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Arbeitswissenschaft und Total Quality Management - Verbesserung der "Quality of Working Life"?

Arbeitswissenschaft und Total Quality Management - Verbesserung der "Quality of Working Life"?
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: José Antonio Lerma
  • Abgabedatum: April 1999
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 673,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Uni/FH/TU Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1603-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1603-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1603-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lerma, José Antonio April 1999: Arbeitswissenschaft und Total Quality Management - Verbesserung der "Quality of Working Life"?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsorganisation, Human Resource Management, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterpartizipation, Quality Awards

Studienarbeit von José Antonio Lerma

Problemstellung:

Die Globalisierung der internationalen Volkswirtschaften in den letzten Jahren hat die meisten Unternehmen zu einem höheren Konkurrenzdruck untereinander geführt. Auf diese Situation haben viele Unternehmen mit zum Teil erheblichen Kostenreduktionen und damit verbundenen personalabhängigen Rationalisierungsmaßnahmen reagiert. Gleichzeitig hat es die fernöstliche Konkurrenz, im speziellen Japan, schon Anfang der achtziger Jahre verstanden, andere Produktions- und Managementtechniken anzuwenden, als im europäischen oder nordamerikanischen Raum üblich waren. Hervorgegangen ist eine Synthese von Qualitätsbewußtsein, Produktivität und Mitarbeiterpartizipation, die schließlich in vielen Bereichen der Konsum- und Investitionsgüterindustrie zur Marktdominanz geführt hat. Es hat sich erwiesen, daß der Faktor Qualität in jeder Hinsicht als wesentlicher und strategischer Wettbewerbsfaktor zu betrachten ist. Auch der sogenannte Wertewandel hat im Laufe der letzten Jahre spürbare Auswirkungen auf die Bereiche der Gesellschaft und Politik, der Ökonomie und des Managements, und im speziellen auch auf die Inhalte des Arbeitslebens hinterlassen. Produzierende Unternehmen setzen beispielsweise immer mehr auf Gruppenarbeit sowie prozeßorientierte und qualitätsgeprägte Arbeitsabläufe. Man hat den Menschen als primären Produktionsfaktor, der nach Zufriedenheit und Selbstverwirklichung strebt, wiedererkannt. Diese Anerkennung äußert sich beispielsweise in der Partizipation der Mitarbeiter an betrieblichen Entscheidungsprozessen.

In diesem Zusammenhang seien die Begriffe der "Quality of Working Life" sowie der Humanisierung der Arbeitswelt genannt. Beide Begriffe dominierten in den siebziger Jahren die Diskussion um ihre Inhalte und ihre Realisierung. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch das Hervortreten neuer Automatisierungstechnologien und durch die Befürchtung, der Mensch würde im zukünftigen Arbeitsleben der automatisierten und stark arbeitsteiligen Arbeitswelt eine untergeordnete Rolle spielen.

Die kurz dargestellten Aspekte sind durch vielseitige Veränderungen gekennzeichnet. Diese Veränderungen haben zu den unterschiedlichsten Krisen in den verschiedenen Teilbereichen des Lebens geführt. Da Krisen als Auslöser von Wandel zu sehen sind , entsteht in diesem Themenzusammenhang primär ein wirtschaftlicher Handlungsbedarf, der die drei tragenden Begriffe dieser Arbeit als Gegenstand hat: Die Arbeitswissenschaft als arbeitsgestaltende Wissenschaft, Total Quality Management als ganzheitliches Managementkonzept und die "Quality of Working Life" als Zielgestaltungsvision der Humanisierung der Arbeitswelt.

Somit läßt sich die allgemeine Problemstellung dieser Arbeit anhand folgender Frage darstellen: Was können einerseits die Arbeitswissenschaft mit ihren soziotechnischen Gestaltungsmöglichkeiten und andererseits Total Quality Management als qualitätsorientiertes und ganzheitliches Unternehmenskonzept zur Verbesserung der "Quality of Working Life" beitragen?

