Die Anwendbarkeit theoretischer Strategiekonzepte im E-Commerce
Der Resource-Based View
- Art: Lizentiatsarbeit
- Autor: Norbert Zürcher
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 108 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Universität Bern Schweiz
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5406-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5406-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5406-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zürcher, Norbert Mai 2002: Die Anwendbarkeit theoretischer Strategiekonzepte im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fallstudie, Unternehmensführung, Dynamik
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Lizentiatsarbeit von Norbert Zürcher
Einleitung:
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Resource-Based View (RBV) im E-Commerce. Als Abrundung wird der Market-Based View (MBV) ebenso betrachtet. Die Antwort auf die Fragestellung wird mittels theoretischer und praktischer Argumente formuliert. Dazu wird die aktuelle Literatur über den RBV. Aus den beschriebenen Merkmalen des E-Commerce werden danach die Implikationen auf den RBV erarbeitet. Die theoretischen Erkenntnisse werden zum Abschluss anhand des Unternehmens yellowworld geprüft.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | 3 |
| II. | Abkürzungsverzeichnis | 7 |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Einführung und Zielsetzung | 8 |
| 1.2 | Abgrenzung der Arbeit | 9 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 9 |
| 2. | Begriffliche Abgrenzungen | 10 |
| 2.1 | Strategie | 10 |
| 2.2 | Ressourcen | 11 |
| 2.3 | E-Commerce | 12 |
| 2.3.1 | E-Commerce und E-Business | 12 |
| 2.3.2 | Arten des E-Commerce | 12 |
| 3. | Ausgewählte Strategieansätze | 15 |
| 3.1 | Einleitung | 15 |
| 3.1.1 | Analyse | 15 |
| 3.1.2 | Umsetzung der Strategie | 17 |
| 3.2 | Der Market-Based View | 18 |
| 3.2.1 | 5 Kräfte Modell | 18 |
| 3.2.2 | Strategische Gruppen | 21 |
| 3.2.3 | Generische Geschäftsstrategien | 22 |
| 3.2.4 | Wertkette | 23 |
| 3.2.5 | Würdigung des Ansatzes | 24 |
| 3.3 | Der Resource-Based View | 25 |
| 3.3.1 | Grundlagen | 25 |
| 3.3.1.1 | Ricardo-Rente | 25 |
| 3.3.1.2 | Schumpeter-Rente | 26 |
| 3.3.1.3 | Penrose's Theory of Firm Growth | 27 |
| 3.3.2 | Grundannahmen | 27 |
| 3.3.2.1 | Ressourcenheterogenität | 28 |
| 3.3.2.2 | Unvollkommene bzw. nichtexistente Märkte | 28 |
| 3.3.3 | Kriterien wertvoller Ressourcen | 28 |
| 3.3.3.1 | 'Fähigkeit' zur Nutzenstiftung am Markt | 29 |
| 3.3.3.2 | Knappheit bzw. Einzigartigkeit | 29 |
| 3.3.3.3 | Nicht-Imitierbarkeit | 30 |
| 3.3.3.4 | Nicht-Substituierbarkeit | 30 |
| 3.3.3.5 | VRIO-Framework | 31 |
| 3.3.4 | Ressourcenarten | 32 |
| 3.3.5 | Von Ressourcen zu Fähigkeiten | 34 |
| 3.3.5.1 | Routinen | 35 |
| 3.3.5.2 | Fähigkeiten | 35 |
| 3.3.6 | Kompetenzbegriff | 37 |
| 3.3.6.1 | Kernkompetenzen | 37 |
| 3.3.6.2 | Metakompetenzen | 38 |
| 3.3.7 | Resource-Based Strategie | 38 |
| 3.3.7.1 | Identifikation wertvoller Ressourcen | 39 |
| 3.3.7.2 | Investition in Ressourcen | 39 |
| 3.3.7.3 | Ressourcen erweitern | 40 |
| 3.3.7.4 | Leveraging von Ressourcen | 40 |
| 3.3.8 | Auswirkungen der Dynamik | 41 |
| 3.3.8.1 | Bestände und Flüsse | 41 |
| 3.3.8.2 | Pfadabhängigkeit | 42 |
| 3.3.8.3 | Dynamische Fähigkeiten | 44 |
| 3.3.9 | Würdigung des Ansatzes | 46 |
