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Approximation der Historischen Simulation durch analytische Value at Risk

Ansätze mittels Sensitivitätskennzahlen

Approximation der Historischen Simulation durch analytische Value at Risk
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heino Betz
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 713,3 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4986-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4986-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4986-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Betz, Heino Dezember 2001: Approximation der Historischen Simulation durch analytische Value at Risk, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hedging, Risikomanagement, Kovarianzmethode

Diplomarbeit von Heino Betz

Gang der Untersuchung:

Das Senior Management legt für die Gesamtbanksteuerung in der Regel den Value at Risk (VaR) zugrunde. Die dezentral arbeitenden Händler benutzen ihrerseits Sensitivitätskennzahlen für die eigene Risikoabschätzung. Diese Arbeit hat das Ziel, diese verschiedene Risikomaße ineinander zu überführen, um das Gesamtbankergebnis zu optimieren.

Im ersten Kapitel dieser Arbeit werden zunächst die Risikomaße VaR und Sensitivitäten vorgestellt. Insbesonders wird gezeigt, wie man mit Sensitivitäten spezielle Hedging-Strategien (z.B. Delta-, Gamma-, Vegahedge) durchführen kann.

Im zweiten Kapitel werden verschiedene Methoden zur Risikoquantifizierung des VaR beschrieben. Dazu wird als erstes die VaR-Berechnung mit der Historischen Simulation dargestellt. Als zweites wird die Kovarianzmethode verwendet. Hier werden Methoden der VaR-Berechnung erläutert, die auf Sensitivitäten beruhen. Explizit werden ausführlich die Delta-Normal und die Delta-Gamma Methode beschrieben. Um dem Anspruch einer praxisorientierten Arbeit gerecht zu werden, werden diese Methoden immer anhand von gängigen Finanzinstrumenten (z.B. Swap, Cap, Floor, Future, FRA, Bond, Floater) finanzmathematisch ausführlich dargestellt.

Im dritten Kapitel wird eine empirische Studie durchgeführt. Diese soll herausfinden, wie die Risikomaße des VaR und der Delta-Normal bzw. der Delta-Gamma Methode ineinander zu überführen sind. Dazu werden verschiedene Auswertungen, auf Basis der Korrelationsanalyse, durchgeführt. Als Zusatz wird noch ein Verfahren dargestellt, wie man die Zuverlässigkeit der benutzten Kovarianzmatrix überprüfen kann.

Diese Auswertungen werden im Anhang, durch ausführliche Statistiken, erweitert.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Einleitung 1
A. Risikomaße 2
1. Value at Risk 2
2. Sensitivitätskennzahlen 4
2.1 Greeks 5
2.2 Hedging-Strategien 8
B. Methoden zur Risikoquantifizierung 14
1. Historische Simulation 14
1.1 Allgemeine Vorgehensweise 14
1.2 Value at Risk der Historischen Simulation 15
2. Kovarianzmethode 18
2.1 Delta-Normal Methode 19
2.1.1 Annahmen und Definitionen 19
2.1.2 Risikofaktoren 21
2.1.3 Deltavektor 24
2.1.4 Value at Risk der Delta-Normal Methode 29
2.2 Delta-Gamma Methode 30
2.2.1 Annahmen 31
2.2.2 Gammamatrix 32
2.2.3 Cornish-Fischer Approximation 36
2.2.4 Value at Risk der Delta-Gamma Methode 38
C. Empirische Überprüfung der Methoden 38
1. Approximative Näherung 39
1.1 Beschreibung der Methodik 39
1.2 Testportfolios 40
1.3 Multiple lineare Regression 42
1.4 Auswertung 43
2. Funktionaler Zusammenhang 47
2.1 Beschreibung der Methodik 47
2.2 Testportfolio 50
2.3 Auswertung 51
Resumee 54
Anhang 56
A-1 Anrechenbares Eigenkapital - Grundsatz I 56
A-2 Finanzinstrumente 57
A-3 Konservativer Schätzer der Standardabweichung 71
A-4 Daten und Graphiken zur approximativen Näherung 76
A-5 Statistiken zum funktionalen Zusammenhang 82
Literaturverzeichnis 86

