Die Anwendung moderner Marketing- und Managementmethoden in der Ernährungsbranche in den neuen Bundesländern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dana Flechsig
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 138 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: Hochschule Anhalt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4875-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4875-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4875-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Flechsig, Dana April 2000: Die Anwendung moderner Marketing- und Managementmethoden in der Ernährungsbranche in den neuen Bundesländern, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: strategische Allianz, Kundenzufriedenheit, ECR, TQM, Benchmarking
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Diplomarbeit von Dana Flechsig
Einleitung:
1999 wurde durch eine Studie der Corporate Finance Beratung von PricewaterhouseCoopers in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungs-industrie (BVE) eine Fusionswelle insbesondere in den Bereichen Süßwaren- und Getränke-industrie sowie in den Sektoren Fisch und Feinkost für die Lebensmittelbranche für Unter-nehmen mit einer Größe von mehr als 40 Mio DM Umsatz prognostiziert.
Nachdem alle führenden Food-Konzerne im März 2000 auf dem US-amerikanischen Markt eine Internet-Plattform für den gemeinsamen Einkauf von Vorleistungen initiiert hatten, kündigten die führenden europäischen Konzerne ein entsprechendes Gemeinschaftsprojekt auch für den europäischen Markt an.
Angesichts dieser Nachrichten wird deutlich, daß sich die Ernährungsbranche – wie auch andere Branchen – in ihrer Dimension grundlegend verändern wird.
Strukturen, die aufgebrochen werden, betreffen auch kleinere und mittlere Unternehmen; vor allem Ostdeutschland, welches mit 63 % des durchschnittlichen EU-Bruttoinlandsproduktes auch weiterhin ein sog. „Ziel-Eins-Fördergebiet” innerhalb der EU bleibt.
Der ostdeutschen Ernährungsbranche soll, angesichts dieser Nachrichten noch ein „wirtschaftlicher Zwerg” im weiten Feld der Global Player, aus diesem Grund in der vorliegenden Arbeit besonderes Interesse gewidmet werden.
Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit besteht darin, die Entscheidungsgrundlagen sowie die Ziele der ostdeutschen Ernährungsbranche zu erfragen und auszuwerten sowie die Ergebnisse der Befragung mit trendbezogenen, vorausschauenden Betrachtungen zur zukünftigen Entwicklung der Ernährungsbranche in der Fachliteratur zu vergleichen.
In Vorbereitung der Befragung wurden in den Bereichen des Marketing als auch des Managements anhand der Literatur zukunftsträchtige Methoden herausgearbeitet, deren Anwendung in den einzelnen Unternehmen im Rahmen der Befragung zu ermitteln war.
Dabei dienten die folgenden strategisch-konzeptionellen Handlungsalternativen zur Durch-setzung kleiner und mittlerer Unternehmen der Lebensmittelindustrie am Markt als Leitgedanken: Fokussierung, eindeutiger „Reason Why“, den Handel zum Partner machen, lokale Optimierung, Markenschutz nach allen Regeln der Kunst und Wachstum durch Partnerwahl und Arbeitsteilung.
In die Befragung zur vorliegenden Diplomarbeit sind all diese Lösungsvorschläge integriert; gleichzeitig wurde jedoch jedes Unternehmen in seiner Aktivität ganzheitlich erfaßt. – In einem weiteren Schritt erfolgte die Darstellung und Interpretation der gewonnenen Ergebnisse aus ökotrophologischer Sicht.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich wie folgt: Kapitel 1 ist als Vorwort zu sehen und bietet eine kurze Themeneinführung. Das zweite Kapitel stellt die Neuerungen in der Ernährungsbranche sowohl aus statistischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht dar. Kapitel 3,4 und 5 bilden das Grundwissen, welches aus der retrograden Perspektive zu Kapitel 6 erstellt und für die Arbeit aus den Bereichen Marketing und Management als relevant erachtet wurde. Sie bieten auch Gelegenheit, sich einen Überblick über die Themen des Fragebogens zu verschaffen. Als kommentierte, teilweise Handlungsalternativen beschreibende Auswertung ist Kapitel 6 gefaßt, das auch die wichtigen Ergebnisse des Interviews enthält. Kapitel 7 führt und faßt die Ergebnisse der Diplomarbeit zusammen.
