Die Ausarbeitung eines Controllingkonzeptes
Im Rahmen des einzuführenden QM-Systems im KB-Kreisbau Bischofswerda, Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Denise Fischer
- Abgabedatum: August 1999
- Umfang: 69 Seiten
- Dateigröße: 320,9 KB
- Note: 1,4
- Institution / Hochschule: Staatliche Studienakademie Leipzig Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2109-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2109-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2109-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fischer, Denise August 1999: Die Ausarbeitung eines Controllingkonzeptes, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Qualitätsmanagement-System, Controlling-System
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Diplomarbeit von Denise Fischer
Einleitung:
Heute ist man der überzeugenden Auffassung, daß Controlling ein fester und unverzichtbarer Bestandteil moderner Unternehmensführungskonzepte ist. Gerade in Zeiten der sinkenden Baukonjunktur hat sich jedes Unternehmen mit dem Aspekt des Controlling auseinanderzusetzen. Die verantwortlichen Führungskräfte sollten sich jedoch nicht erst in "schlechten Zeiten" damit beschäftigen, sondern das Controlling schon eher als objektive Notwendigkeit betrachten. Das Controlling im Baubetrieb bedarf an sich keiner Schaffung neuer Funktionen. Die vorhandenen Aufgaben sollen lediglich möglichst systematisch verteilt sowie die Führungsaufgaben der Planung, Information, Steuerung und Kontrolle zu einem übergreifenden, zukunftsorientierten Steuerungsinstrument der Unternehmertätigkeit zusammengefaßt werden.
Um im Wettbewerb bestehen zu können, ist die Erfüllung von Kundenanforderungen eine Grundvoraussetzung. Qualität ist dabei nicht nur die Erfüllung von Produktspezifikationen, sondern auch die Erfüllung aller von externen Kunden gestellten und abgeleiteten, internen Anforderungen. Ein hohes Qualitätsniveau ist jedoch nicht automatisch mit hohen Kosten verbunden. Vielmehr sind durch eine vorbeugende Qualitätssicherungsstrategie sowohl die Minimierung von Änderungs- und Fehlerfolgekosten als auch die Verbesserung der Unternehmensleistung möglich. Auf Qualität muß in jedem Bereich des Unternehmens geachtet werden. Nur so können die Qualitätsziele erfüllt werden. Für die Planung, Steuerung und Kontrolle der geschäftlichen Aktivitäten ist daher ein umfassendes Controlling unabdingbar. Das betriebswirtschaftlich ausgeprägte Controlling und das Qualitätsmanagement müssen dabei inhaltlich und methodisch aufeinander abgestimmt und integriert werden. Dazu ist es notwendig, den Beitrag von Qualität zum Unternehmenserfolg aufzuzeigen, Qualitätsziele in operative Vorgaben umzusetzen sowie die Leistungen mittels einer Qualitäts- und Leistungsrechnung sowie qualitätsbezogenen Kennzahlen zu steuern. Weiterhin ist die Schaffung von Qualitätsfähigkeit für alle Prozesse der Leistungserstellung unbedingt erforderlich.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Die Ausarbeitung eines Controllingkonzeptes im Rahmen des einzuführenden QM-Systems am Beispiel der Firma KB - Kreisbau Bischofswerda, Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH | 2 |
| 2.1 | Controlling-Systeme - Neue Erkenntnisse und Anforderungen | 2 |
| 2.1.1 | Definition des Controllingbegriffes | 2 |
| 2.1.2 | Bedeutung des Controlling | 3 |
| 2.1.3 | Ziele und Aufgaben des Controlling | 4 |