| 3.4 | Vergleich der beiden Ansätze | 48 |
| 3.4.1 | Unterschiede und Gemeinsamkeiten | 48 |
| 3.4.2 | SWOT-Analyse | 50 |
| 4. | Besonderheiten des E-Commerce - Auswirkungen auf den RBV | 52 |
| 4.1 | E-Commerce | 52 |
| 4.1.1 | Merkmale des Internets | 54 |
| 4.1.1.1 | Online/Immediate/24-Hour Availability | 54 |
| 4.1.1.2 | Ubiquity | 54 |
| 4.1.1.3 | Global | 54 |
| 4.1.1.4 | Local | 54 |
| 4.1.1.5 | Digitization | 55 |
| 4.1.1.6 | Multimedia | 55 |
| 4.1.1.7 | Interactivity | 55 |
| 4.1.1.8 | One-to-one | 56 |
| 4.1.1.9 | Network effects and network externalities | 56 |
| 4.1.1.10 | Integration | 56 |
| 4.1.2 | Beeinflussungsfaktoren | 56 |
| 4.1.2.1 | Technologie | 57 |
| 4.1.2.2 | Wissen | 58 |
| 4.1.2.3 | Information | 59 |
| 4.1.3 | Transaktionen | 59 |
| 4.1.4 | Elektronische Marktplätze | 60 |
| 4.1.4.1 | Akteure auf elektronischen Marktplätzen | 61 |
| 4.1.4.2 | Entwicklungsstufen elektronischer Marktplätze | 63 |
| 4.1.5 | Wertkette im E-Commerce | 64 |
| 4.1.6 | Geschäftsmodelle | 65 |
| 4.2 | Implikationen auf den Resource-Based View | 68 |
| 4.2.1 | Unsicherheit | 68 |
| 4.2.2 | Dynamik | 69 |
| 4.2.2.1 | Beispiel der Hersteller von Diskettenlaufwerken | 70 |
| 4.2.2.2 | Probleme zu starker Orientierung an aktuellen Kundenbedürfnissen | 71 |
| 4.2.2.3 | Organisatorische Lösungsalternativen | 71 |
| 4.2.3 | Wirkung der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) | 72 |
| 4.2.4 | Grenzen des Resource-Based View im E-Commerce | 72 |
| 5. | Fallstudie | 75 |
| 5.1 | Das Unternehmen yellowworld AG | 75 |
| 5.1.1 | Entstehungsgeschichte | 75 |
| 5.1.2 | Charakteristika des Unternehmens | 76 |
| 5.1.2.1 | Verhältnis von yellowworld zur Schweizerischen Post | 76 |
| 5.1.2.2 | Organisation yellowworld | 78 |
| 5.1.2.3 | Kunden | 79 |
| 5.1.3 | Beschreibung der Marktleistungen | 81 |
| 5.1.3.1 | Allgemeine Beschreibung | 81 |
| 5.1.3.2 | Potenziale zur Senkung der Transaktionskosten | 83 |
| 5.1.3.3 | Projektbeispiel | 84 |
| 5.1.4 | Konsequenzen aus der Sicht des Resource-Based View | 86 |
| 5.2 | Ressourcen bei yellowworld | 88 |
| 5.2.1 | Humanressourcen | 88 |
| 5.2.1.1 | Rückblick | 88 |
| 5.2.1.2 | Aktuelle Herausforderungen | 89 |
| 5.2.1.3 | Konsequenzen | 91 |
| 5.2.1.4 | Das Wissen der Mitarbeiter | 94 |
| 5.3 | Unsicherheitsgrad und Dynamik | 96 |
| 6. | Zusammenfassende Schlussbetrachtung | 98 |
| IV | Literaturverzeichnis | 99 |
| V | Internetquellen | 105 |
dass Wettbewerbsvorteile und Ressourcen auf der gleichen Ebene liegen, was aber nicht der Fall ist.151 Daher kann der RBV als eigener Ansatz gewertet werden.152 Ein weiterer Schwachpunkt des Ansatzes ist die bisherige Vernachlässigung des Aufbaus von Ressourcen.153 In dieser Arbeit wird deshalb diesem Thema ein besonderes Gewicht beigemessen. Weitere Anstrengungen werden und müssen auf diesem Gebiet noch getätigt werden. Der RBV ist zum heutigen Zeitpunkt sicher noch nicht ausgereift und ist zu wenig in der Praxis angewendet worden. Diese Tatsache ist aufgrund des relativ jungen Alters des Ansatzes verständlich. Die Ideen des RBV bergen zudem noch viel ungenutztes Potenzial in sich. Insbesondere wird der Meinung widersprochen, dass der RBV in Fällen von evolutionären Veränderungen die grösste Bedeutung erreichen wird.154 Denn genau in revolutionären Situationen ist der RBV dem MBV überlegen.155 [...]
