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Asymmetrische Schocks und die EWU

Deren Bedeutung und Anpassungsmöglichkeiten mit besonderer Betrachtung des Arbeitsmarktes

Asymmetrische Schocks und die EWU
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martina Maria Engelpuzeder
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 69 Seiten
  • Dateigröße: 744,2 KB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5185-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5185-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5185-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Engelpuzeder, Martina Maria Februar 2001: Asymmetrische Schocks und die EWU, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsmarkt, Migration, Schocks, Europäische Währungsunion

Diplomarbeit von Martina Maria Engelpuzeder

Einleitung:

Durch die Bildung der Europäischen Währungsunion (EWU) ist die Diskussion über die Bedeutung von asymmetrischen Schocks und entsprechenden Anpassungsmöglichkeiten innerhalb der Europäischen Union (EU) wieder lauter geworden. Denn im möglichen Auftreten von asymmetrischen Schocks wird in den Mitgliedsländern ein Problem gesehen.

In der Währungsunion werden die Wechselkurse fixiert, somit geht ein Instrument zur Schockverarbeitung zwischen den Ländern verloren. Zusätzlich entfällt die Möglichkeit, die nationale Geldpolitik zur Bekämpfung von asymmetrischen Schocks einzusetzen. Auch die länderspezifische Finanzpolitik wird durch die Maastricht-Kriterien eingeengt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Definition und Arten von Schocks 5
3. Relevanz von asymmetrischen Schocks 6
3.1 Identifikationsproblem 7
3.2 Untersuchungen über die Asymmetrie von Schocks 7
3.3 Wie wahrscheinlich sind asymmetrische Schocks in der EWU? 21
4. Theorie des optimalen Währungsraumes 25
4.1 Definition und Kriterien 25
4.2 Ist die EU ein optimaler Währungsraum? 28
4.3 Die Empirie zur Theorie des optimalen Währungsraumes 29
5. Anpassungsmechanismen 31
5.1 Fehlen des Instruments der Wechselkursanpassung unter der Einheitswährung 31
5.2 Die Schockverarbeitung auf den europäischen Arbeitsmärkten 32
5.2.1 Fakten der Arbeitslosigkeit in der EU 32
5.2.2 Anpassung an asymmetrische Schocks durch Migration 42
5.2.2.1 Zusammenfassung früherer Studien über Mobilität in Europa 43
5.2.2.2 Migrationsdaten 47
5.2.2.3 Strukturelle Modelle der Migrationsreaktion 47
5.2.2.4 Andere mögliche Einflussfaktoren 53
5.3 Relative Preisanpassung 54
5.4 Interregionale Versicherung und Fiskaltransfers 56
5.4.1 Private Versicherung 57
5.4.2 Erkenntnisse aus bereits bestehenden Währungsunionen 58
5.4.3 Europaweiter fiskalischer Ausgleichsmechanismus 61
6. Ausblick 63
Literaturverzeichnis 64

Automatisiert erstellter Textauszug:

Aktuell bewegen sich die Arbeitslosenraten in der EU 1999 von 2,9 % in Luxemburg bis 15,9 % in Spanien (siehe vorangehende Tabelle). Wenn man die Zahlen von 1999 mit 1998 vergleicht, ist eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenraten zu erkennen, die laut OECD auch 2001 anhalten wird. Trotzdem liegen 1999 noch fünf Länder im zweistelligen Bereich der Arbeitslosenzahlen, und 2001 bleiben es wahrscheinlich noch zwei Länder. Die Arbeitslosigkeit in der EU weist sicherlich generelle Unterschiede auf, aber daß sich alle Zahlen in eine Richtung bewegen, deutet doch auf eine gemeinsame Komponente in der europäischen Arbeitslosigkeit hin. Es gibt einige bestimmte Versuche die verschiedenen Komponenten der Arbeitslosigkeit zu bewerten um mögliche Gemeinsamkeiten zu finden. [...]

