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Anwendungen, Erfolgsfaktoren und Entwicklungsperspektiven des Business-to-Consumer-Mobile-Marketing

Anwendungen, Erfolgsfaktoren und Entwicklungsperspektiven des  Business-to-Consumer-Mobile-Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Götz Lauterbach
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 97 Seiten
  • Dateigröße: 3,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Rheinbach Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8968-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8968-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8968-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lauterbach, Götz April 2005: Anwendungen, Erfolgsfaktoren und Entwicklungsperspektiven des Business-to-Consumer-Mobile-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Handy, Marketing, Mobil, UMTS, GPRS

Diplomarbeit von Götz Lauterbach

Einleitung:

Für viele Unternehmen wird es in unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft immer schwieriger, ihre Bestandskunden für längere Zeit an ihre Produkte und Dienstleistungen zu binden; die Kundenloyalität nimmt aufgrund eines Warenüberangebotes und wegen gestiegener Substituierbarkeit von Gütern ständig ab. Dabei eröffnen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien den Unternehmen diverse neue Möglichkeiten für eine professionelle Betreuung des Verbrauchers, die auch gleichzeitig dazu beitragen können, die Kundenzufriedenheit- und Bindung zu erhöhen. Über das Medium Internet lässt sich eine individuelle Kundenansprache im Massenmarkt realisieren. Allerdings verfügt ein Großteil der Mitbürger immer noch nicht über einen eigenen Computer, was der Grund dafür ist, dass viele Konsumenten von den diversen Anstrengungen des elektronischen CRM der Unternehmen unerreicht bleiben. Zudem kann aufgrund unzureichender Personalisierung und vielschichtiger Sicherheitsbedenken aus datenschutzrechtlichen Erwägungen kein ausführliches Kundenprofil erstellt werden.

Der zielgerichtete Einsatz mobiler Technologien kann eine Lösung vieler dieser Probleme darstellen. So ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse etwa doppelt so hoch wie die der Internetanschlüsse: Ende des 2004 waren in Deutschland etwa 72 Millionen Mobiltelefone registriert, was einer Penetrationsrate von etwa 87% entspricht. Angelehnt an diese rasanten Entwicklungen im Mobilfunkmarkt zeichnen sich euphorische Zukunftsszenarien ab, die eng mit dem Handy verbunden sind. So folgt der ubiquitären Sprachtelefonie derzeit das allgegenwärtige Internet, mit dessen Hilfe gespeicherte Daten beispielsweise über die Datenprotokolle WAP oder i-Mode auf Mobiltelefone übertragen werden kann. Die Entwicklungen in diesem Bereich machen das Handy zu einem interessanten Kundeninteraktionskanal im Rahmen des differenzierten Marketings, darüber hinaus können die Nähe zum Kunden und die Individualisierung der Ansprache nachhaltig verbessert werden. Theoretisch ist der Kunde mittels mobiler Technologien jederzeit und überall erreichbar. Über moderne Lokalisierbarkeitstechnologien kann ein Aufenthaltsort so exakt definiert werden, dass jederzeit standortbezogene und situationsabhängige Angebote unterbreitet werden können. Diese technologischen Neuerungen eröffnen jetzt völlig neue Wege des differenzierten Marketings.

Durch die ständige Weiterentwicklung von Technologien, der fortschreitenden Verbreitung von mobilen Endgeräten sowie dem Wandel zur Informations- und Kommunikations-Gesellschaft stehen Unternehmen vor der besonderen Herausforderung, Bedürfnisse, Erwartungen und Situationen des mobilen Konsumenten zu interpretieren und können dementsprechend bedarfsgerecht reagieren.