| 2.1.4 | Qualitätstechniken als Instrumente des Qualitätscontrolling | 7 |
| 2.1.5 | Elemente des Qualitätscontrolling | 10 |
| 2.1.6 | Controllerrollen - fachliche und persönliche Anforderungsprofile, Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung | 12 |
| 2.1.7 | Gestaltung der Produktqualität aus Kundensicht | 16 |
| 2.1.8 | Qualitätscontrolling von Leistungsprozessen | 17 |
| 2.1.9 | Aktuelle Literaturrecherche | 22 |
| 2.2 | Grundlagen für die Gestaltung eines Controlling-Systems in der KB - Kreisbau Bischofswerda, Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH | 23 |
| 2.2.1 | Vorstellung des Beispielunternehmens | 23 |
| 2.2.2 | Aufbau- und Ablauforganisation | 25 |
| 2.2.3 | Schwachstellen und Mängel | 27 |
| 2.3 | Vorschläge für ein Controlling-System der Firma KB - Kreisbau Bischofswerda, Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH | 28 |
| 2.3.1 | Voraussetzungen für die Einführung des Controlling-Systems ins Unternehmen | 28 |
| 2.3.2 | Anforderungsprofil des Controlling-Systems | 32 |
| 2.3.3 | Aufbau des Controlling-Systems | 35 |
| 2.3.4 | Arbeitsweise des Controlling-Systems | 36 |
| 2.3.5 | Aktivitätenplan | 45 |
| 3. | Schlußbemerkungen | 49 |
Da Rechnungswesen und Unternehmensplanung zu den wichtigsten Betätigungsfeldern des Controllers gehören, ist im ersten Schritt eine Diagnose beider Systeme vorzunehmen. Aus der schematischen Darstellung der Betriebsstruktur ist ersichtlich, wie das umfangreiche Berichtswesen im Unternehmen organisatorisch eingegliedert ist. Es ist zentral aufgebaut. Ein Grund für die Zentralisierung sind die gesetzlichen Regelungen im Bereich des externen Rechnungswesens. Generell spricht auch das Vereinheitlichungsbestreben im Rechnungswesen dafür. Durch den Einsatz der Großrechnereinheit AS 400 im Unternehmen ist gewährleistet, daß jedem Funktionsbereich der Zugriff auf die benötigten Daten möglich ist. Ablauforganisatorisch ist das Berichtswesen einerseits an die gesetzlichen Anforderungen des externen Rechnungswesen, andererseits an die Gestaltungsmerkmale des Planungs- und Kontrollsystems gebunden. Es ist verantwortlich für die systematische und chronologische Erfassung aller (mengenmäßigen) Güterbewegungen und damit zusammenhängenden sowie darüber hinausgehenden geldlichen (wertmäßigen) Veränderungen. Im Rechnungseingang werden die in den Betrieb gelangenden Belege (z.Bsp. Rechnungen über Materialeinkäufe) erfaßt. Anschließend werden sie mit einer internen Nummer versehen. Ein weiterer Schritt ist die Vergabe der Kreditorennummer. Mit Hilfe der im Unternehmen angewandten Großrechnereinheit AS 400 werden die Eingangsrechnungen auf rechnerische Richtigkeit (Bruttobetrag, Steuerschlüssel, Zahlungsbedingung und –ziel, Skontobetrag) überprüft. Angrenzend daran werden sie den kostenverantwortlichen Stellen im Betrieb übergeben. Diese prüfen die sachliche Richtigkeit dieser Rechnungen und versehen sie mit der dazugehörigen Kostenstelle. Nach Rücklauf der Eingangsrechnungen erfolgt die Kontierung nach dem Betriebskontenrahmen (Sachkontenplan). Wenn es sich um Kostenrechnungen handelt, werden diese anschließend in der Finanzbuchhaltung nach Kostenart und Kostenstelle verbucht. Sie können aber auch Umbewertungen zum Zwecke einer entscheidungsorientierten Rechnung erfahren. Die so aufbereiteten Informationen werden dann bereitgestellt für: [...]
