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Aspekte des Vertragsrechts und ausgewählte Probleme im E-Commerce

Aspekte des Vertragsrechts und ausgewählte Probleme im E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Kupa
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 765,9 KB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Rheinische Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4992-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4992-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4992-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kupa, Christian November 2001: Aspekte des Vertragsrechts und ausgewählte Probleme im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Vertragsrecht, EU-Richtlinien, Online-Versicherungen, E-Commerce

Diplomarbeit von Christian Kupa

Einleitung:

Welche Regeln gelten für den E-Commerce? Worauf müssen Anbieter und Kunden achten, wenn sie Waren oder Dienstleistungen übers Internet vertreiben bzw. kaufen?

Die Schlagworte „Internet“, „E-Commerce“, „Business to Business“ und „Business to Consumer“ sind zur Zeit in aller Munde. In der Tat schreitet die elektronische Vernetzung weltweit voran, und läßt nicht nur neue Märkte, Dienstleistungen und Absatzwege entstehen, es verändern sich auch die Strukturen in traditionellen Branchen und Marktsektoren. Das Internet kann so z.B. als Mittel der Produktwerbung, als Kommunikationsmittel beim Austausch von Willenserklärungen, und auch als Instrument der Erbringung von Leistung und Gegenleistung genutzt werden.

Gang der Untersuchung:

Bevor auf die beim Vertragsabschluß per Internet auftretenden Fragestellungen eingegangen werden kann, muß zunächst der hierbei zu beachtende Rechtsrahmen ausgelotet werden. Die Arbeit beschreibt die Entwicklung der Rechtsgrundlagen bei Online-Verträgen und des Verbraucherrechts im Internet von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen über das Fernabsatz-Gesetz bis hin zur Signatur- und E-Commerce- Richtlinie der EU.

Unter anderem werden folgende Gesetze diskutiert: Allgemeine Geschäftsbedingungen (1976); Fernabsatzrichtlinie (FernARL) vom 20.05.1997 und Fernabsatzgesetz (2000); E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG (2000); EU-Signaturrichtlinie (2000) Signaturgesetz und Signaturverordnung (1997); Entwurf eines neuen Signaturgesetzes und -verordnung(2000) und Signaturgesetz 2001; Richtlinie über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen an Verbraucher und zur Änderung der Richtlinien 97/7EG und 98/27/EG; Gesetze über rechtliche Rahmenbedingungen für den elektronischen Geschäftsverkehr (2001); Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr (2000).

Hierbei werden die Vorgaben der EU mit dem verglichen, was der deutsche Gesetzgeber letzten Endes in nationale Gesetze umgesetzt hat. Dies geschah auch im Hinblick auf das am 1.1.2002 in Kraft getretene Schuldrechtmodernisierungsgesetz und den damit neu entstandenen Regelungen des elektronischen Geschäftsverkehrs in den §§ 312 ff. BGB.

Damit der Boom mit dem elektronischen Handel nicht durch ungeklärte Rahmenbedingungen ein frühes Ende findet, ist das Schaffen von Rechtssicherheit ein Schlüsselbegriff für die künftige Entwicklung des E-Commerce. Im Kapitel „D“ werden das Vertragsrecht und der Vertragsschluss im Internet im Besonderen angesprochen, wobei ein Schwerpunkt auf die Problematik der Authentizität und Integrität von Willenserlärungen gelegt wird. In diesem Zusammenhang wird diskutiert, ob nicht schon mit dem geltenden, „alten“ Recht die Frage eines rechtsgültigen Internet-Vertriebs von Versicherungsdienstleistungen bejaht werden kann.