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Delta-Gamma Methode ist ebenfalls ein parametrisches Verfahren. Sie benötigt damit auch eine Verteilungsannahme bzgl. der P&L-Verteilung. Die Annahme 1 (S. 19) aus der Delta-Normal Methode gilt auch hier. Die Änderungen der Risikofaktoren sind multivariat normalverteilt. Durch die Nichtlinearität der Bewertungsfunktionen der Instrumente, hat jedoch die P&L-Verteilung der Delta-Gamma Methode eine Schiefe und außerdem „Fat-Tails“. Die P&L-Verteilung ist damit nicht normalverteilt.95 Die Annahme 2 (S. 20) ist somit verletzt. Dadurch wird die Berechnung des VaR komplizierter. Sie ist nicht so einfach in geschlossener Form möglich, wie bei normalverteilten PortfolioRenditen, da die Kenntnis von Erwartungswert und Varianz der P&LVerteilung nicht ausreicht, um die Verteilung zu charakterisieren. Um entsprechende Quantile für den VaR zu bekommen, ist hier eine Approximation erforderlich.96 Eine typische P&L-Verteilung der DeltaGamma Methode ist in Abb. 5 zu sehen. Als Taylorentwicklung zweiter Ordnung lässt sich die Delta-Gamma Methode folgendermaßen darstellen: 97 1 ∆S T Γ ∆S . 2 [...]

Die Delta-Gamma Methode ist ein quadratisches Risikomaß. Sie betrachtet somit auch nichtlineare Risiken eines Instruments.92 Zusätzlich zu den Sensitivitäten der ersten Ordnung aus der DeltaNormal Methode werden hier noch die Sensitivitäten der zweiten Ordnung zur VaR-Berechnung hinzugezogen. Die Delta-Gamma Methode liefert eine bessere lokale Approximation für größere Änderungen des Underlyings, als die Delta-Normal Methode. Dies resultiert aus der Einbeziehung von Gamma bzw. ConvexityEffekten.93 Ihre Anwendungsgebiete sind wiederum eine IntradayBerechnung des VaR, hier aber für Optionsportfolios oder eine „Quick and Dirty“-Methode zur generellen VaR-Berechnung, für Instrumente die entweder haben. Die zu effizient, da lineare ihrer oder nichtlineare Methode ist nur Bewertungsfunktionen rechentechnisch Delta-Gamma [...]

Ein Cap, als Summe von Caplets, ist damit sensitiv auf alle Stützstellen, die durch die einzelnen Caplets angesprochen werden. Nachdem nun die Deltavektoren für die einzelnen Instrumente hergeleitet wurden, muss nun noch der aggregierte Deltavektor für das Portfolio gefunden werden. Hier gilt wieder die Additivitätseigenschaft von Sensitivitäten. Die Sensitivitäten bzgl. eines Risikofaktors werden über alle Instrumente, die in einem Portfolio enthalten sind, aggregiert. Diese aggregierten Werte werden dann in einen neuen Vektor, den Deltavektor des Portfolios eingestellt. Dieser Vektor hat als Dimension die Anzahl der verschiedenen Risikofaktoren in einem Portfolio. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Ein Währungsswap reagiert auf die Stützstellen bei t1, t2, t3 und den Wechselkurs w1. Ein Caplet reagiert auf die Stützstellen bei t1 und t2. Jetzt sind als erstes die Sensitivitäten des Swaps und des Caplets bzgl. Stützstelle t1, dann die Sensitivitäten dieser beiden Instrumente bzgl. t2, zu addieren (T1 bzw. T2). Als nächstes sind diese aggregierten und die einzelnen Sensitivitäten für t3 und w1 in den Deltavektor des Portfolios einzustellen. Dieser Vektor hat formal folgende Form: δPortfolio = (T1, T2 , t 3 , w 1 ) . (38) [...]

Arbeit zitieren:
Betz, Heino Dezember 2001: Approximation der Historischen Simulation durch analytische Value at Risk, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hedging, Risikomanagement, Kovarianzmethode

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