Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Attraktivität des deutschen Profi-Fußballs unter Berücksichtigung von Finanzausstattung und relativer Wettbewerbsfähigkeit der Ligamannschaften

Attraktivität des deutschen Profi-Fußballs unter Berücksichtigung von Finanzausstattung und relativer Wettbewerbsfähigkeit der Ligamannschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marian Klemm
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 112 Seiten
  • Dateigröße: 946,7 KB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6132-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6132-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6132-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Klemm, Marian Mai 2002: Attraktivität des deutschen Profi-Fußballs unter Berücksichtigung von Finanzausstattung und relativer Wettbewerbsfähigkeit der Ligamannschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sportökonomie, Vermarktung, Fernsehrechte, sportlicher Wettbewerb

Diplomarbeit von Marian Klemm

Einleitung:

Auf Initiative des Deutschen Fußball-Bundes ist für den Teilbereich Sport im Zuge der sechsten Kartellrechtsnovelle im Jahre 1998 eine Ausnahmeregelung verabschiedet worden. Somit ist es den Sportverbänden weiterhin gestattet, die Fernsehrechte eines Ligawettbewerbs zentral und ohne Beteiligung der Vereine zu vermarkten.

Der DFB argumentierte, dass eine Einzelvermarktung durch die Vereine dazu führe, dass wenige Vereine sehr reich und die übrigen verhältnismäßig arm würden. Die reichen Vereine könnten sich nun die besten Spieler kaufen und somit ihre Wettbewerbsposition gegenüber den Ligakonkurrenten nachhaltig verbessern. Die Folge wäre ein einseitiger sportlicher Wettbewerb, bei dem stets die gleichen wenigen reichen Vereine die Meisterschaft unter sich entscheiden würden. Hierunter würde die Attraktivität des Ligafußballs leiden, was sich in sinkenden Zuschauerzahlen und daraus folgenden niedrigeren Werbeerlösen niederschlagen würde. Am Ende würde eine Einzelvermarktung nach Ansicht des DFB dafür sorgen, dass alle Vereine schlechter gestellt wären, als bei einer Zentralvermarktung durch den Verband.

Diese Argumentation soll im Zuge dieser Arbeit auf ihre Stichhaltigkeit überprüft werden.

Gang der Untersuchung:

Dafür werden erst detailliert die Einnahmen- und Ausgabenquellen der deutschen Fußball-Vereine dargestellt. Die Kirch-Krise ist in diesem Abschnitt bereits mit berücksichtigt. Im nächsten Schritt wird die Entwicklung des Wettbewerbes in den deutschen Profi-Fußballligen von der Saison 1981/82 bis 2000/01 untersucht, wobei Messgrößen wie der Gini-Koeffizient zur Anwendung kommen, um Ungleichverteilungen im Wettbewerb zu messen. Folgend wird geklärt, inwieweit beobachtete Wettbewerbsungleichgewichte mit der finanziellen Situation der Vereine zu erklären sind. Anschließend werden Indikatoren für die Messung der Attraktivität des professionellen Ligafußballs eingeführt, anhand denen die Entwicklung der Beliebtheit der ersten und zweiten Bundesliga über den genannten Zeitraum untersucht wird. Mit der Darstellung der Gründe für ermittelte Änderungen bezüglich der Attraktivität der Fußball-Bundesliga, sowie einer ausführlichen Schlussbetrachtung schließt die Arbeit.

