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Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen sowie pflanzlicher Lebensmittel

Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen sowie pflanzlicher Lebensmittel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Angelika Baack, geb. Zinner
  • Abgabedatum: Dezember 2006
  • Umfang: 243 Seiten
  • Dateigröße: 4,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
  • Bibliografie: ca. 69
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0217-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0217-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0217-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Baack, geb. Zinner, Angelika Dezember 2006: Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen sowie pflanzlicher Lebensmittel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kontrazeption, Abort, Phytotherapie, Naturvölker, Kontazeptiva

Diplomarbeit von Angelika Baack, geb. Zinner

Einleitung:

In der Geschichte der Menschheit hat es nie an Versuchen gefehlt, auf die Anzahl der Kinder und den Zeitpunkt ihrer Geburt Einfluss zu nehmen. Dies ist bis in die Anfänge historischer Überlieferungen zurückzuverfolgen. Manche Hinweise findet man heute noch in der traditionellen Volksmedizin verschiedener Regionen der Erde. Empfängnisverhütung im eigentlichen Sinn bedeutet Familienplanung als vorsorgliche und verantwortliche Handlungsweise in individueller sowie in sozialkultureller Hinsicht.

Einerseits wären Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) auf pflanzlicher Basis für die Frau in ihrer Entscheidung zur Geburtenregelung eine überaus begrüßenswerte Alternativmöglichkeit gegenüber synthetischen Präparaten.

Demgegenüber würden Kontrazeptiva neben weiteren fruchtbarkeitskontrollierenden Maßnahmen einen wichtigen Beitrag leisten, um dass nach wie vor zu hohe Bevölkerungswachstum in unterschiedlichen Regionen zu bremsen. Somit steht die Wissenschaft vor der Herausforderung und der notwendigen Aufgabe, neue, akzeptable, d.h. effektive und preiswerte sowie leicht verfügbare Methoden zur Kontrazeption (Empfängnisverhütung), möglichst ohne Nebenwirkungen, für die Frau ebenso für den Mann zu entwickeln.

Neben der Tatsache, dass die derzeit verfügbaren steroidalen Verhütungsmittel teilweise schwerwiegende Nebenwirkungen zeigen, ergibt sich außerdem, dass diese in den Entwicklungsländern aus sozialen und ökonomischen Gründen oft gar nicht genutzt werden. Weiterhin werden die meisten dieser Kontrazeptiva in jenen Ländern vorrangig von der Bevölkerung in den Städten genutzt, während die ländliche Bevölkerung, meist aus Vertrauens- oder Bildungsmangel, zögert, diese zu gebrauchen.

Dies alles erklärt das große Interesse an anderen Verhütungsmethoden und die Aktualität des Themas „Grüne Empfängnisverhütung“ sowie die Vielzahl an Untersuchungen und Forschungsprojekten in dieser Richtung. Die Entwicklung eines geeigneten, sicheren, oral wirksamen fruchtbarkeitsregulierenden Mittels pflanzlichen Ursprungs ist keine neue Idee. Seit Jahrhunderten nutzte und nutzt heute immer noch praktisch jeder Kulturkreis weltweit spezifische Pflanzen in der einen oder anderen Form, um die Geburtenrate zu kontrollieren und somit das Bevölkerungswachstum einzugrenzen.

In den letzen Jahrzehnten wurde immer intensiver nach neuen Möglichkeiten gesucht, um einerseits dem Problem der Überbevölkerung zu begegnen und andererseits ein „grüne Alternative“ zur Antikonzeption (Schwangerschaftsverhütung) zu schaffen. Diese Bemühungen wurden und werden in zunehmendem Maße von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) finanziell unterstützt.

Zusätzlich führen auch die Probleme einer immer stärker technisch orientierten Medizin und der mehrheitlichen Anwendung synthetischer Chemotherapeutika, insbesondere die zahlreichen dabei entstehenden Neben- und Folgewirkungen, zu einem Trend in Richtung Naturbelassener Therapie. Im Zeichen der „grünen Welle“ ist heute eine Rückbesinnung auf das medizinische Potential der Pflanzen zu spüren. Heilpflanzen wurden bzw. werden weltweit schon seit Jahrhunderten als therapeutische Mittel genutzt. Sogar die WHO empfiehlt die Rückkehr zu traditionellen Systemen der Medizin.

Es stellt sich nunmehr die Aufgabe, den Platz zu finden, den die Heilpflanze in der heutigen Medizin einzunehmen hat. Der Vorteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) liegt in der bemerkenswerten Mannigfaltigkeit der Pflanzeninhaltsstoffe und ihrer differenzierten Wirkungen auf den Organismus.

