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Ausgewählte Kundenbindungsaktivitäten von ersten Anbietern bei einem mehrstufigen Absatzweg

Eine kritische Analyse am Beispiel der HUGO BOSS AG

Ausgewählte Kundenbindungsaktivitäten von ersten Anbietern bei einem mehrstufigen Absatzweg
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander W. Wehr
  • Abgabedatum: Februar 1997
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: European Business School Schloß Reichartshausen, Oestrich-Winkel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2291-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2291-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2291-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wehr, Alexander W. Februar 1997: Ausgewählte Kundenbindungsaktivitäten von ersten Anbietern bei einem mehrstufigen Absatzweg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenbindung, Textilbranche, Kundenloyalität, HUGO BOSS AG, Kundenzufriedenheit

Diplomarbeit von Alexander W. Wehr

Einleitung:

Seit Anfang der neunziger Jahre sehen sich insbesondere die Hersteller von Gütern mit mehreren Problemdimensionen konfrontiert: einerseits erschweren ungünstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Zeiten weltweiter Rezession sowie ein sich verschärfender Wettbewerb auf gesättigten Massenmärkten den Absatz; andererseits macht der Handel ersten Anbietern Funktionen und Gewinne streitig. Nicht zuletzt ein zunehmend kritischer und unberechenbarer Endverbraucher beeinflußt die Situation der Hersteller ausschlaggebend negativ.

Diese Entwicklungen stellen neue Herausforderungen an die Marktbearbeitung industrieller Anbieter. Dessen ungeachtet bedienen sich viele Unternehmen nach wie vor eines Marketingansatzes, der durch eine wenig differenzierte Ansprache in sich vermeintlich homogener Zielgruppen versucht, Marktanteile zu steigern und durch die Realisierung von Skaleneffekten die Kostensituation der Unternehmen nachhaltig zu verbessern. Dieses in der Vergangenheit erfolgreiche Transaktionsmarketing hat hingegen an Effektivität eingebüßt. Zunehmend wird daher gefordert, Marketing unter investitionstheoretischen Gesichtspunkten zu gestalten und einen mittel- bis langfristigen Erfolgshorizont zugrundezulegen. Das "moderne Marketingverständnis" (relationales Marketing) greift aus diesen Gründen den traditionellen Leitgedanken der Kundenorientierung auf und interpretiert die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden als notwendige Bedingung für das dauerhafte Bestehen am Markt. Im Zuge dieses sog. "Paradigmenwechsels" löst sich der Kunde aus einem anonymen Nachfragerkollektiv heraus und entwickelt sich zu einem anspruchsvollen und selbständigen Individuum. Für Unternehmen ergibt sich daraus die Chance, individuelle Geschäftsbeziehungen als Objekt und Kundenorientierung als Instrument zu komparativen Wettbewerbsvorteilen auszubauen.

In Zeiten vorherrschender Käufermärkte stellen aus Anbietersicht sowohl Händler als auch Endverbraucher Engpaßfaktoren bei der Marktbearbeitung dar. Im Rahmen eines indirekten Absatzweges muß sich der Hersteller daher um beide Marktakteure gleichermaßen bemühen. In der absatzpolitischen Betrachtungsweise stehen ihm hierbei zwei Alternativen zur Auswahl: entweder er "drückt" seine Ware in den Handel (Push-Strategie) oder er stimuliert den Endverbraucher in der Form, daß dieser die Ware aus dem Handel "hinauszieht" (Pull-Strategie). Ersteres kann der Hersteller durch handelsbezogene Absatzpolitik erreichen, letzteres durch die gezielte Ansprache des Konsumenten. Um diese Ansprache nach dem Leitbild des neuen Marketing-Verständnisses in einen permanenten Dialog in Form einer längerfristigen Geschäftsbeziehung zu überführen, gilt es, den Endverbraucher an den Hersteller, an seine Produkte und/oder sein Unternehmen, zu binden. Die Problematik der Bindung von Endverbrauchern an erste Anbieter bei einem mehrstufigen Absatzweg soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Vor dem Hintergrund moderner Ansätze zum integrierten Marketing muß in diesem Zusammenhang der Handel Berücksichtigung finden, da er zum einen absatzpolitischer Partner des Herstellers ist und zum anderen das direkte Bindeglied zum Endverbraucher darstellt.

