Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Kreditportefeuillemanagements
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Wolf
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 5,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2671-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2671-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2671-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wolf, Marc April 2000: Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Kreditportefeuillemanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Credit Derivatives, Kreditderivate, Securitization, Securitisation, CDO
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Diplomarbeit von Marc Wolf
Einleitung:
Das (Kredit-) Ausfallrisiko und die Frage nach seiner Absicherung haben seit der ersten Hälfte der neunziger Jahre eine ständig wachsende Aufmerksamkeit erfahren. So mussten Banken aufgrund einer stetigen Zunahme von Unternehmensinsolvenzen, die in fast allen Industrieländern historische Höchstwerte erreichten, rekordhohe Wertberichtigungen im Kreditgeschäft durchführen. Daneben haben die Asien- und Russland-Krise sowie deren Ausweitung auf die anderen „Emerging Markets“ der gesamten Bankbranche die Bedeutung eines wirksamen Risikomanagements erneut bewusst gemacht. Den Banken wurde verdeutlicht, dass nur solche Risiken sinnvoll gemanagt werden können, die zuvor korrekt gemessen und vom Management für akzeptabel befunden wurden.
Während zum Management von (Markt-) Preisrisiken – zu den wichtigsten zählen das Zinsänderungsrisiko, das Aktienkursrisiko und das Wechselkursrisiko – mit entsprechenden Derivaten, wie z.B. Forwards, Futures oder Optionen, bereits seit einiger Zeit Absicherungsinstrumente vorhanden sind, haben Banken bis vor kurzem über keine adäquaten Instrumente zur Steuerung von Ausfallrisiken verfügt. Deshalb sind in den letzten Jahren in Theorie und Praxis intensive Versuche unternommen worden, das mittlerweile beträchtliche Wissen beim Management von Marktpreisrisiken auf das Risikomanagement im Kreditgeschäft zu übertragen. So hat das Aufkommen von Märkten für verbriefte Kreditforderungen, d.h. Asset-Backed Securities (ABS), und für Kreditderivate neue Instrumente zum Management von Kreditausfallrisiken hervorgebracht. Zudem sind in den letzten Jahren neue Ansätze zur Kreditrisikomessung entwickelt worden, die sich nicht mehr nur auf die isolierte Bewertung einzelner Kreditpositionen beschränken, sondern die Messung des Kreditausfallrisikos auf Portefeuilleebene mit einschließen. Dadurch wird eine korrekte Quantifizierung von Ausfallrisiken ermöglicht, was zugleich die Voraussetzung für ein effizientes Portefeuillemanagement bildet.
Gang der Untersuchung:
Vor diesem Hintergrund wird in dieser Arbeit untersucht, inwieweit Banken durch Einsatz der in Deutschland bisher noch wenig genutzten „Asset Securitization“ sowie durch Einsatz von Kreditderivaten die Ausfallrisiken ihrer Kreditportefeuilles aktiv und damit vor allem effizienter als bisher managen können. Die Zielsetzung besteht dabei darin, zunächst ein theoretisches Fundament und damit den Bezugsrahmen für ein effizientes Management von Kreditausfallrisiken auf Portefeuilleebene herauszuarbeiten, um dann darauf aufbauend portefeuilletheoretisch begründete Handlungsstrategien für den Einsatz von ABS und Kreditderivaten ableiten zu können. Banken werden in diesem Zusammenhang als End-Nutzer dieser Finanzinstrumente betrachtet. Andere potentielle Funktionen einer Bank bei einer ABS-Transaktion oder als Händler von ABS und Kreditderivaten werden somit ignoriert.
Ausgehend von einer allgemeinen Risikodefinition wird in Kapitel 2 zunächst das Ausfallrisiko innerhalb der bankbetrieblichen Risiken abgegrenzt. Darauf aufbauend wird unter Rückgriff auf die Prinzipal-Agenten-Theorie dargestellt, inwiefern eine asymmetrische Informationsverteilung das Zustandekommen von Kreditverträgen erschweren und zudem Ursache eines erhöhten Kreditausfallrisikos sein kann. Ferner werden diese aus der Informationsasymmetrie resultierenden Probleme als wesentliche Gründe dafür angesehen, dass Ausfallrisiken – im Gegensatz zu (Markt-) Preisrisiken – bisher nicht gehandelt werden konnten. Daneben wird aufgezeigt, wie den genannten Problemen im Kreditgeschäft begegnet werden kann. In Kapitel 3 werden ABS und Kreditderivate vorgestellt und in ihren Grundstrukturen beschrieben, um damit eine solide Basis für die Analyse ihres Einsatzes im Kreditportefeuillemanagement zu schaffen. Dabei wird zugleich auf deren Entstehung und den derzeitigen Markt für diese Finanzinstrumente eingegangen. Im Anschluss wird in Kapitel 4 durch Rückgriff auf die Portefeuilletheorie ein theoretischer Bezugsrahmen für die Analyse der Einsatzmöglichkeiten von ABS und Kreditderivaten im Kreditportefeuillemanagement aufgestellt. Vor diesem Hintergrund wird ein Kreditrisikomodell aus der Praxis vorgestellt, mit dessen Hilfe sich Ausfallrisiken im Portefeuillekontext abbilden und quantifizieren lassen.
