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Ausgewählte Instrumente des Kostenmanagements im Projektcontrolling

Ausgewählte Instrumente des Kostenmanagements im Projektcontrolling
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Räbiger
  • Abgabedatum: April 1997
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0408-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0408-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0408-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Räbiger, Christian April 1997: Ausgewählte Instrumente des Kostenmanagements im Projektcontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Christian Räbiger

Problemstellung:

Mit der Arbeit werden zwei Zielsetzungen verfolgt:

(1) Als Reaktion auf die Flut von neuen, innovativen Kostenmanagementinstrumenten, denen in der Literatur meist die Beseitigung der Schwachstellen der traditionellen Kostenrechnungssysteme nachgesagt wird, sollen die bekanntesten und vielversprechendsten Instrumente herausgearbeitet werden.

(2) Desweiteren sollen die einzelnen Instrumente auf ihre Integrierbarkeit in Projekte untersucht werden. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die Zielsetzungen des Projektcontrollings gelegt. Projektkonformität der Instrumente aus Sicht des Projektcontrollings heißt, dass sich die Methoden schnell und risikolos einsetzen lassen, sie leichtverständlich und strukturiert sind und vor allem, dass sich mit Anwendung der Instrumente Kosten einsparen lassen.

Gang der Untersuchung:

Im Kapitel 2 werden die Grundlagen der projektorientierten Betrachtungsweise dieser Arbeit gelegt. Dazu wird, ausgehend vom Projektmanagements als Oberstruktur, das Projekt anhand seiner Eigenschaften, Organisationsmöglichkeiten und Instanzen zum normalen Unternehmensalltag abgegrenzt. Der nächste Abschnitt umreißt die Aufgaben des Controllings, die auch Inhalt des Projektcontrollings sind. Der letzte Teil dieses Kapitels geht auf die Besonderheiten des Projektcontrollings ein, indem die Phasen mit den dem Projektcontrolling zur Verfügung stehenden Werkzeugen erklärt werden.

Das Kapitel 3 als Herzstück dieser Arbeit beschreibt die verschiedenen Kostenmanagementinstrumente, in denen im zweiten Teil die jeweiligen Aufgaben des Projektcontrollings untersucht werden. Dazu werden die Instrumente in Unterpunkten ihren gebräuchlichsten Anwendung zugeteilt und in einer abschließenden Gesamtbetrachtung die Gemeinsamkeiten herausgestellt. In den Unterpunkten werden die Methoden zur schnellen Erfassung der wichtigsten Charakteristiken anhand einer sich wiederholenden Struktur erklärt. Ausgehend von einer Einleitung, werden die Anwendungsgebiete, Ziele und Durchführung jeder Methode kurz und bündig ausgeführt. Manchmal werden zum besseren Verständnis der Instrumente abweichend von der Struktur zusätzliche Erläuterungen eingebunden.

Der zweite Teil jedes Instruments beginnt mit Aussagen zu Kosteneinsparungen, anschließend werden die speziellen Aufgaben des Projektcontrollers veranschaulicht.

Die Zusammenführung der projektorientierten Methoden im nächsten Abschnitt stellt ihre Zusammenhänge heraus und gipfelt in Ratschlägen und Schlussfolgerungen zu einem effektiveren Einsatz der Instrumente miteinander. Am Ende des Kapitel 3 werden sonstige Verfahren dargestellt, die sich zwar in der Praxis bewährt haben, denen jedoch der dieser Arbeit zugrundeliegende Projektcharakter abgesprochen werden muss.

Das Kapitel 4 soll der Frage nachgehen: „Welche Projektarten können von welchen Kostenmanagementinstrumenten unterstützt werden?“ Dazu werden im ersten Schritt die Projektarten herausgearbeitet. Der zweite Schritt ordnet die im Verlaufe dieser Arbeit herangezogenen Projekte den Arten zu, um im dritten Schritt den Grund der Einbindung der Instrumente zu klären.