Das ursprünglich vorgesehene Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war die Erfassung der in der Literatur erscheinenden Hinweise auf die Nutzung einheimischer Pflanzen verschiedener Regionen zur Schwangerschaftsverhütung und ihre Rolle als Nahrungsbestandteil. Im Verlaufe der Literaturrecherche und der Beschäftigung mit dem Thema musste allerdings festgestellt werden, dass die Anwendung solcher als Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) und Abortiva (Abtreibungsmittel) wirkenden Pflanzen direkt über die Ernährung relativ selten erwähnt worden ist. Meist wurden und werden diese Pflanzen als Heilkräuter in Form von Tees bzw. Aufgüssen, Dekokten (Abkochungen), Auszügen bzw. Extrakten sowie Presssäften genutzt, ebenfalls in Form von Pulvern und Pillen angewandt. Offenkundig aus dem Grund, da nur in diesen häufig erwähnten unterschiedlichen Zubereitungsweisen die notwendige Konzentration der in der Pflanze vorkommenden Wirkstoffe vorliegt, um schließlich die gewollte Wirkung zu erreichen.

Wichtig zu bemerken ist hierbei, dass eine Vielzahl der aufgeführten Pflanzen unterschiedliche, teilweise stark toxische Effekte aufweisen und somit die Einnahme, insbesondere hochkonzentrierte Zubereitungen und ohne fachkundigem Wissen, lebensgefährlich war und ist. Nachfolgend ergab es sich, dass sich diese Arbeit auch mit Forschungsergebnissen der Vergangenheit und mit der Erarbeitung des aktuellen wissenschaftlichen Standes hinsichtlich der Suche nach einem geeigneten kontrazeptiven Mittel pflanzlichen Ursprungs sowohl für die Frau als auch für den Mann beschäftigt.

Hier stellte sich indes die Frage, inwieweit die Ergebnisse aus den meist tierexperimentellen Studien auf den Menschen übertragbar sind. Es galt außerdem neben Herkunft und Verwendung der Pflanzen, die jeweiligen Inhaltstoffe und ihre Wirkung im Einzelnen, ihre toxikologischen Wirkungen sowie weitere Nebeneffekte zu betrachten. Berücksichtigt wurde, dass das umstrittene Thema der Abtreibung in der Geschichte und auch heute noch bei den Naturvölkern in ländlichen Gebieten oder ärmeren Ländern eine große Bedeutung hatte bzw. hat.

Allein die Vielfalt der verwendeten abortiven Pflanzen zeigt, dass diese nicht gern erwähnte Möglichkeit zur Empfängnisverhütung doch oft praktiziert wurde und noch wird. Zusätzlich gibt es auch eine Vielzahl an Pflanzen, welche vaginal zur Kontrazeption eingesetzt werden können, da diese spermizid, koagulierend oder immobilisierend wirken.

Trotzdem soll in der vorliegenden Arbeit das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, einen objektiven Überblick auf eine mögliche zukünftige Rolle kontrazeptiv wirkender Pflanzen für die Entwicklung neuer und effektiver Verhütungsmittel zu geben.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis
Fremdwörterverzeichnis
1. Einleitung und Zielstellung 1
2. Kontrazeption und ihre Methoden 5
2.1 Angriffspunkte der Kontrazeption bei beiden Geschlechtern 5
2.2 Kontrazeptionsmöglichkeiten für die Frau und für den Mann 6
2.3 Wirkprinzipien kontrazeptiver und abortiver Pflanzen 8
3. “Grüne Empfängnisverhütung“ 10
3.1 Kontrazeption auf pflanzlicher Basis für die Frau 10
3.1.1 Historischer Abriss 10
3.1.1.1 Das Wissen der antiken Medizin 10
3.1.1.2 Das „geheime“ Wissen der Frau 12
3.1.1.3 Pflanzliche Zäpfchen und Kräutertränke 14
3.1.2 Verhütungsstrategien bei verschiedenen Naturvölkern 16
3.1.2.1 Nordamerika 18
3.1.2.2 Südamerika 18
3.1.2.3 Indien 21
3.1.2.4 Pazifikinseln 22
3.1.3 Forschungsergebnisse 24
3.2 Abortive Pflanzen 31
3.2.1 Historischer Abriss und Umstrittenheit 31
3.2.1.1 In den frühen Hochkulturen 31
3.2.1.2 Griechenland 32
3.2.1.3 Rom 32
3.2.1.4 Im Mittelalter 33
3.2.1.5 In der Frühen Neuzeit 34
3.2.2 Erforschte Wirkungsmechanismen 37
3.2.2.1 Schleimdrogen 38
3.2.2.2 Bitterstoff-Drogen 39
3.2.2.3 Alkaloid-Drogen 39
3.2.2.4 Harz- oder Balsam-Drogen 40
3.2.2.5 Saponin-Drogen 41
3.2.2.6 Ätherisch-Öl-Drogen 42
3.2.2.7 Cumarin-Drogen 46
3.2.2.8 Anthranoid-Drogen 47
3.2.2.9 Scharfstoff-Drogen 48
3.2.2.10 Gerbstoff-Drogen 48
3.3 Kontrazeption auf pflanzlicher Basis für den Mann 49
3.3.1 Historischer Abriss 49
3.3.2 Forschungsergebnisse 52
3.4 Spermizide und/ oder koagulierende Pflanzen 56
4. Nutzpflanzen mit kontrazeptiver und/ oder abortiver Wirkung 59
5. Auswahl einzelner kontrazeptiver und/ oder abortiver Pflanzen 90
5.1 Kontrazeptive Pflanzen für die Frau 90
5.2 Kontrazeptive Pflanzen für den Mann 96
5.3 Kontrazeptive Pflanzen für beide Geschlechter 107
5.4 Abortive Pflanzen 132
6. Diskussion 145
7. Zusammenfassung 151
Literaturverzeichnis 164
Abbildungsverzeichnis 187
Tabellenverzeichnis 189
Anhang 190
Abkürzungsverzeichnis Anhang 231
Literaturverzeichnis Anhang 233
Danksagung 247
Selbständigkeitserklärung 248

