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Augeninnendrucksenkung unter körperlicher Ausdauerbelastung bei Freizeitsportlern

Augeninnendrucksenkung unter körperlicher Ausdauerbelastung bei Freizeitsportlern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Ihring
  • Abgabedatum: Juni 2008
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 22
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1776-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ihring, Michael Juni 2008: Augeninnendrucksenkung unter körperlicher Ausdauerbelastung bei Freizeitsportlern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Glaukom, Augeninnendruck, Ausdauertraining, Puls, Blutdruck

Diplomarbeit von Michael Ihring

Zusammenfassung:

Die Steigerung der körperlichen Ausdauerleistung hat heutzutage in vielen Lebensbereichen einen positiven Effekt. Neben der vitalen Fitness, verbessern sich wesentliche Funktionen des Herz-Kreislauf-Systems und Mechanismen des Stoffwechsels. Diese Diplomarbeit zeigt in einer Studie mit 30 Probanden die positiven Auswirkungen der Laufbandergometrie. Dabei richten sich die Betrachtungen auf die Veränderung des Augeninnendruckes. Ein erhöhter Wert ist als Risikofaktor einer Glaukomerkrankung anzusehen. Ziel einer jeden Therapie ist derzeit die medikamentöse Senkung des Augeninnendruckes. Diese Verringerung der Augeninnendruckwerte von durchschnittlich 24 %, wird in den zugrundeliegenden Untersuchungen durch aerobe Ausdauerbelastung erreicht. Zur qualitativen Einordnung der Messwerte wurden systemische Vergleichsparameter ermittelt. Dabei zeigen besonders schwere Menschen und Probanden mit hohen Augeninnendruck eine deutliche Senkung der Augeninnendruckwerte. Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit sollen eine neue Möglichkeit der begleitenden Glaukomprävention aufzeigen und den positiven Effekt des Ausdauertrainings auf die Glaukomerkrankung dokumentieren.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 1
Abkürzungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 4
Zusammenfassung (Ihring/Reinhold) 5
Abstract (Ihring/Reinhold) 5
1. Einleitung (Ihring/Reinhold) 6
2. Grundlagen (Ihring/ Reinhold) 8
2.1 Glaukom (Ihring) 8
2.1.1 Definition 8
2.1.2 Primäre Glaukomformen 10
2.1.2.1 Offenwinkelglaukom 10
2.1.2.2 Winkelblockglaukom 11
2.1.1.3 Kongenitales Glaukom 13
2.1.3 Sekundäre Glaukomformen 14
2.1.3.1 Pseudoexfoliationsglaukom 14
2.1.3.2 Pigmentglaukom 15
2.1.3.3 Neovaskularisationsglaukom 15
2.1.3.4 Steroidglaukom 16
2.1.4 Risikofaktoren 17
2.2 Augeninnendruck (Reinhold) 20
2.2.1 Definition 20
2.2.2 Ziliarkörper 21
2.2.3 Trabekelwerk 22
2.2.4 Kammerwasser 23
2.2.5 okuläre Hypertension 24
2.2.6 Die Ocular Hypertension Treatment Study 25
2.3 systemische Vergleichsparameter (Reinhold) 26
2.3.1 Blutdruck 26
2.3.2 Puls 27
2.3.2.1 Taststellen 29
2.3.2.2 Berechnung 30
2.3.3 Sauerstoffsättigung 30
2.3.4 BMI 31
2.4 Ausdauertraining (Ihring) 32
2.4.1 Energiestoffwechsel und Energiebereitstellung 33
2.4.2 Allgemeine aerobe dynamische Ausdauer 34
2.4.3 Herz-Kreislauf-Regulation bei körperlicher Belastung 35
2.4.4 Stoff- und Flüssigkeitsaustausch im Kapillarbereich 36
2.4.5 Laufbandergometrie und Leistungsdiagnostik 38
2.4.6 Belastungsschema 39
3. Zielsetzung (Ihring/Reinhold) 42
3.1 Augeninnendrucksenkung durch Ausdauertraining (Ihring) 42
3.2 Glaukomprävention durch Ausdauertraining (Ihring) 43
3.3 Abgrenzung zu Kraftsportarten (Reinhold) 44
4. Material und Methode (Ihring/Reinhold) 45
4.1 Studiengruppe (Reinhold) 45
4.1.1 Probandenauswahl 45
4.1.2 Probandeneigenschaften 45
4.2 Verwendete Geräte (Ihring) 45
4.2.1 ICare Tonometer 46
4.2.2 Pulsoximeter 47
4.2.3 Blutdruckmessgerät 48
4.3 Studiendesign (Ihring) 49
4.3.1 Messkriterien 49
4.3.2 Ablauf der Messung 50
4.3.3 Protokoll 50
5. Ergebnisse (Ihring/Reinhold) 53
5.1 Ergebnisdarstellung 53
5.1.1 Beschreibung der grafischen Darstellungstypen 53
5.1.2 Grafische Auswertung der Anamnesedaten 54
5.1.3 Empirische Häufigkeitsverteilung und Belastungsdisposition systemischer Parameter 64
5.1.4 Empirische Häufigkeitsverteilung und Belastungsdisposition des Augeninnendruckes 80
5.2 Deskriptive Statistik 86
5.2.1 Beschreibung der verwendeten Testverfahren 86
5.2.2 Stichprobenanalyse auf Normalverteilung mit Shapiro-Wilk-Test 87
5.2.3 t-Test des Augeninnendruckes beider Augen 90
5.3 Korrelationsanalyse 91
5.3.1 Abhängigkeit systemischer Parameter und IOD von der Ausdauerbelastung 91
5.3.2 Abhängigkeit des Augeninnendruckes von systemischen Parametern 97
5.4 Darstellung des Endergebnisses 102
5.4.1 Augeninnendruckveränderung und BMI 102
5.4.2 Augeninnendruckveränderung bei hohen und niedrigen IOD-Werten 103
5.4.3 Puls- und Augeninnendruckveränderung unter Ausdauerbelastung 103
6. Ergebnisswürdigung (Ihring/Reinhold) 105
6.1 Analyse der Ergebnisse 105
6.2 Vergleich Hypothesen und Ergebnisse 107
6.3 Fehlerbetrachtung 108
7. Resümee (Ihring/Reinhold) 110
Anhang 111
Glossar 120
Quellenverzeichnis 122
Danksagung 124

