Anwendungshinweise bei der Implementierung eines Risikomanagementsystems für Aktiengesellschaften (angelehnt an das KonTraG) unter spezieller Beachtung der e-Businessproblematik
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniela Ziegler
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4505-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4505-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4505-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ziegler, Daniela Juni 2001: Anwendungshinweise bei der Implementierung eines Risikomanagementsystems für Aktiengesellschaften (angelehnt an das KonTraG) unter spezieller Beachtung der e-Businessproblematik, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Krisenmanagement, Unternehmenskontrolle, KonTraG, New Economy, Risikomanagement
In den Warenkorb
58,00 €
Diplomarbeit von Daniela Ziegler
Einleitung:
Seit jeher haben sämtliche Kulturen weltweit eine spezielle Affinität für den Blick in die Zukunft. Wir haben Angst vor dem Ungewissen und versuchen mit Hellseherei, Horoskopen, Handlesen sowie sonstigen Methoden diese Angst zu mildern. Im privaten Bereich wird Vorhersehung, wenn auch unauslöschbar praktiziert, belächelt. Auf der ökonomischen Ebene besprechen erfolgreiche Unternehmen auf andere Weise das „Orakel“. Das es sich hierbei um keinen Hokuspokus handelt und die bewusste Auseinandersetzung mit der unklaren Zukunft durchaus von existenziellem Nutzen ist, soll diese Diplomarbeit verdeutlichen.
Der neue Markt boomt. So gut wie stündlich wird ein Start-Up-Unternehmen gegründet, welches im rasanten Tempo der heutigen Globalisierung emporschießt um auf der Welle des „Internetzeitalters“ mitsurfen zu können. Wie die kürzlichen Entwicklungen verdeutlichen, folgt für viele „Newcomer“ nach Schwindel erregendem Höhenflug nicht all zu selten eine Talfahrt mit endgültigem Crash. Die dramatischen Zusammenbrüche sind keine zufälligen, unausweichlichen und unvorhersehbaren Katastrophen. Nachteile des schnellen Erfolgs sind offensichtlich. Die künstlich geformten Unternehmen dieser Entwicklungsbranche sind ganz besonders anfällig. In Zeiten der aktuellen Marktbereinigung, hängt die Zukunft der meist investorabhängigen Unternehmen am seidenen Faden der nächsten Finanzierungsrunde. Es gibt keine natürliche, über Jahre gewachsene Unternehmensleitkultur, durch das blitzartige Wachstum werden die Kompetenzen der siegessicheren Geschäftsführung schnell überfordert, Fehlentscheidungen sind die Folge. Zudem sind einhergehende Fluktuationsraten sowie die unausweichlichen Schwierigkeiten der New Economy Kunden zu binden einige wesentliche Probleme, die am neuen Markt zusätzlich zu bewältigen sind. Nicht selten werden jedoch die überdurchschnittlich hohen Risiken nur halbherzig, wenn überhaupt erkannt.
Die Umstände und Bedingungen, welche zu Risikosituationen führen, sind zu komplex um wirklich vollständig kontrollierbar zu sein. Dennoch ist es falsch hieraus abzuleiten Risikomanagement sei vergeblich. Jede (gewichtige) unternehmerische Entscheidung sollte heutzutage durch Proaktivität bestimmt sein. Im Falle der Schadenverhütung und -kontrolle ist ein funktionierendes Früherkennungssystem also unumgänglich, vor allem wenn sich entsprechende Maßnahmen innerhalb eines angemessenen Kostenrahmens bewegen. Der bewusste und kalkulierte Umgang mit Gefahren ist seit jeher eine Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg, heute wird jedoch die Entscheidungsfindung im besonderen Maße durch die Komplexität des globalen Marktes erschwert. Sich hier bietende Chancen zu nutzen ist das Ziel jedes gewinnorientierten betriebswirtschaftlichen Strebens, doch heute wie schon immer existiert eine unumstößliche Wahrheit, die all zu gerne verdrängt wird: keine Chance ohne Risiko! Ziel ist nicht die absolute Risikovermeidung - eine optimale, nicht maximale Sicherheit ist gefordert. Ein effizientes Riskmanagement bedeutet also gleichzeitige Chancennutzung bei proaktiver Kontrolle und Steuerung der akzeptierten Risiken.