Im letzten Teil wird noch auf das Prozessrecht und den Rechtsschutz im bei Rechtsgeschäften im Internet eingegangen. Dies ist insoweit relevant, da ab dem 1.3.2002 die EG-Verordnung Nr. 44/2001 das bislang geltende EuGVÜ ersetzen wird. Und dies wird sowohl für den Verbraucher, als auch für den Unternehmer prozessuale Veränderungen mit sich bringen.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einführung 1
I. Begrifflichkeiten 1
1) Internet 1
2) E-Commerce 2
3) Akteure im „B2B“ und „B2C“ 3
II. Bedeutungen & Auswirkungen 3
1) Globalisierung 4
2) Dezentralisierung 4
3) Vernetzung 5
4) Wirtschaftliche Aspekte 6
B. Rechtsgrundlagen bei Online-Verträgen 7
I. UN-Kaufrecht 8
1) Einschränkung des sachlichen Anwendungsbereichs 8
2) Vertragsgegenstand 8
II. Internationales Privatrecht 9
1) Freie Rechtswahl 9
2) Vertragsschwerpunkt 10
3) Besonderheiten im Business-To-Consumer-Bereich 11
4) Art. 29/29a EGBGB 11
III. Existenz eines supranationalen Rechts des E-Commerce? 11
1) USA: „Framework for global eCommerce“ 12
2) „Internationale Charta zur Informationsgesellschaft“ 12
3) „Global Business Dialogue on eCommerce“ GBDe 13
C. E-Commerce-Recht auf europäischer Ebene 14
I. Fernabsatz-Richtlinie 14
1) Anwendungsbereich 15
2) Vorvertragliche Informationspflicht 16
a) Inhalt 16
b) Präsentation 16
3) Schriftliche Bestätigung 17
4) Leistungsabwicklung 18
a) Erfüllung 18
b) Kartenzahlung 18
5) Widerruf 19
a) Voraussetzungen und Umfang 19
b) Kosten 20
c) Frist 20
6) Rechtsschutz und Unterlassungsanspruch 21
7) Nebenziele 22
a) Unbestellte Waren und Dienstleistungen 22
b) Schutz der Privatsphäre 22
aa) „Opt-In“ 22
bb) „Opt-Out“ 22
8) Ausnahmen 23
9) Bewertung 24
II. E-Commerce-Richtlinie 25
1) Entstehungsgeschichte 25
2) Begriffsdefinitionen 27
a) Dienste der Informationsgesellschaft, Art. 1EC-RL 27
b) Ausgenommene Dienstleistungen 28
c) Ort der Niederlassung 28
d) Individueller Abruf 29
e) Ausgenommene Sachbereiche 30
3) Herkunftslandprinzip, Art. 3I 31
a) Koordinierter Bereich 31
b) Ausnahmen 32
c) Konsequenzen 33
aa) “Race To The Bottom“ 33
bb) Herkunftslandprinzip und Kollisionsrecht 34
(1) Kollisionsnorm 34
(2) Sachnorm 35
(3) Vermittelnde Lösung 35
cc) Würdigung 36
4) Vertragsrecht 37
a) Diskriminierungsverbot 37
aa) Anwendungsbereich 37
bb) Ausnahmen 38
b) Informationspflichten 38
aa) Anwendungsbereich 38
bb) Rechtsfolgen der Pflichtverletzung 39
c) Zeitpunkt des Vertragsschlusses 39
aa) Vertragsbestätigung und Fehlerkorrektur 40
bb) Ausgenommene Bereiche 41
5) Kommerzielle Kommunikation 41
a) Information und Identifikation 41
b) Ausnahmen 42
c) Unterscheidung Werbung - Information 42
d) Spamming 43
e) Herkunftsland- versus Marktortprinzip 44
f) Werbung der freien Berufe 45
6) Verantwortlichkeit 46
III. Elektronischer Geschäftsverkehr-Gesetz (EGG) 46
1) EGG als Umsetzung der EC-RL 46
2) § 4 TDG n.F. und Herkunftslandprinzip 46
a) § 4 Abs. I 47
b) § 4 Abs. II 48
c) Ausnahmen 49
3) Geregelte Bereiche 49
4) Schiedsklauseln und Verantwortlichkeit 50
5) Zusammenfassung 50
D. Vertragsrecht und Vertragsgestaltung 51
I. Der Vertragsschluss im Internet 51
1) Die elektronische Willenserklärung 51
2) Authentizität und Integrität von Willenserklärungen 52
a) Regelungsbedarf / PKS 52
b) Gesetz zur elektronischen Signatur 53
aa) Qualifizierte elektronische Signatur 54
bb) Akkreditierte elektronische Signatur 54
c) Anwendungsbeispiel: Publik Key System 55
d) Rechtsfolgen und Novellierungen im BGB und ZPO 56
aa) Elektronische Form § 126 Abs. III BGB-E 57
bb) Textform § 126b BGB-E 57
cc) Beweisqualität der elektronischen Signatur 58
e) Fazit 59
3) Die Homepage: Angebot oder invitatio ad offerendum? 60
4) Abgabe und Zugang in elektronischen Medien 61
a) Abgabe 61
b) Zugang 61
c) Beweisprobleme und Zugangsrisiko 62
5) Allgemeine Geschäftsbedingungen 63
a) AGB in internationalen Kaufverträgen 64
b) Hinweis 64
c) Möglichkeit der Kenntnisnahme 64
d) Einverständnis 66
e) Ausnahmen im Business-To-Business-Bereich 66
f) Zulässiger Inhalt 66
g) Berücksichtigung besonderer Umstände 66
II. Sonderbereich: Internet-Vertrieb von Versicherungsdienstleistungen 67
1) Relevanz 67
2) Allgemeine Versicherungsbedingungen 69
3) Verbraucherinformation 70
a) „Schriftlichkeit“ iSv § 10a Abs. II VAG 70
b) „Lesbarkeit“- physisch oder virtuell? 70
4) Belehrung über Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht, §§ 8 Abs. IV, V VVG 70
5) Aushändigung des Versicherungsscheins, § 3Abs. I VVG 72
a) Unterschrift 72
b) Übergabe der „Urkunde“ 72
aa) Urkundeneigenschaft 72
bb) Sinn und Zweck der Aushändigung 73
cc) Reproduktionsmöglichkeit 73
6) Schriftliche Einwilligung 74
7) Fazit 74
III. Prozeßrecht und Rechtsschutz im Internet 75
1) Problemstellung 75
2) Bisherige Rechtslage nach dem EuGVÜ 76
3) „EG-VO“: Das europäische Konzept für einen internationalen Verbraucherschutz 76
a) Anwendungsbereich des Verbraucherforums 77
b) Umfasste Vertragsarten 78
c) „Ausrichtung“ des Anbieters 78
d) Rechtsfolgen für den Anbieter 79
e) Verhältnis EG-VO und Gemeinschaftsrecht 80
f) Fazit 81
E. Schlussbetrachtung 81

