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Anreizsysteme zur Förderung von Innovationen im Unternehmen

Anreizsysteme zur Förderung von Innovationen im Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Melanie Fleig
  • Abgabedatum: Januar 2006
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 412,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9513-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fleig, Melanie Januar 2006: Anreizsysteme zur Förderung von Innovationen im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Motivation, Innovationsförderung, Wissensmanagement, Ideenmanagement, Innovationsbereitschaft

Diplomarbeit von Melanie Fleig

Gang der Untersuchung:

Im Kern geht es in dieser Arbeit um die Darstellung von Anreizsystemen für Mitarbeiter, um die Innovationen im Unternehmen zu fördern. Dies ist, wie oben ausgeführt, die Grundlage um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern und auch in Zeiten der Globalisierung, des schnelleren Wandels und des daraus resultierenden Wettbewerbsdruck zu bestehen.

Die in dieser Arbeit vorgestellten Anreizsysteme zur Förderung von Innovationen sind nur ein Bruchteil dessen, was in Unternehmen möglich ist. Die hier gewählte Darstellung orientiert sich an dem Gedanken der Berücksichtigung der „kleinen Mitarbeiter“. In der Literatur gibt es eine Fülle von Ratgeber für die Ausgestaltung von Führungskräften und den innovativ tätigen Mitarbeitern der F&E Abteilung.

Die Verfasserin setzte sich somit zum Ziel nur Konzepte vorzustellen, die in der Lage sein können, das (versteckte) Potential sowohl des Mitarbeiters am Ende der Fertigungsstrasse, am Schreibtisch hinten links im Großraumbüro und an der Stanzmaschine in Halle B, als auch der Führungskräfte und Manager zu entdecken und zu fördern. Jeder Mitarbeiter sollte, je nach Potential, motiviert und gefördert werden. Das Ideen- und das Wissensmanagement bietet die Möglichkeit hierfür eingesetzt zu werden. Der neue Ansatz dieser Arbeit ist der Bezug auf die Innovationsfähigkeit und –Bereitschaft der Mitarbeiter.

Die Innovationsförderlichkeit der vorgestellten Systeme aus der Praxis wird erläutert und kritisch auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Wenn nötig Verbesserungsvorschläge gebracht werden.

Externe Einflussfaktoren werden nicht betrachtet. So könnte zum Beispiel eine innovationsfreundliche Wirtschaftspolitik generell Innovationen in einem Land und somit auch in den Unternehmen begünstigen.

Die vorliegende Arbeit ist in drei theoretische Grundlagen-Teile aufgebaut, die dann im Praxisteil der innovationsorientierten Anreizsysteme münden.

Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Innovationen betrachtet. Es wird zunächst der Begriff der Innovation erläutert und die verschiedenen Arten dargestellt. Anschließend erfolgt eine Betrachtung des Innovationsprozesses und der Merkmale von Innovationen bzw. des Innovationsprozesses. Des Weiteren werden die Ziele und Voraussetzungen von Innovationen dargestellt. Am Ende des Kapitels folgt eine Untersuchung der Probleme im Innovationsprozess, die auch für die weitere Betrachtung in dieser Arbeit wichtig sind.

Das dritte Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Motivation, ein. Motivation, Motive, Anreize und Verhalten werden definiert und voneinander abgegrenzt. Die Ziele des Motivierens werden dargestellt. Aufgrund der Popularität wird auch kurz auf die Motivationstheorien eingegangen. Am Ende des Kapitels erfolgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Im vierten Kapitel werden die Grundlagen für Anreizsysteme behandelt. Anreizsysteme und deren Elemente werden definiert. Ebenso werden die Funktion und die Notwendigkeit von Anreizsystemen besprochen. Am Ende erfolgt ein Überblick über die Anforderungen, die grundsätzliche Wirkung und die Grenzen von Anreizsystemen.

Im fünften Kapitel werden die drei Grundlagen-Abschnitte zusammengefügt. Die Darstellung der innovationsförderlichen Anreizsysteme erfolgt im Rahmen des Wissens- und Ideenmanagements, illustriert mit Beispielen aus der Praxis. Hierfür wurden zwei weltweit operierende Großunternehmen ausgewählt: Die BASF AG und die Bayer AG.