Zur Zeit ist eine hohe und lang anhaltende Arbeitslosigkeit in der EU eines der größten sozialen und ökonomischen Probleme. Während der letzten zwei Dekaden ist die Arbeitslosigkeit in vielen EU-Ländern empfindlich angestiegen und hat in manchen Ländern sogar ein zweistelliges Ausmaß erreicht. Obwohl die Arbeitslosigkeit während der wirtschaftlichen Expansionen gesunken und in Rezessionen angestiegen ist, kam es zu einem kontinuierlichen Anstieg der durchschnittlichen europäischen Arbeitslosenrate. Dieser Trend wird aber nicht von anderen entwickelten Ländern wie die USA oder Japan geteilt. Die Verschlechterung der europäischen Arbeitsmarktsituation setzt die nationalen Regierungen unter Druck zu handeln, exakt zu der Zeit, in der die EWU etabliert wird. Das wirft einige Fragen auf: Wie wird sich zum Beispiel in der EWU die Arbeitslosigkeit entwickeln, wie werden oder haben in der Vergangenheit asymmetrische Schocks die Arbeitsmärkte beeinflußt und wie haben diese reagiert? Wie funktioniert das Anpassungsinstrument der Arbeitskräftemobilität in den EULändern und der zukünftigen EWU? Zunächst möchte ich einige Daten zur Arbeitslosigkeit aufzeigen. [...]

Eines der Hauptargumente gegen die Währungsunion ist der Verlust des Wechselkursinstrumentes. Ist ein Land von einem adversen Schock betroffen, kann es die Anpassung durch eine Abwertung der inländischen Währung vornehmen. Laut traditioneller Makroökonomie passiert diese Anpassung schneller durch eine Änderung des nominellen Wechselkurses als durch eine Änderung der inländischen Löhne und oder Preise, da diese sich nur langsam anpassen und steigende Arbeitslosigkeit verursachen. Eine nominelle Wechselkursanpassung ist sinnlos, wenn ein Land dieses Instrument öfter einsetzt, da die Wirtschaftsakteure sofort darauf reagieren, indem sie höhere Löhne fordern. Denn wenn nominell abgewertet wurde, sinkt der reale Wechselkurs, Importe werden teurer und Inflation tritt auf. Dadurch vermindert sich der Reallohn und es wird eine Nominallohnerhöhung gefordert, die den Abwertungseffekt zunichte machen kann. Das würde doch bedeuten, daß das Wechselkursinstrument keine Wirkung zeigt. Aber gerade in einer Situation in der Nominallöhne nach unten rigide sind, und dadurch eine Anpassung auf einen adversen Schock durch die Löhne nicht möglich ist, kann man durch eine Abwertung die aufgrund des Schocks ansteigende Arbeitslosigkeit wieder vermindern - vorausgesetzt, daß die Reallohnsenkungen angenommen werden. Ob der Verlust dieses Instrumentes eine große Bedeutung hat, darüber herrscht keine einheitliche Meinung. In Ausnahmesituationen kann eine Wechselkursanpassung im Rahmen einer glaubwürdigen Stabilisierungspolitik durchaus gut funktionieren, andererseits hatte dieser Mechanismus oft genug nicht die gewünschten Effekte. Laut Emerson et al. (1992) sollte dieser Verlust nicht überbewertet werden, da Wechselkursänderungen der Gemeinschaft gegenüber der restlichen Welt weiterhin möglich sein werden, während das Instrument des nominellen Wechselkurses innerhalb des Europäischen Währungssystems (EWS) bereits weitgehend aufgegeben wurde. Außerdem trifft der Verlust des Wechselkurses als Anpassungs-mechanismus die derzeitigen Hartwährungsländer, wie Österreich, freilich weniger als die Weichwährungsländer, denn die Hartwährungsländer wollen ohnehin nicht abwerten. Wenn das Wechselkursinstrument ganz wegfällt, sollten andere Anpassungsmöglichkeiten auf asymmetrische (länderspezifische) Störungen gegeben sein, die im folgenden Verlauf beschrieben werden. [...]

Arbeit zitieren:
Engelpuzeder, Martina Maria Februar 2001: Asymmetrische Schocks und die EWU, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsmarkt, Migration, Schocks, Europäische Währungsunion

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