Inhaltsverzeichnis:

Eidesstattliche Erklärung II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Gang der Untersuchung 3
1.3. Begriffskennzeichnungen 5
1.3.1. Die Arbeitswissenschaft als interdisziplinäre Wissenschaft 5
1.3.2. Total Quality Management als strategisches Unternehmenskonzept 8
1.3.3. "Quality of Working Life" als Indikator der Humanisierung der Arbeitswelt 11
2. Arbeitswissenschaft als gestaltende Komponente der "Quality of Working Life" 13
2.1. Kerndefinition der Arbeitswissenschaft 13
2.2. Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitswissenschaft 14
2.2.1. Arbeitsorganisation 14
2.2.2. Arbeitsgestaltung 17
2.2.3. Personalentwicklung 19
2.2.4. Ergonomie und Zuverlässigkeit 22
2.3. "Quality of Working Life" 24
2.3.1. Prinzipien für eine Humanisierung der Arbeitswelt 24
2.3.2. Kriterien der "Quality of Working Life" 26
2.3.3. Einordnung der "Quality of Working Life" in das System der Wissenschaftsdisziplinen 29
3. Total Quality Management 33
3.1. Entstehung und Definition 33
3.2. Definition der Qualität 34
3.3. Bausteine und Rahmenbedingungen von TQM-Konzepten 36
3.3.1. Organisatorische Rahmenbedingungen 39
3.3.2. Personelle Rahmenbedingungen 40
3.4. Quality Awards in den USA und in Europa 42
3.4.1. Der Malcolm Baldrige National Quality Award (MBNQA) 42
3.4.2. Der European Quality Award (EQA) 47
4. Arbeitswissenschaftliche Aspekte von TQM-Konzepten 52
4.1. Relevante Aspekte des MBNQA 52
4.1.1. Human Resource Development and Management 52
4.1.2. Weitere relevante Aspekte 55
4.2. Relevante Aspekte des EQA 57
4.2.1. Mitarbeiterführung 57
4.2.2. Mitarbeiterzufriedenheit 58
4.3. Abschließender Vergleich der Qualitätspreise 59
5. Zusammenfassende Bewertung 61
Literaturverzeichnis VII

Automatisiert erstellter Textauszug:

che Umgang miteinander. Die Kriterien, die einen arbeitnehmerischen Unternehmensstolz veranlassen können, ließen sich beliebig erweitern. Die genannten Kriterien stellen somit ein quantitatives Netzwerk dar, mit der sich der Begriff der „Quality of Working Life“ besser präzisieren läßt. Walton1 verweist in diesem Zusammenhang auf die Interdependenzen zwischen den einzelnen Faktoren, die in bestimmter Korrelation eine positive Auswirkung auf Arbeitsbedingungen und Produktivität haben können. Im Rahmen einer qualitativen Meßbarkeit stellt Walton auch eine proportionale Relation zur Produktivität und zur Arbeits–„Erfahrung“ der Mitarbeiter fest, die in Abhängigkeit der Größe „Quality of Working Life“ reagiert. Auf diesen interessanten Themenkomplex sei lediglich verwiesen, er ist nicht direkter Gegenstand dieser Untersuchung. Um die aufgeführten Kriterien nochmals zu verdeutlichen, soll die anstehende Abbildung herangezogen werden: [...]