Den Abschluss dieser Arbeit bilden Schlussbetrachtung und Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 3
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 4
2. Projektorientierte Betrachtung 5
2.1 Projektmanagement 5
2.1.1 Projektmanagement als Führungskonzeption 5
2.1.2 Begriffserklärung Projekt 5
2.1.3 Interne versus externe Projekte 7
2.2 Projektganisation 7
2.2.1 Aufbauorganisation 7
2.2.2 Projektinstanzen 8
2.2.3 Zusammenfassende Darstellung 10
2.3 Vom Controlling zum Projektcontrolling 10
2.3.1 Begriffserklärung Controlling 11
2.3.2 Aufgaben des Controllings 11
2.3.3 Projektcontrolling 12
2.4. Projektphasen mit Controllingtools 13
2.4.1 Ablauforganisation 13
2.4.2 Planungsphase 13
2.4.3 Realisierungsphase 15
2.4.4 Abschlussphase 15
3. Darstellung der Kostenmanagementinstrumente 16
3.1 Einleitung 16
3.2 Produktorientierte Kostenmanagementinstrumente 17
3.2.1 Life-Cycle-Costing 17
3.2.2 Wertanalyse 20
3.2.3 Target Costing 23
3.2.4 Quality Function Deployment 27
3.2.5 Abschließende Gesamtbetrachtung 31
3.3 Prozessorientierte Instrumente 33
3.3.1 Benchmarking 33
3.3.2 Prozesskostenmanagement 36
3.3.3 Komplexitätskostenmanagement 40
3.3.4 Abschließende Gesamtbetrachtung 43
3.4 Bereichsorientierte Instrumente 43
3.4.1 Gemeinkostenwertanalyse 44
3.4.2 Zero Base Budgeting 46
3.4.3 Abschließende Gesamtbetrachtung 49
3.5 Sonstige Kostenmanagementinstrumente 50
3.5.1 Kaizen 50
3.5.2 Total-Quality-Management 52
3.5.3 Business Reengineering 54
3.5.4 Fixkostenmanagement 56
3.5.5 Gesamtbetrachtung 58
3.6 Schlussfolgerungen für die projektorientierten Instrumente 58
4. Weitere Betrachtungen 60
4.1 Projektarten 60
4.2 Einordnung der Kostenmanagementinstrumente 61
5. Abschlussbetrachtung und Ausblick 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Je nach Vergleichspartner wird in der Literatur nach folgenden Grundtypen unterschieden:138 a) Internes Benchmarking wird innerhalb einer Organisation angewendet, sei es ein Sparten- oder Filialvergleich oder ein Vergleich aufgegliederter Tochtergesellschaften. b) Externes Benchmarking stellt Organisationen, die gleich oder ähnlich sind, in Beziehung zueinander, wie z.B. den unmittelbaren Konkurrenten. c) Funktionales Benchmarking wird durchgeführt durch ein Gegenüberstellen der eigenen Prozesse oder Funktionen mit wirklich führenden Unternehmen auf diesem Sektor, unabhängig von der Branche, dem Land oder dem System. d) Generic Benchmarking ist ein Vergleich der eigenen mit anderen Unternehmen, die innovative, einzigartige Prozesse besitzen.139 Ziele Das eigentliche Ziel besteht in "The Search for Industry Best Practices that Lead to Superior Performance"140. Die generelle Zielsetzung läßt sich weiter aufschlüsseln in:141 [...]

32 Strategisch beeinflussen die Instrumente außerdem die Kostenstruktur. So werden mit Hilfe von Kalkulationsmethoden und kreativen Verfahren Verbesserungsvorschläge und Produktoptimierungen erarbeitet. Meßbare Resultate sind: • höhere Produktqualität • geringere Wartungs- und Servicekosten • langlebigere Werkstoffe, die die Kostenverläufe positiv beeinflussen. Eine Kostenstrukturverschiebung zu Einzelkosten und variablen Kosten findet statt durch: • Verringerung von zu montierenden Teilen und Fertigungsschritten • Wegfall unerwünschter Produktfunktionen. Das hat Materialeinsparungen zur Folge, die wiederum Bereiche wie z.B. Einkaufsabteilung oder Materiallager mit weniger Vorgängen belasten. Zusätzlich kann durch den Wegfall von Arbeitsgängen stufenweise Personal und damit verbundene Sachmittel in die Arbeitsvorbereitung und Fertigungssteuerung eingespart werden.131 Zur Verwirklichung der determinierten Kostenziele und Entwicklungszeiten bei der Produktentwicklung und -herstellung werden alle Instrumente je nach Bedarf von verschiedenen Verfahren unterstützt. So stellt die entwicklungsbegleitende Kalkulation die adäquaten Kosteninformationen132 in den einzelnen Phasen der Produktentwicklung zur Verfügung.133 Mit dem Design-to-Cost-Ansatz sollen die Entwicklungskosten eines neuen oder technisch angepaßten Produktes durch Zusammenarbeit mit Produktentwicklern, Einkäufern und Lieferanten gesenkt werden.134 Simultaneous Engineering ersetzt die sequentielle Arbeitsweise durch eine weitgehende Parallelisierung und Synchronisierung von Prozessen, so daß Arbeitsschritte besser abgestimmt werden und die Projektdauer verringert werden kann.135 [...]

Die Matrix-Organisation wird idealerweise dann benutzt, wenn: • Projektmitarbeiter nur zeitweise aus den verschiedenen Unternehmensbereichen hinzugezogen werden müssen • wegen Personalmangel keine Möglichkeit eines eigenständigen Projektteams besteht • das Projekt einem zeitlichen Rahmen unterliegt, das die Reine-Projektorganisation nicht benötigt. Das interdisziplinäre Team setzt sich üblicherweise aus Mitgliedern der kaufmännischen Bereiche wie Marketing, Controlling und Geschäftsführung als auch dem Fertigungsbereich zusammen. Bei komplexen Produkten arbeiten mehrere Teams parallel an der Entwicklung von Produkten und Prozessen. Die Koordination zwischen den Teams findet durch Teamsitzungen, Fortschrittsberichte, zentrale Informationssysteme oder mehrfache Teamzugehörigkeit einzelner Personen statt.129 Die Einführung der Instrumente sollte in sogenannten Pilotprojekten erprobt werden, wo die Verfahren "gelernt", vertieft und auf das Unternehmen maßgeschneidert modifiziert werden können. Beachtenswerte Punkte zur Durchführung von Pilotprojekten sind:130 • Wahl eines Schlüsselproduktes mit typischer Komplexität • Auswahl eines mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreichen Produktes • auf einfache Anwendung des Instruments achten, z.B. Komponentenmethode statt Funktionenmethode beim TC, simpler Matrixaufbau beim QFD. Alle genannten Konzepte sind Instrumente des operativen wie auch strategischen Kostenmanagements. Operativ wirken sich die Instrumente auf die Senkung des Kostenniveaus aus. Die Ausgaben der Durchführung der Konzepte amortisieren sich nach relativ kurzer Zeit durch Entwicklungs- und Produktionskosteneinsparungen sowie Senkung der Risikokosten. [...]

Arbeit zitieren:
Räbiger, Christian April 1997: Ausgewählte Instrumente des Kostenmanagements im Projektcontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag

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