Bei den täglichen weltweiten Kaufprozessen bleiben die Kunden meist anonym, und für die Unternehmen steht das „Einmalgeschäft“ mit Neukunden im Vordergrund. Die Ansprache des Kunden erfolgt meist über Massenmedien wie TV-Spots oder Print-Anzeigen. Während die Unternehmen beim Verkauf in Paletten, Tonnen und Deckungsbeiträgen denken, fühlt sich der kaufwillige Kunde mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen häufig vernachlässigt. Zu viele gleichartige Güter stehen in den Regalen, zu konfus ist das Angebot, und die klassische Werbung verwirrt die Kunden mehr, als dass sie Orientierung gibt. Er erwartet mehr als banale Produktinformationen, er will umworben werden – mit zusätzlichen Dienstleistungen und Serviceangeboten, die das Produkt zu etwas ’Einmaligem’ machen. Heute gilt es, dem potenziellen Kunden einen klaren Mehrwert im Sinne eines Zusatznutzens zu vermitteln. Daher müssen Unternehmen neue Formen der gezielten Kundenansprache finden, denn der frugale Einsatz von Massenmedien ist bei substituierbaren Massenprodukten nur gering wirksam.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über aktuelle Mobilfunktechnologien zu geben, Grundlagen des B-to-C-Mobile-Marketings zu erläutern und die Möglichkeiten des B-to-C-Mobile-Marketing in den Marketing-Mix einzuordnen. Außerdem sollen Anwendungen und Instrumente des B-to-C-Mobile-Marketings an praktischen Beispielen verdeutlicht werden und die Entwicklungsperspektiven aus den gewonnenen Erkenntnissen abgeleitet werden. So ist ein Ausblick auf die Zukunft des Mobile Marketing möglich.

Dazu werden im zweiten Kapitel zunächst die Grundlagen und Instrumente von Mobilfunktechnologien und mobilen Anwendungen sowie die des B-2-C-Marketings allgemein und die des B-2-C-Mobile-Marketings im Besonderen erläutert. Im dritten Kapitel steht die Einbindung der mobilen Komponenten in den Marketing-Mix mit den 4Ps, also Price, Promotion, Product und Place im Mittelpunkt. Treiber und Barrieren der Entwicklung werden im vierten Kapitel untersucht, im fünften Kapitel wird abschließend ein Ausblick gewagt und das Fazit gezogen.