Textprobe:

Kapitel 2.2.5, okuläre Hypertension: Die okuläre Hypertension ist eine Sonderform des Offenwinkelglaukoms, bei der erhöhte Augeninnendruckwerte über 21 mmHg vorliegen, ohne glaukomtypische Schäden an der Papille und ohne Gesichtsfeldausfälle aufzuweisen. Diese tritt mit einer Prävalenz von 2,1 % auf.

Nicht alle Patienten mit einer okulären Hypertension entwickeln ein manifestes Glaukom, da die Grenze eines schädigenden Druckes individuell unterschiedlich hoch ist. Trotzdem weiß man heute, dass neben dem erhöhten IOD noch eine Reihe weiterer Faktoren bei der Glaukomentstehung eine wichtige Rolle spielen. Die Senkung eines erhöhten IOD ist eine anerkannte Therapieform. Die Drucksenkung kann medikamentös und chirurgisch erfolgen. Bis heute gibt es keine sichere Methode, die bei okulärer Hypertension eine exakte Voraussage erlaubt, welche Patienten zur Gruppe mit geringem Risiko und welche zu den Gefährdeten zählen. Jeder Patient besitzt eine individuelle Drucktoleranz, sodass heute die Glaukomerkrankung nicht mehr über die Höhe des Augeninnendruckes definiert wird. Es gibt für jeden Menschen einen individuellen Druck, der nicht überschritten werden sollte.

Kapitel 2.2.6, Die Ocular Hypertension Treatment Study: Die Ocular Hypertension Treatment Study (OHTS) wurde als multizentrische Studie durchgeführt. Die Patienten mussten an den Augen keine Erkrankungen und einen normalen Papillenbefund vorweisen. Eingeschlossen wurden 1636 Teilnehmer mit okulärer Hypertension und einem IOD zwischen 24 und 32 mmHg in mindestens einem Auge und einem IOD von 21 bis 32 mmHg im anderen Auge. Danach wurden die Patienten randomisiert, d.h. sie wurden zufällig und unabhängig voneinander in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe wurde nur beobachtet, ohne senkende Medikation oder Placebo. In der zweiten Gruppe wurde der IOD unter Lokaltherapie gesenkt, mit dem Ziel, den IOD auf 24 mmHg zu therapieren und den IOD auf 20 % zu senken. Es wurden zur Dokumentation weitere Faktoren mit in Betracht gezogen, wie z.B. Rasse, Geschlecht, Familienanamnese mit Glaukom und opthalmologische Faktoren, wie der IOD, die Hornhautdicke, horizontale sowie vertikale Cup/Disc–Ratio und Myopie. Halbjährlich erfolgten Nachuntersuchungen der Patienten, bei denen die Perimetrie gemessen und Fotos der Papille aufgenommen wurden.

