Aufbau eines Detektorteleskops für ERDA-Messungen und erste Anwendungen auf dünne Schichten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Adrian Gohla
- Abgabedatum: Juni 1994
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 4,1 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2637-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2637-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2637-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gohla, Adrian Juni 1994: Aufbau eines Detektorteleskops für ERDA-Messungen und erste Anwendungen auf dünne Schichten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Detektorteleskop, Schwerionenstrahlen, Konzentrationsprofile, Materialanalyse, ERDA
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Diplomarbeit von Adrian Gohla
Problemstellung:
In der vorliegenden Arbeit wird der Aufbau einer ERDA-Detektoranlage zur Bestimmung tiefenaufgelöster Konzentrationsprofile dünner Schichten beschrieben. Die Anlage wurde in zahlreichen Messungen mit Schwerionenstrahlen und Spaltfragmentquellen getestet.
ERDA (Elastic Recoil Detection Analysis) ist eine kernphysikalische Untersuchungsmethode, die auf der elastischen Streuung schwerer Ionen mit den Atomen einer dünnen Festkörperprobe basiert. Die Information über die Tiefenprofilverteilung im Target wird mit ERDA durch die Spektroskopie der aus der Probe ausgestoßenen Ionen gewonnen. Eine Auflösung von atomaren Monolagen ist dabei prinzipiell möglich.
Gang der Untersuchung:
Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit der Motivation für das ausgewählte Thema.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen der ERDA-Analyse formuliert. Im einzelnen wird auf die mit dieser Methode realisierbare Isotopentrennung und Bestimmung der Tiefenkonzentrationsprofile eingegangen. Der dritte Teil der Arbeit befasst sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise eines DE-E-Detektorteleskops. Neben der Energiemessung ermöglicht ein Teleskop eine kernladungsspezifische Elementtrennung. Der fünfte Teil der Arbeit zeigt den Aufbau einer ERDA-Messapparatur am Tandembeschleuniger in Köln. Anschließend werden erste Experimente präsentiert.
ERDA stellt eine zuverlässige und auch für industrielle Anwendungen sehr interessante Methode dar. Von Korrosionsforschung bis zur Chipherstellung finden sich Einsatzgebiete von ERDA. Der Zugang zu einem Ionenbeschleuniger kann durch eine Kooperation mit ausgewählten Universitäten, die über Beschleunigerlabors verfügen, gewährleistet werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Theoretische Formulierung der Spektrometrie elastisch gestreuter Targetionen | 9 |
| 2.1 | Teilchendiskriminierung mit der ERDA-Technik | 9 |
| 2.2 | Tiefenaufgelöste Konzentrationsbestimmungen | 14 |
| 3. | Allgemeine Grundlagen für den Bau eines delta-E-E Detektorteleskops | 17 |
| 3.1 | Funktionsweise einer Ionisationskammer | 17 |
| 3.1.1 | Primäre Ionisation | 17 |
| 3.1.2 | Bewegung der Ladungsträger im Gas | 20 |
| 3.1.3 | Entstehung und Verarbeitung des Signals in einer Ionisationskammer | 21 |
| 3.1.4 | Bedeutung des Frisch-Gitters | 24 |
| 3.2 | Arbeitsweise eines ionenimplantierten Halbleiterdetektors | 26 |
| 4. | Energieauflösung in der ERDA-Spektroskopie | 28 |
| 4.1 | Prinzipielle Grenzen der Teilchendiskriminierung | 28 |
| 4.1.1 | Energieverluststreuung | 29 |
| 4.1.2 | Statistik des Ionisationsprozesses | 30 |
| 4.1.3 | Winkelstraggling | 31 |
| 4.2 | Tiefenauflösung | 32 |
| 4.2.1 | Detektorwinkelakzeptanz | 33 |
| 4.2.2 | Kleinwinkelstreuung | 33 |
| 4.2.3 | Totale Energieverluststreuung | 34 |
| 5. | Aufbau des ERDA-Meßplatzes | 35 |
| 5.1 | Streukammer | 35 |
| 5.2 | Konstruktion des delta-E- E -Detektorteleskops | 37 |
| 5.3 | Gasdruckregelung | 40 |
| 5.4 | Elektronik | 42 |
| 6. | Testmessungen | 44 |
| 6.1 | Messungen mit einer alpha-Eichquelle | 44 |
| 6.2 | Untersuchungen der Teilchendiskriminierung mit einer Spaltfragmente - Quelle | 49 |
