Ausgewählte Anlagestrategien in Aktien: Darstellung und Performance
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Viktor Jung
- Abgabedatum: September 2000
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3011-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3011-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3011-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jung, Viktor September 2000: Ausgewählte Anlagestrategien in Aktien: Darstellung und Performance, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Relative Stärken Modell, Monats-Schluss-Methode, Wachstumswerte, Dividendenstrategie
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Diplomarbeit von Viktor Jung
Einleitung:
Im Rahmen einer Asset Allocation des Privatvermögens wird nach sachgerechter Finanzplanung für die langfristigen Kapitalanlagen, eine Anlage in Aktien sicherlich eine herausragende Position einnehmen. Dies wird um so deutlicher, wenn man sich das Ergebnis einer Untersuchung des Institute of Econometric Research, USA über einen langen Zeitraum vergegenwärtigt. Die Untersuchungen erstrecken sich auf den US-amerikanischen Markt. Es wurde das Ergebnis einer Kapitalanlage a) in Gold, b) in festverzinslichen Wertpapieren (Treasury Bills) und c) in Aktien über einen Zeitraum von 125 Jahren zwischen 1871 und 1996 nach Abzug der Inflationsrate untersucht.
Eine angenommene Investition von einem US-Dollar hätte sich in diesem Zeitraum wie folgt entwickelt: Gold: 0,80$ (= 20 % Vermögensverlust), Treasury Bills: 9,38$, Aktien: 22.270,-$.
Nach Abzug der Inflationsrate in den USA gab es also bei Aktien eine Steigerung des eingesetzten Kapitals um das 22.270-fache. Ohne Inflationsrate - also nominal - wären die vorgenannten Werte um das 12,5-fache höher, da der Konsumentenpreisindex in diesen 125 Jahren um 1.150 % gestiegen ist. Das Jahr 1871 wurde als Startdatum gewählt, da von diesem Jahr an die ersten verlässlichen Werte vorliegen.
Statistische Untersuchungen über mehr als 100 Jahre haben gezeigt, dass Aktien ein Klima der Preisstabilität und leichter Inflation am besten bekommt. Aber auch bei starker Inflation waren Aktien noch in der Lage den Konsumentenpreisindex zu schlagen.
Aus den von Morgan Stanley vorgestellten Durchschnittsrenditen, in unterschiedlichen US-Konjunkturzyklen, errechnet sich für die Investition in Aktien eine Gesamtdurchschnittsrendite von 11%, in Bonds von 4,7% und in Geldmarktpapiere von 4,1%. Dieses Ergebnis zeigt, dass die Geldanlage in Aktien in der Vergangenheit profitabler war, als zum Beispiel in Bonds oder Geldmarktpapiere. Auch in Deutschland ist vor diesem Hintergrund eine Zunahme von Aktienbesitzern zu beobachten. Zählte Deutsches Aktieninstitut 1988 noch 3,2 Millionen Aktienbesitzer, so sind es im Jahre 2000 bereits 6,2 Millionen geworden.
Diese Diplomarbeit untersucht die Geldanlage in Aktien mit Hilfe ausgewählter Anlagestrategien. Dabei wird aufgezeigt, dass die Performance, dank dieser Strategien, zusätzlich gesteigert werden kann.
Bei Performancemessungen der Anlagestrategien werden verschiedene bedeutende Aktien-Indizes als Vergleichsmaßstab herangezogen, um zu zeigen, dass deren Renditen übertroffen werden können, wenn die Investitionen in Aktien strategisch vorgenommen werden.
Gang der Untersuchung:
In dieser Diplomarbeit werden folgende Strategien erörtert:
- Dividendenstrategien.
- Relative Stärken Modell.
- Monats-Schluss-Methode.
- Wachstumswerte Strategie.
- James O'Shaughnessy Strategie.