Die vorliegende Arbeit ist eine Momentaufnahme der Ernährungsindustrie einschließlich Ernährungshandwerk; sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und muß auch als Momentaufnahme in einem zur Zeit stagnierenden Markt gesehen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Themenbegründung, Festlegung des Zieles der Arbeit und Vorgehensweise | 1 |
| 2. | Die Abgrenzung der Ernährungsbranche als Wirtschaftszweig | 3 |
| 2.1 | Darstellung der Ernährungsbranche | 3 |
| 2.1.1 | Begriffsbestimmung | 3 |
| 2.2 | Entwicklung der Ernährungsbranche | 6 |
| 2.2.1 | Historische Entwicklung und heutige statistische Erhebungsmerkmale | 6 |
| 2.2.2 | Wirtschaftliche Entwicklung der Branche in den neuen Bundesländern seit 1991 | 7 |
| 3. | Marketingmethoden | 11 |
| 3.1 | Begriffserläuterung | 11 |
| 3.2 | Instrumente und Konzept | 11 |
| 3.2.1 | Die Kundennutzenanalyse | 11 |
| 3.2.2 | Kundenzufriedenheit und ihre Messun | 13 |
| 3.2.3 | Bedeutung und Management von Marken | 18 |
| 3.2.4 | Efficient Consumer Response (ECR) | 22 |
| 3.2.5 | Informationstechnik | 25 |
| 3.1.5.1 | Intranet, Extranet und Internet | 25 |
| 3.1.5.2 | Call-Center | 28 |
| 3.2.6 | Sponsoring | 30 |
| 4. | Managementmethoden | 31 |
| 4.1 | Begriffserläuterung | 31 |
| 4.1.1 | Management-by-Objectives | 32 |
| 4.2 | Strategien | 33 |
| 4.2.1 | Strategische Allianzen | 33 |
| 4.2.2 | Outsourcing | 34 |
| 4.2.3 | Kernkompetenzen | 36 |
| 4.2.4 | Benchmarking | 39 |
| 4.3 | Total Quality Management | 41 |
| 5. | Controlling | 44 |
| 5.1 | Einführung | 44 |
| 5.2 | Bestandteile | 44 |
| 6. | Erhebungen in der Ernährungsbranche | 49 |
| 6.1 | Vorgehensweise | 49 |
| 6.2 | Auswertung und Diskussion | 53 |
| 6.2.1 | Teil 1: Marketing | 53 |
| 6.2.1.1 | Komplex 1 - Allgemein | 53 |
| 6.2.1.2 | Komplex 2 - Fragen zum Direktmarketing/Online-Marketing - Electronic Data Interchange - Telefonmarketing | 54 |
| 6.2.1.3 | Komplex 3 - Fragen zu Marketingprogrammen | 63 |
| 6.2.2 | Teil 2: Management | 92 |
| 6.2.2.1 | Komplex 1 - Unternehmensführung allgemein | 92 |
| 6.2.2.2 | Komplex 2 - Controlling | 93 |
| 6.2.2.3 | Komplex 3 - Outsourcing | 97 |
| 6.2.2.4 | Komplex 4 - Total Quality Management | 105 |
| 6.2.2.5 | Komplex 5 - Benchmarking | 105 |
| 6.2.2.6 | Komplex 6 - Unternehmen allgemein | 107 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 110 |
| Anhang | 115 | |
| Literaturverzeichnis | 127 |
Von 26 Unternehmen nutzen 6 das Telefon ausschließlich für den Business-to-Business-Bereich, wohingegen 20 Unternehmen es sowohl im Business-to-Business- als auch im Business-toConsumer-Bereich einsetzen. Da nur fünf Großunternehmen und ein Mittelständisches über ein Call-Center im Unternehmen verfügen, entspricht ein Unternehmen aus diesem Kreis in der prozentualen Auflistung (Abb.11, Tabellenspalte 4) 16,7%. Berechnungsgrundlage für die Unternehmen ohne Call-Center waren die 26 Unternehmen, die auch tatsächlich kein Call-Center im Unternehmen aufweisen konnten. Das Unternehmen ohne jegliche telefonische Aktivitäten wurde in keiner der Tabellen in Abb.11,12 oder 13 berücksichtigt, da eine Zuordnung zu einer der Gruppen nicht möglich war. Insgesamt stellt die Kundenpflege per Telefon einen sehr wichtigen Bestandteil in der Gruppe der Unternehmen ohne Call-Center als auch in der Gruppe der