| 7. | ERD-Analysen mit einem hochenergetischen 58 Ni - Strahl | 55 |
| 7.1 | Elementtrennung an einer LiF-Probe | 55 |
| 7.2 | Analyse der Mg-Rastertargets | 60 |
| 7.3 | Nachweis von 40 Ar in einem Mehrschichtentarget | 64 |
| 7.4 | Analyse der Oxidation von Plungertargets | 70 |
| 8. | Diskussion der erreichten Auflösung | 74 |
| 8.1 | delta-E-Auflösung | 74 |
| 8.2 | E-Auflösung | 74 |
Die Materialanalyse mit der ERDA-Methode bedarf eines leistungsstarken Ionenbeschleunigers, der sich durch eine gute Strahlqualitat auszeichnet. Um eine zuverlassige Elementtrennung fur ein moglichst gro es Massenspektrum zu gewahrleisten, mu ein Schwerionenstrahl mit einer Energie von mehr als 1MeV=A zur Verfugung stehen. Da anhand der Messungen die Tiefenpro lkonzentrationen bestimmt werden sollen, sind auch an den Fokussierungsgrad des Strahls hohe Anforderungen gestellt. Der Tandembeschleuniger der Universitat Koln bietet sich als das geeignete Instrumentarium fur die Materialanalyse mit schweren Ionen an. Seit Jahren existiert dort ein Me platz, an dem unsere Arbeitsgruppe regelmassig kernspektroskopische Experimente durchfuhrt. Die ERDA-Detektorapparatur sollte an diesem Strahlplatz so ausgelegt werden, da man in der Lage ist, mit derselben Elektronik und demselben Datenaufnahmesystem die Materialanalysen zwischendurch wahrend anderer Experimente aufzunehmen 5 . Der Strahlplatz be ndet sich am Ende des 0 Strahlrohrs vom Tandembeschleuniger. Die Vakuumkammer fur ERDA-Messungen ist in Strahlrichtung direkt vor dem kernspektroskopischen Me platz aufgestellt. In das Strahlrohr, wenige Zentimeter vor der Versuchskammer, wurde eine Blende mit dem Durchmesser von 2 mm eingefuhrt. Das Kammervakuum betragt wahrend der Messungen typischerweise 2 10;6 mbar. Der Strahlstrom wird mit einem in der Kammer be ndlichen Faraday-Cup gemessen. [...]
Nach Stoquert 2] setzt sich die Energieverschmierung aus folgenden Beitragen zusammen: (1) die Schwankung der Einschu energie - E0 (2) die intrinsische Detektorau osung - Ei (3) die Energieverschmierung - Ed aufgrund der endlichen Detektorwinkelakzeptanz (4) (1) Weglangenunterschiede der Projektile und Ejektile im Target und der Ejektile im Zahlgas, die infolge der lateralen Aufstreuung entstehen (2) die Energieverschmierung aufgrund der Kleinwinkelstreuung im Target - E bzw. - E (5) die Energieverluststreuung im Target und im Eintrittsfenster - EB (6) die Ober achenrauhigkeit der Probe (7) Die Energieunsicherheit aufgrund der Strahl eckausdehnung auf der Probe Es Die totale Energieau osung kann nun als eine Summe der Quadrate dargestellt werden: [...]
Das E -Signal eines E-E-Detektorteleskops wird im zweiten Detektor erzeugt, in dem die Rucksto ionen ihre nach dem Durch ug durch die Ionisationskammer hinterbliebene Energie deponieren. Aus den im Kapitel 2 diskutierten Grunden wurde im Rahmen dieser Arbeit ein Halbleiterdetektor zur Energiemessung eingesetzt 2. Si-Halbleiterdetektoren arbeiten ahnlich wie eine Ionisationskammer. Ein durch iegendes Ion erzeugt eine Spur von geladenen Teilchen, die durch die entgegengesetzt geladenen Elektroden getrennt werden. Fur die Erzeugung eines Ladungstrager-Paares wird eine Energie von ca. 3.6 eV benotigt. Bei gleicher Energie des ionisierenden Teilchens konnen deshalb 10 mal so viele Ladungstrager erzeugt werden wie in einer Ionisationskammer. Dadurch wird die Au osung wesentlich besser. Das hier beschriebene Detektorteleskop besitzt einen ionenimplantierten SiDetektor. Dieser besteht aus einem n-leitenden Si-Grundmaterial, in welches eine p-leitende Bor-Schicht implantiert wurde. An der Eintrittsseite wird zusatzlich eine dunne Kontaktschicht aus Gold aufgedampft. Am p-n [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832426378
Arbeit zitieren:
Gohla, Adrian Juni 1994: Aufbau eines Detektorteleskops für ERDA-Messungen und erste Anwendungen auf dünne Schichten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Detektorteleskop, Schwerionenstrahlen, Konzentrationsprofile, Materialanalyse, ERDA



