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Der Ansatz von Herstellungskosten aus rechnungslegungspolitischer Sicht bei Kapitalgesellschaften

Der Ansatz von Herstellungskosten aus rechnungslegungspolitischer Sicht bei Kapitalgesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Arjes
  • Abgabedatum: Februar 1996
  • Umfang: 128 Seiten
  • Dateigröße: 6,6 MB
  • Note: 1,4
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0323-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0323-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0323-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Arjes, André Februar 1996: Der Ansatz von Herstellungskosten aus rechnungslegungspolitischer Sicht bei Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von André Arjes

Einleitung:

Die Gestaltung des Jahresabschlusses ist für Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft eine Aufgabe mit kaum zu überschätzender Bedeutung. Mittels rechnungslegungspolitischer Maßnahmen können die an den Jahresabschluß anknüpfenden Pflichten zur Steuerzahlung und Gewinnausschüttung in ihrer Höhe und ihrem zeitlichen Anfall gesteuert werden. Zudem kann durch entsprechende Gestaltung des Jahresabschlusses sowie freiwillig gewährter Informationen das Verhalten der aktuellen und potentiellen Koalitionsteilnehmer unternehmenszielkonform beeinflußt werden. Weiterhin kann mittels Beeinflussung des Größenklassenmerkmals Bilanzsumme dazu beigetragen werden, eine Prüfungspflicht zu vermeiden sowie bestimmte publizitätsbezogene Erleichterungen zu erlangen.

