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Arbeitslosigkeit und Krise

Ein kritischer Vergleich der beschäftigungspolitischen Grundposition von Sachverständigenrat, DGB und Memorandumgruppe

Arbeitslosigkeit und Krise
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulf Henschke
  • Abgabedatum: März 1982
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1947-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1947-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1947-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Henschke, Ulf März 1982: Arbeitslosigkeit und Krise, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: SVR, Memorandumgruppe, Arbeitslosigkeit, DGB, Krisentheorie

Diplomarbeit von Ulf Henschke

Zusammenfassung:

Der Autor nimmt das empirische Phänomen der steigenden Arbeitslosigkeit als Teilerscheinung der allgemeinen Wirtschaftskrise in der BRD zum Anlass, um die Bemühungen gesellschaftspolitisch relevanter Gremien bzw. Gruppen um eine wissenschaftliche Erklärung und Formulierung wirtschaftspolitischer Alternativen in Bezug auf den Zusammenhang von Krise und negativen Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt zu analysieren.

Alle drei Träger unterschiedlicher Positionen, der Sachverständigenrat, der DGB und die Memorandum-Gruppe, werden kurz beschrieben, ihre theoretischen bzw. politischen Grundpositionen herausgearbeitet, anschließend wird ihre Stellung zur Wirtschaftskrise und ihre damit verbundenen Vorschläge zur Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit vorgestellt.

Im Anschluss daran wird die Frage der Arbeitslosigkeit politökonomisch angegangen, um die Grundlage für eine Analyse und kritische Einschätzung der drei Positionen zu schaffen.

Als Orientierung zum Verständnis der Krise und zur Einschätzung der drei Positionen entwickelt der Autor eine politökonomische Interpretation der Arbeitslosigkeit als Teilerscheinung der Krise unter Rekurs auf die Erklärungsansätze der politischen Ökonomie. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass Überakkumulation als auch Unterkonsumtion nur Teilaspekte des Auslösungsprozesses der Krise sind und dass die Mehrwertproduktion ihre Ausdehnung notwendig Disproportionen im Reproduktionsprozess des Kapitals erzeugen.

Der Grundgedanke der Arbeit besteht darin, dass eine Politik im Interesse der Arbeitslosen und der von Arbeitslosigkeit potentiell Betroffenen nicht kurzfristig sein darf und letztenendes eine Einschränkung des privaten Kapitals beinhaltet: Vollbeschäftigung als primäres wirtschaftspolitisches Ziel, das zugleich als Mittel der Krisen-Überwindung wirksam wird, bedeutet Angriff auf die "Logik" des Kapitals.

Die vorliegende Arbeit zeichnet sich durch eine detaillierte Analyse der drei Positionen und eine genaue Wiedergabe der wirtschaftspolitischen Perspektiven, die sie anzugehen haben, aus.

Wegen der zentralen Bedeutung des Phänomens der Arbeitslosigkeit und wegen ihrer klaren Ausführungen kann die Arbeit als eine repräsentative Darstellung der drei diskutierten Standpunkte gelten. Hervorzuheben ist auch die eigenständige Erarbeitung der politökonomischen Basis für die Kritik und Zuordnung der einzelnen wirtschaftspolitischen Positionen und die Schilderung der jeweiligen Interessenpositionen.

(Zitiert aus den Gutachten zur Arbeit):

Fast 18 Jahre nach Erstellung dieser Arbeit ist diese immer noch aktuell, da das Hauptproblem Arbeitslosigkeit immer noch mit den vorgestellten Ansätzen diskutiert wird, Lösungen aber bisher nicht erfolgt sind.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. Der Sachverständigenrat (SVR) zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 5
1.1 Entwicklung, Organisation und Auftrag des SVR 5
1.1.1 Zum Inhalt der Jahresgutachten 8
1.2 Die theoretische Grundposition des SVR 9
1.3 Die Krisenerklärung des SVR 12
1.4 Das Konzept des SVR zur Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit 15
2. Ursachen der Arbeitslosigkeit aus der Sicht der Gewerkschaften 22
2.1 Die Krisenerklärung der Gewerkschaft 22
2.2 Arbeitslosigkeit als Folge einseitig quantitativ orientierter Wachstumspolitik 27
2.2.1 Neue Probleme der Realisierung einer steigenden Nachfrage 30
2.2.2 Die technische Seite des Wirtschaftswachstums 33
2.3 Wirtschafts- und gesellschaftliche Konsequenzen aus der Sicht der Gewerkschaften 34
2.3.1 Die Vorschläge des DGB zur Wiederherstellung der Vollbeschäftigung 34
2.3.1.1 Strukturpolitik 35
2.3.1.2 Niedrigzinspolitik 35
2.3.1.3 Steigerung der Massenkaufkraft 35
2.3.1.4 Beschäftigungssichernde Finanzpolitik 36
2.3.1.5 Erhöhung der beruflichen Qualifikation und Mobilität 37
2.3.1.6 Soziale Beherrschung der Produktivitätsentwicklung 37
2.3.1.7 Verkürzung der Arbeitszeit 38
2.4 Die politischen Grundpositionen der Gewerkschaften 40
2.4.1 Zum DGB-Grundsatzprogramm (81) im einzelnen 42
2.4.2 Das sozialökonomische Hauptproblem der Bundessrepublik 44
3. Die Arbeitsgruppe "Alternative Wirtschaftspolitik" 46
3.1 Die politischen Intentionen der Memorandumgruppe 46
3.1.1 Die wirtschaftliche und soziale Lage der BRD und die Alternativen 49
3.2 Die Krisenerklärung der Memorandumgruppe 53
3.2.1 Der klassische Konjunkturzyklus 55
3.2.2 Die Besonderheiten der neuesten krisenhaften Entwicklung 59
3.2.3 Der langfristige Aspekt: Die Krise des Profitsystems 63
3.3 Die theoretischen Grundlagen der Memoranden 66
3.3.1 Zur Monopolisierung 70
3.3.2 Keynes plus Auflagen 71
4. Die Entfaltung der Position der Kritik 73
4.1 Zur politischen Ökonomie der Arbeitslosigkeit 73
4.1.1 Arbeitslosigkeit und Krise bei Marx 74
4.1.2 Der Akkumulationsprozeß und seine Auswirkungen auf die Bewegung am Arbeitsmarkt 79
4.1.3 Die Entwicklung der Kapitalzusammensetzung 81
4.2 Wirtschaftskrisen aus der Sicht der Kritik der politischen Ökonomie 85
4.2.1 Die zyklische Verlaufsform des kapitalistischen Produktionsprozesses 85
4.3 Überakkumulationskrise versus Unterkonsumtionskrise? 90
4.3.1 Überakkumulationskrise 91
4.3.2 Unterkonsumtionskrise 95
4.3.3 Schlußfolgerung 98
5. Einschätzung und Vergleich der beschäftigungspolitischen Grundpositionen von SVR, DGB und Memorandumgruppe 101
5.1 Zuordnung und Adressat der Jahresgutachten 101
5.1.1 Kritik der Grenzproduktivitätstheorie, als integraler Bestandteil neoklassischer Lohn- bzw. Beschäftigungstheorie 106
5.2 Zuordnung und Adressat der gewerkschaftlichen Forderungen 110
5.3 Zuordnung und Adressat der Memoranden 115
5.4 Fazit 121
6. Anhang
7. Literaturverzeichnis

Arbeit zitieren:
Henschke, Ulf März 1982: Arbeitslosigkeit und Krise, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
SVR, Memorandumgruppe, Arbeitslosigkeit, DGB, Krisentheorie

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