Genau diese Problematik versucht die hier vorliegende Diplomarbeit zu verdeutlichen. Das Ziel ist es dem Leser nachfolgende Fragen zu beantworten, um ihm somit die Systematik des Risikomanagements, angelehnt an das KonTraG und im speziellen Bezug auf Aktiengesellschaften des e-Business näher zu bringen:
Welche Schritte muss das Unternehmen gehen, um den aktuellen gesetzlichen Anforderungen des § 91 Abs. 2 AktG gerecht zu werden und darüber hinaus ein effektives Management der vorherrschenden Risiken aufzubauen?
In wie weit ist die Entwicklungsbranche des e-Business speziell von der Thematik betroffen?
Was ist zu tun, wenn im Fall einer extremen Fehlentwicklung eine Krise zu bewältigen ist?
Inwieweit hält in der Praxis der e-Business-Unternehmen das Risikobewusstsein Einzug?
Welche Zukunftsperspektiven können hier erwartet werden?
Der Anspruch dieser Diplomarbeit ist nicht, eine vollkommene Bedienungs-anleitung für die Implementierung eines Risikomanagementsystems zu schaffen, dafür bedarf es Spezialisten. Vielmehr wird dem interessierten Leser ein Grundverständnis für das Thema gegeben. Den Verantwortlichen in den Unternehmen soll eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit eben diesen Spezialisten bei der Einführung des Systems gewährleistet werden. Der Leitsatz zum Erreichen dieses Zieles lautet: So einfach wie möglich und so umfangreich wie nötig!
Die Organisation der personellen Strukturen, ist im besonderen Maße den individuellen Ansprüchen des Unternehmens anzupassen, weshalb auf eine separate Ausarbeitung verzichtet und allein innerhalb der Prozesserörterung darauf hingewiesen wird. Die Erläuterungen zu im e-Business vorhandenen IT-Sicherheiten werden vermieden. Der Bereich ist nicht Teil der Betriebswirtschaft und zudem zu komplex um ihn innerhalb dieses Essays allgemein verständlich zusammen zu fassen. Weiterhin wird nicht auf die einzelnen Risikoberechnungsmethoden im Detail eingegangen. Um zu einem aussagefähigen Ergebnis beizutragen, müssten ganze Kennzahlensysteme besprochen werden, was den Rahmen dieser Diplomarbeit sprengen würde. Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf Quellen aus dem Internet. Der Leser hat somit die Möglichkeit Online sofort auf die Ursprungsliteratur zurückzugreifen und sich gegebenenfalls über spezielle Einzelheiten zu informieren.