Einleitend wird jeweils der Bezug zu Innovationen hergestellt. Inwieweit ist das Wissens- bzw. Ideenmanagement wichtig für die Entstehung von Innovationen und warum sind die Instrumente in der Lage diese zu fördern. Anschließend werden klassische Anreize im Ideen- und Wissensmanagement dargestellt. Die Wirkung der Instrumente auf die Motivation der Mitarbeiter wird erläutert und wenn nötig werden Verbesserungsvorschläge angefügt.

Das Kapitel schließt mit den Grenzen der beiden Instrumente Wissens- und Ideenmanagement.

Im letzten Kapitel erfolgen eine Zusammenfassung und ein Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Innovationen und Unternehmenserfolg 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 4
1.3 Aufbau der Arbeit 5
2. Innovationen 8
2.1 Definition Innovation 8
2.2 Begriffsabgrenzung 10
2.3 Innovationsarten 11
2.4 Der Innovationsprozess 14
2.5 Merkmale von Innovationen bzw. des Innovationsprozesses 15
2.5.1 Neuartigkeit 16
2.5.2 Unsicherheit 16
2.5.3 Komplexität 16
2.5.4 Konfliktgehalt 17
2.6 Ziele von Innovationen 18
2.6.1 Ergebnisverbesserung 19
2.6.2 Aufwandssenkung 20
2.6.3 Zeitverkürzung 20
2.7 Probleme im Innovationsprozess 21
2.8 Voraussetzungen für Innovationen 25
2.8.1 Können 26
2.8.2 Wollen 27
2.8.3 Dürfen 28
2.8.4 Machen 28
3. Motivation 31
3.1 Definition Motivation 31
3.2 Motive 32
3.3 Anreize 34
3.4 Verhalten 35
3.4.1 Situation 37
3.4.2 Person 37
3.5 Ziele des Motivierens 38
3.6 Theorien der Arbeitsmotivation 39
3.7 Zusammenfassung 40
4. Anreizsysteme 42
4.1 Definition und Elemente 42
4.2 Funktion und Notwendigkeit 44
4.3 Anforderungen 46
4.4 Grundsätzliche Wirkung 47
4.5 Grenzen Anreizsysteme 48
5. Innovationsorientierte Anreizsysteme 50
5.1 Anreize im Rahmen des Ideenmanagement 51
5.1.1 Praxisbeispiel: Das ID-Ideenmanagement derBASF AG 53
5.1.2 Wirkung 58
5.1.2.1 Geld- und Sachpreise 58
5.1.2.2 Anerkennung 61
5.1.2.3 Persönliches Einbringen 62
5.1.3 Praxisbeispiel: Innovation Award bei der BAF AG 63
5.1.4 Wirkung 63
5.2 Anreizsysteme im Rahmen des Wissensmanagement 63
5.2.1 Praxisbeispiel: Knowledge Miles bei der Bayer AG 66
5.2.2 Wirkung 67
5.2.2.1 Sachprämien 67
5.2.2.2 Anerkennung 68
5.2.3 Ausblick 69
5.2.4 Praxisbeispiel: MbKO bei der Bayer AG 70
5.2.5 Wirkung 72
5.2.5.1 Kongress- und Symposienbesuche 72
5.2.5.2 Geldprämie 72
5.2.5.3 Personalentwicklung 73
5.3 Grenzen der Instrumente 73
5.3.1 Crowding Out 73
5.3.2 Kosten 74
5.3.3 Quanitative statt qualitative Gütekriterien und „Gefälligkeiten“ 75
5.3.4 Einmaligkeit statt Integration in den Arbeitsalltag 76
6. Zusammenfassung und Ausblick 77
Literatur- und Quellenverzeichnis 80
Verzeichnis der geführten Interviews und Email-Kontakte 86
Anhang 87
Anhang 1: Fragebogen Unternehmensberatungen 87
Anhang 2: Fragebogen Bayer AG/ BASF AG 89
Erklärung zur Diplomarbeit gem. § 24 VI DiplPrüfO 2001 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die spezifische Ausgestaltung der Anreizsysteme ist allerdings mit prinzipiellen Problemen behaftet120: • Bislang ist es nicht gelungen, Situationstheorien der Mitarbeitermotivation zu entwickeln, die es erlauben, technologische Prognosen über die Wirkung der Verwendung bestimmter Anreize aufzustellen. Die Ausführungen haben insofern immer spekulativen Charakter! • Anreizsysteme sollen einen größeren Personenkreis ansprechen, aber auch auf die individuellen Motive eingehen. Dieser Gegensatz ist nicht aufzulösen. • Zumindest bei materiellen Anreizen sind Betriebe i.d.R. an tarifvertragliche Vereinbarungen gebunden. Diese erschweren eine auf die Situation adäquat zugeschnittene Gestaltung der Anreizsysteme. • Die aufwendigsten Systeme erfüllen Ansprüche wie Gerechtigkeit nur sehr bedingt. Sie versuchen, durch eine quantitative Scheingenauigkeit die weiterhin zugrunde liegenden Ermessensentscheidungen zu vermeiden. Ein technokratisches System kann zudem kaum die Wirklichkeit von Motivationsprozessen erfassen. • Der treffendste Anreiz nutzt nichts, wenn er von den Individuen nicht erkannt wird oder erkannt werden kann. Es bedarf daher eines Marketings, um auch tatsächlich den Mitarbeitern die gebotenen Anreize und gewünschten Verhaltensweisen bzw. die Konsequenzen für bestimmtes Leistungsverhalten bewusst zu machen.121 [...]

