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Auktionstheorie - Eine Analyse der europäischen UMTS-Lizenzvergaben

Auktionstheorie - Eine Analyse der europäischen UMTS-Lizenzvergaben
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nicolai Fischer
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7569-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7569-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7569-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Nicolai März 2003: Auktionstheorie - Eine Analyse der europäischen UMTS-Lizenzvergaben, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Standardauktion, Multi-Objekt Auktion, Englische Auktion, Reverse Auktion, Effizienz

Diplomarbeit von Nicolai Fischer

Zusammenfassung:

Auktionen werden aktuell immer beliebter um zwischen Privaten, aber auch zwischen Unternehmen, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Sie sind besonders geeignet Märkte effizient, zeit—und kostendsparend und über weite Distanzen hinweg zu schaffen.

In dieser Diplomarbeit wird eine Einführung in die Standardauktionen gegeben, optimales Bietverhalten analysiert und Vergleiche zwischen Ausschreibungen und Auktionen gezogen. Mit diesem Basiswissen wird der Leser dann in die Welt der Multi-Object Auctions eingeführt, die für die spätere Betrachtung der europäischen UMTS-Auktionen wichtig werden. Der dritte Teil widmet sich dann ausführlich der Frage nach der Effizienz der UMTS-Auktionen, vergleicht deren Auktionsdesign und beschreibt mögliche Fehler und Verbesserungsvorschläge.

Insgesamt soll der Leser mit dem vermittelten Wissen einen Einblick in die Charakteristika von Auktionen erhalten und deren Nutzen am Beispiel der UMTS-Auktionen erkennen. Als roter Faden wird zudem die Frage nach der ökonomischen Effizienz aus Sicht der Auktionärs, in diesem Fall dem Staat, verfolgt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 4
2. ZIELE UND VERGABEFORMEN 6
2.1 Zielsetzungen der Regierungen 6
2.2 Vergabeformen 10
2.2.1 Vergleich zwischen Beauty Contest und Auktion 10
3. ONE-UNIT AUKTIONEN UND EINFLUSSFAKTOREN 16
3.1 Die Standardauktionen 16
3.1.1 Vergleich von SPSB Auktion und FPSB Auktion 17
3.2 Revenue Equivalence Theorem 21
3.2.1 Risikoeinstellung 22
3.2.2 Heterogene Bieter und der Einfluss auf Auktionen 22
3.2.3 Private Value versus Common Value 26
3.2.3.1 Maßnahmen zur Auktionseffizienzsteigerung bei „fast“ Common Values 30
3.2.3.2 Mögliche Ineffizienzen durch heterogene Bieter 31
4. MULTI-OBJECT AUKTIONEN 35
4.1 Regeln der verwendeten Auktionstypen 36
4.1.1 Simultane, offene, aufsteigende Multiround Auktion mit exogener Lizenzanzahl 36
4.1.2 Simultane, offene, aufsteigende Multiround Auktion mit endogener Lizenzanzahl 37
4.1.3 Uniform Sealed-Bid Auktion 38
4.1.4 Wichtigkeit der Aktivitätsregel 38
4.2 Abgrenzung der verschiedenen Multi-Object Auktionen 39
4.2.1 Simultane Auktion versus sequentielle Auktion 40
4.2.2 Offene Auktion versus Sealed-Bid Auktion 43
4.2.3 Exogene versus endogene Lizenzanzahl und deren Markteinfluss 45
4.2.3.1 Wechselwirkung zwischen Lizenzanzahl und Marktstruktur 45
4.2.3.2 Auktionstheoretische Effizienz 52
4.2.3.3 Demand Reduction, Exposure Problem und Free Riding 53
4.2.4 Generell zu beachtende Kriterien in Auktionen 57
4.3 Auktionstheoretische Ergebnisse 61
5. VERLAUF DER EUROPÄISCHEN UMTS-AUKTIONEN 62
5.1 Großbritannien 63
5.2 Niederlande 65
5.3 Deutschland und Österreich 67
5.4 Schweiz 70
5.5 Italien, Belgien und Dänemark 71
6. LIZENZPREISE 73
6.1 Rolle des Lizenzpreises 73
6.2 Erklärungsansätze für signifikante Lizenzpreisdifferenzen 76
6.2.1 Zeitbezogene Ansätze 78
6.2.2 Geografische und demografische Ansätze 80
6.2.3 Ökonomische Ansätze 82
6.2.4 Unternehmensbezogene Ansätze 85
7. FAZIT 89
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 93
ANHANG 94
LITERATURVERZEICHNIS 98