Für Fertigungsbetriebe stellen insbesondere die Kosten für Halb- und Fertigerzeugnisse eine beträchtliche Manövriermasse dar, die im Rahmen der bilanziellen Bewertung zu Herstellungskosten zur Beeinflussung des Jahresabschlusses eingesetzt werden kann. In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für den Ansatz von Herstellungskosten darzustellen, und darüber hinaus ein rechnungslegungspolitisches Entscheidungsmodell zur unternehmenszielkonformen Optimierung des Herstellungskostenansatzes zu konzipieren. Die Untersuchung wird dabei auf Unternehmen in den Rechtsform einer Aktiengesellschaft und einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung beschränkt, zudem soll der Bereich der Konzernrechnungslegung unberücksichtigt bleiben.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel sollen zunächst die rechnungslegungspolitischen Zielsetzungen von Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der empirischen Jahresabschlußforschung herausgearbeitet und das zur Durchsetzung dieser Ziele zur Verfügung stehende Instrumentarium analysiert werden. Daran anschließend soll versucht werden, einen möglichst großen Überblick über den rechnungslegungspolitischen Aktionsraum für den Ansatz von Herstellungskosten zu geben. Neben der Erläuterung der gesetzlichen Wahlrechte sollen vor allem Gestaltungsmöglichkeiten in Verbindung mit Ermessensspielräumen aufgezeigt werden. Im vierten Kapitel wird schließlich ein einperiodiger simultaner Planungsansatz zum Zwecke der zieloptimalen Transformation des Jahresabschlusses für den Bereich der Herstellungskosten entwickelt sowie die Anwendung des Modells demonstriert. Die Ergebnisse, die das Modell für ein Fallbeispiel liefert, wurden mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogrammes errechnete, der Planungsansatz ist dieser Arbeit in Diskettenform beigefügt. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VIl
1. Einleitung 1
2. Zielsetzungen und Instrumente der Rechnungslegungspolitik von Kapitalgesellschaften 3
2.1 Die Rechnungslegungspolitik im Zielsystem der Unternehmenspolitik 3
2.1.1 Die Aufgabe der Unternehmenspolitik aus betriebswirtschaftlicher Sicht 3
2.1.2 Begriff, Objekte und Träger der Rechnungslegungspolitik 4
2.1.3 Die Zielsetzungen der Rechnungslegungspolitik 6
2.1.3.1 Ableitung rechnungslegungspolitischer Zielsetzungen aus der Finanzpolitik 7
2.1.3.1.1 Beeinflussung der Gewinnverwendung 8
2.1.3.1.2 Ziele im Rahmen der Außenfinanzierung 8
2.1.3.1.3 Einwirkung auf die Steuerbelastung 9
2.1.3.2 Aus der Publizitätspolitik abgeleitete Zielsetzungen 10
2.1.3.3 Spezielle Zielsetzungen der Unternehmensleitung 11
2.1.4 Ergebnisse der empirischen Jahresabschlußforschung zu den rechnungslegungspolitischen Zielen von Kapitalgesellschaften 12
2.1.5 Die Konfliktsituationen bei unterschiedlichen Zielsetzungen 13
2.1.6 Die rechnungslegungspolitischen Grenzen 14
2.2 Die Analyse des rechnungslegungspolitischen Instrumentariums 16
2.2.1 Systematisierung der Instrumente 16
2.2.1.1 Gestaltung von Sachverhalten 17
2.2.1.2 Darstellung von Sachverhalten 18
2.2.1.2.1 Instrumente der materiellen sachverhaltsdarstellenden Rechnungslegungspolitik 18
2.2.1.2.1.1 Wahlrechte 19
2.2.1.2.1.1.1 Bilanzansatzwahlrechte 19
2.2.1.2.1.1.2 Bewertungswahlrechte 20
2.2.1.2.1.2 Ermessensspielräume 20
2.2.1.2.1.2.1 Verfahrensspielräume 20
2.2.1.2.1.2.2 Individualspielräume 21
2.2.1.2.2 Formelle Darstellungsparameter 21
2.2.2 Kriterien zur Auswahl und zum Einsatz der rechnungslegungspolitischen Alternativen 21
2.2.2.1 Der Wirkungsgrad der Aktionsparameter als Auswahlkriterium 22
2.2.2.2 Die Flexibilität im Hinblick auf das materielle Stetigkeitsprinzip 23
2.2.2.2.1 Der Geltungsbereich des Grundsatzes der Bewertungsstetigkeit 23
2.2.2.2.2 Ausnahmen im Sinne von § 252 Abs. 2 HGB 25
2.2.2.3 Die Berücksichtigung der Erkennbarkeit rechnungslegungspolitischer Maßnahmen durch die externen Koalitionsteilnehmer 25
3. Der Ansatz von Herstellungskosten im Rahmen der rechnungslegungspolitischen Aktionsparameter 28
3.1 Begriff und Wesen handels- und steuerrechtlicher Herstellungskosten 28
3.1.1 Betriebswirtschaftliche Analyse des Herstellungskostenbegriffs 28
3.1.2 Die handelsrechtlichen Herstellungskosten 29
3.1.2.1 Die handelsrechtliche Definition der Herstellungskosten 30
3.1.2.1.1 Grundlegendes 30
3.1.2.1.2 Der Kostenartenaspekt 31
3.1.2.1.3 Der Kostenstellenaspekt 32
3.1.2.1.4 Der Angemessenheitsaspekt 33
3.1.2.1.4.1 Der sachliche Bezug zur Herstellung 33
3.1.2.1.4.2 Die Beschränkung auf den Zeitraum der Herstellung 34
3.1.2.2 Grenzen bei der Wahl der Ermittlungsmethode 35
3.1.3 Die Herstellungskosten des Steuerrechts 37
3.1.3.1 Die Definition der Herstellungskosten nach R 33 ESTR 37
3.1.3.2 Maßgeblichkeit oder Bewertungsvorbehalt im Hinblick auf die Wertuntergrenze der steuerlichen Herstellungskosten 37
3.2 Der Einsatz der Methodenwahlrechte im Rahmen der Ermittlung der handels- und steuerrechtlichen Herstellungskosten 39
3.2.1 Einbeziehungswahlrechte 39
3.2.2 Vereinfachungswahlrechte 40
3.3 Das Ausnutzen von Ermessensspielräumen bei der Ermittlung des handels- und steuerrechtlichen Herstellungskostenansatzes 41
3.3.1 Die kostenrechnerische Abgrenzung von Einzel- und Gemeinkosten 41
3.3.2 Die Abgrenzung der bilanzrechtlich unterschiedlich zu behandelnden Gemeinkostenarten 42
3.3.3 Die Verteilung der Gemeinkosten 43
3.3.4 Die Behandlung von Beschäftigungsschwankungen 44
3.3.5 Der Zeitraum der Herstellung 45
3.3.6 Sonstige Ermessensspielräume 47
3.4 Die Möglichkeit der Teilgewinnrealisierung bei langfristiger Fertigung 48
3.5 Besondere Gestaltungsmöglichkeiten beim selbsterstellten Anlagevermögen 49
3.6 Alternativen in Verbindung mit der wahlweisen Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamt- oder Umsatzkostenverfahren 51
4. Der Ansatz von Herstellungskosten im Rahmen eines computergestützten Entscheidungsmodells 54
4.1 Grundlegendes 54
4.1.1 Das Entscheidungsmodell als einperiodiges Partialmodell 54
4.1.2 Prämissen für die Konzipierung und den Einsatz des Modells 55
4.1.3 Die Festlegung des Zielplanes anhand von Primär- und Sekundärzielen 56
4.2 Die Konzipierung des Entscheidungsmodells 59
4.2.1 Die Grundversion des Modells zur Erreichung ergebnisorientierter Zielsetzungen 59
4.2.1.1 Die Formulierung der Zielfunktion 60
4.2.1.2 Die Formulierung der Nebenbedingungen 62
4.2.1.2.1 Fixierung der Ober- und Untergrenzen der erfolgswirksamen Aktionsparameter 62
4.2.1.2.2 Formulierung der Restriktionen für die Sekundärziele 63
4.2.2 Modifizierung der Grundversion zu einem Ertragsteuerminierungsansatz 66
4.3 Die Anwendung des Entscheidungsmodells 67
4.3.1 Darstellung des Fallbeispiels 67
4.3.2 Auswertung der Ergebnisse 73
4.3.2.1 Maximierung des Jahresüberschusses 73
4.3.2.2 Minimierung des Jahresergebnisses 76
4.3.2.3 Ergebnisglättung mittels Fixierung des Jahresüberschusses 78
4.3.2.4 Minimierung der Ertragsteuerbelastung 79
4.4 Erweiterung des Modells zu einer ausschüttungsorientierten Konzeption 80
4.4.1 Formulierung der Zielfunktion und der Nebenbedingungen 80
4.4.2 Verdeutlichung der Wirkungsweise der Ausschüttungskonzeption anhand von Beispielen 84
4.5 Beurteilung der Modellkonzeption 87
5. Schlußbetrachtung 89
Anhang X
Literaturverzeichnis XIX

Arbeit zitieren:
Arjes, André Februar 1996: Der Ansatz von Herstellungskosten aus rechnungslegungspolitischer Sicht bei Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

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