Die Asset Allocation in der Praxis der Wertpapiervermögensverwaltung
Unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter strukturierter Kapitalmarktprodukte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Philipp Salzer
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: FH Nordhessen, Standort Kassel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7757-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7757-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7757-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Salzer, Philipp Oktober 2003: Die Asset Allocation in der Praxis der Wertpapiervermögensverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Portfoliotheorie, Markowitz, Diversifikation, Discontzertifikat, Hebelzertifikat
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Diplomarbeit von Philipp Salzer
Einleitung:
Die Entwicklung an den weltweiten Kapitalmärkten seit Anfang 2000 hat viele institutionelle und private Anleger in eine schwierige und bisweilen sogar prekäre Situation gebracht. Die über viele Jahrzehnte aufgebauten Reserven und Rücklagen vieler Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke sind durch die drastischen Kursrückgänge, insbesondere an den Aktienmärkten, auf ein Minimum reduziert worden und teilweise weisen die Bilanzen anstatt stiller Reserven nunmehr stille Lasten auf.
Im Zuge dieser unerwartet ausgeprägten und langen Marktkorrektur wurde offensichtlich, dass viele Anleger und Portfoliomanager die Basiskonzepte der strategischen asset allocation vernachlässigt haben. Zum einen mangelte es an ausreichender Kapitalanlageplanung, zum anderen wurde die eigene Risikotragfähigkeit überschätzt. Daneben zeichneten sich zahlreiche Portfolios durch zu viel Statik und zu wenig Flexibilität aus, so dass überhaupt nicht oder viel zu spät auf die anhaltende Baisse der Aktienmärkte reagiert wurde. Die realen Erträge am Aktienmarkt erreichten in der Zeit von 1980 bis Ende 2000 durchschnittlich rund 10,25% p.a.. Die Ergebnisse lagen damit um 5,5 Prozentpunkte über dem langjährigen Durchschnitt.
Für die kommenden Jahre wird für den Aktienmarkt ein realer Ertrag von 6% bis 8% p.a. erwartet. Dies wäre deutlich weniger als der Durchschnitt der außergewöhnlich guten 80er und 90er Jahre. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen der asset allocation verstärkt alternative Investmentmöglichkeiten, wie z.B. Kapitalanlagen in Emerging Markets, Hedge Fonds, Rohstoffen oder auch in strukturierten Kapitalmarktprodukten eingesetzt, da die Konzentration auf traditionelle Anlageklassen nicht mehr ausreicht. Durch die Aufteilung des Vermögens auf derartige Anlageobjekte kann das Rendite-Risiko-Profil eines Gesamtportfolios verbessert werden und die traditionelle asset allocation in Aktien, Renten und Geldmarktprodukte sinnvoll ergänzt werden.
Ziel der folgenden Arbeit ist daher, festzustellen, ob durch den Einsatz und die Beimischung von strukturierten Kapitalmarktprodukten, insbesondere von Index-Discountzertifikaten und Garantiezertifikaten, die Performance eines Portfolios gesteigert werden kann. Dabei wird dies aus der Sichtweise unabhängiger Vermögensverwaltungsgesellschaften und Vermögensverwalter betrachtet, die in ihrer Beratung und Produktauswahl keinerlei Restriktionen oder anderer Vorgaben unterliegen, wie dies z.B. für bankinterne Vermögensverwaltungen und Fondsgesellschaften gilt. Als Vermögensgegenstände werden ausschließlich handelbare Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Zertifikate, Investmentfonds ausgewählt. Nicht standardisierte Anlageobjekte wie u.a. Kunstgegenstände, Antiquitäten, Münzen, eigene oder vermietete Immobilien werden nicht berücksichtigt.
