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Aspekte des Wissensmanagements in der Veranstaltungsorganisation

Aspekte des Wissensmanagements in der Veranstaltungsorganisation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Benjamin Wedel
  • Abgabedatum: August 2006
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 2,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 30
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4356-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wedel, Benjamin August 2006: Aspekte des Wissensmanagements in der Veranstaltungsorganisation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wissensmanagement, Veranstaltungsorganisation, Eventplanung, Kommunikationsstruktur, Projektmanagement

Diplomarbeit von Benjamin Wedel

Einleitung:

Bei der Organisation einer Veranstaltung steht der verantwortlich Planende beziehungsweise Projektmanager einer Vielzahl von Anforderungen und Herausforderungen gegenüber. Veranstaltungen fallen dabei unter den Begriff ‘Projekt’ nach DIN 69901, als ‘ein Vorhaben, das im wesentlichen durch eine Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist’. Veranstaltungen sind in aller Regel einmalig und beginnen und enden zu einem festen Zeitpunkt. Eventuelle Wiederholungen sind als eigenständige Projekte zu betrachten, da sie meist ganz eigene Probleme mit sich bringen.

Die speziellen Anforderungen einer Projektplanung, insbesondere was Organisation, Planung, Überwachung und Steuerung angeht, ergeben sich aus der komplexen Struktur solcher Projekte. Die Leitung von Projekten, auch bei der Veranstaltungsorganisation, ‘beinhaltet die Planung, Steuerung und Kontrolle der Projektaktivitäten im Hinblick auf die Zielerreichung’. Die Vielfalt der Ziele bei Veranstaltungen im speziellen werden in 1.2. ausführlich besprochen.

Ein Schritt bei der Planung von Veranstaltungen ist das Erfassen aller Aktivitäten und Tätigkeiten, die zur Durchführung der Veranstaltung dienlich und notwendig sind. Hierbei ist zu bemerken, dass nicht die richtige Lösung der Aufgaben, sondern die Definition der relevanten Aufgaben Inhalt der Planung ist. Wichtige Aufgaben der Projektplanung sind hierbei die Planung der Projektstruktur, eine Ablauf- bzw. Terminplanung, Kostenplanung und Personalplanung. Als zusätzliche Aspekte sind noch Qualität und Informationen zu nennen. Die Teilbereiche Termin-, Kosten- und Personalplanung werden in 1.3. ausführlich behandelt.

Bei der Veranstaltungsorganisation beinhaltet das Projektmanagement neben den oben erwähnten strukturellen und organisatorischen Komponenten auch noch eine soziale Komponente. Der Projektleiter muss die volle Unterstützung des Auftraggebers beziehungsweise des Managements erfahren. Ferner muss diese Unterstützung bei den Projektmitarbeitern auch bekannt sein, um zur Akzeptanz der Person des Projektleiters beizutragen. Weitere Anforderungen an den Leiter eines Projekts sind zum Beispiel Durchsetzungsvermögen, Handlungs- und Zukunftsorientiertheit etc.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Aufgabenspektrum des Projektleiters ist die Zusammenstellung beziehungsweise Strukturierung der Projektgruppe sowie deren Führung. Hierbei sind insbesondere die Führungsqualitäten und das Team- und Kommunikationsverhalten des Projektleiters von Bedeutung.