Als erstes sollen ein paar Bemerkungen zum Unternehmen aufgezeigt werden. Gegründet wurde die KB – Kreisbau Bischofswerda, Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH im Jahre 1956. Bis 1975 war sie als reiner Baureparaturbetrieb bekannt. Danach stand die Montage von Neubauten im Mittelpunkt. Modernisierungen und Gesellschaftsbauten zählten zu den Hauptaufgaben der Firma. Angewandt wurde die damals bekannte Blockbauweise IW 64 (Industrieller Wohnungsbau 1964), die in sogenannten Taktstraßen gefertigt wurde. Darunter ist ein Baukastensystem zu verstehen, welches unbewehrte, vorgefertigte Elemente mit einer Größe von ca. 1,00 x 1,20 m (sogenannte Blöcke) zu Wohnblöcken zusammensetzte. Ab 1985 verwendete man stattdessen Gasbetonsteine. Der Übergang zur Bauweise IW 85 war damit geschaffen. Bedingt durch den territorialen Bedarf spezialisierte sich der Hochbau seit der politischen Wende in Deutschland zunehmend auf Vollwärmeschutz und Fassadensanierung. In den letzten Jahren wurden aber auch wieder Rekonstruktionsmaßnahmen ausgeführt. Der Bereich des Ausbau wurde 1976 in das Unternehmen eingegliedert und bestand bis Mitte 1999 als eigenständige Abteilung. Auf der folgenden Seite ist die gegenwärtige Betriebsstruktur der KB – Kreisbau Bischofswerda , Hoch-, Tief- und Ausbau GmbH dargestellt. Mit seinen rund 270 Vollbeschäftigten sowie in den Sommermonaten 100 befristet eingestellten Mitarbeitern zählt der KB – Kreisbau Bischofswerda zu den größten mittelständigen Unternehmen der Region. Der jährliche Umsatz beträgt ca. 43 Millionen DM. [...]
flußgrößen auf den Prozeßverlauf. Zur Prozeßverbesserung sind im Rahmen des Qualitätscontrolling unterschiedliche Ansätze und Methoden einzusetzen: Auditierung: “Als Alternative zu einer zentralen Audit-Organisation bietet sich die gegenseitige Auditierung an, bei der sich verschiedene Organisationseinheiten abwechselnd beurteilen. Es ist dabei sinnvoll, daß eine gegenseitige Auditierung mit mehr als nur zwei eingebundenen Organisationseinheiten erfolgt. Die operative Controllingaufgabe wird von den Mitarbeitern im Sinne eines Selbstcontrollings wahrgenommen, das sich nicht mehr nur, wie bei der Selbstprüfung, auf Qualität bezieht, sondern ebenfalls auf Zeit- und Kostengrößen.”6 Durch eine gegenseitige Auditierung der Fachbereiche wird der Informationsaustausch verbessert, welcher der Angleichung und darüber hinaus der Weiterentwicklung des Leistungsniveaus im Unternehmen dient. Durch Innovationsübertragung können Qualitäts- und Produktivitätsunterschiede weiterhin beseitigt werden. Standardisierung: Soweit es möglich und sinnvoll erscheint, sind für jeden Prozeß Prozeßstandards festzulegen. Es ist allerdings weder vonnöten noch möglich, jeden einzelnen Arbeitsschritt zu standardisieren. Eine Vereinheitlichung der Zykluszeit, Rüstzeit oder Arbeitsfolge muß jedoch vorliegen. Voraussetzung für die Standardisierung von Abläufen ist die Dokumentierbarkeit der am Prozeß beteiligten Informations- und Materialflüsse. Visualisierung: Darunter versteht man die bildliche Darstellung von Informationen über Arbeitsabläufe und –ergebnisse. Die Visualisierung von quantitativen und qualitativen Leistungsdaten unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der Leistungsprozesse. Bedingt durch eine größere Transparenz über Prozeßziele, –leistungen und –ausführung kommt es zu einer Steigerung der Mitarbeitermotivation. Die an einem Prozeß beteiligten Mitarbeiter besitzen eine unmittelbare Selbstkontrolle der Zielerreichung. Weiterhin bildet die Visualisierung die Basis für eine gegenseitige Auditierung. Selbstabstimmung in Teilprozessen: Eine Qualitätsverbesserung der Prozesse kann durch Selbstabstimmung der Mitarbeiter erlangt werden. Die Gruppe legt selbständig die Arbeitsplatz- und Prozeßgestaltung, die Aufgabenverteilung und die Sicherstellung der Prozeßqualität fest. Es finden lediglich ergebnisorientierte Prüfungen der übergeordneten Prozesse und im Falle von Abweichungen detailliertere Analysen statt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832421090
Arbeit zitieren:
Fischer, Denise August 1999: Die Ausarbeitung eines Controllingkonzeptes, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Qualitätsmanagement-System, Controlling-System