Automatisiert erstellter Textauszug:

d) Spamming Ein weiterer umstrittener Bereich betrifft die Zulässigkeit der Zusendung unerwünschter E-Mail-Werbung, sogenanntes „Spamming“152. Hierbei stellt Erwägungsgrund 30153 klar, dass die Frage der Zustimmung der Empfänger nicht Gegenstand dieser E-Commerce-Richtlinie ist, da dies bereits von den Richtlinien 97/7/EG und 97/66/EG erörtert wurde154. Die E-Commerce-Richtlinie stellt lediglich fest, dass die Transparenz und Kennzeichnung hinsichtlich des kommerziellen Charakters der E-Mail gewährleistet sein muß, und sie empfiehlt den Mitgliedstaaten, die solche E- Mails erlaubtermaßen als zulässig erachten, die Eigeninitiative der Branchen zu ermutigen, Lösungen zur Abwehr solcher E-Mails zu finden. Grundsätzlich stellt Art. 7 EC-RL es den Mitgliedstaaten frei, unerwünschte Werbung per E-Mail zu verbieten. Tun sie dies jedoch nicht, müssen sie für folgende Regelungen Sorge tragen. Entgegen früherer Richtlinien wurde nun in Art. 7 Abs. 2 EC-RL ein sogenanntes Opt-Out-Register155 eingeführt, in das sich Verbraucher, die keine Werbung erhalten wollen, eintragen können, und das die Diensteanbieter „regelmäßig zu konsultieren“ und zu beachten haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der geschützte Personenkreis lediglich die natürlichen Personen umfaßt. Man könnte daraus schließen, dass die Kommunikations-kanäle öffentlicher Institutionen, Organisationen und Unternehmen keines Schutzes vor dieser Flut unerwünschter Werbe-E-Mails bedürfen. Zum anderen ist der Adressat dieser [...]

c) Trennung von Werbung und Information Weiterhin werden in Art. 6 EC-RL für die kommerzielle Kommunikation bestimmte (Informations-) Pflichten festgelegt, welche die Trennung von Information und Werbung vorsehen. Wie bereits im deutschen Recht in § 9 Abs. 2 MDStV und § 1 UWG geregelt, muß jede Art der Werbung und Selbstdarstellung (kommerzielle Kommunikation) als solche klar erkennbar sein. Auch hier bestehen und entstehen Abgrenzungsprobleme, d.h. es stellt sich die Frage, wann im konkreten Fall eine Information eine solche im Sinne der Norm ist, und wann wiederum Werbung? Als Beispiel ist das Internetangebot einer Versicherung aufzuführen: Als was sei ein Hinweis des Versicherungsunternehmen auf dessen Homepage einzuordnen, in der es sich auf Bekanntmachungen und Umfrageergebnisse eines Meinungsforschungsinstitutes beruft, bei denen die eigenen Versicherungsdienstleistungen als „gut“ beurteilt wurden? Noch problematischer ist die Begutachtung der Fälle von Hyperlinks auf [...]

Dienstleistungen oder das Erscheinungsbild eines Unternehmens hiervon ausgenommen, sofern sie von unabhängigen Dritten und ohne finanzielle Gegenleistung getätigt wurden. Als Beispiel hierfür können etwa vergleichende Warentests angeführt werden („Stiftung Warentest“-vgl www.warentest.de). In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Behandlung der weitverbreiteten Links149 bzw. Hyperlinks150. Sie könnten sowohl als reiner Verweis auf eine fremde Adresse bzw. Domain-Namen, oder auch als Form der kommerziellen Kommunikation verstanden werden. Die Frage stellt sich insbesondere in den Fällen, in denen zwei Unternehmen wechselseitig per Hyperlink auf die jeweils andere Adresse (= Domain) verweisen. In solchen Fällen erscheint es einleuchtend, in dieser Verhaltensweise eine (finanzielle?) Gegenleistung im Sinne eines „Quid pro Quo“ zu sehen, und nicht nur eine bloße Vermittlungsleistung. Im Gegensatz zum zweiten Entwurf, in dem auf fremde Werbeseiten verweisende Hyperlinks durch die Kommission noch als „unabhängige Produktförderung“151 betrachtet wurden, enthält die verabschiedete Fassung diesbezüglich keine Aussagen. [...]

Arbeit zitieren:
Kupa, Christian November 2001: Aspekte des Vertragsrechts und ausgewählte Probleme im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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