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Anspruch und Wirklichkeit elektronischer Märkte

Am Beispiel des "Electronic Business-to-Business Commerce"

Anspruch und Wirklichkeit elektronischer Märkte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sten Uhlig
  • Abgabedatum: Dezember 1998
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 2,1
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1591-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1591-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1591-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Uhlig, Sten Dezember 1998: Anspruch und Wirklichkeit elektronischer Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Elektronische Märkte, Elektronischer Handel, Softwaresysteme, Electronic Commerce, eCommerce

Diplomarbeit von Sten Uhlig

Gang der Untersuchung:

In der vorliegenden Arbeit werden nach einleitenden Worten Definitionen aus dem Themenbereich elektronischer Märkte sowie themenspezifische Grundlagen diskutiert.

Im 3. Kapitel folgt die Darstellung der an elektronische Märkte gestellten Ansprüche. Es wird erörtert welche Erwartungen und welche speziellen Anforderungen an elektronische Märkte im Bereich "Business-to-Business" existieren.

Anschließend wird unter Punkt 4. konkret gezeigt, wie und mit welchen Mitteln versucht wird, den beschriebenen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu werden Rahmenbedingungen erläutert und Konzepte und Modelle für Bestandteile eines Marktsystems diskutiert. Auch der Bereich der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur als Trägertechnologie elektronischer Märkte wird an dieser Stelle erörtert. Vor allem bildet dieser Teil der Arbeit eine Verbindung zwischen den vorher spezifizierten Ansprüchen und Erwartungen an elektronische Märkte und den darauffolgenden Teilen.

Daran anschließend soll im 5. Kapitel die Realität elektronischer Märkte untersucht werden. Der Stand der Realisierungen elektronischer Märkte wird vorgestellt und existierende Softwarelösungen werden betrachtet und bereits an dieser Stelle kritisch beurteilt. Danach wird eine graphische Darstellung der Wirklichkeit elektronischer Märkte hergeleitet, die sich auf die vorher beschriebenen Konzepte, Modelle, Systeme und empirischen Untersuchungen stützt.

Im Kapitel 6. wird die Erfüllung der Ansprüche kritisch betrachtet. Dabei sollen Defizite bzw. Problemfelder aufgezeigt werden. Abschließend folgt eine Prognose für die Entwicklungen der folgenden Jahre.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Grundlagen 4
2.1 Klassisches Marktmodell 5
2.2 Elektronischer Markt (EM) 6
2.3 Electronic Commerce (EC) 8
2.4 Koordinationsformen 9
2.5 Phasenmodell der Koordination 11
2.6 Referenzmodell elektronischer Märkte (RM-EM) 16
2.7 Teilnehmer und Produkte 19
2.8 Gegenüberstellung von EM und konventionellen Märkten 22
3. Anspruch elektronischer Märkte 24
3.1 Wertschöpfung, Kosten und Zeiteinsparungen 27
3.2 Durchgängige Geschäftsabwicklung 29
3.3 Offenheit der Systeme 31
3.4 Sicherheit 34
4. Entwicklungsstand der Rahmenbedingungen und Technologien 36
4.1 Die regulativen Rahmenbedingungen 36
4.2 Die Dienste in elektronischen Märkten (nach RM-EM) 42
4.2.1 Elektronische Produktkataloge (EPC) 42
4.2.2 Electronic Contracting Tools 49
4.2.3 Zahlungssysteme 54
4.2.3.1 Einordnung 55
4.2.3.2 Anforderungen 57
4.2.3.3 Spezielle Systeme 58
4.2.3.4 Generische Zahlungssysteme 62
4.2.4 Computer Integrated Logistics (CIL) 65
4.3 Informations- und Kommunikationsinfrastruktur 70
5. Wirklichkeit elektronischer Märkte 76
5.1 Elektronische Börsen 79
5.2 Softwaresysteme für elektronische Märkte 82
5.2.1 BroadVision One-to-One 82
5.2.2 IBM Net.Commerce 85
5.2.3 Open Market Inc. OM-Transact 88
5.2.4 Netscape CommerceXpert Product Family 90
5.2.5 Bewertung 94
5.3 Zusammenfassung 98
6. Kritische Betrachtung 104
6.1 Ökonomische Ansprüche 104
6.2 Ansprüche an EM-Systeme 106
6.3 Anforderungen an das Umfeld EM 108
6.4 Zusammenfassung 109
7. Ausblick 111

Automatisiert erstellter Textauszug:

Elektronische Zahlungssysteme haben sich als wesentlicher erfolgsrelevanter Teil elektronischer Märkte herausgestellt und werden daher auch als „Schmiermittel“ dieser bezeichnet. Deshalb gilt ein Hauptaugenmerk der Entwicklung von sicheren und komfortablen Zahlungssystemen. Der wichtigste Erfolgsfaktor der Zahlungssysteme dürfte wohl die Akzeptanz der Nutzer sein, die nur durch Berücksichtigung der Anforderungen aller Marktteilnehmer erreicht werden kann. (HIMMELSPACH u.a. 98, S. 1) Bis heute hat sich keines der zahlreichen in der Entwicklung befindlichen Systeme wirklich durchsetzen können. So haben bei der Umfrage von KURBEL/TEUTEBERG 98, S. 16 im Sommer 1997 lediglich 2,7% der befragten Unternehmen angegeben elektronische Zahlunssysteme zu benutzen. Dafür sind unterschiedliche Gründe zu nennen. So sind viele der aktuellen Lösungen proprietäre Systeme, die für einzelne Shopping Malls, Billing Systems oder nationale Märkte entwickelt wurden. Damit sind diese Zahlungssysteme für den offenen elektronischen Markt weitgehend ungeeignet. Weiterhin stellt die Vielzahl der Entwicklungen ein Hindernis hinsichtlich Kompatibilität und Überschaubarkeit dar. Die Entwicklungen sind nahezu ausschließlich technikgetrieben. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht gehören die Zahlungssysteme in den Prozeß 54 [...]