Zum besseren Verständnis und zur Verdeutlichung des ’roten Fadens’ wird ferner an einigen Stellen ein kurzes Resümee gezogen, um die Kernaussage des Kapitelteils auf den Punkt zu bringen und den Übergang zum folgenden Teilabschnitt zu erleichtern.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 8
1. Einleitung 10
1.1 Inhaltliche Einordnung 10
1.2 Zielsetzung und Aufbau 11
2. Grundlagen der Arbeit 12
2.1 Grundlagen von Mobilfunktechnologien 12
2.1.1 Wesen und Merkmale von Mobilfunktechnologien 12
2.1.2 Formen von Mobilfunktechnologien 14
2.1.2.1 GSM 14
2.1.2.2 HSCSD 15
2.1.2.3 GPRS 16
2.1.2.4 EDGE 17
2.1.2.5 UMTS 19
2.1.2.6 Vergleichende Betrachtung Mobilfunktechnologien 20
2.1.3 Formen mobiler Anwendungen 21
2.1.3.1 SMS 21
2.1.3.2 EMS 22
2.1.3.3 MMS 23
2.1.3.4 i-Mode 24
2.1.3.5 WAP 24
2.1.3.6 Vergleichende Betrachtung „Mobile Anwendungen“ 26
2.2 Grundlagen des B-to-C-Marketing 27
2.2.1 Wesen und Merkmale B-to-C-Marketing 27
2.2.2 Instrumente des B-to-C-Marketing 30
2.3 Grundlagen des B-to-C-Mobile-Marketing 34
2.3.1 Wesen und Merkmale des B-to-C-Mobile-Marketing 34
2.3.2 Instrumente des B-to-C-Mobile-Marketing im Marketing Mix 36
3. Anwendungen des B-to-C-Mobile-Marketing 43
3.1 Preispolitik 43
3.1.1 Mobile Couponing 43
3.1.1.1 Wesen und Merkmale von Mobile Couponing 43
3.1.1.2 Gestaltungselemente von Mobile Couponing 44
3.1.1.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Couponing 45
3.1.2 SMS-Discount 48
3.1.2.1 Wesen und Merkmale von SMS-Discount 48
3.1.2.2 Gestaltungselemente von SMS- Discount 48
3.1.2.3 Erfolgsfaktoren von SMS- Discount 49
3.2 Kommunikationspolitik 50
3.2.1 Mobile Response 50
3.2.1.1 Wesen und Merkmale von Mobile Response 50
3.2.1.2 Gestaltungselemente von Mobile Response 51
3.2.1.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Response 51
3.2.2 Mobile Sponsoring 52
3.2.2.1 Wesen und Merkmale von Mobile Sponsoring 52
3.2.2.2 Gestaltungselemente von Mobile Sponsoring 53
3.2.2.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Sponsoring 54
3.2.3 Mobile Advertising 55
3.2.3.1 Wesen und Merkmale von Mobile Advertising 55
3.2.3.2 Gestaltungselemente von Mobile Advertising 55
3.2.3.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Advertising 56
3.3 Produktpolitik 58
3.3.1 Mobile Productfeatures 58
3.3.1.1 Wesen und Merkmale von Mobile Productfeatures 58
3.3.1.2 Gestaltungselemente von Mobile Productfeatures 59
3.3.1.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Productfeatures 60
3.3.2 Mobile Add-on-Services 60
3.3.2.1 Wesen und Merkmale von Mobile Add-on-Services 60
3.3.2.2 Gestaltungselemente von Mobile Add-on-Services 60
3.3.2.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Add-on-Services 61
3.4 Vertriebspolitik 62
3.4.1 Mobile Shopping 62
3.4.1.1 Wesen und Merkmale von Mobile Shopping 62
3.4.1.2 Gestaltungselemente von Mobile Shopping 63
3.4.1.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Shopping 64
3.4.2 Mobile Dialog Marketing 65
3.4.2.1 Wesen und Merkmale von Mobile Dialog-Marketing 65
3.4.2.2 Gestaltungselemente von Mobile Dialog-Marketing 68
3.4.2.3 Erfolgsfaktoren von Mobile Dialog-Marketing 69
4. Entwicklungsperspektiven des B-to-C-Mobile-Marketing 71
4.1 Treiber der Entwicklungen des B-to-C-Mobile-Marketing 71
4.1.1 Ökonomische Treiber 71
4.1.2 Technologische Treiber 72
4.1.3 Soziokulturelle Treiber 75
4.1.4 Politisch-rechtliche Treiber 76
4.2 Barrieren der Entwicklung von B-to-C Mobile Marketing 76
4.2.1 Ökonomische Barrieren 76
4.2.2 Technologische Barrieren 77
4.2.3 Soziokulturelle Barrieren 78
4.2.4 Politisch-rechtliche Barrieren 78
5. Ausblick und Fazit 81
Literaturverzeichnis 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.2.1.2 Gestaltungselemente von Mobile Response „Mobile Medien zeichnen sich dadurch aus, dass Botschaften sehr schnell und effizient an den Nutzer übermittelt werden.“123 Ohne einen Medienbruch kann der Empfänger entweder per SMS oder Anruf reagieren und den Kontakt zum Unternehmen aufbauen. Das werbende Unternehmen hat verschiedene Möglichkeiten, wie es potenzielle Kunden zu einer Response animieren will. So können Aufforderungen für Mobile Response in beinahe jede Kampagne integriert werden. Beispielsweise können in Fernsehspots oder Printanzeigen Kurzwahlnummern eingebunden werden, auf die ein Interessent dann reagieren kann. Ebenfalls denkbar ist die Erweiterung einer bestehenden Kampagne um On-Pack-Promotion, wo die Nummern auf den jeweiligen Produkten aufgedruckt sind. Dies könnte auch mit der Möglichkeit zur Teilnahme an einem Gewinnspiel verbunden sein und sich somit absatzfördernd auswirken. Der Vorteil an dieser Variante ist, dass kein Datenbestand an Opt-inAdressen notwendig ist.124 Mobile Response bietet sich besonders dann an, wo andere Möglichkeiten der Kontaktaufnahme schwierig sind, also beispielsweise als LKW-Werbung, an Litfasssäulen oder auf Plakaten. Hier ist eine schnelle Response mit dem Handy schnell [...]

