Die Anwendung klassischer und moderner Unternehmensbewertungsverfahren in den Lebensphasen von Unternehmen der New Economy
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marcus Bauersachs
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 981,7 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Technische Universität Ilmenau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5723-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5723-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5723-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bauersachs, Marcus Dezember 2001: Die Anwendung klassischer und moderner Unternehmensbewertungsverfahren in den Lebensphasen von Unternehmen der New Economy, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Substanzwert, Marktwert, Ertragswert, Börsenkurswert, Prognoseverfahren
In den Warenkorb
58,00 €
Diplomarbeit von Marcus Bauersachs
Einleitung:
Die entwickelten Volkswirtschaften unterliegen seit einigen Jahren einem grundlegenden Wandel. Die wirtschaftlichen Aktivitäten bewegen sich von der Old Economy zur stark wachsenden New Economy. Daraus resultiert das Erfordernis, sich mit Unternehmen der New Economy verstärkt auseinander zu setzen. Eine der komplexesten und schwierigsten Aufgabenstellungen der Betriebswirtschaftslehre ist die Unternehmensbewertung, über welche seit Jahrzehnten in Theorie und Praxis kontrovers diskutiert wird. Dabei muss eine „Vielzahl von wertbestimmenden Einflussfaktoren möglichst genau in einem Bewertungskalkül erfasst werden“. Die Problematik resultiert aus der Komplexität und der Möglichkeit des Einsatzes der verschiedenen Bewertungsverfahren, welche zu unterschiedlichen Werten führen können. Besonders seit den 90er Jahren sind innerhalb der betriebswirtschaftlichen Forschung verstärkt Aktivitäten auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung zu beobachten.
Rückblickend auf Theorie und Praxis der Unternehmensbewertung der letzten Jahrzehnte können acht verschiedene Paradigmen, unterschieden werden. Im Verlauf dieser Arbeit wird jedoch deutlich werden, dass auch ältere Ansätze in der heutigen Zeit noch verwendet werden und neuere Bewertungsmodelle aus einem anderen Blickwinkel ergänzen. Ausgangspunkt fast aller Bewertungsverfahren ist die Grundhaltung, dass sich der Wert des Unternehmens aus den für die Zukunft zu erwartenden Zahlungen errechnet, welche dem Aktionär zufließen oder zufließen könnten.
Unternehmensbewertungen sind für verschiedene Anlässe in den Lebensphasen von Unternehmen notwendig. Dabei befindet sich das zu bewertende Unternehmen fast immer in Situationen, in denen es sich großen Chancen, aber auch großen Risiken gegenübersieht. Um in diesem Zusammenhang Fehlbewertungen zu verhindern, muss es das Anliegen der Betriebswirtschaftslehre sein, möglichst exakte Bewertungsverfahren zu finden. Dies insbesondere, da es sich aus individueller Sicht für die Beteiligten um nennenswerte Beträge bzw. Chancen und Risiken handelt. Weiterhin ist die Praxis an zuverlässigen Bewertungsmethoden interessiert, deren Ergebnisse Überzeugungskraft im Rahmen von Verhandlungen besitzen.
Neben der großen Bedeutung der Unternehmensbewertung für die Wertfindung bei der Übertragung von Eigentumsanteilen hat sich seit den achtziger Jahren mit der Durchsetzung des Shareholder-Value-Konzeptes als Managementkontrolle im Sinne des am Eigentümer orientierten Handelns ein weiterer Einsatzschwerpunkt der Unternehmensbewertung entwickelt.
Unternehmen der New Economy stellen in vielerlei Hinsicht neuartige Herausforderungen für die gängigen Managementmethoden im Hinblick auf die Bewertung und Steuerung dar. Die Unsicherheit bzw. das Risiko stellt in diesem Zusammenhang das zentrale Problem dar. Die Bewertung dieser Unternehmensgruppe erfordert weiterhin aufgrund ihrer fast immer kurzen Historie eine Verlagerung des Schwerpunktes der Unternehmensbewertung von der Vergangenheitsanalyse hin zur Prognose zukünftiger Ausschüttungserwartungen.
Auch die immense Bedeutung immaterieller Werte in der New Economy wurde an den Kapitalmärkten wahrgenommen, was sich trotz des Börsencrashs im vergangenen Jahr in den noch immer differierenden Marktwerten und Buchwerten widerspiegelt.
So hat jüngst auch das IdW mit der Aufnahme eines separaten Kapitels zur Bewertung wachstumsstarker Unternehmen die aktuellen wirtschaftlichen Tendenzen der New Economy und des Neuen Marktes berücksichtigt und damit deren Wichtigkeit anerkannt.