Auftrag eines Nachfragers oder Anbieters nach dessen Vorgaben gegen Provision Geschäfte abzuschließen. Auf dem elektronischen Markt können die Funktionen von Brokern durch Agenten übernommen werden. Ein Beispiel dafür ist der Kasbah-Markt. Dealer sind Händler die selbständig und auf eigene Rechnung Waren einkaufen und diese zu einem selbst festgesetzten Preis verkaufen. Für die Preisbildung wird hierbei die menschliche Intelligenz benutzt. Da diese bisher nicht nachbildbar ist, existieren für den Bereich der Dealer keine Konzepte für elektronische Systeme. (OEHRY 98) Verhandlungssysteme entsprechen dem ursprünglichen Mechanismus der Preisfindung auf Märkten. Anbieter und Nachfrager treffen zusammen und gleichen ihre Vorstellungen solange aneinander an bis gegebenenfalls ein Kontrakt zustande kommt. Dieser aufwendige und teure Mechanismus ist nur bei höherwertigen Gütern sinnvoll. Solche Verhandlungen sind daher vor allem im Business-to-Business Bereich angesiedelt. Auf Grund der geringen Strukturierbarkeit solcher Abläufe existieren für Verhandlungssysteme keine Umsetzungen mittels elektronischer Systeme. (OEHRY 98) Laut BEAM/SEGEV 97, S. 264 werden Verhandlungen nie automatisiert werden können. Es können lediglich Verhandlungsunterstützungssysteme entstehen, da der Verhandlungsabschluß immer der menschlichen Kontrolle bedarf. Ein solches Verhandlungsunterstützungssystem für das WWW ist INSPIRE der School of Business der Carleton University (Kanada). Bei INSPIRE werden im ersten Schritt Aspekte spezifiziert. Aspekte sind dabei Preis, Zahlungsmethoden, Fristen, Lieferformen, Garantiezeiten usw. Diese Aspekte werden im weiteren gewichtet um Präferenzen zu spezifizieren. Daraus wird eine Offerte generiert, die nach den Präferenzen optimal ist. Der Verhandlungspartner kann diese akzeptieren oder mit Veränderungen als Gegenofferte zurücksenden. So wird sich der optimalen Lösung sukzessive angenähert. Das System existiert z.Z. als Testversion. Inwieweit sich INSPIRE in ein Marktsystem integrieren läßt, ist nicht bekannt. Weiterführende Informationen zu INSPIRE finden sich unter www.business.carleton.ca/inspire. (OEHRY 98) 51 [...]

Grundsätzlich existieren die folgenden 5 unterschiedlichen Systeme der Vereinbarungsphase: • Fixierte Systeme • Vermittlungssysteme • Verhandlungssysteme • Auktionssyteme • Matching-Systeme. (OEHRY 98) Fixierte Systeme oder fixierte Märkte sind Dienste der Vereinbarungsphase, bei denen Angebot und Preis feststehen und daher kein eigentlicher Preisbildungsmechanismus eingesetzt wird. (OEHRY 98) Im Fall eines einseitig fixierten Marktes ergibt sich eine geringe Anforderung an die Electronic Contracting Tools. Elektronische Verträge können im einfachsten Fall mittels einfacher EMail Kommunikation oder über EDI entstehen. Dabei unterscheidet sich die Vertragsaushandlung per manuell erstellter E-Mail nicht sehr von einer einfachen Bestellung per Fax oder „ gelber Post“ . So stellt dieser Fall eine einfache Bestelloperation dar. (LINDEMANN/RUNGE 96, S. 8) Der Kunde kann lediglich entscheiden ob er kauft oder nicht kauft. Dieses Szenario ist im Business-toBusiness Bereich allerdings selten anzutreffen. Beim Handel von höherwertigen Gütern bzw. Investitionsgütern ergeben sich weitaus kompliziertere Anforderungen. So müssen Verhandlungen über weitere Spezifikationen des Gutes, über den Preis, über Liefer-, Gewährleistungs- und Supportbedingungen sowie über Ausnahmeregelungen geführt werden. Daher müssen Contracting-Tools im Bereich Business-to-Business wesentlich umfangreicher und leistungsfähiger sein. Vermittlungssysteme sind Marktsysteme die immer mit Intermediären arbeiten. Das können Broker, Agenten oder Dealer sein. Broker können z.B. Immobilienmakler, Versicherungsagenten oder Börsenbroker sein. Broker versuchen im 50 [...]

Arbeit zitieren:
Uhlig, Sten Dezember 1998: Anspruch und Wirklichkeit elektronischer Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Elektronische Märkte, Elektronischer Handel, Softwaresysteme, Electronic Commerce, eCommerce

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