stellt ein geeignetes Plateau dar, um Fehler zu vermeiden und die Qualität der Arbeitsleistung zu erhöhen. 7. Karriereentwicklung: Die Förderung und Entwicklung von besonders engagierten und motivierten Mitarbeitern, die über fachliche Kompetenz verfügen, sind eine wichtige Aufgabe für die Personal– und Organisationsentwicklung jedes Unternehmens. Der betreffende Mitarbeiter weiß seine Leistungen durch bestimmte Förderungsmaßnahmen seitens des Unternehmens zu schätzen und trägt dazu bei, innovativ und qualitätsverbessernd in die Betriebsabläufe einzugreifen. Das Unternehmen sichert sich durch solche Maßnahmen einen kompetenten Mitarbeiterstamm mit know–how–Basis und hat somit anderen Mitbewerbern gegenüber auch einen strategischen Vorteil, da lernendes und motiviertes Personal von langfristiger Bedeutung ist. 8. Konfliktlösung: Konflikte können die unterschiedlichsten Ursachen haben und auch mit den Mitteln des Konfliktmanagements überwiegend behoben werden1. Gemeinsam ist Konflikten jeglicher Art ihre hemmende und störende Einflußnahme auf betriebliche Prozesse. Diese Konflikte sind durch geeignete und präventive Methoden weitestgehend zu eliminieren, um ein in jeder Hinsicht gesundes Betriebsklima zu realisieren, das als Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit angesehen werden kann. 9. Stolz: „Stolz zu sein“ bedeutet in erster Linie Identifikation. Der Mitarbeiter identifiziert sich mit seinem Unternehmen. Es gibt einige Faktoren, die sich vorteilhaft auf diesen Aspekt auswirken können. Hierzu gehören unter anderem die Unternehmenskultur und –identität, das hergestellte Produkt, die Verantwortung des Unternehmens der Gesundheit seiner Mitarbeiter gegenüber, die Verpflichtung des Unternehmens gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft, die sozialen Leistungen eines Unternehmens, angebotene Freizeitmöglichkeiten und Vergünstigungen jeglicher Art, die immaterielle und materielle Anerkennung von Mitarbeiterleistungen sowie der soziale und freundschaftli- [...]

3. Gesundheit: Die Gesundheit an sich ist hinlänglich als das kostbarste Gut des Menschen bekannt. In diesem Zusammenhang sind die gesundheitlichen Maßnahmen gemeint, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Angefangen vom Betriebssport über Freizeitprogramme sowie regelmäßigen betriebsärztlichen Untersuchungen, die zur permanenten Gesundheit der Belegschaft beitragen sollen. 4. Arbeitsplatzsicherheit: Diese Sicherheit spielt eine wesentliche Bedeutung bei der Reduzierung von menschlichen Existenzängsten, da ein sicheres Einkommen das „Überleben“ sichert. Eine Arbeitsplatzsicherheit oder – garantie ist allerdings auch von vielen endogenen volkswirtschaftlichen und marktspezifischen Faktoren abhängig. Das Unternehmen kann lediglich seine Position und die davon abhängigen Arbeitsplätze durch geeignete unternehmenspolitische und –strategische Maßnahmen festigen. 5. Gerechte und angemessene Entlohnung: Gerechte und leistungsbezogene Entlohnung ist auch ein wichtiger Baustein zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit. Allerdings müssen Entlohnungssysteme sowohl leistungsfördernd als auch transparent und übersichtlich für die Mitarbeiter sein, da hier sonst ein erhebliches soziales Konfliktpotential entstehen kann. Eine als gerecht empfundene Arbeitsbewertung und Entlohnung kann sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit, die Motivation und die Leistung der betroffenen Mitarbeiter auswirken1. 6. Kommunikation: Kommunikations– und Informationsbeziehungen zwischen den Organisationsmitgliedern und zwischen allen Organisationsebenen stellen die inhaltliche Grundlage jedes Prozesses dar. Der effektive Informationsaustausch ist von wesentlicher Bedeutung, da eine vollständige Vermittlung und Verarbeitung von Informationen zu einer besseren Nutzung der vorhandenen menschlichen und technischen Ressourcen führt. Ein reger Informationsaustausch in Form von Gruppentreffen oder regelmäßigen Informationsblättern [...]

Arbeit zitieren:
Lerma, José Antonio April 1999: Arbeitswissenschaft und Total Quality Management - Verbesserung der "Quality of Working Life"?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsorganisation, Human Resource Management, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterpartizipation, Quality Awards

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