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Anwendungsprobleme der geplanten Regelungen des IASC zur Bilanzierung latenter Steuern in Deutschland

Anwendungsprobleme der geplanten Regelungen des IASC zur Bilanzierung latenter Steuern in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Höhling
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 58 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1376-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1376-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1376-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Höhling, Christian September 1996: Anwendungsprobleme der geplanten Regelungen des IASC zur Bilanzierung latenter Steuern in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IASC, latente Steuern, Bilanzierung

Diplomarbeit von Christian Höhling

Problemstellung:

In den letzten Jahren hat die Rechnungslegung eine bisher nicht gekannte Internationalisierung erfahren. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch die Zielsetzung, Jahresabschlüsse international anerkennen zu lassen und vergleichbar zu machen und es so den Unternehmen zu ermöglichen, weltweit Kapitalmärkte für ihre Bedürfnisse in Anspruch zu nehmen.

Das International Accounting Standard Committee (IASC), eine 1973 gegründete internationale Vereinigung von Wirtschaftsprüferverbänden sowie Berufsgruppen aus dem Bereich des internen und externen Rechnungswesens, ist an diesem Prozeß maßgeblich beteiligt. Ein zentrales Ziel dieser Privatorganisation ist die Entwicklung internationaler Rechnungslegungsstandards sowie deren weltweite Anerkennung und Anwendung. Die Bedeutung des IASC wird dadurch unterstrichen, daß 1995 bereits sieben deutsche Unternehmen freiwillig einen Jahresabschluß nach den International Accounting Standards (IAS) aufgestellt haben..

In Kürze soll ein 1994 erstmals vom IASC veröffentlichter und mittlerweile mehrfach überarbeiteter Entwurf zur Bilanzierung latenter Steuern, der Exposure Draft E49, rechtskräftig werden und den bisher gültigen IAS 12 ablösen. Dieser Entwurf orientiert sich sehr stark an der entsprechenden US-amerikanischen Regelung, dem Financial Accounting Standard (FAS) 109, "Accounting for Income Taxes".

Latente Steuern entstehen hauptsächlich, wenn erfolgswirksame Geschäftsvorfälle in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfaßt werden und sich dadurch zeitlich begrenzte Abweichungen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Ergebnis ergeben, welches für die Berechnung der Steuerschuld gegenüber dem Fiskus herangezogen wird. Die Berechnung latenter Steuern erfolgt, indem man die Differenz aus handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Gewinn mit dem jeweiligen Steuersatz multipliziert. Positive Beträge führen zu passivischen latenten Steuern (effektive Steuerschuld in der Steuerbilanz < fiktive Steuerschuld in der Handelsbilanz) und negative Beträge zu aktivischen latenten Steuern (effektive Steuerschuld in der Steuerbilanz > fiktive Steuerschuld in der Handelsbilanz).

Zwischen Handels- und Steuerbilanzgewinn können drei Arten von Differenzen auftreten: permanente, quasi-permanente sowie zeitlich begrenzte. Zeitlich begrenzte Differenzen (timing/temporary differences) treten auf, wenn Aufwendungen und Erträge in der handelsrechtlichen und der steuerrechtlichen GuV zu unterschiedlichen Zeitpunkten berücksichtigt werden. Diese Differenzen kompensieren sich in einem überschaubaren Zeitraum.

Unter quasi-permanenten Differenzen versteht man solche, die nur durch Unternehmensentscheidungen ausgeglichen werden können. Permanente Differenzen treten bei alleiniger Erfassung von Aufwendungen bzw. Erträgen in der handelsrechtlichen oder der steuerrechtlichen GuV auf. Eine Umkehrung solcher Differenzen ist ausgeschlossen.

Für den deutschen Einzelabschluß haben die latenten Steuern aufgrund der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz und der umgekehrten Maßgeblichkeit nur untergeordnete Bedeutung. Für den deutschen Konzernabschluß sind sie jedoch weitaus wichtiger, da international die Maßgeblichkeit nur geringfügig ausgeprägt ist und die umgekehrte Maßgeblichkeit in der Regel fehlt, so daß bei in den Konzernabschluß einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen die Abweichungen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanzergebnis wesentlich höher ausfallen.

Ziel dieser Arbeit ist es, Anwendungsprobleme des E49 in Deutschland herauszuarbeiten und für diese geeignete Lösungen zu finden. Dabei beschränkt sieh die Untersuchung auf Kapitalgesellschaften, weil die IAS-Anwendung bei Personengesellschaften keine praktische Relevanz besitzt. Latente Steuern, die im Zusammenhang mit der Gewerbesteuer stehen, werden vernachlässigt, da die Gewerbesteuer international bedeutungslos ist. Desweiteren befaßt sich diese Arbeit mit E49 in der Fassung vom Juli 1996. Danach auftretende Änderungen werden nicht berücksichtigt.

Zunächst wird der IAS-Entwurf zur Bilanzierung latenter Steuern dargestellt. Dann werden einzelne Anwendungsprobleme dieses Entwurfs in Deutschland vorgestellt und für diese Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit 1
2. Bilanzierung latenter Steuern nach IAS Exposure Draft E49 4
2.1 Rechtsquellen der Bilanzierung latenter Steuern nach IASC 4
2.2 Ansatz 5
2.2.1 Ansatz aufgrund von Ansatz- und Bewertungsdifferenzen 5
2.2.2 Besonderheiten aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen 12
2.3 Bewertung 15
2.3.1 Wahl des Steuersatzes 15
2.3.2 Verzinslichkeit latenter Steuern 16
2.4 Ausweis 16
2.4.1 Ausweis in der Bilanz 16
2.4.2 Ausweis in der GuV 18
2.5 Offenlegung im Anhang 18
3. Anwendungsprobleme in Deutschland 21
3.1 Ansatz 21
3.1.1 Ansatz aufgrund von Ansatz- und Bewertungsdifferenzen 21
3.1.2 Besonderheiten aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen 28
3.2 Bewertung 31
3.2.1 Wahl des Steuersatzes 31
3.2.2 Verzinslichkeit latenter Steuern 34
3.3 Ausweis 34
3.3.1 Ausweis in der Bilanz 34
3.3.2 Ausweis in der GuV 38
3.4 Offenlegung im Anhang 39
4. Zusammenfassung und Ausblick 41
Anhang 44
Literaturverzeichnis 45

Arbeit zitieren:
Höhling, Christian September 1996: Anwendungsprobleme der geplanten Regelungen des IASC zur Bilanzierung latenter Steuern in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IASC, latente Steuern, Bilanzierung

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