Der Resource-Based View ist nicht unumstritten. Deshalb soll zum Abschluss der Betrachtung dieses Ansatzes die vorgebrachte Kritik dargelegt werden. Insbesondere Vertreter des Market-Based View haben ihre Zweifel am Wert des RBV geäussert. So ist der MBV älter und in der Praxis erprobter als der RBV. Des weiteren sind einige Teile der Theorie des RBV mehr als ein Denkrahmen, denn als konkretes, praxisorientiertes Instrument einzustufen.146 Ein Grund dafür ist sicher, dass die Zusammenhänge komplex und kompliziert sind. Der MBV ist auf diesem Gebiet v.a. deshalb klarer, weil Interdependenzen in ihrer Komplexität vereinfacht und in ihrer Anzahl verkleinert werden. So stellt z.B. das 5-Kräfte-Modell eine starke Vereinfachung der Zusammenhänge dar. Werden diese Instrumente auszubauen versucht, so treten ähnliche Probleme wie beim RBV auf.147 Diesem Umstand wird in dieser Arbeit Rechnung getragen, indem die Einzelteile und ihre Zusammenhänge möglichst genau identifiziert und beschrieben werden. Bisher wurde ausschliesslich versucht, die Ressourcen zu bewerten. Es fehlt aber ein Instrument, um den Wert von ganzen Netzen von Einzelteilen zu eruieren. Anzumerken gilt es, dass terminologische Probleme bestehen. Einzelnen Begriffe werden z.T. nicht gleich definiert oder gleiche Sachverhalte werden bei verschiedenen Autoren verschieden bezeichnet.148 Weiter wird kritisiert, dass der RBV zirkulär und damit tautologisch sei: „Successful firms are sucessfull because they have unique resources.“149 Dieser Meinung ist insofern zu widersprechen, als dass der Besitz wertvoller Ressourcen nicht automatisch zum Erfolg führt. Wertvolle Ressourcen sind ein Potenzial zur Erzielung von Gewinnen. Das Potenzial muss von jeder Firma jedoch erst genutzt werden. Weiter muss das Potenzial ständig neu erkannt und geschaffen werden.150 Porter geht ebenso davon aus, [...]
den werden. Nachdem in der ersten Phase Know-how akquiriert worden ist, wird dieses in der zweiten implementiert/geteilt und damit schlussendlich effektiv eingesetzt. Dabei wird die Effektivität/Kontinuität auf Kosten der Flexibilität erhöht. Zugleich wird in der zweiten Phase vermehrt investiert. Die nun etablierten Routinen können dazu führen, dass organisatorisches Lernen behindert wird, da eben diese Routinen dadurch zerstört würden.143 Neben Phasen, können auch hierarchische Ebenen von organisatorischem Lernen unterschieden werden. `Generative learning´ betrifft fundamentale Wechsel in Basisannahmen, während `adaptive learning´ auf der Ebene von Verbesserungen von Bestehendem stattfindet.144 Smith u.a. glauben, dass „the higher the level of learning achieved, the more likely learning-related competitive advantages will prove sustainable.“145 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832454067
Arbeit zitieren:
Zürcher, Norbert Mai 2002: Die Anwendbarkeit theoretischer Strategiekonzepte im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
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Fallstudie, Unternehmensführung, Dynamik