Die Notwendigkeit von Anreizsystemen ergibt sich aus der so genannten „theory of organizational equilibrium“, grundlegendes Verhaltensmodell. Dem Arbeitnehmer wird generell ein opportunistisches Verhalten unterstellt. Das bedeutet, dass er stets in seinem eigenen Sinne, zu seinem eigenen Vorteil entgegen des Interesses des Arbeitgebers handelt. Dreh- und Angelpunkt dieser Theorie ist, dass zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal: hier Arbeitgeber) und einem Auftragnehmer (Agent: hier Arbeitnehmer) immer Interessendivergenzen herrschen. Dem Agenten wird immer ein Informationsvorsprung unterstellt, den er opportun gegen den Prinzipal verwendet. Um den Agenten aus Prinzipalsicht dazu zu bewegen, die ihm aufgetragenen Arbeiten im Sinne des Prinzipals zu erledigen, muss der Agent dementsprechend motiviert werden. Das kann auf zwei Arten geschehen. Zum einen durch die Arbeit Anreiz-Beitrags-Theorie von Barnard.113 – ein [...]

Wahrscheinlichkeit des Auftretens anderer dagegen vermindern sollen.107 Sie bedienen sich dabei einerseits verschiedener positiv wie negativ wirkender Anreize bzw. Belohnungen (auch positive und negative Sanktionen) sowie andererseits einer Reihe von Elementen, die deren Ermittlung und Zuteilung betreffen (z.B. Beurteilungskriterien, Leistungsprinzip, Leistungsbeurteilung). Mit dem Angebot eines Wirkungsverbundes von Anreizen und der Gewährung von Belohnungen werden versucht, die Mitarbeiter zu mehr oder weniger bestimmten Arbeits-. Und Leistungsverhalten anzuregen.108 Sie sollen sicherstellen, dass der Arbeitnehmer sein Leistungspotential voll für den Arbeitgeber einsetzt und dem Arbeitnehmer das Gefühl geben, dass seine Leistung auch gewürdigt wird.109 Folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Elemente eines Anreizsystems: [...]

Arbeit zitieren:
Fleig, Melanie Januar 2006: Anreizsysteme zur Förderung von Innovationen im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Motivation, Innovationsförderung, Wissensmanagement, Ideenmanagement, Innovationsbereitschaft

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