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, traditionelle und moderne Bewertungsverfahren vorzustellen und diese bezüglich ihrer Anwendbarkeit auf Unternehmen der New Economy in den einzelnen Lebensphasen zu überprüfen. Hierbei sollen einerseits Probleme und Besonderheiten bei der Bewertung von NE-Unternehmen untersucht, andererseits Schwächen und Stärken der einzelnen Verfahren dargestellt werden.
Ausgangspunkt der Methodenwahl bei Unternehmensbewertungen ist der Anlass der Bewertung, welcher sich in den einzelnen Lebensphase unterscheidet. In dieser Arbeit kann jedoch nicht auf alle denkbaren Anlässe, welche in den Lebensphasen auftreten können, eingegangen werden. Deshalb werden einerseits für NE-Unternehmen typische Bewertungsanlässe wie die Kapitalbeschaffung mit Hilfe von Beteiligungsgesellschaften und der Börsengang, andererseits klassische Anlässe wie Mergers & Acquisitions und Ertragskrisen verbunden mit einer eventuellen Insolvenz untersucht. Andere wichtige Anlässe, wie bspw. die Bemessung von Abfindungen für ausscheidende Gesellschafter, die Berechnung von Bemessungsgrundlagen für die Besteuerung und die kontinuierliche Wertinformationspolitik im Rahmen eines wertorientierten Controllings werden zwar bei der Abhandlung der unterschiedlichen Verfahren tangiert, aber in den tiefergehenden Ausführungen bzgl. der Lebensphasen nicht abgehandelt. Weiterhin wird auch nicht auf von Kreditinstituten angewandte Ratingverfahren und Bilanzanalysen eingegangen. Die mit einer Unternehmensbewertung einhergehende Problematik der Informationsbeschaffung und –verarbeitung als Basis einer Bewertung ist nicht Gegenstand dieser Arbeit.
Traditionelle Verfahren konnten und können, wie diese Arbeit zeigen wird, die Werte dieses Unternehmenstyps oftmals nicht adäquat abbilden und erklären. Die quotierten Marktpreise ließen sich mittels substanz- oder ertragswertorientierter Verfahren aufgrund fehlender Substanz bzw. prognostizierbarer Erträge bzw. Cash-Flows und negativer Ergebnisse kaum rechtfertigen. Welche Verfahren zur Schließung dieser Lücke angewandt wurden und werden und inwieweit diese sich in den Lebensphasen der NE-Unternehmen als geeignet erweisen, soll nachfolgend untersucht werden. Fraglich ist jedoch, ob es überhaupt ein Verfahren gibt, welches die spezifischen Merkmale der NE-Unternehmen in den einzelnen Lebensphasen generell berücksichtigen kann.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. Das nachfolgende Kapitel 2 dient dazu, ein Basisverständnis und die Grundlagen für die sich anschließenden Kapitel zu erarbeiten. Ausgehend vom Wert und den Werttheorien werden Anlässe, Funktionen, Aufgaben und Grundsätze von Unternehmensbewertungen dargestellt. Im zweiten Teil des Kapitel 2 wird der Versuch unternommen, New Economy Unternehmen zu charakterisieren. Nach einer Definition der New Economy werden die Lebensphasen, Merkmale, Besonderheiten und Erfolgsfaktoren dieses Unternehmenstyps dargestellt und somit eine Abgrenzung zu anderen Unternehmen verfolgt. Damit wird die inhaltliche Relevanz der Diplomarbeit festgelegt. Nach dem Schaffen der Grundlagen erfolgt im Kapitel 3 die Darstellung der in Theorie und Praxis verbreiteten Verfahren der Unternehmensbewertung: Substanzwertorientierte, Ertragswertorientierte und Marktwertorientierte Bewertungsverfahren; Alternativverfahren, Börsenkurswert, Bewertungsstrategie und Prognoseverfahren. Hierbei wird kurz auf die konzeptionellen Grundlagen und die unterschiedlichen Ausprägungen der einzelnen Verfahren eingegangen. Vorteile bzw. Nachteile der Verfahren an sich werden herausgearbeitet. Im letzten Punkt des Kapitel 3 erfolgt eine Darstellung, inwieweit sich die verschiedenen Verfahrensgruppen für die Bewertung von NEUnternehmen eignen.
Kapitel 4 beschäftigt sich damit, inwieweit die im dritten Kapitel dargestellten Verfahren in den einzelnen Lebensphasen theoretisch zum Einsatz kommen könnten und in der Praxis eingesetzt werden. Wie schon angesprochen, erfolgt eine Konzentration auf ausgewählte Anlässe in den einzelnen Lebensabschnitten der NE-Unternehmen.