Bei der Veranstaltungsorganisation können diese Fertigkeiten besonders relevant werden, wenn es gilt, die verschiedenen Wünsche und Vorstellungen von künstlerischer Leitung und Technik zu vereinen. Neben der Definition des Projektziels, bei der Kunst und Technik ebenfalls zu berücksichtigen sind, muss dieses Ziel auch noch auf seine Realisierbarkeit geprüft werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Grundlagen einer Veranstaltungsplanung 1
1.1 Anforderungsvielfalt bei der Veranstaltungsorganisation 1
1.1.1 Darstellung der Komplexität einer Tourplanung am Beispiel 2
1.1.2 Schwerpunkt auf Schnittstellenvielfalt und Kommunikationsstrukturen bei der Tourplanung 4
1.2 Planungsziele bei der Veranstaltungsplanung 6
1.2.1 Unterschiedliche Planungsziele bei Verwaltung, künstlerischer und technischer Abteilung 7
1.2.2 Langfristige Ziele 8
1.2.3 Mittelfristige Ziele 9
1.2.4 Kurzfristige Ziele 10
1.2.5 Methoden der Zielbewertung 10
1.2.5.1 Nutzwertanalyse 11
1.2.5.2 Machbarkeitsstudie 13
1.3 Einflussfaktoren auf die Maßnahmen zur Zielerfüllung 14
1.3.5 Magisches Dreieck Zeit - Kosten - Personal 14
1.3.5.1 Zeit 15
1.3.1.1.1 Terminplanung 15
1.3.1.2 Kosten 17
1.3.1.2.1 Aufwandsschätzung 18
1.3.1.3 Personal 18
1.3.1.3.1 Personalplanung 19
1.4 Der Projektstrukturplan 20
1.4.1 Begriffsklärung 20
1.4.2 Vorgehensweise bei der Erstellung eines Projektstrukturplans 22
2. Planung aus der Wissensperspektive 24
2.1 Wissensmanagement - Definition 24
2.1.1 Was ist Wissen 24
2.1.2 Ansatz des Wissensmanagements 25
2.2 Planungsperspektive Wissensmanagement 26
2.2.1 Relevanz des Wissensmanagements bei der Veranstaltungsplanung 28
2.3 Anforderungen an das Wissensmanagement 29
2.4 Chancen und Potentiale für Wissensmanagement in der Veranstaltungsplanung 32
3. Barrieren im Wissensfluß 34
3.1 Ursachen für Barrieren im Wissensfluss 34
3.1.1 Allgemein 34
3.1.1.1 Barrieren in Kommunikationsstrukturen 36
3.1.1.2 Barrieren aufgrund von Organisationsformen von Unternehmen 37
3.1.1.3 Barrieren verursacht durch die Unternehmenskultur 38
3.1.2 Mögliche Ursachen bei der Veranstaltungsorganisation 40
3.2 Hindernisse bei der Einführung von Wissensmanagementsystemen 41
3.2.1 Maßgebliche Probleme 41
3.2.2 Bei der Veranstaltungsorganisation 42
3.3 Hindernisse bei der Umsetzung von Wissensmanagementsystemen 43
3.3.1 Barrieren beim direkten Wissenstransfer 44
3.3.1.1 Kommunikation 45
3.3.1.2 Wissenskooperation 45
3.3.2 Technische Barrieren beim Wissenstransfer 47
3.3.2.1 Kommunikationsebene Intranet 48
3.3.2.2 Speicherung von Wissen per Dokumenten Management Systemen 50
3.3.2.3 Barrieren beim Wissenserwerb aus Speichermedien 51
3.3.3 Bei der Veranstaltungsorganisation 51
4. Konzept zur Lösung des Problems des Wissensmanagements 53
4.1 Instrumente und Konzepte des Wissensmanagements 53
4.1.1 Wissenskarte 54
4.1.2 Gelbe Seiten 56
4.1.3 Mikroartikel 57
4.2 Einschätzung der Anwendbarkeit bekannter Wissensmanagementsysteme auf die Veranstaltungsorganisation 57
5. Der Projektstrukturplan als Instrument der Wissensorganisation 60
5.1 Einbindung des Faktors Wissen in den Projektstrukturplan 60
5.1.1 Objektorientierter PSP 62
5.1.2 Funktionsorientierter PSP 63
5.2 Aufteilung des Wissens 64
5.2.1 Analogie zur Schaffung von Arbeitspaketen 65
5.2.2 Darstellung der Verteilung des benötigten Wissens und der benötigten Kompetenzen 66
5.3 Teilprojekte im PSP nach Wissensaspekten 68
5.3.1 Änderungen bei der Vorgehensweise zum Erstellen eines PSP 69
5.3.2 Prozesswissen im Projektstrukturplan 71
5.4 Dokumentationsvorlage PSP 72
5.4.1 PSP als Träger von Erkenntnissen aus Projekten 74
5.5 Möglichkeiten der Einbindung in Projektmanagementsoftware am Beispiel von MS-Project 75
5.6 Exemplarische Anwendung des ‚Wissensstrukturplans’ auf die Planung einer Europatournee der Blue Man Group 76
6. Fazit 82
7. Abbildungsverzeichnis V
8. Literaturverzeichnis VI
Anhang VIII
A.1 Baumdiagramm VIII
A.2 Gantt-Diagramm IX

Kapitel 3.3, Hindernisse bei der Umsetzung von Wissensmanagementsystemen:

Die Umsetzung von Wissensmanagementsystemen kann an mehreren Barrieren scheitern. Zum Beispiel kann dies durch mangelnde Akzeptanz der Maßnahmen, die im Zuge der Umsetzung des Wissensmanagementsystems getroffen werden, geschehen, zum Beispiel dann, wenn die Barrieren bei der Einführung des Wissensmanagementsystems, wie oben beschrieben, nicht überwunden werden. Unter der Voraussetzung der Akzeptanz bei den betroffenen Mitarbeitern, kann die Umsetzung noch an den verschiedenen Barrieren im Austausch des Wissens zwischen den Mitarbeitern scheitern.

