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Asset Securitisation

Die Verbriefung von Kundenforderungen bei Kreditinstitutionen

Asset Securitisation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Vogler
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 64 Seiten
  • Dateigröße: 731,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Ravensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6474-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6474-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6474-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Vogler, Daniel Juli 2002: Asset Securitisation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: ABS, Asset Backed Securities, Credit Enhancement, PROMISE, SPV

Diplomarbeit von Daniel Vogler

Einleitung:

Asset Securitisation (AS), die wertpapiermäßige Verbriefung von Vermögensgegenständen, stellt eine strukturierte Finanzierungsform dar, die aufgrund der flexiblen Ausgestaltungsformen die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten bietet. AS ist sowohl anwendbar für Industrieunternehmen zur Liquidierung ihrer Forderungen aus Lieferung und Leistung, als auch für Kreditinstitute, die mittels Securitisation verschiedenste Zielsetzungen in den Bereichen Risikomanagement, Bilanzstrukturmanagement sowie der Erschließung neuer Finanzierungs- und Ertragsquellen erreichen können.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Diplomarbeit konzentriert sich dabei auf eine Betrachtung der AS aus der Sicht von Kreditinstituten, die eine Verbriefung ihrer Forderungen erwägen.

Es wird deshalb zunächst in Kapitel 2 eine Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes vorgenommen und die AS anderen bekannten Finanzinstrumenten der Kreditinstitute gegenübergestellt.

Das Kapitel 3 gibt einen Überblick über den theoretischen Hintergrund der AS und erläutert insbesondere die verschiedenen Strukturierungsvarianten(True Sale vs. Synthetische Strukturen).

Den Abschluss des theoretisch fundierten Teils der Arbeit bilden die Kapitel 4 und 5 mit einer Untersuchung der Vor- und Nachteile derartiger Transaktionen, sowohl aus Sicht der Kredit-institute als auch aus Sicht potentieller Investoren.

In den darauf folgenden Kapiteln geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse auf ein praktisches Beispiel, hier die PROMISE-A-2002-1 Transaktion der HypoVereinsbank, in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), zu übertragen. Neben der Darstellung der Struktur (Kapitel 7) geht es dabei besonders um die Analyse der Verbriefungsmaßnahme hinsichtlich der in dem vorangegangenen Teil erarbeiteten möglichen Vorteile (Kapitel 8).

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis VI
1. Einführung 1
1.1 Wachsende Bedeutung des Kreditrisikomanagement bei Banken 1
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise 2
2. Definitionen und Abgrenzungen 3
2.1 Begriffsdefinitionen 3
2.2 Abgrenzung zu ähnlichen Finanzinstrumenten 4
3. Die Strukturierung von Asset Securitisation Transaktionen 6
3.1 Die Grundformen der Verbriefung 6
3.1.1 True Sale Struktur 6
3.1.2 Synthetische Struktur 7
3.2 Die beteiligten Parteien 9
3.2.1 Der Originator 9
3.2.2 Das Special Purpose Vehicle 10
3.2.3 Weitere beteiligte Parteien 11
3.3 Techniken des Credit Enhancement 13
3.3.1 Internes Credit Enhancement 13
3.3.2 Externes Credit Enhancement 14
4. Risiken von Asset Securitisation Transaktionen und die Rolle der Ratingagenturen 16
4.1 Typische Risiken im Zusammenhang mit Asset Securitisation 16
4.1.1 Poolrisiken 16
4.1.2 Verbriefungsrisiken 18
4.2 Das Rating von Asset Securitisation Transaktionen 19
4.2.1 Die Bedeutung des Rating 19
4.2.2 Der Ratingprozess 20
5. Beurteilung von Asset Securitisation Transaktionen aus Sicht der Bank als Originator 23
5.1 Vorteile 23
5.2 Nachteile 25
5.3 Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Asset Securitisation 26
6. Das PROMISE-Verbriefungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau 28
6.1 Aufgaben und Ziele der Kreditanstalt für Wiederaufbau 28
6.2 Motive für die Initiierung des PROMISE-Programms 29
6.3 Grundformen der PROMISE-Verbriefungen 30
7. Struktur der PROMISE-A-2002-1 Transaktion 32
7.1 Beteiligte Parteien 32
7.2 Das Referenzportfolio 34
7.3 Die Grundstruktur von PROMISE-A-2002-1 35
7.4 Amortisation und Verlustverteilung 37
8. Beurteilung der PROMISE-A-2002-1 Transaktion 39
8.1 Stärken 39
8.2 Schwächen 40
8.3 Auswirkungen für die HypoVereinsbank 41
9. Zusammenfassung und Ausblick 43
Literaturverzeichnis 47
Anhang 54
Ehrenwörtliche Erklärung 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