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit diesem Wissen wird es dann einfacher den für die UMTS-Auktionen relevanten Schritt zu den Multi-Object Auktionen zu vollziehen. Es werden dabei Einblicke in das UMTS-Regelwerk gewährt und Wechselwirkungen zwischen diesen Auktionen und dem Markt analysiert. Eine Abgrenzung verschiedener Multi-Object Auktionen und Erläuterung ihrer Probleme auch im Hinblick auf deren auktionstheoretischer Effizienz runden den Theorieabschnitt ab. Kapitel 5 dient als Einstieg in den Praxisteil. Hier werden die wichtigsten UMTSAuktionsausgänge in Europa exemplarisch dargestellt und verschiedene Phänomene erläutert. Zusätzlich versuche ich Ergebnisse aus dem Theorieteil anzuwenden und die Erfüllung meiner Zielvorgaben bzw. die der Länder zu überprüfen. Kapitel 6 soll die Rolle der Lizenzpreise für Staat und Unternehmen näher beleuchten und Erklärungsansätze für starke UMTS-Lizenzpreisschwankungen liefern. Schon früh in meiner Recherche stellte sich mir die Frage, wo Gründe für die signifikanten proKopf Lizenzpreisunterschiede in verschiedenen europäischen Staaten liegen könnten. Nicht nur in Hinblick auf daraus resultierenden heterogenen Startkosten für die UMTS-Anbieter, die einer homogenen UMTS-Entwicklung in Europa schaden könnten, sondern auch im Hinblick auf das Phänomen einer kleineren Steuerverzerrung bei Auktionseinnahmen, ist eine Untersuchung der Preisschwankungsgründe sinnvoll. Die Literatur gibt dabei nur kleine Anhaltspunkte zur Beantwortung der Fragestellung. Ich möchte die Fragestellung mit eigenen Erklärungsansätzen vertiefen und versuchen, unter Zuhilfenahme von vielfältigen Datenmaterial, diese Literaturlücke mit meinen Ergebnissen ein wenig zu verkleinern. Den Abschluss der Diplomarbeit bildet Kapitel 7 mit einer Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse und einem kurzem Fazit. [...]

Waren die GSM-Lizenzen noch mehr oder weniger umsonst vergeben worden, so sollte die Vergabe der UMTS-Lizenzen außerdem Milliarden in die leeren Kassen der Nationen spülen. Richtig aktuell wurde das Thema UMTS in Europa schließlich im Dezember 1998 , als alle europäischen Regulierungsbehörden vom europäischen Parlament beauftragt wurden, die Form der Verteilung der UMTS-Frequenzen auf nationaler Basis zu organisieren. 2 Als erster führte Finnland 1999 die Vergabe der UMTS-Lizenzen durch. Man verwendete dabei ein bürokratisches Verfahren. Ein Jahr später, im April des Jahres 2000, griff Großbritannien als erster auf eine Auktion als Allokationsform zurück. Diese wurde in den Medien wegen Einnahmen im hohen Milliardenbereich als Erfolg gewertet. Ist der hohe Erlös aber wirklich ein Maß für eine erfolgreich Lizenzvergabe? Oder gibt es andere Kriterien? Eine Antwort ist nicht trivial. Um einer Lösung näher zu kommen untersuche ich daher in Kapitel 1 die Vergabeziele der europäischen Staaten. Diese sind in erster Linie volkswirtschaftliche Effizienz3 und als Nebenziel Erlös. Die Frage nach der Umsetzung dieser Ziele im Verlauf der europäischen UMTS-Vergaben soll dann auch ein wichtiger Untersuchungspunkt meiner Arbeit sein. Zu Beginn der Diplomarbeit werde ich verschiedene Lizenzverteilungsarten auf diese Ziele hin untersuchen. Es wird sich herausstellen, dass die Auktion dabei die anderen Vergabeformen dominiert und das Thema „Auktion“ soll daher ins Zentrum meiner Analyse rücken. Ein vernünftiger Einstieg in die komplexe Auktionstheorie war rückblickend die größte Herausforderung, aber ist gleichzeitig auch ein großes Spannungsmoment. Mein Wissen und Verständnis für die Problemstellungen meiner Diplomarbeit ziehe ich dabei aus Fachartikeln bedeutender Auktionstheoretiker aus verschiedenen Ländern und anderen Veröffentlichungen in der internationalen Presse. Als Einstieg in das Thema, soll im ersten Schritt Grundwissen zu Auktionen vermittelt werden, in denen nur ein Gut versteigert wird. Außerdem werden erste Auktionseinflussfaktoren im Rahmen des Revenue Equivalence Theorems überprüft, die im Verlauf der Arbeit weiter gebraucht werden. [...]

