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Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements

Dargestellt am Beispiel einer orthopädischen Klinik der Zentralversorgung

Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klaus Harder
  • Abgabedatum: Oktober 1997
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 9,7 MB
  • Institution / Hochschule: AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0490-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0490-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0490-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Harder, Klaus Oktober 1997: Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kostendruck, Mitarbeiterorientierung, Patientenorientierung, Umfassendes Qualitätsmanagement

Diplomarbeit von Klaus Harder

Einleitung:

Die Krankenhäuser in Deutschland stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik. Als größter Ausgabenblock der gesetzlichen Krankenversicherungen gelten sie als Hauptverursacher der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen. Der Gesetzgeber fordert Wirtschaftlichkeit bei Wahrung einer hohen qualitativen Versorgung. Im Spannungsfeld zwischen Qualitätssicherung und Kostenentwicklung hängt die Handlungsfähigkeit des Krankenhauses gegenüber den vielfältigen neuen Anforderungen von der Leistungsfähigkeit der inneren Strukturen ab. Die Krise des Krankenhauses kann als Auslöser von Wandlungsprozessen gesehen werden. Neben einem wachsenden Kosten- und Leistungsbewußtsein beginnt sich die Einstellung gegenüber dem Patienten zu ändern. Der Patient wird zum Kunden, der zufrieden entlassen werden soll, von dem man sich wünscht, daß er das Krankenhaus weiterempfiehlt und der als Wähler und Bürger Einfluß auf das Image und den Stand des Krankenhauses nimmt.

In einer sich ständig verändernden Krankenhauslandschaft werden Struktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität den Wettbewerb bestimmen. Qualität darf unter heutigen ökonomischen Verhältnissen nicht mehr als Spezialistenwissen angesehen werden, sondern muß Bestandteil der Grundphilosophie des Krankenhauses werden.

Das umfassende Qualitätsmanagement ist der Lösungsansatz für alle Qualitätsprobleme. Es ist kein Patentrezept, aber es ist ausgestattet mit vielen nützlichen Instrumenten. Qualitätsmanagement erfaßt alle Bereiche und Berufsgruppen. Im Gegensatz zu bislang eher punktuellen Maßnahmen der Qualitätssicherung liegt die Verantwortung beim TOP-Management.

Das Prozeßmanagement durchbricht das im Krankenhaus traditionell vorherrschende Denken in Funktionen. Der Patient steht im Mittelpunkt von der Aufnahme bis zur Entlassung. Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital. In Qualitätsteams werden Abläufe überprüft und Prozesse optimiert.