Im Folgenden wird hier zwischen dem direkten Wissenstransfer und dem indirekten Wissenstransfer unterschieden.

Ersterer beinhaltet, dass zwei oder mehr Beteiligte ihr Wissen entweder durch ein persönliches oder telefonisches Gespräch oder aber durch gemeinsame Sammlung von Erfahrungen transferieren und generieren.

Der indirekte Wissenstransfer bedient sich technischer Hilfsmittel, die eine zeitliche Entkoppelung des Transfers ermöglichen.

Insbesondere der Transfer impliziten Wissens oder besonders komplexer Wissensinhalte erfordert jedoch meist direkten Kontakt und persönliche Weitergabe des Wissens durch den Wissensträger, da die Kodifizierung impliziten Wissens, die Voraussetzung für die Kommunikation mittels Sprache oder technischem Medium, aus verschiedenen Gründen schwierig, wenn nicht unmöglich, sein kann.

Der Aufwand, den die sinnvolle Umsetzung eines Wissensmanagementsystems von den Mitarbeitern fordert, kann bei der Vielzahl möglicher Hindernisse relativ hoch sein. Ohne entsprechende Anreizsysteme für die Umsetzung von Wissensmanagementsystemen zu schaffen, das heißt Konzepte zur Motivation der Mitarbeiter zu entwickeln, werden sich zum Teil schwer überwindbare Hindernisse auftun. Der Aufwand, den die Umsetzung einer solchen Veränderung mit sich bringt, muss sich für die Mitarbeiter in irgendeiner Weise lohnen, sei es durch materielle oder immaterielle Ent- und Belohnungssysteme, die als Prämie für gute Umsetzungsleistungen ausgelobt werden.

3.3.1, Barrieren beim direkten Wissenstransfer:

Der direkte Transfer von Wissen zwischen mehreren Beteiligten wird durch die Schaffung von Strukturen, zum Beispiel die Bereitstellung von Räumen oder die Entwicklung von Arbeitsgemeinschaften sowie die Schaffung eines zeitlichen Freiraums, der einen solchen Austausch ermöglicht, gefördert.

Ferner ist der direkte Transfer von Wissen geprägt von den bestehenden Kommunikationsstrukturen und dem Ausmaß, zu dem die Mitarbeiter bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen.

3.3.1.1, Kommunikation:

Im Zuge verzweigter Unternehmensstrukturen und eines zunehmenden Grades an Spezialisierung und Aufteilung der Unternehmensbereiche in Fachabteilungen wird auch die verwendete Sprache meist sehr eigen. Durch abteilungsinterne Bezeichnungen wird das Vermitteln bestimmter Inhalte an andere Abteilungen erschwert.

Da Wissen beim Wissensträger kontextgebunden ist, kann es beim Empfänger gar nicht identisch ankommen. Dies liegt in den unterschiedlichen Erfahrungshintergründen von Wissensträger und Wissensempfänger begründet. Der Empfänger kann die Informationen, die er bekommt, nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen und Zusammenhänge interpretieren, und sowohl Sender als auch Empfänger der Information können sich nur bemühen, gemeinsamen Sinn zu erzeugen. Wissen muss erst in Informationen umgewandelt werden, um es explizierbar und somit kommunizierbar zu machen.

Trotz der multiplen Möglichkeiten für Missverständnisse bilden direkte Kommunikation und Interaktion in Unternehmen die Grundlagen für den Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Verfahren und Ideen. Die beiden Aspekte Kommunikation und Interaktion sind auch die Basis für die Schaffung neuen Wissens im Unternehmen.

Ein mögliches Hindernis bei dieser Kommunikation von in Informationen übersetztem Wissen ergibt sich bei der Wissenskooperation (siehe nachfolgendes Kapitel). Grundsätzlich beeinträchtigt auch der Komplexitätsgrad der Informationen die Fähigkeit des Empfängers, diese zu verarbeiten und in seine Handlungen zu integrieren.

Arbeit zitieren:
Wedel, Benjamin August 2006: Aspekte des Wissensmanagements in der Veranstaltungsorganisation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wissensmanagement, Veranstaltungsorganisation, Eventplanung, Kommunikationsstruktur, Projektmanagement

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