Auktionen sind in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. So kann mittlerweile jeder via Internet bei Ebay seine Plattensammlung der ganzen Welt in einer Versteigerung von zu Hause aus anbieten. Auktionen werden aber gerade wegen ihrer Fähigkeit einen fast perfekten Markt zu simulieren, in dem Angebot und Nachfrage schnell und einfach koordiniert werden können, auch bei Unternehmen und staatlichen Stellen immer beliebter. In den USA werden Frequenzen für Radio und Fernsehen schon seit Jahren mit der Hilfe von Auktionen vergeben. Gerade bei dem knappen öffentlichen Gut „Frequenzspektrum“ ist es besonders wichtig, dass es möglichst effizient zum Wohl aller eingesetzt wird. Aber auch wegen der Wichtigkeit des Telekommunikationsmarkts für die Volkswirtschaften ist eine sorgfältig durchdachte Allokation für alle am Prozess Beteiligten von höchster Priorität. Heute ist dieser Markt schon mehr als 200 Milliarden Euro wert. Dabei wuchs der für diese Studie relevante Mobilfunkmarkt nach sehr großen Wachstumsraten in den 90ern, im Jahr 2000 immer noch um 38% und Anfang 2001 hatten schon 63% der EU-Bürger ein Mobiltelefon. Tendenz steigend.1 Es handelt sich also um einen der dynamischsten Märkte in Europa im Moment. Bisher telefonieren wir mit der zweiten Mobilfunkgeneration (2G), dem Global System for Mobile Communications (GSM) Standard. Dieser Standard soll in den kommenden Jahren von der dritten Generation (3G), dem Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) Standard abgelöst werden. Die neue Technologie wird es möglich machen das Internet und den Mobilfunk zu verschmelzen. Videos, Surfen im Internet, Musik hören oder ein mobiles Büro sind nur einige Funktionen, die nach Sicht der Telekommunikationsunternehmen die Welt verändern werden. Eine UMTS-Lizenz ist für alte Anbieter mit bald auslaufenden GSM-Lizenzen, aber auch für potentielle neue Anbieter ein Schlüsselfaktor zum Überleben bzw. den erfolgreichen Start in die neue Ära. Aus gegebenen Gründen ist es unabdingbar für die Regierungen sich frühzeitig eingehend mit der UMTS-Lizenzallokation zu beschäftigen. Für Unternehmen steht dabei eine transparente und faire Lizenzvergabe an erster Stelle. Für Konsumenten und Regierungen ist es auf der anderen Seite wichtig, möglichst günstig und schnell mit dem neuen Standard ausgerüstet zu werden. [...]

Arbeit zitieren:
Fischer, Nicolai März 2003: Auktionstheorie - Eine Analyse der europäischen UMTS-Lizenzvergaben, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Standardauktion, Multi-Objekt Auktion, Englische Auktion, Reverse Auktion, Effizienz

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