3.2.1.1 Wesen und Merkmale von Mobile Response Die Berlecon Research Group schreibt in ihrem Basisreport aus dem Jahr 2003: „Das mobile Medium bietet vor allem durch seine hohe Interaktivität neue Optionen in der Kommunikationspolitik. Der Mobilfunk ermöglicht es, den Empfänger nicht nur jederzeit und an jedem Ort anzusprechen, sondern dieser kann zudem unmittelbar auf die Werbebotschaft reagieren und Kontakt zum Anbieter aufnehmen.“117 Lippert sieht die Responseorientierte mobile Werbung als gängigste Form mobiler Inhalte118 und beschreibt als Vorteil, dass der Werbeinhalte nur geteased119 werden und den Nutzer so zur Interaktion animieren. Berlecon beschreibt dazu, dass die Nutzung des Mobilfunks als Response-Kanal sich vor allem in Verbindung mit klassischen Medien anbietet. Der Vorteil des mobilen Mediums als ResponseKanal im Medienverbund liegt beispielsweise gegenüber dem Internet darin, dass der Empfänger ortsungebunden mit dem Handy auf Werbebotschaften reagieren kann. Es reicht hierbei völlig aus, per Shortcode ein Schlüsselwort zu versenden. Der aufwendige Weg per stationärem Internet-PC eine Web-Adresse anzusurfen, entfällt somit. [...]

3.1.2.2 Gestaltungselemente von SMS-Discount Die Auswahl an Instrumenten bei SMS-Discount ist sehr vielfältig. Der Kunde kann entweder aktiv Gratifikationen sammeln, indem er mit seinem Handy im mobilen Internet auf Werbeseiten surft, dort Werbeinhalte abruft, an Umfragen teilnimmt oder sich an mobilen Diskussionsforen beteiligt. Diese aktiv gesammelten Prämien werden dem Punktekonto des Nutzers gutgeschrieben und können später gegen Geld- oder Sachleistungen eingetauscht werden, was im Verlauf dieses Kapitelabschnitts noch näher beschrieben wird. Alternativ oder ergänzend zu der oben angesprochen Möglichkeit des aktiven Sammelns von Discount-Prämien kann der Kunde auch für den Empfang von Werbebotschaften auf seinem Mobiltelefon Punkte erhalten. Dazu gibt er in der Regel neben seiner Mobilfunknummer beim Betreiber eines solchen Services eine oft nicht geringe Menge an Profildaten bekannt, welche durch Validierungstechniken auf Stimmigkeit geprüft werden. Die auf diese Art gesammelten Discountpunkte können entweder beim Servicebetreiber selber oder bei dessen Kooperationspartnern eingetauscht werden; je nach Vereinbarung können die gesammelten Beträge ausbezahlt werden oder aber in entsprechendem Gegenwert in Form von Waren oder Dienstleistungen konsumiert werden. Dafür bieten die Dienstbetreiber jeweils ein auf die Zielgruppe gerichtetes Portfolio an, was hier an einem Beispiel der rabazz GmbH aufzeigt wird: Die Firma e-Plus bietet unter dem Namen Rabazz113 einen Service für Mobile Marketing an, bei dem die meist jugendliche Zielgruppe für ihr Einverständnis, regelmäßig Werbe-SMS und -MMS zu empfangen, Punkte, so genannte “Coinzz“ erhält, die später beispielsweise gegen [...]

Arbeit zitieren:
Lauterbach, Götz April 2005: Anwendungen, Erfolgsfaktoren und Entwicklungsperspektiven des Business-to-Consumer-Mobile-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Handy, Marketing, Mobil, UMTS, GPRS

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