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Ausgewählte steuerliche Probleme im Bereich des E-Commerce

Ausgewählte steuerliche Probleme im Bereich des E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiko König
  • Abgabedatum: Oktober 2000
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 331,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3045-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3045-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3045-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: König, Heiko Oktober 2000: Ausgewählte steuerliche Probleme im Bereich des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Betriebsstätte, E-Commerce, Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Steuern

Diplomarbeit von Heiko König

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit Problemen der Anwendung bestehender steuerrechtlicher Regelungen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union auf Transaktionen im internetbasierten E-Commerce. Nicht Gegenstand der Arbeit sind somit die Diskussion um die Entwicklung neuer Steuern, speziell für E-Commerce, sowie der elektronische Geschäftsverkehr über proprietäre Netze, wie z.B. EDI o.ä..

Nach der Erläuterung zentraler Begrifflichkeiten und der Grundarchitekturen des E-Commerce in Kapitel 2 werden in Kapitel 3 anhand der gewerblichen Einkünfte die Probleme der ertragsteuerlichen Behandlung von E-Commerce Transaktionen dargestellt. Hierbei bildet die Prüfung der Anknüpfung an eine inländische Betriebsstätte einen Schwerpunkt. Die Arbeit wird zeigen, daß die Auslegung der Gesetze und der Rechtsprechung in diesem Bereich Raum für Steuergestaltungen offen lassen. Die Besonderheiten des E-Commerce haben auch Auswirkungen auf die Einkünftezurechnung zwischen Stammhaus und Betriebsstätten innerhalb eines Konzerns.

Einem weiteren wichtigen Problemfeld der Besteuerung von E-Commerce widmet sich Kapitel 4 der Arbeit. Die Umsatzbesteuerung von Internet-Transaktionen wirft vielfältige Fragen auf, die im Kern zusammenhängen mit der Einordnung in eine bestimmte Umsatzkategorie des nationalen oder des EU-Rechtes und der damit zusammenhängenden Bestimmung des Umsatzortes, der von besonderer Bedeutung bei grenzüberschreitenden Transaktionen ist. Aufgrund der internationalen Relevanz dieser Fragestellung liegt ein Schwerpunkt dieser Arbeit in den aktuellen Entwicklungen und Vorschlägen hierzu im EU-Recht.

Im 5. Kapitel folgt eine Analyse der verfahrensrechtlichen Probleme, die sich im Bereich der Ermittlung und des Vollzugs von Steuern auf E-Commerce-Aktivitäten ergeben, und die Vorstellung möglicher Lösungsansätze.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. Begriffsbestimmungen und Grundarchitekturen des E-Commerce 4
2.1 Prozeßbeteiligte 4
2.2 Geschäftsformen 5
3. Ertragsteuerliche Einkünftequalifikation und Vermögenszurechnung im E-Commerce 6
3.1 Relevanz der Einordnung 6
3.2 Qualifikation gewerblicher Einkünfte 6
3.2.1 Unbeschränkte Steuerpflicht 7
3.2.2 Beschränkte Steuerpflicht 8
3.2.2.1 Anknüpfung an eine inländische Betriebsstätte 8
3.2.2.1.1 Betriebsstättenbegriff im nationalen und im DBA-Recht 8
3.2.2.1.2 Übertragbarkeit der Kriterien auf Anknüpfungspunkte im E-Commerce 11
3.2.2.2 Subsidiäre Prüfung des Ständigen Vertreters 14
3.2.3 Strategische Planung von Betriebsstätten und Tochtergesellschaften 16
3.3 Abgrenzung anderer Einkunftsarten im E-Commerce 21
3.3.1 Einkünfte aus selbständiger Arbeit 22
3.3.2 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung / Lizenzgebühren 22
3.3.3 Zuordnung typischer Aktivitäten im E-Commerce 23
3.4 Vermögenszurechnung und Einkünfteverteilung zwischen Stammhaus und ausländischer Einheit 25
3.4.1 Vermögenszurechnung 26
3.4.2 Einkünfteverteilung 26
3.4.2.1 Transaktionsorientierter Fremdvergleich 26
3.4.2.2 Anwendungsprobleme im E-Commerce 27
4. Umsatzsteuerliche Behandlung des E-Commerce 28
4.1 Unterscheidung relevanter E-Commerce-Umsätze 28
4.1.1 Nach Form der Distribution 28
4.1.1.1 Physischer Versand - Offline-Umsätze 28
4.1.1.2 Digitaler Versand - Online-Umsätze 29
4.1.2 Nach Art der erbrachten Leistung 29
4.1.2.1 Telekommunikationsleistungen 30
4.1.2.2 Teledienste 30
4.1.2.3 Abgrenzungsprobleme 31
4.2 Bestimmung der Umsatzart 32
4.2.1 Lieferungen 32
4.2.1.2 Sonstige Leistungen /Dienstleistungen 35
4.2.1.3 Problembereiche 35
4.3 Implikationen für den steuerlichen Leistungsort 36
4.3.1 Ort der Lieferung im nationalen und EU-Recht 36
4.3.2 Ort der Sonstigen Leistung / Dienstleistung 37
4.3.2.1 Geltendes Recht in Deutschland und der EU 37
4.3.2.2 Schwachstellen der aktuellen Rechtslage 39
4.3.2.3 Vorschlag zur Reform der MwSt-Richtlinie 41
4.3.2.3.1 Grundsätze und Ziele 41
4.3.2.3.2 Vorgesehene Änderungen 43
4.3.2.3.3 Kritische Anmerkungen 46
4.4 Steuersatz 48
5. Verfahrensrechtliche Problembereiche im Rahmen der formellen Steuerpflicht 49
5.1 Probleme der Identifizierung von Vorgängen und Steuerpflichtigen 49
5.1.1 Fehlen physischer Anknüpfungspunkte 49
5.1.2 Anonymität der Transaktionsbeteiligten 50
5.1.3 Mängel der Datenintegrität und Datenauthentizität 51
5.1.4 Weitere Probleme 51
5.1.4.1 Disintermediation 51
5.1.4.2 Fehlen von Schätzindizes 52
5.1.4.3 Veränderte Umsatzstruktur 52
5.2 Lösungsansätze 52
5.2.1 Einsatz der digitalen Signatur und erweiterter IP-Adressen 52
5.2.2 Reform der Abgabenordnung und des Prüfungsrechts 54
5.2.3 Anerkennung elektronischer Rechnungen 55
5.2.4 Konstruktion einer Abzugssteuer 56
6. Thesenförmige Zusammenfassung 58
Literaturverzeichnis IX
Eidesstattliche Versicherung XVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