Des weiteren werden Möglichkeiten der Aktienanalysen im Internet erläutert und Internetportale genannt mit dessen Hilfe die Aktien für die jeweilige Strategie herausgefiltert werden können.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Inhaltsverzeichnis | II |
| 2. | Abkürzungsverzeichnis | IV |
| 3. | Einleitung | 1 |
| 4. | Dividendenstrategien | 5 |
| 4.1. | Top 10 - Strategie | 8 |
| 4.2. | Low Five Dividendenstrategie | 9 |
| 4.3. | Foolish Four Dividendenstrategie | 14 |
| 4.4. | Really Powerful Strategie | 19 |
| 4.5. | Empirical-Yield-Strategie | 21 |
| 4.6. | TopLow4 - Dividendenstrategie | 22 |
| 4.7. | Penultimate Profit Prospect Dividendenstrategie | 23 |
| 5. | Relative Stärken Modell | 24 |
| 5.1. | Relative Stärken einer Aktie im Vergleich zum Aktienindex | 24 |
| 5.2. | Relative Stärke Index nach Welles Wilder | 25 |
| 6. | Monats - Schluss - Methode | 28 |
| 7. | Wachstumswerte Strategie | 36 |
| 8. | James O'Shaughnessy Strategie | 50 |
| 9. | Aktienanalysen im Internet | 54 |
| 9.1. | Aktien-Analyser von der Zeitschrift Börse Online | 54 |
| 9.2. | Internetangebot der Onvista AG | 59 |
| 9.3. | Internetangebot von wallstreet:online | 60 |
| 9.4. | Internetangebot von Finanztreff.de | 61 |
| 10. | Schlusswort | 64 |
| 11. | Literaturverzeichnis | 66 |
| 11.1. | Dokumente aus dem Internet | 67 |
| 11.2. | Verwendete Software | 69 |
| 12. | Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | 70 |
| 12.1. | Abbildungsverzeichnis | 70 |
| 12.2. | Tabellenverzeichnis | 72 |
| 13. | Erklärung gemäß § 31 Abs. 5 RaPO | 75 |
Vergleichsergebnis: • Für den Zeitraum ab Ende 1991 wäre man mit der Strategie "Liegenlassen" bei den Titeln Aegon, Microsoft, SAP, Schering Plough deutlich besser gestellt, während Ahold, l'Oreal und Unilever nur leichten Vorsprung gehabt hätten. Nur bei HSBC und Telefonica hätte man mit MSM+Gold einen Vorteil gehabt. • Ein anderes Bild ergibt sich, wenn der Börseneinbruch von 1987 mit im Zeitraum liegt. Je länger der Betrachtungszeitraum, desto besser wirkt sich die MSM aus. Bei den Werten l'Oreal, Telefonica und Unilever hätte man mit einer MSM+Gold-Variante bessere Renditen erzielt (Tab. 15). In der Tabelle 16 erreichen nur noch Wachstumsklassiker, wie Coca Cola und Philip Morris mit "Liegenlassen" bessere Ergebnisse als die MSM. • Besonders dynamische Titel, wie Microsoft und SAP, scheinen vom Marktgeschehen unbeeindruckt (siehe Tab. 14). [...]
Tab. 13: Vergleich der Renditen bei der Sieben-Monats-Methode (Januar 1984 bis Mai 1998) Quelle: http://www.xwer.de/dachs/msm.html (April 2000) Überprüfen wir, ob sich durch die MSM auch Vorteile für die beispielsweise vom Stuttgarter Aktienclub27 empfohlenen Wachstumswerte ergeben. Leider liegen die Daten nur ab Ende 1991 vor. In dieser Zeit gab es nach MSM+Gold nur ein Verkaufs-Signal am 25.03.1994 (DAX 2130) und ein Kauf-Signal am 31.03.1995 (DAX 1923). Beim DAX gab es in diesem Zeitraum ein Minus von 10%, das hätte vermieden werden können. Wie sieht das bei den Wachstumswerten aus? Tabelle 14 zeigt Daten für den Zeitraum ab Ende 1991 und in Tabelle 15 einige Werte für den Zeitraum ab Oktober 1987. Dividenden und Kosten bleiben zur Vereinfachung unberücksichtigt. Es folgen in Tabelle 16 Zahlen aus einer Untersuchung von einem anderen Stuttgarter Aktienclub und MSM-Interessierten, der einige Wachstumsaktien exemplarisch mit Zyklikern verglichen hat. [...]
Bei der Monats-Schluss-Methode (MSM) wird mit Hilfe der Renditen der 30jährigen USTreasury-Bonds und der deutschen Umlaufrendite, die am letzten Freitag eines Monats erhoben werden, die Zinstrends ermittelt, die als Signale für die Aktien-Weltmärkte gesehen werden können. Ein Kauf-Signal entsteht, wenn T-Bond oder Umlaufrendite (siehe Abb. 7) ein Zins-Tief gegenüber den letzten 6 Monaten (insgesamt 7 Monate) melden. Ein VerkaufSignal entsteht, wenn T-Bond und Umlaufrendite ein Hoch gegenüber den letzten 6 Monaten anzeigen. Von Uwe Lang wurde diese Methode bis 1962 zurückverfolgt. In seinem Buch "Aktien ohne Stress"26 zeigt er, dass mit ihrer Hilfe überdurchschnittliche Renditen zu erzielen sind und jede größere Baisse der letzten 30 Jahre gemieden worden wäre (siehe Tab. 11). Im Folgenden wird die Monats-Schluss-Methode, die auch Sieben-Monats-Methode genannt wird, noch durch die Beobachtung des Goldpreises ergänzt, indem Verkaufsignale nur dann gelten, wenn auch der Goldpreis ein aktuelles Hoch anzeigt (siehe Tab. 12). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832430115
Arbeit zitieren:
Jung, Viktor September 2000: Ausgewählte Anlagestrategien in Aktien: Darstellung und Performance, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Relative Stärken Modell, Monats-Schluss-Methode, Wachstumswerte, Dividendenstrategie