Im Rahmen der Arbeit werden die erste und zweite Fußball-Bundesliga Deutschlands betrachtet. Der Untersuchungshorizont erschließt sich über zwanzig Spielzeiten von der Saison 1981/82 bis 2000/01. Im Anhang findet sich eine umfassende tabellarische Aufstellung des verwandten Datenmaterials.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Konzeptioneller Rahmen 4
2.1 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes 4
2.2 Gang der Untersuchung 6
3. Die Finanzausstattung der Vereine im deutschen Profifußball 7
3.1 Die Entwicklung der Gesamtliga-Etats 7
3.2 Die Finanzierung der Vereinsetats 9
3.2.1 Die Haupteinnahmequellen im deutschen Profifußball 9
3.2.1.1 Die Zuschauereinnahmen 9
3.2.1.2 Die Fernsehgelder 11
3.2.1.3 Das Sponsoring 14
3.2.2 Weitere Finanzierungsalternativen der Profivereine 16
3.2.2.1 Merchandising 16
3.2.2.2 Positive Transferbilanz 17
3.2.2.3 Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft 18
3.2.2.4 Sonstige Einnahmequellen 20
3.2.3 Die Bedeutung der Vermarktungsgesellschaften 21
3.3 Die Verwendung der Finanzmittel 23
3.3.1 Die Ausgaben für den Unterhalt der Ligamannschaft 23
3.3.1.1 Die Gehälter des Lizenzspielerkaders 23
3.3.1.2 Die Ablösesummen bei Spielertransfers 25
3.3.1.3 Der Trainer- und Betreuerstab 26
3.3.2 Die Ausgaben im Rahmen des Spielbetriebes 27
3.3.3 Sonstige Ausgaben 27
3.4 Die Verteilung der Finanzmittel in den deutschen Profiligen 28
4. Die Intensität des Wettbewerbs in der Fußball-Bundesliga 31
4.1 Methoden der Feststellung der Wettbewerbsintensität im Ligafußball 31
4.2 Die relative Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaften im professionellen Ligafußball 33
4.2.1 Betrachtung des Wettbewerbs in der ersten Bundesliga 33
4.2.2 Betrachtung des Wettbewerbs in der zweiten Bundesliga 36
4.2.3 Betrachtung des Wettbewerbs zwischen den Profiligen 39
4.3 Der Einfluss der Finanzmittelverteilung auf die relative Wettbewerbsfähigkeit der Profivereine 42
4.3.1 Untersuchung der ersten Bundesliga 43
4.3.2 Untersuchung der zweiten Bundesliga 44
4.3.3 Möglichkeiten der Beeinflussung des sportlichen Erfolges durch die Finanzmittel 46
5. Die Attraktivität des professionellen Fußballs in Deutschland 49
5.1 Die Determinanten der Attraktivität des Ligafußballs 49
5.1.1 Unvorhersehbarkeit 49
5.1.2 Tradition und Identifikation 50
5.1.3 Sportlicher Erfolg 51
5.1.4 Atmosphäre im Stadion 52
5.1.5 Fußballspieler mit Weltklasse-Niveau 52
5.2 Methoden zur Messung der Attraktivität des deutschen Profifußballs 53
5.2.1 Der Zuschauerschnitt 53
5.2.2 Die Auslastung der Bundesligastadien 54
5.2.3 Die Einschaltquoten der Fernsehübertragungen der Fußball-Bundesliga 55
5.3 Bestimmung der Attraktivität des deutschen Bundesliga-Fußballs 56
5.3.1 Die Attraktivität der ersten Bundesliga 56
5.3.2 Die Attraktivität der zweiten Bundesliga 60
5.3.3 Ursachen der Entwicklungen der Attraktivität des Ligafußballs 63
6. Schlussbetrachtung 65
Anhang 72
Quellenverzeichnis 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine Untersuchung der zweiten Bundesliga gestaltet sich im Gegensatz zur ersten Liga ungleich schwieriger. Der Grund hierfür liegt in der höheren Fluktuation der Vereine in dieser Liga, da neben den Absteigern in die Regionalliga zusätzlich die Aufsteiger in die oberste Spielklasse die Liga verlassen und durch andere Teams ersetzt werden. Zu jedem Saisonstart treten somit im Regelfall sieben neue Mannschaften in der zweiten Bundesliga an, was erklärt, weshalb mit siebzig Teams, im Vergleich zur ersten Liga, auch deutlich mehr Profiklubs innerhalb des Untersuchungszeitraumes in Liga Zwei vertreten waren. Vor allem die Aufstiegsregelung, hat aber zur Folge, dass die Aussagekraft der Wettbewerbsuntersuchung eingeschränkt zu sein scheint. Denn da die sportlich erfolgreichsten Mannschaften zum Saisonende aufsteigen, wäre zu erwarten, dass sich keine langfristigen Wettbewerbsungleichgewichte einstellen. So zeigt sich in Abbildung 10 auch, dass die Gini-Koeffizienten der Punkteverteilung deutlichen Schwankungen unterliegen. War in der ersten Liga noch ein Trend zu einem ausgeglicheneren Wettbewerb erkennbar, so sind derartige Prognosen in der zweiten Liga nicht möglich. Es ist jedoch festzustellen, dass starke Ausprägungen einer [...]

Quelle: Eigene Darstellung unter Verwendung von: Grüne (2000 S. 142ff.) und Anpfiff (2001 S. 96). Auch den zweiten Tabellenrang erreichten mit acht Teams unterdurchschnittlich wenig Vereine. Eine zusammenfassende Betrachtung der, aufgrund der direkten Europapokalqualifikation besonders bedeutenden Positionen eins bis fünf zeigt, dass lediglich siebzehn unterschiedliche Vereine, bei einhundert Möglichkeiten innerhalb des Untersuchungszeitraumes eine dieser vordersten Platzierungen zu erreichen, am Saisonende mindestens einmal auf einem der ersten fünf Tabellenplätze rangierten. Zwölf dieser siebzehn Ligamannschaften konnten diesen Erfolg mindestens einmal wiederholen. Den erfolgreichsten acht Vereinen, die etwa zwanzig Prozent der 39 Teams repräsentieren, die sich von der Saison 1981/1982 bis 2000/2001 im direkten Wettbewerb um die besten Platzierungen befanden, gelang es insgesamt achtzig mal sich über diesen Weg direkt für einen europäischen Pokalwettbewerb zu qualifizieren. Betrachtet man hingegen die unteren Tabellenregionen, so scheint der Wettbewerb hier sehr viel ausgeglichener zu sein. Neben den ersten fünf Tabellenplätzen sind die letzten drei Ränge in der ersten Bundesliga am bedeutendsten, da eine Platzierung am Saisonende auf der sechzehnten bis achtzehnten Position den Abstieg in die zweite Bundesliga bedeutet. [...]

Ligamannschaften wird dieser Eindruck jedoch nur eingeschränkt unterstützt. So waren insgesamt neununddreißig verschiedene Vereine in den zwanzig Spielzeiten der Betrachtung in der ersten Bundesliga vertreten. Bei einem ausgeglichenen Wettbewerb wäre somit zu erwarten, von dass jede Tabellenposition innerhalb des Untersuchungszeitraumes eingenommen wurde. Wie Abbildung 9 jedoch zeigt, ist dies nur bei einer Platzierung tatsächlich der Fall. Es fällt vor allem auf, dass lediglich sechs verschiedene der neununddreißig angetretenen Mannschaften in den letzten zwanzig Jahren die Meisterschaft erringen konnten.23 Die Tatsache, dass von den zwanzig Meisterschaften allein zehn auf den FC Bayern München entfielen, verstärkt den ersten Eindruck zusätzlich. annähernd zwanzig unterschiedlichen Vereinen [...]

Arbeit zitieren:
Klemm, Marian Mai 2002: Attraktivität des deutschen Profi-Fußballs unter Berücksichtigung von Finanzausstattung und relativer Wettbewerbsfähigkeit der Ligamannschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sportökonomie, Vermarktung, Fernsehrechte, sportlicher Wettbewerb

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren