Anwendung der erfolgsfaktorenbasierten Balanced Scorecard für kleine und mittlere Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Rudolf Juvan
- Abgabedatum: September 2000
- Umfang: 134 Seiten
- Dateigröße: 572,7 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3070-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3070-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3070-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Juvan, Rudolf September 2000: Anwendung der erfolgsfaktorenbasierten Balanced Scorecard für kleine und mittlere Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Erfolgsfaktoren, BSC, KMU, Finanzwirtschaft, Unternehmensführung
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Diplomarbeit von Rudolf Juvan
Problemstellung:
In der gegenwärtigen Wirtschaftsumwelt, die geprägt ist von raschen und gravierenden Veränderungen kann eine Unternehmung nur dann bestehen und sich entwickeln, wenn sie ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit an die sich mit immer größerer Geschwindigkeit verändernden Rahmenbedingungen aufweist.
Für die Führungskräfte entsteht dadurch der Zwang, in immer kürzer werdenden Abständen immer schwerwiegendere Entscheidungen treffen zu müssen. Das bedeutet, dass von der Führung eines modernen Unternehmens in zunehmendem Maße die Einbeziehung von Umwelt- und Wettbewerbsüberlegungen verlangt wird. Das Ziel liegt einerseits darin, in eine hohe Übereinstimmung („FIT“) zwischen den sich ergebenden Umweltchancen und den Unternehmensstärken zu erzielen, und andererseits Umweltrisiken und Schwächen des Unternehmens frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Insbesondere Führungskräfte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind diesem Spannungsfeld ausgesetzt. Durch die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, bei gleichzeitig länger werdenden Entwicklungszeiten ist es für kleine und mittlere Unternehmen wichtig regelmäßig mit neuen Produkten auf den Markt zu kommen. In Österreich wie auch in der Europäischen Union (EU) überwiegen kleine und mittlere Unternehmen. Das originäre Problem dieser Unternehmen ist, dass sie nur über beschränkte finanzielle Mittel verfügen.
Aus diesem Grund müssen sich Führungskräfte von KMU, sich verstärkt mit Erfolgsfaktoren auseinandersetzen, um sie effizient in die Unternehmensplanung einzubinden. Das Identifizieren dieser Erfolgsfaktoren und die Implementierung in die Unternehmensstrategie setzt besondere Aufmerksamkeit seitens der Unternehmensleitung voraus.
Das von den KMU derzeit häufig angewendete Instrument für strategische Analyse und Planung scheitert sehr oft, mangels konkreter nicht finanzieller Messgrößen, an der Umsetzung. Es ist daher notwendig ein Führungsinstrument zu entwickeln, welches sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Kennzahlen berücksichtigt.
Ziel dieser Arbeit ist es die maßgeblichen Erfolgsfaktoren für kleine und mittlere Unternehmen von einer Fülle von Einflussgrößen auszuwählen. Dies bedingt eine vorhergehende Untersuchung der Eigenschaften von Erfolgsfaktoren. Ob die empirische Erfolgsfaktorenforschung dafür die Grundlage liefert, soll untersucht werden. Im weiteren Verlauf werden Methoden hinsichtlich ihrer Eignung untersucht, um Erfolgsfaktoren für kleine und mittlere Unternehmen aufzuspüren.
Da die Erfolgsfaktoren für kleine und mittlere Unternehmen sowohl monetäre als auch nichtmonetäre Größen beinhalten gilt es ein Managementinstrument für kleine und mittlere Unternehmen zu finden, das diesen Brückenschlag ermöglicht.
Da die Integration der Balanced Scorecard in das Management Accounting von kleinen und mittleren Unternehmen von Kaplan und Norton nicht vollzogen wird, soll in dieser Arbeit ihre Eignung als Managementinstrument für kleine und mittlere Unternehmen geprüft werden. Des weiteren wird auch eine mögliche Form von Integration in dieser Arbeit präsentiert.
Gang der Untersuchung:
Im zweiten Kapitel wird mit einer Abgrenzung der KMU von den großen Unternehmen sowie einer Darstellung der Bedeutung dieses Betriebstyps in Österreich und der Europäischen Union begonnen.
Im dritten Kapitel werden die kritischer Erfolgsfaktoren definiert und eine Abgrenzung zu Erfolgspotentialen vorgenommen.
Im vierten Kapitel gilt es situationsspezifisch diejenigen Erfolgsfaktoren herauszufinden, die für die KMU kritisch sind, und zu analysieren wie stark der Zusammenhang zwischen den einzelnen Faktoren und dem Unternehmenserfolg tatsächlich ist. Die jeweils gewählten Instrumente werden hinsichtlich der Zielsetzung, des Aufbaues und Ablaufes des Instrumenteneinsatzes beschrieben. Den Abschluss dieses Kapitels bildet eine kritische Auseinandersetzung über die Eignung des Instrumentes zur Analyse der Erfolgsfaktoren sowie eine Darstellung der besonderen Probleme, die mit der Erfassung der (kritischen) Erfolgsfaktoren verbunden sind, und eine kritische Würdigung der Erfolgsfaktorenforschung.
Das Kapitel fünf dient der Vorstellung des Konzepts der Balanced Scorecard. Es werden zunächst die vier Perspektiven erläutert, anschließend die Elemente Ziele, Messgrößen und Aktionsprogramme charakterisiert. Da Kaplan und Norton die kritischen Erfolgsfaktoren explizit in Form von Leistungstreibern im Kennzahlensystem der BSC berücksichtigen, wird in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk auf die Kennzahlen der jeweiligen Perspektive gelegt. Den Abschluss dieses Kapitels bildet ein Überblick über den Prozess der Erstellung und Implementierung der BSC.
Im Kapitel sechs wird der Rahmen für den Einsatz der Balanced Scorecard in kleinen und mittleren Unternehmen hinsichtlich der Stakeholder und dem Rechnungswesen überprüft.
Das Kapitel sieben beschäftigt sich mit der Balanced Scorecard für kleine und mittlere Unternehmen und deren Umsetzung. Das Finish dieses Kapitels bildet eine kurze Diskussion über die Chancen und Risiken der BSC in kleinen und mittleren Unternehmen.
Den Abschluss dieser Arbeit stellt eine Zusammenfassung und ein kurzer Ausblick dar.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG | 1 |
| 1.2 | ZIEL DER ARBEIT | 2 |
| 1.3 | GANG DER ARBEIT | 2 |
| 2. | KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN | 4 |
| 2.1 | ABGRENZUNG VON KMU GEGENÜBER GROßEN UNTERNEHMEN | 4 |
| 2.2 | STELLUNG DER KMU IN ÖSTERREICH UND EUROPA | 7 |
| 2.3 | STÄRKEN UND BEDROHUNGEN VON KMU | 8 |
| 3. | BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN | 10 |
| 3.1 | DEFINITION VON ERFOLGSFAKTOREN | 10 |
| 3.2 | ABGRENZUNG DES BEGRIFFS ERFOLGSFAKTOR VOM BEGRIFF ERFOLGSPOTENTIAL. | 10 |
| 4. | ANSÄTZE UND ERGEBNISSE AUS DER ERFOLGSFAKTORENFORSCHUNG | 11 |
| 4.1 | UNTERSUCHUNGSINSTRUMENTE | 11 |
| 4.1.1 | ZIELSETZUNG | 11 |
| 4.1.2 | BRANCHENSTRUKTURANALYSE | 12 |
| 4.1.2.1 | Zielsetzung und allgemeine Betrachtung | 12 |
| 4.1.2.2 | Ablauf einer Branchenstrukturanalyse | 12 |
| 4.1.2.3 | Bewertung der Branchenstrukturanalyse | 15 |
| 4.1.2.3.1 | Allgemeine Bewertung: | 15 |
| 4.1.2.3.2 | Eignung zur Auffindung von Erfolgsfaktoren für KMU | 16 |
| 4.1.3 | KONKURRENTENANALYSE | 17 |
| 4.1.3.1 | Zielsetzungen und allgemeine Überlegungen | 17 |
| 4.1.3.2 | Ablauf einer Konkurrentenanalyse nach Porter | 19 |
| 4.1.3.3 | Bewertung | 21 |
| 4.1.3.3.1 | Allgemeine Bewertung | 21 |
| 4.1.3.3.2 | Eignung zur Auffindung von Erfolgsfaktoren für KMU | 22 |
| 4.1.4 | WERTSCHÖPFUNGSKETTE | 23 |
| 4.1.4.1 | Zielsetzung und allgemeine Betrachtung | 23 |
| 4.1.4.2 | Vorgangsweise bei einer Wertschöpfungsketten-Analyse | 24 |
| 4.1.4.3 | Bewertung der Wertschöpfungskette | 28 |
| 4.1.4.3.1 | Allgemeine Bewertung | 28 |
| 4.1.4.3.2 | Eignung zur Auffindung von Erfolgsfaktoren für KMU | 29 |
| 4.1.5 | BENCHMARKING | 30 |
| 4.1.5.1 | Zielsetzung und allgemeine Betrachtung | 30 |
| 4.1.5.2 | Vorgangsweise Benchmarking | 32 |
| 4.1.5.3 | Bewertung des Benchmarking | 33 |
| 4.1.5.3.1 | Allgemeine Bewertung | 33 |
| 4.1.5.3.2 | Eignung zur Auffindung von Erfolgsfaktoren für KMU | 34 |
| 4.2 | ERGEBNISSE AUS DER ERFOLGSFAKTORENFORSCHUNG | 35 |
| 4.2.1 | PIMS-STUDIE | 35 |
| 4.2.1.1 | Darstellung | 35 |
| 4.2.1.2 | Kritik am PIMS Konzept | 38 |
| 4.2.1.3 | Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen | 38 |
| 4.2.2 | DAS KONZEPT DES PRODUKTLEBENSZYKLUS | 39 |
| 4.2.2.1 | Darstellung | 39 |
| 4.2.2.2 | Kritik am Konzept des Produktlebenszyklus | 41 |
| 4.2.2.3 | Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen | 42 |
| 4.2.3 | DAS KONZEPT DER ERFAHRUNGSKURVE | 42 |
| 4.2.3.1 | Darstellung | 42 |
| 4.2.3.2 | Kritik am Konzept der Erfahrungskurve | 43 |
| 4.2.3.3 | Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen | 44 |
| 4.3 | PROBLEMBEREICHE UND KRITIK AN DER ERFOLGSFAKTORENFORSCHUNG | 45 |
| 4.3.1 | PROBLEMBEREICHE | 45 |
| 4.3.2 | KRITIK AN DER ERFOLGSFAKTORENFORSCHUNG | 46 |
| 5. | THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER BALANCED SCORECARD | 47 |
| 5.1 | FUNKTIONEN DER BSC | 49 |
| 5.2 | DIE VIER PERSPEKTIVEN DER BSC | 52 |
| 5.2.1 | FINANZWIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE | 52 |
| 5.2.1.1 | Indikatoren der finanziellen Perspektive | 53 |
| 5.2.1.1.1 | Gesamtergebniskennzahlen | 53 |
| 5.2.1.1.2 | Teilergebniskennzahlen | 53 |
| 5.2.2 | DIE KUNDENPERSPEKTIVE | 58 |
| 5.2.2.1 | Kernkennzahlen und Leistungstreiber der Kundenperspektive | 59 |
| 5.2.2.1.1 | Kernkennzahlen der Kundenperspektive | 59 |
| 5.2.2.1.2 | Leistungstreiber | 67 |
| 5.2.3 | INTERNE PROZESSPERSPEKTIVE | 68 |
| 5.2.3.1 | Innovationsprozess | 69 |
| 5.2.3.2 | Betriebsprozess | 69 |
| 5.2.3.3 | Kundendienst | 70 |
| 5.2.4 | LERN- UND ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVE | 71 |
| 5.2.4.1 | Mitarbeiterpotentiale | 72 |
| 5.2.4.2 | Weiterbildung der Mitarbeiter | 74 |
| 5.2.4.3 | Potentiale von Informationssystemen | 75 |
| 5.2.4.4 | Motivation, Empowerment und Zielausrichtung | 75 |
| 5.3 | ANFORDERUNGEN AN DAS KENNZAHLENNETZWERK DER BSC | 77 |
| 5.3.1 | SYSTEM VON URSACHE-WIRKUNGSKETTEN | 77 |
| 5.3.2 | LEISTUNGSTREIBER UND ERGEBNISKENNZAHLEN | 80 |
| 5.3.3 | INTEGRATION MIT DER FINANZWIRTSCHAFTLICHEN PERSPEKTIVE | 81 |
| 5.4 | ÜBERBLICK ÜBER DEN PROZESS DER ERSTELLUNG UND IMPLEMENTIERUNG DER BSC | 81 |
| 5.4.1 | DEFINITION DER KENNZAHLENARCHITEKTUR | 81 |
| 5.4.2 | SCHAFFUNG VON KONSENS ÜBER DIE STRATEGISCHEN ZIELSETZUNGEN | 83 |
| 5.4.3 | AUSWAHL UND GESTALTUNG VON KENNZAHLEN | 85 |
| 5.4.4 | ERSTELLUNG DES UMSETZUNGSPLANS | 87 |
| 6. | ÜBERPRÜFUNG DER ANWENDBARKEIT ERFOLGSFAKTORENBASIERTER BALANCED SCORECARD FÜR KMU | 88 |
| 6.1 | BERÜCKSICHTIGUNG DER STAKEHOLDER | 88 |
| 6.2 | BETRACHTUNG DES MANAGEMENT ACCOUNTING | 90 |
| 6.3 | BETRACHTUNG DES ENTSCHEIDUNGSPROZESSES | 92 |
| 7. | INTEGRATION DER BSC FÜR KMU | 95 |
| 7.1 | UMSETZUNG DER BALANCED SCORECARD | 96 |
| 7.1.1 | VORAUSSETZUNGEN | 96 |
| 7.1.2 | ERSTELLUNG | 96 |
| 7.1.3 | IMPLEMENTIERUNG | 97 |
| 7.2 | CHANCEN UND RISKEN | 98 |
| 8. | RESÜMEE UND AUSBLICK | 101 |
| 8.1 | RESÜMEE | 101 |
| 8.2 | AUSBLICK | 105 |
| 9. | LITERATURVERZEICHNIS | 106 |
| ANHANG: MÖGLICHE KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN | ||
| 1. | ZIELSETZUNG | 1 |
| 2. | EINFLUSSFAKTOREN | 2 |
| 2.1 | VOM UNTERNEHMEN WEITGEHEND UNBEEINFLUSSBARE ERFOLGSFAKTOREN | 2 |
| 2.1.1 | POLITISCHE, WIRTSCHAFTLICHE, GESELLSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE SITUATION UND ENTWICKLUNG | 2 |
| 2.1.1.1 | Demografische Einflussfaktoren | 2 |
| 2.1.1.2 | Forschung und Entwicklung | 2 |
| 2.1.1.3 | Volkswirtschaftliche Faktoren | 2 |
| 2.1.1.4 | Politische Faktoren | 2 |
| 2.1.2 | ENTWICKLUNG DER BRANCHE | 3 |
| 2.1.2.1 | Angebot an Produkten und Dienstleistungen | 3 |
| 2.1.2.2 | Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen | 3 |
| 2.1.2.3 | Wettbewerbssituation | 3 |
| 2.1.2.4 | Risiko | 3 |
| 2.2 | VORN UNTERNEHMEN WEITGEHEND BEEINFLUSSBARE ERFOLGSFAKTOREN. | 4 |
| 2.2.1 | FAKTOREN BEZÜGLICH DER STELLUNG DES UNTERNEHMENS IN DER BRANCHE | 4 |
| 2.2.1.1 | Marktposition | 4 |
| 2.2.1.2 | Kostenposition | 4 |
| 2.2.2 | AUF DAS UNTERNEHMEN DIREKT BEZOGENE ERFOLGSFAKTOREN | 5 |
| 2.2.2.1 | Bereich der konstitutiven Rahmenbedingungen | 5 |
| 2.2.2.2 | Betrieblicher Leistungsprozess | 5 |
| 2.2.2.3 | Unternehmensorganisation | 7 |
| 2.2.2.4 | Betriebliche Finanzprozesse | 7 |
| 2.2.2.5 | Personalbereich | 7 |
| 2.2.2.6 | Unternehmenskultur | 8 |
| 2.2.2.7 | Image des Unternehmens | 8 |
| 2.2.2.8 | Informationswirtschaft | 8 |
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Arbeit zitieren:
Juvan, Rudolf September 2000: Anwendung der erfolgsfaktorenbasierten Balanced Scorecard für kleine und mittlere Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Erfolgsfaktoren, BSC, KMU, Finanzwirtschaft, Unternehmensführung