Eine erste Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, das Phänomen der Kundenbindung hinreichend zu erläutern, wissenschaftlich zu rechtfertigen und in das Theorienbild des Marketing einzuordnen, sowie es für die Praxis handhabbar zu machen: Eine zweite Zielsetzung baut auf den Ergebnissen des theoretischen Teils auf und versucht, ausgewählte Kundenbindungsinstrumente kritisch zu analysieren: Am Beispiel der HUGO BOSS AG bzw. der Marke BOSS sollen das Beschwerdemanagement und das Kundenclub-Konzept auf ihre Eignung zur Stärkung der Kundenbindung hin untersucht, sowie darauf aufbauend Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Verzeichnis des Anhangs VI
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. Begriffliche Grundlagen 4
2.1 Erste Anbieter bei einem mehrstufigen Absatzweg 4
2.2 Kundenbindung 4
3. Entwicklungstendenzen in der Marktbearbeitung 6
3.1 Veränderte Rahmenbedingungen aus Sicht erster Anbieter 6
3.2 Marketingtheoretische Problemlösungsansätze 8
3.2.1 Beziehungsmanagement 8
3.2.2 Integrierte Wertkettenoptimierung 11
3.2.3 Kundenmanagement 13
4. Die theoretischen Grundlagen der Kundenbindung 14
4.1 Kundenbindung als Unternehmensziel 14
4.1.1 Strategische Bedeutung und Ziele 14
4.1.2 Erklärungsdeterminanten 16
4.2 Operationalisierung und Aufbau eines Analyseschemas 17
4.2.1 Der Grad der Bindung 18
4.2.2 Die Qualität der Bindung als Analyseraster 19
4.2.2.1 Kunden- bzw. Beschwerdezufriedenheit 19
4.2.2.2 Wieder- bzw. Zusatzkaufabsicht 20
4.2.2.3 Weiterempfehlungsabsicht 20
4.3 Kundenbindungsmanagement 21
4.3.1 Die Wirkungskette der Kundenbindung im Rahmen des Beziehungsmanagements 21
4.3.1.1 Kundenorientierung 21
4.3.1.2 Kundenzufriedenheit 23
4.3.1.3 Kundenloyalität 25
4.3.2 Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten eines Kundenbindungskonzeptes 26
4.3.2.1 Strategische, organisatorische und soziale Voraussetzungen 26
4.3.2.2 Einrichtung eines Kundeninformationssystems (Database) 28
4.3.2.3 Analyse des Kundenportfolios (Kundenselektion) 30
4.3.2.4 Einsatz von Kundenbindungsinstrumenten 33
4.3.2.4.1 Isolierte Kundenbindungsstrategien 33
4.3.2.4.2 Integrierte Kundenbindungsstrategien 34
5. Kundenbindung am Beispiel der HUGO BOSS AG 34
5.1 Vorbemerkungen und Methodik 34
5.2 Das Beschwerdemanagement 35
5.2.1 Darstellung und Modellierung 35
5.2.2 Eignung zur Stärkung der Qualität der Bindung 37
5.2.2.1 Beschwerdezufriedenheit 37
5.2.2.2 Wieder- bzw. Zusatzkaufabsicht 38
5.2.2.3 Weiterempfehlungsabsicht 39
5.2.3 Ansatzpunkte für die Implementierung 40
5.2.3.1 Gegenwärtiger Einsatz 40
5.2.3.2 Handlungsempfehlungen 40
5.3 Das Kundenclub-Konzept 41
5.3.1 Darstellung und Modellierung 41
5.3.2 Eignung zur Stärkung der Qualität der Bindung 42
5.3.2.1 Kundenzufriedenheit 42
5.3.2.2 Wieder- bzw. Zusatzkaufabsicht 43
5.3.2.3 Weiterempfehlungsabsicht 43
5.3.3 Ansatzpunkte für die Implementierung 44
5.3.3.1 Gegenwärtiger Einsatz 44
5.3.3.2 Handlungsempfehlungen 44
6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlußbemerkungen 45
Anhang XI
Literaturverzeichnis LXXV

Arbeit zitieren:
Wehr, Alexander W. Februar 1997: Ausgewählte Kundenbindungsaktivitäten von ersten Anbietern bei einem mehrstufigen Absatzweg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenbindung, Textilbranche, Kundenloyalität, HUGO BOSS AG, Kundenzufriedenheit

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