Bei der Studie wurden folgende Ergebnisse erzielt:

817 Teilnehmer wurden mit lokaler IOD-senkender Medikation behandelt und 819 nur beobachtet. In der behandelten Gruppe fiel der Augeninnendruck von 24,9 plus/minus 2,6 mmHg auf ein Mittel von 19,3 plus/minus 2,2 mm Hg. In der Beobachtungsgruppe ohne Therapie änderte sich der IOD von 24,9 plus/minus 2,7 mmHg auf 23,9 plus/minus 2,9 mmHg. Ein primäres Offenwinkelglaukom entwickelten 39 von 817 der Behandlungsgruppe, verglichen mit 89 von 819 in der Beobachtungsgruppe. Damit betrug die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 5 Jahren ein Glaukom zu entwickeln, in der Beobachtungsgruppe 9,5 % und in der Behandlungsgruppe 4,4 %.

Kapitel 2.3, systemische Vergleichsparameter (Reinhold): Der Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und der Body-Mass-Index dienen bei den Untersuchungen dieser Studie, als Vergleichs- und Bewertungskriterium.

Kapitel 2.3.1, Blutdruck: Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß. In unterschiedlichen Bereichen des Blutkreislaufes herrschen verschiedene Druckverhältnisse. Beim Blutdruck spricht man in der Regel von dem arteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe, der meistens an der Brachialarterie des Oberarms gemessen wird.

Der Blutdruck wird entgegen naturwissenschaftlichen Gepflogenheiten nicht in der Einheit Pascal, sondern in der traditionellen Einheit Millimeter Quecksilbersäule angegeben. Die Darstellung des arteriellen Druckes erfolgt konventionell als Zahlenpaar aus systolischem und diastolischem Druck. Der systolische Wert ist die größere Zahl, abhängig von der Herzauswurfleistung. Dieser charakterisiert den Druck im Herzen im Moment des Zusammenziehens des Herzmuskels. Wenn sich der Herzmuskel entspannt, sinkt der Druck auf den zweiten Wert, der als diastolischer Druck bezeichnet wird. Dieser ist abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der großen Gefäße.

In Ruhe beträgt der normale systolische, arterielle Druck zwischen 100 und 130 mmHg und der diastolische Wert zwischen 60 und 85 mmHg. Stress und körperliche Anstrengung sind für die Erhöhung des systolischen Wertes verantwortlich. Der diastolische Wert ergibt sich durch die Widerstandsverhältnisse in den Blutgefäßen. Somit steigt der diastolische Wert bei Gefäßablagerungen, wie Arteriosklerose. Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages, je nach Anstrengung, Stress oder körperlicher Ausgewogenheit. Viele Faktoren, wie Hypertonie, Diabetes, Rauchen oder Fettstoffwechselstörungen beeinflussen den Blutdruck negativ.

Bei Überschreitung der Grenzwerte, sollte ein Arzt konsultiert werden. Der Patient läuft Gefahr im Laufe seines Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Des Weiteren muss sich der Blutdruck in bestimmten Wertebereichen bewegen, denn sowohl ein zu hoher als auch ein zu geringer Druck können den Organismus und seine Organe schädigen. Gleichzeitig passt sich der arterielle Druck an wechselnde Belastungen, wie anstrengenden Dauerlauf, Ruhe oder Schlaf, an.

Der Blutdruck kann direkt oder indirekt gemessen werden. Die direkte Messung wird mit einem Druckfühler in einem Blutgefäß durchgeführt. Die indirekte Messung erfolgt mit Hilfe einer Blutdruckmanschette an einer Extremität. Die erste Messvariante wird vor allem bei Operationen eingesetzt, um eine bessere Überwachung zu gewährleisten. Für die schnellere Anwendung wird die indirekte Druckmessung eingesetzt, die für den Patienten angenehmer ist. Man unterscheidet bei der indirekten Messmethode zwischen manuelle und digitale Messung. Diese kann mit einem Blutdruckmessgerät durchgeführt werden.

Arbeit zitieren:
Ihring, Michael Juni 2008: Augeninnendrucksenkung unter körperlicher Ausdauerbelastung bei Freizeitsportlern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Glaukom, Augeninnendruck, Ausdauertraining, Puls, Blutdruck

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