Zu Beginn dieser Arbeit wird die Portfoliotheorie nach Markowitz erläutert, da die Kernaussagen dieser Theorie die Philosophie der asset allocation bis heute beeinflussen. Anschließend wird der eigentliche Prozess der asset allocation dargestellt. Im zweiten Teil der Untersuchung werden ausgewählte strukturierte Kapitalmarktprodukte hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Zusammensetzung analysiert und bewertet. In Abschnitt E wird aufgezeigt, wie strukturierte Kapitalmarktprodukte innerhalb einer Anlagestrategie implementiert werden können. Zum Abschluss dieser Arbeit werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und daraus mögliche Handlungsempfehlungen formuliert.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Symbolverzeichnis | XI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Aufbau und Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Begriffliche Abgrenzungen und methodisches Vorgehen | 3 |
| 1.3 | Die Bedeutung und der Stellenwert der asset allocation innerhalb des Portfoliomanagements | 4 |
| 2. | Die Portfolio Selection Theory nach Markowitz als Grundlage für asset allocation-Entscheidungen | 5 |
| 2.1 | Annahmen des Markowitz-Modells | 6 |
| 2.2 | Der Begriff der Rendite | 7 |
| 2.3 | Die Volatilität als Risikomaß | 9 |
| 2.4 | Die Diversifikation, Kovarianz und Korrelation von Wertpapieren | 11 |
| 2.5 | Die Risikoeinstellung des Investors | 15 |
| 2.6 | Effiziente und optimale Portfolios | 18 |
| 2.7 | Modellkritik | 20 |
| 2.8 | Weiterentwicklungen der Portfoliotheorie | 21 |
| 3. | Der asset allocation Prozess | 23 |
| 3.1 | Strategische asset allocation | 24 |
| 3.1.1 | Bedürfnisstruktur und Risikotoleranz des Anlegers | 25 |
| 3.1.2 | Ertrag, Risiko und Korrelation von Assetklassen an realen Kapitalmärkten | 26 |
| 3.1.3 | Der Einfluß des Anlagezeitraums auf die Anlagepolitik | 29 |
| 3.1.4 | Die Bedeutung von Benchmarks | 32 |
| 3.1.5 | Aktiver Investmentstil | 35 |
| 3.1.6 | Passiver Investmentstil | 37 |
| 3.1.7 | Semi-passiver Investmentstil mittels Zertifikaten | 39 |
| 3.1.8 | Assetklassen-, Länder- und Währungsdiversifikation | 41 |
| 3.2 | Taktische asset allocation | 44 |
| 3.2.1 | Die Prognose von Finanzmarktdaten | 45 |
| 3.2.2 | Der Top-Down und der Bottom-Up Ansatz | 48 |
| 3.2.3 | Wertpapier-Selektion | 50 |
| 4. | Der Einsatz von ausgewählten strukturierten Kapitalmarktprodukten in der asset allocation | 51 |
| 4.1 | Die Bedeutung von strukturierten Produkten und Finanzinnovationen | 52 |
| 4.2 | Basiselemente von strukturierten Produkten | 53 |
| 4.3 | Die Bewertung strukturierter Produkte | 54 |
| 4.4 | Charakteristika spezifischer strukturierter Kapitalmarktprodukte | 56 |
| 4.4.1 | Index-Discountzertifikate | 57 |
| 4.4.1.1 | Besondere Merkmale im Unterschied zu herkömmlichen Indexzertifikaten | 58 |
| 4.4.1.2 | Bewertung eines Index-Discountzertifikats | 59 |
| 4.4.1.3 | Ertrag und Risiko eines Index-Discountzertifikats | 61 |
| 4.4.1.4 | Einflussfaktoren auf den Kurs von Index-Discountzertifikaten | 64 |
| 4.4.1.5 | Wichtige Kennzahlen | 65 |
| 4.4.1.6 | Portfolio-Strategien mit Index-Discountzertifikaten | 67 |
| 4.4.2 | Garantiezertifikate | 71 |
| 4.4.2.1 | Merkmale und Funktionsweise von Index-Garantiezertifikaten | 72 |
| 4.4.2.2 | Bewertung von Index-Garantiezertifikaten | 73 |
| 4.4.2.3 | Ertrag und Risiko von Index-Garantiezertifikaten | 74 |
| 4.4.3 | Weitere Formen strukturierter Kapitalmarktprodukte | 75 |
| 4.4.3.1 | Barrier-Discountzertifikat | 76 |
| 4.4.3.2 | Rolling-Discountzertifikat | 77 |
| 4.4.3.3 | Inflation Protect Zertifikat | 78 |
| 5. | Anlagestrategien unter Einsatz von strukturierten Kapitalmarktprodukten | 80 |
| 5.1 | Defensive Strategie | 82 |
| 5.1.1 | Zusammensetzung des Portfolios | 83 |
| 5.1.2 | Renditechancen und Risiko des Gesamtportfolios | 84 |
| 5.2 | Offensive Strategie | 86 |
| 5.2.1 | Zusammensetzung des Portfolios | 86 |
| 5.2.2 | Renditechancen und Risiko des Gesamtportfolios | 88 |
| 5.3 | Portfolio-Insurance mittels Knock-Out-Short-Indexzertifikaten | 89 |
| 5.3.1 | Funktionsweise von Knock-Out-Short-Indexzertifikaten | 90 |
| 5.3.2 | Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu herkömmlichen Put-Optionsscheinen und Futures | 92 |
| 5.3.3 | Bewertung von Knock-Out-Short-Indexzertifikaten | 95 |
| 5.3.4 | Absicherungsstrategie und Zusammensetzung des Portfolios | 98 |
| 6. | Fazit und Schlussbetrachtung | 100 |
| Literaturverzeichnis | 103 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832477578
Arbeit zitieren:
Salzer, Philipp Oktober 2003: Die Asset Allocation in der Praxis der Wertpapiervermögensverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Portfoliotheorie, Markowitz, Diversifikation, Discontzertifikat, Hebelzertifikat