Im Rahmen der Schlussbetrachtungen des Kapitels 5 werden die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst. Ein Ausblick auf weitere notwendige Forschungsaktivitäten schließt die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Anlagenverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Vorgehensweise | 3 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 4 |
| 2. | Grundlagen und Erläuterung wesentlicher Begriffe | 6 |
| 2.1 | Grundlagen der Unternehmensbewertung | 6 |
| 2.1.1 | Wert und Werttheorien | 6 |
| 2.1.2 | Funktionen der Unternehmensbewertung | 7 |
| 2.1.3 | Bewertungsanlass und Bewertungszweck | 10 |
| 2.1.4 | Grundsätze der Unternehmensbewertung | 12 |
| 2.2 | Charakteristika der NE-Unternehmen | 13 |
| 2.2.1 | Die New Economy | 13 |
| 2.2.2 | Die Lebensphasen eines Unternehmens der New Economy | 17 |
| 2.2.3 | Abgrenzung und Merkmale der New Economy Unternehmen | 21 |
| 2.2.4 | Besonderheiten und Erfolgsfaktoren von NE-Unternehmen | 24 |
| 2.2.5 | Spezifika von NE-Unternehmen in der Early-Stage | 27 |
| 3. | Verfahren der Unternehmensbewertung | 29 |
| 3.1 | Allgemeines | 29 |
| 3.2 | Substanzwertorientierte Bewertungsverfahren | 31 |
| 3.2.1 | Substanzwert als Reproduktionswert | 32 |
| 3.2.2 | Substanzwert i.S.v. ersparten Ausgaben | 33 |
| 3.2.3 | Liquidationswertverfahren | 34 |
| 3.3 | Ertragswertorientierte Bewertungsverfahren | 35 |
| 3.3.1 | Ertragswertverfahren | 36 |
| 3.3.2 | Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF-Verfahren) | 41 |
| 3.4 | Marktwertorientierte Vergleichsverfahren | 46 |
| 3.5 | Alternativverfahren | 52 |
| 3.5.1 | Kombinationsverfahren aus Ertrags- und Substanzwert | 52 |
| 3.5.2 | Stuttgarter Verfahren | 53 |
| 3.5.3 | Übergewinnverfahren | 53 |
| 3.5.4 | Realoptionsansatz | 54 |
| 3.5.5 | CROCI-Analyse | 59 |
| 3.6 | Der Börsenkurswert | 59 |
| 3.7 | Bewertungsstrategien | 63 |
| 3.7.1 | Der Shareholder-Value-Ansatz | 63 |
| 3.7.2 | Economic-Value-Added und Market-Value-Added | 65 |
| 3.8 | Prognoseverfahren | 68 |
| 3.8.1 | Analytische Prognoseverfahren | 68 |
| 3.8.2 | Intuitive Prognoseverfahren | 70 |
| 3.9 | Kritische Würdigung und Eignung für die Bewertung von NE-Unternehmen | 75 |
| 3.9.1 | Substanzwertorientierte Verfahren | 75 |
| 3.9.2 | Ertragswertorientierte Verfahren | 76 |
| 3.9.3 | Vergleichsverfahren | 77 |
| 3.9.4 | Alternative Verfahren | 79 |
| 3.9.5 | Prognoseverfahren | 80 |
| 4. | Anwendung der Bewertungsverfahren in den Lebensphasen | 81 |
| 4.1 | Bewertung in der Early-Stage und der Expansion-Stage vor dem Going Public | 81 |
| 4.1.1 | Venture-Capital-Methode | 83 |
| 4.1.2 | Marktwertorientierte Vergleichsverfahren in den frühen Lebensphasen | 85 |
| 4.2 | Bewertung im Rahmen des Going Public | 86 |
| 4.2.1 | Ausgangssituation | 86 |
| 4.2.2 | Betriebswirtschaftliche Anforderungen – Börsenreife | 88 |
| 4.2.3 | Unternehmensbewertung als Voraussetzung der Emissionspreisermittlung | 90 |
| 4.2.4 | Platzierungsverfahren | 92 |
| 4.3 | Bewertung in der Expansion- und Late-Stage nach dem Börsengang | 94 |
| 4.3.1 | Unternehmensbewertungen im Rahmen von Akquisitionen | 94 |
| 4.3.2 | Fundamentalanalyse und technische Aktienanalyse | 100 |
| 4.4 | Bewertung ertragsschwacher/überschuldeter Unternehmen | 104 |
| 5. | Schlussbetrachtungen | 110 |
| 5.1 | Zusammenfassung der Arbeit | 110 |
| 5.2 | Fazit | 112 |
| 5.3 | Ausblick | 115 |
| Anlagen | 117 | |
| Literaturverzeichnis | XI | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XVI |