In Kapitel 5 wird auf Basis der Ergebnisse aus den Kapiteln 2 bis 4 analysiert, inwieweit ABS und Kreditderivate im Kreditportefeuillemanagement von Banken eingesetzt werden können. Zentral geht es dabei um die Beantwortung der Frage, ob ABS und Kreditderivate im Vergleich zu dem traditionell eingesetzten Instrumentarium zu einem effizienteren Management von Ausfallrisiken beitragen können. In diesem Zusammenhang werden Handlungsstrategien für ein aktives und vor allem effizientes Portefeuillemanagement abgeleitet. Abgeschlossen wird die Arbeit in Kapitel 6 durch eine Zusammenfassung und kritische Würdigung der wesentlichen Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Symbolverzeichnis | VII | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Gang der Untersuchung | 2 |
| 2. | BEGRIFF, AUSPRÄGUNGEN UND CHARAKTERISTIK DES (KREDIT-)AUSFALLRISIKOS | 3 |
| 2.1 | Zum Begriff des Risikos | 3 |
| 2.2 | Abgrenzung des Ausfallrisikos innerhalb der bankbetrieblichen Risiken | 4 |
| 2.3 | Kreditvergabe als Agency-theoretisches Problem | 7 |
| 2.3.1 | Asymmetrische Information und opportunistisches Verhalten im Kreditgeschäft | 8 |
| 2.3.2 | Vertragsgestaltung bei asymmetrischer Information | 10 |
| 2.4 | Handelbarkeit von Risiken | 12 |
| 3. | ABS UND KREDITDERIVATE | 13 |
| 3.1 | Definition und Charakteristik von ABS | 13 |
| 3.1.1 | Trend zur Securitization, Disintermediation und Asset Securitization | 13 |
| 3.1.2 | Grundkonzeption und -struktur einer ABS-Transaktion | 15 |
| 3.1.3 | ABS im europäischen und deutschen Kapitalmarkt | 19 |
| 3.2 | Definition und Charakteristik von Kreditderivaten | 20 |
| 3.2.1 | Konstruktionsmerkmale verschiedener Kreditderivate-Strukturen | 22 |
| 3.2.1.1 | Credit Default Swaps | 22 |
| 3.2.1.2 | Credit Spread Options | 24 |
| 3.2.1.3 | Total Rate of Return Swaps | 27 |
| 3.2.1.4 | Credit-Linked Notes | 28 |
| 3.2.2 | Der Markt für Kreditderivate | 31 |
| 4. | MESSUNG VON AUSFALLRISIKEN BEI KREDITPORTEFEUILLES | 33 |
| 4.1 | Die Identifikation und Quantifizierung von Ausfallrisiken als Voraussetzung eines effizienten Portefeuillemanagements | 33 |
| 4.2 | CreditMetrics (tm) - Ein portefeuilleorientiertes Kreditrisikomodell | 36 |
| 4.2.1 | Methodischer Ansatz | 36 |
| 4.2.2 | Anwendung im Kreditportefeuillemanagement | 42 |
| 5. | KREDITPORTEFEUILLEMANAGEMENT - EINSATZMÖGLICHKEITEN FÜR ABS UND KREDITDERIVATE | 45 |
| 5.1 | ABS als Instrumente eines effizienten Kreditportefeuillemanagements | 47 |
| 5.1.1 | Beurteilung aus risikopolitischer Sicht | 47 |
| 5.1.1.1 | Risikotransformation und Risikoallokation | 47 |
| 5.1.1.2 | Diversifikations- und Liquiditätseffekte | 49 |
| 5.1.1.3 | Entlastung der Eigenkapitalgrundsätze und Verbesserung finanzwirtschaftlicher Kennziffern | 51 |
| 5.1.2 | Probleme und Risiken | 52 |
| 5.2 | Kreditderivate als Instrumente eines effizienten Kreditportefeuille- managements | 54 |
| 5.2.1 | Beurteilung aus risikopolitischer Sicht | 54 |
| 5.2.1.1 | Hedging von Ausfallrisiken | 54 |
| 5.2.1.2 | Portefeuilleoptimierung | 57 |
| 5.2.2 | Probleme und Risiken | 61 |
| 6. | ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG | 64 |
| Anhang | 67 | |
| Literaturverzeichnis | 70 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832426712
Arbeit zitieren:
Wolf, Marc April 2000: Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Asset-Backed Securities und Kreditderivate als Instrumente eines Effizienten Kreditportefeuillemanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Credit Derivatives, Kreditderivate, Securitization, Securitisation, CDO