Inhaltsverzeichnis:
| A. | EINLEITUNG | 1 |
| B. | ERLÄUTERUNGEN ZUM THEMENVERSTÄNDNIS | 5 |
| B.1 | GESETZLICHE GRUNDLAGEN | 5 |
| B.1.1 | ENTSTEHUNG DES KONTRAG | 6 |
| B.1.2 | KONTRAG - § 91 ABS. 2 AKTG | 7 |
| B.2 | VERÄNDERUNGEN INNERHALB DER VERANTWORTLICHKEITEN | 7 |
| B.2.1 | VORSTAND | 8 |
| B.2.1.1 | Gemeinschafts- und Konzernverantwortung | 10 |
| B.2.1.2 | Verantwortung für die Lageberichterstellung | 10 |
| B.2.2 | AUFSICHTSRAT | 11 |
| B.2.3 | ABSCHLUSSPRÜFER | 12 |
| B.2.4 | RISIKOMANAGER | 13 |
| B.3 | DEFINITIONEN | 14 |
| B.3.1 | RISIKOBEGRIFF | 14 |
| B.3.2 | RISIKOMANAGEMENTBEGRIFF | 15 |
| B.3.3 | ELEMENTE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS | 16 |
| B.3.3.1 | Internes Überwachungssystem (IKS) | 17 |
| B.3.3.2 | Frühwarnsystem | 17 |
| B.3.3.3 | Risiko-Controlling | 18 |
| C. | RISIKOMANAGEMENTPROZESS | 20 |
| C.1 | RISIKOMANAGEMENT -PROAKTIVER REGELKREIS | 20 |
| C.2 | UNTERNEHMENSVISION | 22 |
| C.2.1 | UMSETZUNG DER RISIKOMANAGEMENTVISION | 22 |
| C.2.2 | UNTERNEHMENSPOLITIK - RISIKOPOLITIK | 23 |
| C.2.2.1 | Definition der Risikomanagementkodizes | 24 |
| C.2.2.2 | Umsetzungshilfe - Risikohandbuch | 24 |
| C.3 | RISIKOSTRATEGIE | 25 |
| C.4 | RISIKOANALYSE | 27 |
| C.4.1 | RISIKOIDENTIFIZIERUNG | 28 |
| C.4.1.1 | Risikofelder | 29 |
| C.4.1.2 | Risikoerfassung | 31 |
| C.4.1.3 | Zuordnungen zu den Perspektiven | 32 |
| C.4.2 | RISIKOBEWERTUNG | 33 |
| C.4.2.1 | Bewertungsmethoden | 34 |
| C.4.2.1.1 | Quantifizierbare Risiken | 35 |
| C.4.2.1.2 | Qualifizierbare Risiken | 35 |
| C.4.2.2 | Ermittlung der Schwellenwerte | 36 |
| C.5 | DARSTELLUNG DES RISIKOPROFILS - TOOLS ZUR ANALYSE | 38 |
| C.5.1 | RISIKOINVENTUR | 38 |
| C.5.2 | RISIKOMATRIX | 39 |
| C.5.3 | RISIKOERFASSUNGSBOGEN (RISKMAP) | 40 |
| C.6 | RISIKOSTEUERUNG | 42 |
| C.6.1 | VERMEIDUNG | 43 |
| C.6.2 | VERMINDERUNG | 44 |
| C.6.3 | FINANZIERUNG | 45 |
| C.6.3.1 | Überwälzung | 45 |
| C.6.3.2 | Selbsttragen | 46 |
| C.7 | RISIKO-CONTROLLING | 47 |
| C.8 | BERICHTS- UND KOMMUNIKATIONSWESEN | 48 |
| D. | KRISENMANAGEMENT | 50 |
| D.1 | KRISENPRÄVENTION | 50 |
| D.2 | FRÜHERKENNUNG | 51 |
| D.3 | SCHADENBEGRENZUNG | 51 |
| D.4 | BESEITIGUNG NEGATIVER FOLGEWIRKUNGEN | 52 |
| D.5 | KRISENNACHBEARBEITUNG | 53 |
| E. | UMFRAGE ZUM RISIKOMANAGEMENT IN DER PRAXIS | 54 |
| E.1 | UMFRAGEERGEBNIS | 55 |
| E.2 | AUSWERTUNG DES UMFRAGEERGEBNISSES | 56 |
| E.3 | EINORDNUNG DES UMFRAGEERGEBNISSES | 58 |
| F. | SCHLUSSTEIL - ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN | 60 |
In den Warenkorb
58,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445058
Arbeit zitieren:
Ziegler, Daniela Juni 2001: Anwendungshinweise bei der Implementierung eines Risikomanagementsystems für Aktiengesellschaften (angelehnt an das KonTraG) unter spezieller Beachtung der e-Businessproblematik, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Krisenmanagement, Unternehmenskontrolle, KonTraG, New Economy, Risikomanagement