Ein erster Hinweis auf die Übertragbarkeit der Optionspreistheorie auf die Investitionsrechung und damit auf die Unternehmensbewertung findet sich bereits im Aufsatz von Black/Scholes.305 Finanzoptionen sind durch Unsicherheit bzgl. der zukünftigen Wertentwicklung, Irreversibilität, d.h. durch Ausübung verfällt die Option, und Flexibilität der Realisierung charakterisiert. Investitionen bzw. Desinvestitionen in einem Unternehmen, die eine Managemententscheidung im Sinne einer Handlungsoptionen verlangen, durch ähnliche Eigenschaften wie Finanzoptionen gekennzeichnet sind und in mehrere Stufen zerfallen, werden als Realoptionen im engeren Sinne bezeichnet. Diese Handlungsoptionen ermöglichen es, Gewinnpotentiale zu nutzen und Verluste zu begrenzen. Sie sind meist in ihrer Laufzeit begrenzt.306 Realoptionen werden durch Investitionen, z.B. F&E-Investitionen erworben. Die Differenzierung der Realoptionen in der Literatur ist auf den ersten Blick vielfältig. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass alle nachfolgend dargestellten Unterscheidungen auf eine ähnliche Systematik hinauslaufen. Schäfer/Schässburger differenzieren in zwei Gruppen optionswertbasierter Handlungsmöglichkeiten. Auf der einen Seite existieren Flexibilitätsoptionen bzw. operative Realoptionen, bei welchen die Investitionen nicht zwingend im Entscheidungszeitpunkt erfolgen muss, sondern in die Zukunft verschoben, unterbrochen, wieder aufgenommen oder eingestellt werden können. Die andere Gruppe sind die Wachstumsoptionen307. Sie basieren auf Folgeinvestitionen308, welche den Erstinvestitionen309 zeitlich nachgelagert sind. Durch die Verbindung beider Gruppen entstehen aus Investitionsvorhaben sequenziellen Investitionsvorgänge.310 Löhr/Rams311 hingegen gruppiert Realoptionen, welche sowohl Call- als auch Put-Optionen sein können, in Invest-, Divest- und Flexibilitätsoptionen. Demnach stehen Investoptionen für weitere Investitionen, Wachstum und Aus- [...]
Handlungsoptionen, die Verlustrisiken begrenzen und Gewinnpotenziale erweitern, haben Einfluss auf den Kapitalzinsfuß. Traditionelle ertragswertorientierte Verfahren berücksichtigen diese Effekte nicht. Weiterhin unterstellen diese Verfahren vereinfachend, dass eine einmal gefällte Strategieentscheidung trotz eines sich verändernden Umfeldes durchgehalten wird und die Unternehmensführung Umfeldentwicklungen reaktionslos hinnimmt.300 Der Realoptionsansatz, welcher aufgrund der Unzulänglichkeiten traditioneller Verfahren entwickelt wurde, interpretiert das Eigenkapital als Option der Eigner auf die Vermögensteile der Unternehmens.301 Eine Option ist ein „Kontrakt, der das Recht, aber nicht die Pflicht beinhaltet, Rechte an Vermögensgegenständen innerhalb einer bestimmten Zeit (amerikanische Option) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Option) zu einem vorab festgelegten Preis (Basispreis) zu kaufen (Kaufoption bzw. Call-Option) oder zu verkaufen (Verkaufsoption bzw. Put-Option)“302. Eine Realoption ist im weiteren Sinne eine reale Investitions- oder Desinvestitionsmöglichkeit.303 Realoptionen weisen grundsätzlich, wie in Tabelle 3-4 dargestellt, Analogien zu Finanzoptionen auf. Finanzoption [...]
Durch die Berücksichtigung von Rendite- und Risikowirkung alternativer Handlungsmöglichkeiten im Investitionsprozess erscheinen für die Bewertung von Unternehmen der New Economy Bewertungsansätze auf Basis von Realoptionen als besonders geeignet.297 Mit Hilfe dieser Verfahren ließen sich u.a. die überhöhten Preise der New Economy Unternehmen bei Unternehmenstransaktionen oder die Börsenkurswerte dieser zu Boomzeiten der Wachstumssegmente der Börsen, welche mit traditionellen Methoden nicht adäquat erklärbar sind, rechtfertigen. Im Gegensatz zu den USA, in denen dieses Verfahren bereits schon weit verbreitet ist, befindet es sich in Deutschland erst im Anfangsstadium seiner Verbreitung.298 Grund für die Übertragung der Realoptionen auf die Unternehmensbewertung war, dass Unternehmensübernahmen insbesondere bei wachstumsstarken Unternehmen der New Economy, welche künftige Handlungsmöglichkeiten ermöglichen, systematisch unterschätzt werden.299 [...]
In den Warenkorb
58,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832457235
Arbeit zitieren:
Bauersachs, Marcus Dezember 2001: Die Anwendung klassischer und moderner Unternehmensbewertungsverfahren in den Lebensphasen von Unternehmen der New Economy, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Substanzwert, Marktwert, Ertragswert, Börsenkurswert, Prognoseverfahren