Die Vulpius Klinik in Bad Rappenau hat als orthopädische Fachklinik mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystem begonnen. Auf der Grundlage umfangreicher Maßnahmen der Qualitätssicherung und den Ergebnissen einer Patienten- und Mitarbeiterbefragung wurden Verbesserungen der Arbeitsabläufe und der Kommunikation getroffen. Ein Klinikleitbild wurde geschaffen. Umfangreiche Umstrukturierungen im Pflegebereich sollen die Qualität der pflegerischen Versorgung steigern. Das ambulante Operieren als zusätzliche Institutsleistung erfordert die Entwicklung einer patientenorientierten Ablauforganisation unter Berücksichtigung der engen personellen und räumlichen Gegebenheiten. Gegenwärtig wird an Behandlungsleitlinien und Qualitätsindikatoren gearbeitet. Erste Ergebnisse der Prozeßoptimierung zeigen: verbesserte Qualität nützt nicht allein den Patienten und den Mitarbeitern, Qualität rechnet sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Veraltete Strukturen und starre Hierarchien müssen überwunden werden. Die Unterstützung durch einen externen Berater ist dabei sehr hilfreich. Trotz bestehender Schwachpunkte will die Vulpius Klinik ihr Ziel erreichen: Aufbau des Qualitätsmanagementsystems und Zertifzierung im Frühjahr 1998.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. Das Krankenhaus im Spannungsfeld zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit 3
1.1 Stellung des Krankenhauses in der öffentlichen Gesundheitsversorgung 3
1.2 Gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 4
1.3 Anforderungen der Krankenkassen 6
1.4 Erwartungen und Bedürfnisse der Patienten 7
1.5 Das Krankenhaus heute und morgen 8
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen des umfassenden Qualitätsmanagements 10
2.1 Medizinische Qualität im Krankenhaus 10
2.2 Von der Qualitätssicherung zum Qualitätsmanagement 11
2.3 Philosophie des Qualitätsmanagements 14
2.4 Merkmale eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems 16
2.4.1 Konsequente Ausrichtung auf Patientenanforderungen 16
2.4.2 Ganzheitliche Qualitätskonzeption 17
2.4.3 Qualitätsmanagement als Führungsaufgabe 19
2.4.4 Qualität und Wirtschaftlichkeit 21
2.4.5 Prozeßorientierung 22
2.4.6 Mitarbeiterorientierung 23
2.4.7 Zielorientierung und Flexibilität 24
2.4.8 Null-Fehler-Ansatz 24
2.4.9 Kontinuierlicher Verbesserungsprozeß (KVP) 25
2.5 Qualitätsmanagement und Marketing 26
3. Bausteine und Instrumente für die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in der Vulpius Klinik GmbH 28
3.1 Darstellung der Vulpius Klinik GmbH 28
3.1.1 Geschichte 28
3.1.2 Leistungsdaten 29
3.1.3 Aktuelle Aufgaben und Ziele der Klinik 30
3.2 Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Qualität 32
3.2.1 Konventionelle Qualitätssicherung 32
3.2.2 Qualitätszirkel 33
3.2.3 Qualitätsbeauftragter 35
3.2.4 Klinikzeitung Vulpius Info 36
3.3 Durchführung einer Patientenbefragung 37
3.4 Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung 40
3.5 Leitbild der Vulpius Klinik 43
4. Darstellung der Abteilung Pflegedienst 45
4.1 Pflegerische Qualitätssicherung 45
4.2 Der Pflegedienst der Vulpius Klinik 46
4.3 Die Pflegestationen als Mittelpunkt der Klinik 47
4.3.1 Von der Funktionspflege zur Bereichspflege 47
4.3.2 Patienten- und mitarbeiterfreundliche Arbeitszeiten 48
4.3.3 Pflegeplanung und Pflegeprozeß 49
4.3.4 Verfahrensanweisungen für die Pflege 50
4.3.5 Die Pflege in der Bewertung der Patienten 51
4.4 Lean Management in der Pflegedienstleitung 51
4.5 Ziele des Pflegedienstes 53
5. Praxisbeispiel Ambulantes Operieren 54
5.1 Ambulantes Operieren als Institutsleistung des Krankenhauses 54
5.2 Leistungsumfang und Qualitätssicherung 55
5.3 Vorbereitende Maßnahmen 56
5.4 Ablaufplanung 57
5.4.1 Sprechstunde Ambulantes Operieren 57
5.4.2 Präoperative Maßnahmen 58
5.4.3 Ambulante Operation 59
5.4.4 Postoperative Maßnahmen 59
5.4.5 Dokumentation der Qualitätssicherung 60
5.4.6 Die Abrechnung mit dem Kostenträger 61
5.5 Die strategische Bedeutung des ambulanten Operierens 61
6. Perspektiven des Aufbaus eines umfassenden Qualitätsmanagements 63
6.1 Aktueller Stand des Projekts 63
6.2 Entwicklung von Behandlungsleitlinien und Qualitätsindikatoren 65
6.3 Prozeßoptimierung - Qualität rechnet sich 68
6.4 Mehr Qualität durch Vermeidung von Überforderung 71
6.5 Aktivitäten anderer Abteilungen und Ausblick 72
Anhang 76
Literaturverzeichnis 121
Adressen im Internet 131

Arbeit zitieren:
Harder, Klaus Oktober 1997: Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kostendruck, Mitarbeiterorientierung, Patientenorientierung, Umfassendes Qualitätsmanagement

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