wie vorhandene Kreditsicherheiten.67 Um ein erstklassiges Rating zu erhalten, muss die Bedienung der ABS auch unter außergewöhnlichen Bedingungen, die mittels Stress Tests simuliert werden, gewährleistet sein. Als einfache Faustregel gilt hierbei, dass eine Tranche, die ein Tripple-A erhalten soll, auch bei Verlusten innerhalb des Forderungspool in fünffacher Höhe des erwarteten Verlustes keine Ausfälle erleidet.68 Daneben fließt in die Betrachtung der Poolperformance auch die Leistungsfähigkeit des Originator bzw. des Servicer ein. Hierbei werden insbesondere die personellen und technischen Kapazitäten für die reibungslose Abwicklung der Transaktion untersucht und bei Bedarf ein Back-Up Servicer bestimmt, der bei auftretenden Problemen die Rolle des ursprünglichen Servicer übernimmt. Im Bereich der strukturellen Komponenten sind zwei Untersuchungsbereiche zu unterscheiden. Zum einen geht es dabei um die Analyse der in der AST auftretenden Zahlungsströme. Die Verteilung der eingehenden Zahlungen sowie die Zuteilung auftretender Verluste auf die einzelnen Tranchen finden hierbei besondere Beachtung.69 Der zweite Bereich ist die Beurteilung der beteiligten Parteien an der Transaktion. Hierbei wird vor allem untersucht, ob die Weiterleitung von Zahlungen an die Investoren durch den Ausfall einer der Parteien gefährdet werden könnte. Sei es entweder dadurch, dass Gelder der Konkursmasse der Partei zugerechnet werden, oder dass entscheidende Tätigkeiten der ausgefallenen Partei nicht mehr erfüllt werden.70 Kernpunkte der rechtlichen Analyse sind zum einen die konkurssichere Ausgestaltung des SPV und zum anderen die Überprüfung der Übertragung der Forderungen vom Originator auf das SPV.71 Aufgrund der unterschiedlichen Rechtslage in den verschieden Ländern lassen sich die Ratingagenturen regelmäßig Einschätzungen spezialisierter Rechtsanwälte vorlegen (legal opinion), um die Beurteilung zu erleichtern. Daneben finden aber auch steuerrechtliche sowie aufsichtsrechtliche Themen und deren mögliche Auswirkungen Eingang in die Beurteilung. Nach Abschluss des formellen Ratingverfahrens erstellen die Agenturen eine vorläufige Klassifizierung. Entweder diese wird akzeptiert, oder aber es erfolgt eine Änderung in der Strukturierung, z.B. durch zusätzliches Credit Enhancement, und daraufhin eine Neueinschätzung der Agenturen. [...]

AST erlauben es durch die Verselbstständigung des Forderungspools, die ABS unabhängig von der Bonität des Originators zu beurteilen. Durch geeignete Strukturierung der Transaktion kann das Rating der emittierten Wertpapiere direkt gesteuert werden (Rating Engineering). Deshalb werden die Ratingagenturen regelmäßig bereits in einem sehr frühen Stadium der Strukturierung eingeschaltet. Die Ratinginitialisierung erfolgt dabei auf Initiative des Originators, der mit seinem Verbriefungsanliegen auf eine oder mehrere Ratingagenturen zugeht. In einem ersten Gespräch wird dabei die geplante Struktur, die zu verbriefenden Forderungen sowie mögliche Credit Enhancement Techniken vorgestellt und diskutiert.65 Häufig werden Transaktionen bereits nach diesem ersten Treffen abgebrochen, wenn die Einschätzung der Ratingagentur negativ ausfällt. Im Falle eines grundsätzlich positiven Urteils, erteilt der Originator der Ratingagentur das Mandat für die Durchführung des Rating. Damit beginnt das eigentliche formelle Ratingverfahren. Die Klassifizierungen der Agenturen treffen dabei eine Aussage über die Fähigkeit [...]

Häufig liegt das Erfordernis für ein Rating jedoch nicht nur im reinen Eigeninteresse der Investoren. Einige institutionelle Anleger, beispielsweise Versicherungsgesellschaften oder Pensionsfonds, unterliegen gewissen Anlagerichtlinien, die es ihnen nicht erlauben, Gelder in Anlagen zu investieren, die nicht mindestens eine Investment Grade Beurteilung vorweisen.62 Auch für Kreditinstitute als eine der wichtigsten Anlegergruppen in ABS, wird das Rating in Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen. Die derzeit vom Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) vorbereitete neue Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) sieht für die Investition in ABS Eigenkapitalunterlegungspflichten in Abhängigkeit der Ratingeinschätzung vor. So werden ABS-Tranchen mit einer Tripple-A Beurteilung in Zukunft voraussichtlich nur mit einem Risikogewicht von 14% im Grundsatz I anzurechnen sein, wohingegen ungeratete Tranchen in voller Höhe vom Eigenkapital abzuziehen sind. Da von den Ratingagenturen für die Beurteilung von ABS dieselben Ratingsymbole verwendet werden wie für traditionelle Anlageformen, beispielsweise Unternehmensanleihen, ergibt sich auch die Möglichkeit zu Vergleichen mit gleichgerateten Investitionsalternativen.63 Dadurch kann das Rating auch als ein Indikator für die notwendige Risikoprämie zur Deckung des übernommenen Risikos dienen.64 [...]

Arbeit zitieren:
Vogler, Daniel Juli 2002: Asset Securitisation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
ABS, Asset Backed Securities, Credit Enhancement, PROMISE, SPV

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