Unternehmen mit Call-Center dar. Alle 26 Unternehmen ohne Call-Center bezeichnen die Auftragsentgegennahme als wichtigstes Mittel im täglichen Kundenkontakt. Auffallend ist, daß diese Unternehmensgruppe eine intensivere Neukundengewinnung, mehr Reaktivierung oder Cross-Selling bei Altkunden und ein leistungsfähigeres Beschwerdemanagement aufweist als jene Gruppe von Unternehmen mit Call-Center, deren Potential in diesen Bezirken bei weitem nicht wahrgenommen wird. Positiv in der Unternehmensgruppe mit Call-Center ist allerdings der allseits vorhandene Beratungsservice gegenüber den Anzahl der Anzahl der Prozentualer An- Prozentualer Unternehmen Unternehmen teil der Unter- Anteil der Untermit Callohne Callnehmen mit nehmen ohne Center: 6 Center: 26 Call-Center Call-Center 3 15 50 57,7 2 17 33,3 65,4 0 6 0 23,1 5 23 83,3 88,5 4 1 1 1 6 5 5 6 4 1 1 2 1/1 20 0 0 1 26 22 26 23 22 0 14 17 9/16 66,7 16,7 16,7 16,7 100 83,3 83,3 100 66,7 16,7 16,7 33,3 16,7/16,7 76,9 0 0 3,8 100 84,6 100 88,5 84,6 0 53,8 65,4 34,6/48,5 [...]
Nur 5 von 33 Unternehmen betreiben Neukundenaquisitionen über das Internet. Stellenangebote und Bewerbungshinweise sind auf keiner der Online-Präsentationen der Unternehmen vorhanden. 4 Unternehmen sind lediglich mit einer E-Mail-Adresse vertreten und 1 Unternehmen allein mit seiner Unternehmensstruktur. Ein linearer Zusammenhang mit den Unternehmen, die ihren Internetauftritt selbst gestalten, besteht dabei nicht. 3(!) von 17 Unternehmen aktualisieren ihren Web-Auftritt mindestens vierteljährlich. Damit hat fast keines der Unternehmen einen aktuellen Bezug zu seiner realen Geschäftstätigkeit. Das Bild, welches sich aus diesen Tatsachen formt, ist ernüchternd. Die Mehrzahl der Unternehmen betreibt zwar emsig Werbung, aber die Anwendungsmöglichkeiten für potentielle Nutzer sind einfach nicht vorhanden. 9. Gibt es Unternehmensbereiche/Aufgabenfelder, mit denen Ihr Unternehmen über einen elektronischen Netzverbund (Electronic Data Interchange) mit anderen Unternehmen kooperiert? [...]
Betriebe muß jedoch beachtet werden, daß die Milchverarbeitung mit 47 Betrieben den umsatzstärksten Wirtschaftszweig mit 5.557.018 TDM stellt und die Hersteller von Backwaren mit 345 Betrieben lediglich viertumsatzstärkster Branchenzweig mit 2.402.592 TDM sind.) In Anlehnung an die wirtschaftliche Situation treten in der Befragung auch echte Überrepräsentationen auf. So ist das Land Thüringen mit 80% beantworteten Fragebögen gegenüber Ländern wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen überrepräsentiert, welche nur 33,3%, 41,7% bzw. 42,1% in der Beantwortung der versendeten Fragebögen aufweisen können. Ein Grund für das Nichteinwilligen in die Beantwortung des Bogens war möglicherweise die zeitgleich stattgefundene weltgrößte Messe der Ernährungswirtschaft, die Allgemeine Nahrungs- und Genußmittelausstellung „Anuga” in Köln, an der sich etliche Unternehmen aus den neuen Bundesländern beteiligten. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832448752
Arbeit zitieren:
Flechsig, Dana April 2000: Die Anwendung moderner Marketing- und Managementmethoden in der Ernährungsbranche in den neuen Bundesländern, Hamburg: Diplomica Verlag
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strategische Allianz, Kundenzufriedenheit, ECR, TQM, Benchmarking