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis
Fremdwörterverzeichnis
1. Einleitung und Zielstellung 1
2. Kontrazeption und ihre Methoden 5
2.1 Angriffspunkte der Kontrazeption bei beiden Geschlechtern 5
2.2 Kontrazeptionsmöglichkeiten für die Frau und für den Mann 6
2.3 Wirkprinzipien kontrazeptiver und abortiver Pflanzen 8
3. “Grüne Empfängnisverhütung“ 10
3.1 Kontrazeption auf pflanzlicher Basis für die Frau 10
3.1.1 Historischer Abriss 10
3.1.1.1 Das Wissen der antiken Medizin 10
3.1.1.2 Das „geheime“ Wissen der Frau 12
3.1.1.3 Pflanzliche Zäpfchen und Kräutertränke 14
3.1.2 Verhütungsstrategien bei verschiedenen Naturvölkern 16
3.1.2.1 Nordamerika 18
3.1.2.2 Südamerika 18
3.1.2.3 Indien 21
3.1.2.4 Pazifikinseln 22
3.1.3 Forschungsergebnisse 24
3.2 Abortive Pflanzen 31
3.2.1 Historischer Abriss und Umstrittenheit 31
3.2.1.1 In den frühen Hochkulturen 31
3.2.1.2 Griechenland 32
3.2.1.3 Rom 32
3.2.1.4 Im Mittelalter 33
3.2.1.5 In der Frühen Neuzeit 34
3.2.2 Erforschte Wirkungsmechanismen 37
3.2.2.1 Schleimdrogen 38
3.2.2.2 Bitterstoff-Drogen 39
3.2.2.3 Alkaloid-Drogen 39
3.2.2.4 Harz- oder Balsam-Drogen 40
3.2.2.5 Saponin-Drogen 41
3.2.2.6 Ätherisch-Öl-Drogen 42
3.2.2.7 Cumarin-Drogen 46
3.2.2.8 Anthranoid-Drogen 47
3.2.2.9 Scharfstoff-Drogen 48
3.2.2.10 Gerbstoff-Drogen 48
3.3 Kontrazeption auf pflanzlicher Basis für den Mann 49
3.3.1 Historischer Abriss 49
3.3.2 Forschungsergebnisse 52
3.4 Spermizide und/ oder koagulierende Pflanzen 56
4. Nutzpflanzen mit kontrazeptiver und/ oder abortiver Wirkung 59
5. Auswahl einzelner kontrazeptiver und/ oder abortiver Pflanzen 90
5.1 Kontrazeptive Pflanzen für die Frau 90
5.2 Kontrazeptive Pflanzen für den Mann 96
5.3 Kontrazeptive Pflanzen für beide Geschlechter 107
5.4 Abortive Pflanzen 132
6. Diskussion 145
7. Zusammenfassung 151
Literaturverzeichnis 164
Abbildungsverzeichnis 187
Tabellenverzeichnis 189
Anhang 190
Abkürzungsverzeichnis Anhang 231
Literaturverzeichnis Anhang 233
Danksagung 247
Selbständigkeitserklärung 248

Textprobe:

Kapitel 3.1.2, Verhütungsstrategien bei verschiedenen Naturvölkern: Himes führte in seiner „Medizinischen Geschichte der Kontrazeption“ zwei wichtige Tatsachen an: Der Wunsch, Empfängnis zu kontrollieren, ist ein allgemeines Phänomen in allen sozialen Gruppen. Nahezu jede Gesellschaft besitzt Wissen über eine Kontrolle, die angewandt wird, auch wenn die Methoden nicht immer wirksam sind (HIMES, 1936). Zu den verschiedenen Verhütungsmethoden, die von in unterschiedlichen Gebieten lebenden Naturvölkern erwähnt wurden und werden, gehört der Gebrauch von oral eingenommenen pflanzlichen Drogen wie Kräuter, Wurzeln und Rinden. Diese stammen von bestimmten Pflanzen und werden oftmals mit strenger Verschwiegenheit, großen Tabus und teilweise mit Magie umgeben.