31 4.1.2.3 Abgrenzungsprobleme Im E-Commerce ist in letzter Zeit ein klarer Trend zum Angebot sogenannter Mehrwertdienstleistungen oder Full-Service-Angebote zu erkennen. Hierbei bietet ein Anbieter i.d.R. ein sehr komplexes Bündel von Waren und Dienstleistungen über das Internet an, um ein spezifisches Kundenbedürfnis in toto zu befriedigen und den Kunden damit an sich zu binden. Insbesondere die großen Internet-Service Provider (ISP), wie AOL oder T-Online, sowie Suchmaschinenanbieter wie Lycos oder Yahoo!, zunehmend aber auch Finanzdienstleister und Technologieanbieter gehen diesen Weg, um bei zunehmender Konkurrenz Kunden im E-Commerce an sich zu binden. Ein solch komplexes Leistungsbündel wird regelmäßig aus Komponenten bestehen, die den Telediensten zuzurechnen sind, als auch aus solchen, die klare [...]

30 Die beiden Teilleistungen werden nicht immer sauber getrennt von zwei unterschiedlichen Unternehmen erbracht, sondern bilden häufig ein ganzes Leistungsbündel, insbesondere wenn es sich um Angebote von sog. OnlineDiensten handelt. Durch das Umsatzsteueränderungsgesetz von 1997 und die dazu folgenden Anwendungsschreiben des BFH104 wurde weitgehend geklärt, was unter den Begriff der Telekommunikationsleistung auf der einen und unter die als Teledienste bezeichnete Inhaltevermittlung zu fassen ist. 4.1.2.1 Telekommunikationsleistungen Unter Telekommunikationsleistungen sind alle Leistungen zu verstehen, welche die Übertragung, die Ausstrahlung oder den Empfang von Signalen jeglicher Art über verschiedenste Übertragungsmedien gewährleisten.105 Hierzu gehört auch die Bereitstellung von Leitungskapazitäten und die Verschaffung von Zugangsberechtigungen zu verschiedenen Kommunikationsnetzen sowie diverse weitere Dienste.106 Unter den Begriff der Telekommunikationsleistung sollen alle Übertragungsformen zur Weitergabe von Informationen fallen, auf das übertragene Informationsobjekt soll es hierbei nicht ankommen.107 4.1.2.2 Teledienste Bei den Telediensten liegt in Abgrenzung zu den Telekommunikationsleistungen das Hauptaugenmerk auf dem Übertragungsobjekt. Demnach sind unter Telediensten alle über das Internet entgeltlich angebotenen Inhalte der übertragenen Leistung zu verstehen. Im einzelnen gehören zu den Telediensten insbesondere das Angebot von Waren (z.B. CDs auf einer Virtuellen Shopping Mall), Dienstleistungen (z.B. (z.B. Internet-Banking eines eines Kreditinstitutes), und [...]

29 Probleme ergeben sich hier allenfalls aus der deutlich ansteigenden Anzahl von grenzüberschreitenden Kleinlieferungen, die besonders die Zollabwicklung vor neue Herausforderungen stellt.99 4.1.1.2 Digitaler Versand – Online-Umsätze Bei Online-Umsätzen erfolgt kein traditioneller Versand eines physischen Gutes mehr, sondern der Umsatz wird direkt über das vernetzte System Internet erbracht, z.B. bei Nachrichten- und Informationsdiensten.100 Umsatzsteuerlich besonders interessant ist der Handel mit sog. virtuellen Gütern. Hierbei handelt es sich um vormals körperliche Produkte, die vom Anbieter digitalisiert und dem Nutzer auf elektronischem Wege zur Verfügung gestellt werden.101 Der Nutzer kann sich diese virtuellen Güter, wie z.B. Software, elektronische Bücher, digitales Audio- oder Videomaterial i.d.R. von seinem Rechner aus auf ein Trägermedium (z.B. Festplatte oder CD-ROM) herunterladen (synonym: „downloaden“).102 Der Handel mit digitalisierten Gütern ist umsatzsteuerlich problematisch, da erstens materiell die Körperlichkeit als Anknüpfungspunkt für eine Besteuerung als Lieferung wegfällt, und zweitens formell der Nachweis einer nur virtuell abgewickelten steuerpflichtigen Transaktion schwer zu führen ist103. 4.1.2 Nach Art der erbrachten Leistung In den meisten E-Commerce Transaktionen sind zwei mehr oder weniger stark vernetzte Teilleistungen zu finden; einerseits die eigentlich vom Nutzer nachgefragte Inhaltevermittlung und andererseits die hierzu zwingend [...]

Arbeit zitieren:
König, Heiko Oktober 2000: Ausgewählte steuerliche Probleme im Bereich des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Betriebsstätte, E-Commerce, Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Steuern

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