9 |
| 2.3 | Raumwirksamkeit von Direktinvestitionen | 12 |
| 3. | Ausländische Direktinvestitionen in Vietnam | 14 |
| 3.1 | Politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen | 14 |
| 3.2 | Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen | 18 |
| 3.3 | Entwicklung ausländischer Investitionsprojekte in Vietnam | 21 |
| 3.4 | Volumen ausländischer Investitionsprojekte in Vietnam | 24 |
| 3.4.1 | Die Aufteilung nach Branchen | 24 |
| 3.4.2 | Die Aufteilung nach Ländern | 28 |
| 3.4.3 | Die Aufteilung nach Regionen | 31 |
| 4. | Standortbewertung ausländischer Direktinvestitionen | 35 |
| 4.1 | Konzeption und Datenerhebung | 35 |
| 4.2 | Betrachtung der Standortfaktoren | 36 |
| 4.2.1 | Arbeitsmarkt | 36 |
| 4.2.2 | Absatz- und Beschaffungsmarkt | 40 |
| 4.2.3 | Verkehrsinfrastruktur | 43 |
| 4.2.4 | Allgemeine Versorgung | 47 |
| 4.2.5 | Boden und Gebäude | 49 |
| 4.2.6 | Gesetzgebung und Behörden | 51 |
| 4.2.7 | Fühlungsvorteile | 52 |
| 4.2.8 | sonstige Faktoren | 53 |
| 4.3 | Bewertung der Standortfaktoren nach Regionen | 54 |
| 5. | Voraussetzungen für ausländische Investoren | 57 |
| 6. | Zukunftsaussichten | 61 |
| 7. | Die neue Asienpolitik der Deutschen Bundesregierung | 63 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 68 |
Ministry of Planning and Investment (2001) Die Armutsgrenze entspricht der Weltbankdefinition und ist definiert durch Konsumausgaben eines Haushaltes, die einem Nahrungsmittelkonsum von umgerechnet 2.100 Kalorien pro Person und Tag und einem zusätzlichen Betrag für andere Grundbedürfnisse entsprechen. Viele Entwicklungslaender, wie Kambodscha, Thailand, Indonesien oder Mongolien, haben ihre eigenen Werte für die Armutsgrenze errechnet. Gegenwärtig liegen die von MOLISA errechneten Grenzen in Vietnam bei 80.000 VND (US$ 6) pro Kopf und Monat in den ärmsten Berg- und Inselregionen, 100.000 VND (US$ 7) in ländlichen und 150.000 VND (US$ 10) in städtischen Regionen. ( Quelle: National Target Programme on Poverty Reduction and Employment, 2001-2005, MOLISA, September 2001) [...]
41 Marktsegmente entwickelt. Außerdem ist zu beachten, daß 75% der Bevölkerung auf dem Land leben. Nach Schaetzungen der Weltbank zufolge befinden sich zudem 37% der Bevoelkerung unter der Armutsgrenze65 im Jahr 1998 und laut vietnamesischer Statistik 17% im Jahr 2001. Bei der Betrachtung der Kaufkraftentwicklung sind geeignete Indikatoren wie das Pro-Kopf-Einkommen und die Ersparnisse heranzuziehen. Mit einem Jahreseinkommen von US$ 250 pro Kopf zählt Vietnam nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Einkommensdisparitäten sind regional sehr unterschiedlich. Im Süden liegt das Niveau höher als im Norden, in Saigon mit Abstand höher als in den übrigen Städten, und hier wiederum höher als auf dem Land. Bei diesen offiziellen Statistiken der General Statistical Office (GSO) werden jedoch die teilweise beachtlichen, aber kaum quantifizierbaren, Einkünfte aus Parallel- und Schattenwirtschaft (informal sector) nicht berücksichtigt. Außerdem muß man den geringen monatlichen Durchschnittsverdienst in Relation zu den Ausgaben für den Lebensunterhalt setzen. Diese fallen infolge der Tatsache, daß grundsätzlich für Unterkunft keine Mietzahlungen anfallen, kaum Versicherungen gezahlt und keine Auslandsurlaube gemacht werden, und zudem Jugendliche bis zur Heirat bei den Eltern leben, relativ gering aus. Auf dem Land werden darüber hinaus Nahrungsmittel für den Eigenverbrauch selber angebaut. Wegen dieser niedrigen Lebenshaltungskosten bleibt somit vermehrt disponibles Einkommen für andere Ausgaben zur Verfügung. Die offiziellen Angaben zu der Sparneigung in Vietnam spielen besonders für den Konsumgütermarkt langlebiger Güter eine determinierende Rolle. Allerdings ist die offizielle Sparquote von 17,1% des BIP (1995) 66 für ein asiatisches Land sehr niedrig und daher wenig aussagekräftig. Es wird davon ausgegangen, daß in Vietnam Ersparnisse [...]
Gewerkschaften und Tarifverhandlungen Das vietnamesische Arbeitsrecht erlaubt Arbeitnehmern, sich sowohl in Gewerkschaften zu organisieren, als auch den Versuch, sich mittels Streiks durchzusetzen. Bei Unstimmigkeiten wird eine Verhandlungsdelegation, bestehend aus einer gleichen Anzahl Vertretern beider Interessen, vom Minister des MOLISA angeführt. Sollte keine Einigung zustande kommen oder das Ergebnis der Verhandlungen (Arbitration) für den Arbeitnehmer nicht zufriedenstellend sein, hat er das Recht, vor ein Arbeitsgericht zu gehen oder einem Streik beizutreten. Allerdings unterliegen Streiks einer Vielzahl von Bedingungen, bevor sie zugelassen sind und müssen zudem vor, während und nach ihrer Durchführung einen fest vorgeschriebenen Ablauf haben. Bislang wurden Streiks nur aus Gründen niedriger Löhne, ihrer verspäteten Zahlungen- auch mitunter von Boni-, zusätzlicher nicht genehmigter Schichten und/oder längerer Arbeitszeiten, schlechter Behandlung durch Vorgesetzte, Arbeitgeber oder ausländische Kollegen sowie auch wegen fehlender Sozial- und Krankenversicherung unternommen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832449605
Arbeit zitieren:
Ngo, Huy-Truc Dezember 2001: Ausländische Direktinvestitionen in der S. R. Vietnam, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Direktinvestition, Vietnam, Standortfaktoren, Investitionen, Asien