Die Ethnologen in der Zeit von 1900 bis 1940 waren ziemlich erstaunt über das freie sexuelle Leben der Jugend dieser Gesellschaften und oftmals auch überkritisch in ihrer Einschätzung der einheimischen Kräutermedizin. HIMES lehnte nicht als einziger die Möglichkeit effektiver, verhütender Pflanzen schlichtweg ab, da die medizinische Wissenschaft seinerzeit, in den 30er Jahren, noch kein orales Verhütungsmittel hervorgebracht hatte. Wie konnten also „unzivilisierte“ Völker über so etwas verfügen?

Die Anthropologin MAXWELL berichtete über ihre Arbeit im peruanischen Dschungel, wo sie verschiedene Stämme besuchte und beobachtete: „Primitive Völker geben ihr überliefertes medizinisches Wissen im allgemeinen einem Fremden gegenüber nur widerstrebend preis, aber mit Vorsicht und angemessener Geduld ist es gewöhnlich möglich, ein Gefühl von Freundschaft und Vertrauen zu schaffen. Wenn dies geschehen ist, können sie gemeinhin dazu gebracht werden, zusammenzukommen und den Gebrauch vieler Pflanzen, von denen sie abhängig sind, zu erklären. Indem sie sich langsam und freundlich näherte und viel Zeit in den Dörfern verbrachte, gelang es MAXWELL, Proben verhütender Pflanzen von den verschiedenen Stämmen zu sammeln.

Die Verhütungspflanzen waren allerseits gleich, beispielsweise ein Schilfgras, von den Einheimischen Piripiri genannt. Dies wurde in heimlichen kleinen Gärten von den Frauen selbst angebaut, die das Wissen über die kontrazeptive Wirkung der Pflanzen ausnahmslos von ihren eigenen Müttern, weiblichen Verwandten oder Freundinnen erhielten. Aus den Blättern wurde ein Tee bereitet und bei der ersten Menstruation von den Mädchen getrunken. Eine Dosis dieses Tees soll sechs oder sieben Jahre lang verhütend wirken. Die einheimischen Frauen sagen zur Empfängnisverhütung ihrer jungen, geschlechtlich reifen Töchter: Wenn sich die Wirkung einstellt, sollte das Mädchen reif genug für die Mutterschaft sein.

In einem weiteren unkonkreten Bericht über pflanzliche Verhütungsmittel auf den pazifischen Torres-Strait-Inseln wurde angeführt: „Alte Frauen können den jungen Frauen junge Blätter des Agerarger geben, eines großen Baumes, dessen Frucht ungenießbar ist, des Sohe, eines großen Baumes mit genießbaren Früchten, oder der Bok, einer großen Staude. Die jungen Blätter dieser Bäume werden gut gekaut, und der Saft wird geschluckt, bis sie meinen, dass ihre Körper völlig mit dem Saft gesättigt sind. Dieser Vorgang benötigt einige Zeit, aber wenn ihr System völlig durchdrungen ist, wird angenommen, dass sie gegen Fruchtbarkeit gewappnet sind und unbegrenzt mit Männern gehen können. Sowohl Männer als auch Frauen glauben an die Wirksamkeit dieser Blätter.

Das Wissen der Naturvölker über Antikonzeption ist im allgemeinen auf ein geographisch kleines Gebiet begrenzt und die Informationen darüber oft schwierig beizubringen. Eine kinderreiche Familie wird von den Vätern als ein Statussymbol betrachtet, die Kontrazeptiva sind deshalb das Geheimnis des Medizinmannes oder der Frauen. In Gegenden mit großer Säuglingssterblichkeit wie in der Arktis oder in Wüsten wird Kontrazeption selten oder nicht praktiziert.

Zusammenfassend kann indes gesagt werden, dass gleich lautende Berichte über pflanzliche Verhütungsmittel mit mehr oder weniger lang anhaltender Wirksamkeit in unterschiedlichen Gebieten der Pazifikinseln, Australiens, Nordafrikas, Nord- und Südamerikas etc. vorzufinden sind. In einigen Fällen wurden und werden die Verhütungsmittel geheimnisvoll gehütet, meistens jedoch nicht.

Arbeit zitieren:
Baack, geb. Zinner, Angelika Dezember 2006: Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen sowie pflanzlicher Lebensmittel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kontrazeption, Abort, Phytotherapie, Naturvölker, Kontazeptiva

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